DE483484C - Verfahren zur Herstellung eines gasdichten Stoffes, insbesondere Ballonstoffes, aus impraegniertem Gewebe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines gasdichten Stoffes, insbesondere Ballonstoffes, aus impraegniertem GewebeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines gasdichten Stoffes, i#''sbesondere Ballonstoffes, aus imprägniertem Gewebe Gasdichte Stoffe, insbesondere Ballonstoffa, werden neuerdings, vorzugsweise aus Geweben in Verbindung mit tierischer Haut hergestellt. Zur Vereinigung der beiden Materialien, von denen die Haufit in der Hauptsache gasdichtend wirken soll, während das Gewebe der Festigkeit dient, wird ein Klebemittel benutzt. Als solches Klebemittel werden gewöhnlich Leime verwandt, die aus Gelatine, Hausenblase oder ähnlichen Substanzen bestehen und denen weichmachende Mittel, wie z. B. Glycerin, Rotöl o. dgl., zugesetzt sein können. Solche filebemittel haben auch in hohem Grade gasdichtende Eigenschaft.
- Es ist auch schon vorgeschlagen worden, allein durch Behandlung des Gewebes mit dem Klebemittel ohne Verwendung von tierischen Häuten einen gasdichten Stoff zu schaffen. Die Versuche haben aber gezeigt, daß ein solcher Stoff den an ihn zu, stellenden Anforderungen nicht genügt. Er ist besonders viel zu wenig wetterfest und außerdem verhältnismäßig schwer.
- Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung eines gasdichten Stoffes,, ebenfalls ohne Verwendung von tierischen Häuten, bei dein das oben bezeichnete Klebemittel oder ein angemessener Ersatz dafür als Dichtungsmittel dient. Damit für einen solchen Stoff die notwendige Wetterfestigkeit erzielt wird, wird erfindungsgemäß das Gewebe zu-
sonstigen Verhältnisse dies zulassen, kann es zweckmäßig sein, zwei dünne, wetterfest imprägnierte Gewebelagen durch eine gasdichtende hygroskopische klebende Mittelschicht miteinander zu verbinden. Auf diese Weise, wird die notwendige hygroskopische gasdichtende Imprägnierung vollkommen von wett«rfesten und widerstandsfähigen Schichten eingeschlossen und somit in besonders vorteilhafter Weise geschützt.erst auf einer; ;oder beiden Seiten mit in Was- ser unlösliches t Substanzen, wie z. B. Gummi oder Cellulosej ;rodukte o. dgl., imprägniert. Es ist erfindungs;emäß möglich, an Stelle voll- kommen wassprunlöslicher Substanzen solche zu verwenden;! die fast unlöslich in Wasser sind, oder es gönnen auch Mischungen beider Arten Anweni jung finden. Auf eine der beiden Seitendes Stoffes wird dann außer- dem nachher, die zweite Imprägnierungs- schicht aufget sacht, die aus einer Mischung des b,ekanntea@ ! Klebemittels und einer hygro- skopischen, w1 4chmachenden Substanz, wie z. B. Glycerin ä;, dgl., besteht. Als solches Klebe- mittel komm@ea i in erster Linie Gelatine, Ka- sein o. dgl. LE ime in Betracht. Natürlich ist es möglich, le Materialien einzeln oder in Mischungen ai ;fzu;tragen, wobei die Zahl der Anstriche bellt @bi,g sein kann. Dabei soll es Lmbenommen hin, ob das Auftragen maschi- nell oder von ' Hand. geschieht. Gemäß derb' Erfindung wird das Gewebe zuerst wettert( @t imprägniert, um dadurch seine Poren mi thr oder weniger zu füllen, und erst danach Wild die hygroskopische gasdich- tende Imprägj ferurng aufgebracht. Im weite- ren Ausbau &r Erfindung soll das Gewebe nicht nur von ianer Seite, sondern von beiden Seiten wettert pst imprägniert werden. Es können statt e per Gewebelage auch mehrere zur Verwendu@ ig kommen; z. B. wenn die - Es ist zweckmäßig, den. zur Verswendung kommenden Materialien, soweit sie durch äußere Einflüsse zersetzbar sind, wie solch tierischer Herkunft, z. B. Gelatine, ein konservierendes Mittel, wie z. B. Kreosot o. dgl., zuzufügen.. _ Ein gasdichter Stoff, nach dem erfind@mgsgemäßen Verfahren hergestellt, hat den Vorteil, daß man von der Beschaffung und Verarbeitung von tierischen Häuten, insbesondere Goldschlägerhäuten, unabhängig ist, was eine ungeheure Vereinfachung in der Herstellungsweise und eine Verringerung der Hierstel.-lungskosten bedeutet.
- Des weiteren; wird der so hergestellte Stoff im allgemeinen im Gebrauch hinsichtlich seines Gewichts vorteilhafter seh als der Stoff, bei dem das Gewebe allein mit einem gasdichtenden Mittel in Verbindung mit einer hygroskopischen Substanz imprägniert ist, Diese gasdichtende hygroskopische Schicht kann bei der erfindungsgemäßen Herstellung dünner gewählt werden, besonders deshalb, weil es zweckmäßig ist, von ihr das Gewebe möglichst nicht durchdringen zu lasen. Infolgedessen wird solcher Stoff im allgemeinen weniger Feuchtigkeitsgewicht aufnehmen als der bekannte;.
- Es ist natürlich möglich, diesen Stoff äußerlich auch noch auf einer oder beiden Seiten mit besonderen Schutzschichten, wie z. B. mit Öl, Firnis o. dgl., zu versehen, wie dies auch früher schon bekannt und vielfach üblich war. Auch kann es zweckmäßig sein, Aluminiumpulver o. dgl. in bekannter Weise auf den Stoff zu bringen zu dem Zweck, eine evtl. vorhandene: Klebrigkeit zu beseitigen, wobei weiter die bekannte vorteilhafte Wirkung des Spiegelndmachems der Oberfläche eintritt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines gasdichten Stoffes, insbesondere Ballonstoffes, aus imprägniertem Gewebe, dadurch gekennzeichnet, daß das. Gewebe zu,crs,t von einer Seite wetterfest und dann von der anderen Seite gasdichtend imprägniert wird. a. Verfahren nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß das. Gewebe zuerst von beiden Seiten wetterfest und danach auf einer Seite gasdichtend ünprägnie;rt wird.
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