DE48545C - Mechanischer Webstuhl mit Schützenwechsel - Google Patents

Mechanischer Webstuhl mit Schützenwechsel

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DE48545C
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box
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DENDAT48545D
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H. BERGER in Lyon
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1889 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf den eigenartigen Mechanismus für die Schützenkästen der Steigladen, welcher die auf- und niedergehende Bewegung zu einer vollkommen bestimmten macht.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die so verbesserte Lade dargestellt, und zwar bedeutet:
Fig. ι eine Vorderansicht derselben in Verbindung mit ihren beiden seitlichen Schützenkästen,
Fig. 2 eine hintere Ansicht nebst dem Bewegungsmechanismus für die Schützenkästen,
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Schützenkasten nach 1-2, Fig. 2.
Die an beiden Seiten der Lade in Führungen auf- und niederbeweglichen Schützenkästen A A1 sind mit einer der Zahl der angewendeten Schützen entsprechenden Anzahl von Abtheilungen bezw. Zellen versehen. Im vorliegenden Falle sind deren drei angenommen.
Die beiden Schützenkästen, deren Bewegung eine genau gleichmäfsige sein soll, sind durch Hebeschäfte an den beiden einarmigen Hebeln F und F1, welche auf die Welle G aufgekeilt sind, aufgehängt. Auf der Welle G, welche im Webstuhlgestell entsprechend gelagert ist, befindet sich aufserdem noch ein dritter Hebel H, welcher mit einem Platinenhaken I des Jacquard-Getriebes in Verbindung steht. Sobald also der Haken / durch das Hebezeug J angehoben wird, werden auch die beiden Schützenkästen A und A1 mitgenommen, und zwar bis zum höchsten Punkt ihrer Bahn, und sobald beim Niedergehen des Hebezeuges J der Eingriff mit dem Haken / aufgehört hat, werden die Kästen durch ihre Schwere sich herabbewegen. Diese herabgehende Bewegung wird jedoch an bestimmten Stellen durch den folgenden eigenartigen Mechanismus unterbrochen.
Vor den Führungsleisten der beiden Schützenkästen in der Lade ist je eine kurze Welle XX gelagert, mit welcher die als Winkelhebel wirkenden Kastenfänger O und P fest verbunden sind.
Diese Kastenfänger bestehen aus einem bügelartig gebogenen Flacheisen, an dessen unterem Theile je zwei Fangzähne L L und M M mittelst Muttern befestigt sind, während der eine Arm des oberen Theiles in einen knieförmig gebogenen Ansatz fortläuft, Fig. 3.
Die beiden Fangzähne L der Kastenfänger O sind dazu bestimmt, die Schützenkästen in ihrer höchsten Stellung festzuhalten; in diesem Falle würde nur der unterste Schützen arbeiten.
Die beiden Fangzähne M, welche zu dem Kastenfänger P gehören, können die Kästen in ihrer mittleren Stellung festhalten, Fig. 3, und der mittere Schützen würde alsdann an der Reihe sein, zu arbeiten.
Befinden sich die Fangzähne aufserhalb der Bahn des Kastens A, so fällt dieser auf den Boden Q der Kastenführung in seine tiefste Stellung; in diesem Falle arbeitet dann der oberste Schützen, Fig. 1.
Die beiden Kniehebel O und P, Fig. 3, sind mit Hülfe der Hebeschäfte T und T1 und entsprechender Hebel mit den im Stuhlgestell gelagerten Wellen S und S1 in Verbindung gebracht.
Die Drehung dieser Wellen wird durch Zugkräfte hervorgebracht, welche in Richtung der Haken R und R1 wirken, und welche an einarmigen, auf den entsprechenden Wellen S
und S1 fest aufgekeilten Hebeln angreifen. Die j Haken R und R1 werden in bestimmten Zeitabschnitten von dem Hebezeuge / aufwärts bewegt.
Die Bewegung der Schützenkasten geschieht nun in der folgenden Weise:
Die Kästen A und A1 befinden sich in ihrer tiefsten Stellung auf dem Boden Q der Kastengleitbahn.
Das Hochheben derselben in einem Zuge bis auf den höchsten Punkt wird durch den Haken / bewirkt, der bei der Aufwärtsbewegung des Hebezeuges / mit diesem in Eingriff kommt.
Auf der höchsten Stelle wird der Kasten während der Zeit für die nöthige Anzahl von Schützenschlägen durch die Fangzähne L festgehalten.
Wenn die Kästen herabgehen sollen, wird der Haken R oder die beiden Haken R und J?1 mit dem Hebezeug J in Verbindung gebracht. Dadurch werden entsprechend die Hebeschäfte T oder T und T1 gehoben und mit diesen die zugehörigen Fangzähne L oder L und M seitwärts bewegt.
Im ersteren Falle werden die Kästen also von den Zähnen L nicht aufgehalten werden können, dagegen wird ihre tiefste Lage durch die in ihrer Bahn befindlichen Zähne M begrenzt sein. Im anderen Falle befinden sich beide Zähne L und M aufserhalb der Kastenbahn, die Schützenkasten können daher bis auf die Querleiste Q der Gleitbahn hindurchfallen.
Der Vortheil dieser Einrichtung liegt darin, dafs die Stellung der Kästen nunmehr eine vollkommen bestimmte und feste geworden ist und dafs eine Veränderlichkeit in der Bewegung derselben ausgeschlossen erscheint.
Das Treiben der Schützen selbst wird in bekannter Weise bewirkt und gleichmäfsig auf der linken und rechten Seite des Webstuhls, so dafs es gleichgültig ist, auf welcher Seite die einzelnen Schützen sich befinden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein mechanischer Webstuhl mit Schützenweehsel, bei welchem die gewünschte Folge der verschiedenartigen Schufsfäden des Gewebes dadurch erzielt wird, dafs die in einem Zuge aufsteigenden Schützenzellen beim Niedergang durch Fanghebel (O L, P M7 Fig. 3), deren Lage direct von dem Jacquard-Getriebe aus bestimmt wird, in der erforderlichen Höhenstelhvng aufgehalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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