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Anordnung für das Abschalten großer Leistungen Für das Abschalten
großer Leistungen durch zwei in Reihe liegende selbsttätige Ausschalter, deren einer
beim Abschalten zunächst einen Widerstand und ein Zeitrelais einschaltet, wobei
letzteres nach Ablauf die Auslösung des zweiten Schalters bewirkt, sind Anordnungen
bekannt geworden, bei denen ein gemeinschaftlicher mechanischer Antrieb verwendet
wird, der mit Hilfe eines Handhebels beide Schalter gleichzeitig einzuschalten gestattet.
Hierbei muß aber vermieden werden, daß beim Einschalten unter Kurzschluß der zweite
Schalter mit eingeschaltet wird und der erste Schalter erst nach Ablauf der Zeithemmung
zum Auslösen kommt. Dies wird nach .der Erfindung dadurch erreicht, daß durch Ansprechen
des Überstrom:magneten bereits beim Einschalten des ersten Schalters die Verklinkung
des zweiten, noch nicht eingeschalteten Schalters gelöst wird, so daß letzterer
auch bei Weiterbewegen des Antriebes nicht zum Einschalten kommt, und .daß ferner
durch die Lage der Verklinkung es zweiten Schalters ein Auslösehebel freigegeben
wird, der auf die Verklinkung des ersten Schalters einwirkt, so daß dieser sofort
wieder ausgelöst wird. Dabei muß ferner durch Anordnung einer zweiten durch das
überstromrelais bewegten Stange bewirkt werden, daß ein Ausschalten aus der vollen
Einschaltstellung erst nach Ablauf des zwischengeschalteten Hemmwerkes erfolgt,
um so bei normalem Abschalten zu erreichen, daß der Über- oder Kurzschlußstrom durch
das Vorschalten der Widerstände vermindert wird und somit eine Schonung des das
eigentliche Abschalten bewirkenden Schalters eintritt.
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Die für diese Anordnungen verschiedenen Stellungen sind aus den Abbildungen
zu ersehen. Abb. i zeigt die Anordnung in der Ausschaltlage, Abb. z beim Einschalten
unter Kurzschluß. unmittelbar vor dem Ausschalten, Abb. 3 nach dem Ausschalten;
Abb. q. zeigt die vollständige Einschaltstellung beider Schalter, Abb. 5 das Abschalten
aus der vollen Einschaltstellung nach dem Abschalten des den Vorschaltwiderstand
kurzschließenden Schalters.
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Es .bezeichnet A den Kurzschlußschalter für den VorschaltwiderstandB,
C den zuerst zum Einschalten kommenden Schalter, dem .der Widerstand B vorgeschaltet
ist. An dem Antrieb a, der in Pfeilrichtung gedreht wird, greift bei b das Gestänge
c für die Verklinkung des Schalters A an, bei d das Gestänge
e
für die Verklinkung des Schalters C. Die beiden Antriebsgestänge sind so
versetzt, daß bei der Einschaltbewegung um die ersten 9o° nur das Gestänge e -des
Schalters C mitgenommen wird und das Gestänge b keine größere Längsverschiebung
erfährt, während bei der Weiterbewegung das Gestänge e an der Bewegung nicht mehr
teilnimmt und das Gestänge c .und .damit der Schalter A bewegt wird.
Der
Überstrommagnet f nimmt beim Ansprechen das Gestänge g mit, mit dem mittelbar die
Stangen fa und i verbunden sind. fi dient dazu, die Verklinkung Z der Zeithemtnung
h zu lösen, i dient dazu, die Verklinkung des Schalters A und beim Einschalten
unter Kurzschluß die Verklinkung auch des Schalters C zu lösen. Auf .das Klinkenschloß
o des Schalters c kann die Klinke in, die von dem Hemmwerk .gesteuert wird, und
die Klinke n, die durch das Gestänge i gesteuert wird, einwirken. Das Lösen des
Klinkenschlosses p für den Schalter A erfolgt durch den vom Gestänge i gesteuerten
Ausschalthebel q, der einen Ansatz r besitzt. An dem Gestänge h ist ferner noch
ein Hebel s angebracht, der von dem Bewegungshebel des Klinkenschlosses p mitgenommen
wird, um zu verhindern, daß beim Einschalten unter Kurzschluß das Hemmwerk k überhaupt
zu arbeiten beginnt.
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Wird der Antrieb a aus der Ausschaltlage aller Teile in Abb. i um
9o° gedreht (Abb.2), so daß der Schalter C zum Einschalten gelangt, und erfolgt
dieses Einschalten unter Kurzschluß, so zieht der Überstrommagnet f seinen Anker
an, und es wird zunächst unter der Einwirkung des Gestänges g die Stange i mitgenommen,
so .daß der Hebel q gegen die Ausschaltklinke des Klinkenschlossesp schlägt und
letzteres zum Ausklinken kommt, so,daß ein Einschalten des Schalters A auch bei
Weiterdrehen des Handhebels nicht möglich ist. Da aber zugleich das Schloß p sich
noch in der Ausschaltlage befindet, so kann -der Ansatz r nicht von dem Schloß festgehalten
werden, wie es in Abb. 5 der Fall ist; der Hebel q und damit die Stange i bewegen
sich also so weit, daß diefAuslösung des Schlosses o durch den Auslösehebel n bewirkt
wird und so auch der Schalter C zum Abschalten kommt, wie dies aus der Stellung
Abb. 3 ersichtlich ist.
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Ist beim Einschalten kein Kurzschluß vorhanden und wird der Handantrieb
ca um weitere 9o°, zusammen also i8o° gedreht, so werden beide Schalter in die Einschaltlage
gebracht und die Stellung in Abb. q. erreicht. Hierbei hat sich unter der Einwirkung
einer Feder das Gestänge h so weit bewegt, daß es -die Verklinkung Z des Zeithemmwerkes
k gelöst hat. Aber letzteres wird durch die am Gestänge la befindliche Verklinkung
t in seiner Bereitschaftslage für das Abschalten gehalten. Tritt jetzt Überstrom
ein und zieht der Überstrommagnet f seinen Anker an, so wird zunächst durch -die
Bewegung des Gestänges i das Klinkenschloß p ausklinken, der Schalter A schaltet
ab und schaltet dem Schalter C den Vorschaltwiderstand B vor. Der mit,dem Haupthebel
des Klinkenschlosses p zusammenwirkende Hebels an der Stange da verschiebt aber
diese ein Stück nach links, so daß die V-erklinkung für das Hemmwerk k, das ja bei
L bereits ausgeklinkt war, auch bei t freigegeben wird (Abb. 5) und
letzteres zu arbeiten beginnt, bis am Ende seiner Bewegung, ,also nach einiger Zeit,
der mit ihr verbundene Auslösehebel m das Auslöseschloß o des Schalters C zum Ausklinken
bringt und so der Schalter C ebenfalls zum Abschalten kommt. Der zweite Ausschalthebel
n des Schlosses o konnte hier nicht in Tätigkeit treten, da sich der Ansatz r an
,dem mit i verbundenen Hebel q gegen die Seite in der Einschaltlage des stehengebliebenen
Klinkenschlosses p gelegt hatte und so ein zu weites Bewegen des Gestänges i und
damit des Ausschalthebels n verhindert wurde, wie .dies aus Abb. 5 ersichtlich ist.