DE126840C - - Google Patents

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DE126840C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/06Chloridising

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 126840 KLASSE 40«.
Vorliegendes Verfahren betrifft die Behandlung von gold- und silberhaltigen Schwefelerzen und beruht auf der Einwirkung von Chlorsauerstoffverbindungen, welche man durch Zersetzung von Chloraten in geschlossenem Gefäfs bei 50 bis 60° C. in Gegenwart einer angesäuerten Lösung von Chlormagnesium bei mäfsigem Druck erhält, wobei die Masse in beständiger Bewegung gehalten wird.
Bei den ,bekannten Verfahren, bei welchen freies Chlor und unterchlorige Säure Verwendung finden, dient ein grofser Theil des Chlors zunächst dazu, die stets unvollkommene Oxydation des Erzes zu beenden, so dafs dessen Chlorirung verzögert wird. Die unterchlorige Säure giebt selbst sehr rasch Chlor und freien Sauerstoff ab, während . sich die Chlorate in verdünnten, angesäuerten Lösungen nur langsam zersetzen, um allmählich Chlor und nascirenden Sauerstoff von gröfserer Wirksamkeit zu geben.
Infolge dessen erfordern alle Verfahren, welche sich von dem Piattner'sehen ableiten, eine ziemlich lange Zeit, um das Gold anzugreifen, und lassen das Silber als unlösliches Chlorsilber zurück, welches nur durch eine besondere Behandlung ausgezogen werden kann.
Diese Uebelstände werden gemäfs dem vorliegenden Verfahren vermieden, wenn man eine Lösung von Chlormagnesium anwendet, deren Wirksamkeit in gesättigtem Zustande mehr als Y3 mal gröfser ist als die einer Chlornatriumlösung; so können beispielsweise 2 kg Silber und mehr in einem Cubikmeter bei 600C. gelöst werden. Diese Flüssigkeit kann so lange gebraucht werden, bis sie mit Silber gesättigt ist, ist äufserdem nach einer gewissen Anzahl von Arbeiten leicht zu regeneriren und liefert nicht nur Silber, sondern auch Kupfer, Zink, Blei etc., welche sich darin angesammelt haben.
Durch die gleichzeitige Anwendung nascirender Reagentien, einer bestimmten Temperatur und geeigneten Druckes, der abbeizenden Wirkung des Chlormagnesiums auf das mit Chlorsilber eingehüllte Gold, und schliefslich einer langsamen und beständigen Bewegung der drehbaren geschlossenen Trommeln oder dergl. kann man aus äufserst complexen und allen Behandlungen widerstrebenden Erzen in zwei Stunden 85 bis 90 pCt. Gold und 40 bis 45 pCt. Silber gewinnen.
Die Ausführung des vorliegenden Verfahrens kann z. B. in folgender Weise ausgeführt werden.
Das erforderlichenfalls zuvor concentrirte Erz wird gemahlen, durch ein Sieb von 70 bis 80 Maschen pro Quadratcentimeter gesiebt und so vollkommen wie nur möglich geröstet. Sodann bringt man es noch heifs in drehbare Behälter, welche eine geeignete Menge von angesäuerter Chlormagnesiumlösung ' enthalten, z. B. 600 bis 1000 1 auf eine Tonne des Erzes. Um die Temperatur auf 60 bis 65° C. zu bringen, fügt man heifses Erz hinzu.
In gewissen Fällen, bei reicheren Erzen, wo das Verfahren länger als zwei Stunden währt, wird die Temperatur des Inneren der Gefäfse durch ein äufseres heifses Bad erhalten. Schliefslich setzt man eine Menge Kaliumchlorat oder ein anderes Chlorat hinzu, welche gemäfs dem Metallgehalt des Erzes wechselt, z. B. 3 kg auf je 30 g Gold für Erze von
mehr als 90 g pro Tonne und 10 kg für Erze mit 30 g und weniger.
Wenn die Behälter luftdicht verschlossen sind, setzt man dieselben in Bewegung. Nach zweistündiger Drehung von 10 bis 12 Umdrehungen in der Minute werden die GeFäfse alsdann schnell mittelst einer besonderen Pumpe entleert, welche den Inhalt in schnellfiltrirende Vorrichtungen befördert. "-Die ersten Laugen werden nun auf Gold nach gewöhnlichem Verfahren bearbeitet; man wäscht mit frischer Chlormagnesiumlösung, welche zu einem neuen Verfahren angewendet wird; schliefslich wäscht man das Erz mit Wasser, um das Chlormagnesium aus den Rückständen wiederzuwinnen, und concentrirt die Waschwässer, um sie in den Kreislauf des. Verfahrens zurückzuführen.
Die Ausbeute von 20 bis 25 pCt. Silber, welche bei einem schnellen Arbeitsverlaufe von zwei Stunden erhalten wird, ist im Allgemeinen genügend; denn es ist nicht immer vortheilhaft, dieselbe durch eine längere Behandlung des Erzes zu vermehren, da langer dauerndes Arbeiten mehr Chlorat erfordert, infolge des Angriffs der niederen Metalle, besonders des Eisens durch Chlor.
Die gesättigten Silberlösungen werden mittelst Eisen oder Zink, welche in der Flüssigkeit als Chlorüre vorhanden sind, leicht vom Silber befreit. Da es oft geschieht, dafs Zink und Kupfer des Erzes zunehmen, so kann man hierauf die Flüssigkeiten der Elektrolyse unterwerfen. Schliefslich wird das angesammelte Eisen als Carbonat durch Kreide oder dergl. abgeschieden und das so erhaltene Chlorcalcium liefert durch Zusatz von Schwefelsäure Salzsäure. Man bedarf also niemals Salzsäure, um die Flüssigkeiten anzusäuern.

Claims (1)

  1. Patent-AnsPRUcH :
    Verfahren zum Chloriren von gold- und silberhaltigen sulfidischen Mischerzen in geschlossenen, sich drehenden Behältern unter mäfsigem Druck mittelst Chloraten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Chlorate in Verbindung mit einer angesäuerten heifsen Chlormagnesiumlösung zur Verwendung kommen.
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