DE4839C - Seitenkuppelung für Eisenbahnfuhrwerke - Google Patents

Seitenkuppelung für Eisenbahnfuhrwerke

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DE4839C
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coupling
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English (en)
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E. L. HEDWIG, Privat - Baumeister, in Hann. Münden
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G1/00Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
    • B61G1/02Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having links or bars coupling or uncoupling by rotating around a transverse horizontal axis
    • B61G1/04Operating devices therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Special Chairs (AREA)

Description

1878.
Klasse 20.
E. LEO HEDWIG in HANNOV. MÜNDEN. Seitenkuppelung für Eisenbahnfuhrwerke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. August 1878 ab.
Die neue Seitenkuppelung besteht in der Hauptsache aus einem hakenförmigen Instrument, welches, aus mehreren Gliedern zusammengesetzt, eine vorschiebende und gleichzeitig abwärts fallende, sowie eine zusammenziehende und gleichzeitig aufwärts steigende Bewegung äufsert.
Die neue Kuppelung kann bei allen gegenwärtig im Betriebe stehenden Eisenbahnfuhrwerken angebracht werden, ohne letztere zu verändern.
Der Rangirer braucht nicht mehr zwischen die Wagen und Buffer zu treten, denn die Schliefsung und Lösung der Kuppelung wird beliebig an jeder der beiden Seiten des Wagens vollzogen; eine halbe Umdrehung der an der Wagenseite befindlichen Kurbel bewirkt die Schliefsung oder Lösung der Kuppelung und nimmt nicht mehr als eine Secunde Zeit in Anspruch.
Bei Entgleisung löst sich der entgleiste Wagen von selbst, weil durch die Senkung desselben in mindester Höhe der Eisenbahnschienen der eine Kuppelhaken ausgehoben, der andere aber in so schräge Lage gebracht wird, dafs er sich von selbst abzieht. Der Schaffner kann auch während der Fahrt von seinem Sitze auf dem Wagen aus die Kuppelung auf gegebenes Signal lösen, wenn eine Leine den zugehörigen Kuppelhaken mit dem Schaffnersitze in Verbindung bringt; denn auf straffes Anziehen dieser Leine mufs in einem Augenblick die vollständige Lösung der zusammengekuppelten Fahrzeuge erfolgen. Auf gleiche Weise kann auch der Locomotivfübrer von seinem Standpunkte aus die Lösung der Maschine vom Zuge herbeiführen.
Die Zeichnungen zeigen die ganze Construction der Kuppelung.
Der Fanghaken, welcher bei allen vorhandenen Fahrzeugen den Endpunkt der Zugstange bildet, um die alte Kuppelung aufzunehmen, wird mittelst zwei schmiedeiserner Backen A, welche zusammengeschraubt sind, theilweise umfafst und mit diesen zu einem Ganzen verbunden; diese Backen nehmen alle weitere Befestigungen auf. Die Bolzen B und b bilden die Drehpunkte, um welche sich die neue Kuppelung bewegt. C ist das Kuppelrad, D das Triebrad, E die Bewegungswelle, F der Kuppelhaken, G das Mittelstück, H die kleinen Seitenlaschen, K die grofsen Seitenlaschen, L der Aushubstempel, M die Aushubplatte, N der Kuppelangriff und O die Stützen für die Bewegungswelle, auf welcher an den Endpunkten die Kurbeln P aufgesetzt sind; durch die Bolzen R wird das ganze Instrument in sich verbunden, die Vorstecknadeln S spannen dasselbe derart zusammen, dafs eine leichte Bewegung und die möglichst geringste Reibung der einzelnen Glieder an einander erzielt wird. Alle Theile sind aus Schmiedeisen, nur das Triebrad aus Gufseisen herzustellen.
Bei geschlossener Kuppelung liegt der Kuppelhaken zunächst lose in und auf dem Kuppelangriff; erst die Bewegung des Zuges, spannt die Vorrichtung straff an, drückt dadurch den Kuppelhaken nach abwärts und legt die einzelnen Glieder so fest auf und neben einander, dafs dieselben ein festes, unbewegliches Stück bilden. Schiebt der Zug durch Rückwärtsbewegung die Wagen gegen einander, so schleift der Kuppelhaken vermöge seines Eigengewichtes lose auf bezw. in dem Kuppelangriff und gestattet volle, freie Hin- und Herbewegung der Buffer; der Kuppelangriff hebt dann den Kuppelhäken durch seinen Gegenschub allmälig empor und läfst ihn beim Nachlassen desselben wieder sinken. Erfolgt ein so starker Stois, dafs die Buffer eingetrieben oder abgebrochen werden, dann erst wird der Kuppelhaken ganz ausgehoben und die ganze Kuppelung in ihre gelöste oder aufgezogene Stellung zurückgebracht, womit gleichzeitig die vollständige Trennung der Fahrzeuge bewirkt ist. Beim Befahren von Curven schliefst die dem Centrum abgekehrte Kuppelung allein, während die demselben zugekehrte nachläfst. Die nothwendige seitliche Bewegung liegt zwar schon in der Construction der Kuppelung ausreichend allein, wird aber noch durch den 10 bis 12 cm weiten Kuppelangriff für aufsergewöhnliche Fälle vermehrt.
Um diese neue Kuppelung allmälig einführen zu können, bedarf es der vorübergehenden Beibehaltung der gegenwärtig im Gebrauch befindlichen Kuppelung; es ist daher die Einrichtung getroffen, dafs nur der Hängebolzen der alten . Kuppelung zu verlängern ist, um gleichzeitig Theile der neuen Kuppelung daran zu befesti-

Claims (1)

  1. gen; treffen also Fahrzeuge mit verschiedener Kuppelung zusammen, so kommt immer die alte Kuppelung allein zur Anwendung, während die neue aufgezogen bleibt.
    Die neue Kuppelung läfst sich auch noch vereinfachen, z. B. bei Fahrzeugen mehr untergeordneter Art, als Güterwagen, dabei braucht die Bewegungswelle nicht durch die ganze Wagenbreite zu reichen und an jedem Endpunkte eine Kurbel zu tragen; sie kann unweit der Stützen O mit quadratischem Querschnitt enden und wird dann mittelst eines losen Schlüssels bewegt; es darf sogar die ganze Bewegungswelle nebst ihren Stützen, dem Trieb- und dem Kuppelrade fortfallen; hierbei wird die Bewegung ebenfalls mittelst eines losen Schlüssels, welcher die quadratischen Endpunkte des Bolzens B umfafst, bewirkt; der Bolzen B dreht sich dann um sich selbst, während das Verbindungsstück, welches an Stelle des Kuppelrades tritt, darauf festsitzen mufs.
    Auch kann die Kuppelung, ohne derselben einen neuen Theil hinzuzufügen, dahin eingerichtet werden, dafs nach loser Schliefsung noch eine Spannung hinzutritt. Es wird dabei der Bolzen b, welcher gleichzeitig in seiner Verlängerung den Kuppelangriff bildet, um sich selbst drehbar hergestellt; der Angriff an der Stelle, wo der Kuppelhaken aufliegt, verbreitert und so gegen den Kuppelhaken um '/4 gedreht, welches ebenfalls mittelst desselben losen Schlüssels bewirkt wird.
    Patent-Ansρruch:
    Die Gesammtanordnung der einzelnen Theile.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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