DE2263758C3 - Verfahren zur Herstellung von formbeständigem Holz und daraus erzeugten Holzprodukten, z.B. Furnieren, Spänen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von formbeständigem Holz und daraus erzeugten Holzprodukten, z.B. Furnieren, Spänen

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DE2263758C3 DE19722263758 DE2263758A DE2263758C3 DE 2263758 C3 DE2263758 C3 DE 2263758C3 DE 19722263758 DE19722263758 DE 19722263758 DE 2263758 A DE2263758 A DE 2263758A DE 2263758 C3 DE2263758 C3 DE 2263758C3
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Arno Dr.Rer.Nat. 1000 Berlin Burmester
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
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    • F26B2210/00Drying processes and machines for solid objects characterised by the specific requirements of the drying good
    • F26B2210/16Wood, e.g. lumber, timber

Description

von 22·/· worden in einem Autoklav, der ch etwas Wasser enthielt, IS Stunden lang erwärmt. Die Zugabe von Wasser ist zweckum eine Verschalung der Außenschichten des zu verhindern. Der Druck im Autoklav er-β etwa 5 atü. Nach der Behandlung hatte das einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 3*/·. Die der Feuchteverformung nach Darrung und ikung des Holzes ergab eine Verminderung 75·/«. Die verbleibende Feuchteverformung be- ίο tangeatialer Richtung 2,2·/· und in radialer 1,0·/·. Die Prüfung der mechanischen Holztaften ergabt, daß Druckfestigkeit, Härte und iegefestigkeit unverändert sind.
Beispiel 2 *5
mm dicke Furniere aus Rotbuchenholz mit einer -l4nchdgk£it von 20*/« wurden in einem Autoklav unter Zugabe von Wasser 15 Stunden bei 160° C erwärmt Im Kessel herrschte ein Druck von 6,5 atü. ao resistenL Die Feuchteverfonmmg der
bundene Farbänderung des
braun bei Hervortreten der Jahrringe
vergüteten Buchenholz ein dekoratives Aussehen.
Beispiel 3

Claims (2)

wird jedoch erst ab 240° C erreicht Das Holz erleidet dabei einen e&eblichen Gewichtsverlust von etwa 18% und verfielt den größten Teil seiner Zähigkeit,
1. Verfahren wx HersteJtaig von feHobestän- Hart-, und m^efestigteit.DieVerwendung dieses em Safe und dwaus «zeugten Holzprodöfeten, 5 Materials ist daher nor beschrankt möglich.
BTltoHsrai.^äaea.du^Wäanebeiandiuag Der Erfindung hegt die Aufgabe zugnmde, ein $ nach Holzart bei Temperaturen zwisenen 12Ö Verfahren zur Verbesserung der Formbeständigkeit ma 180° C end hBher in einem geschlossenen, von Holz zu entwickeln, das unter_Beachtang von »efebaien Gefäß, dadurch gekennzeich- wirtschaftlichen Gesichtspunkten ohne äußere Zuaet, daß das Gut der Wärmebeaandhnig in « führung von Vergutungsstofien arbeitet und die HoIzna&tsoekejißm Zustand mit «raschen etwa 15 festigkeit möglichst wenig schädigt
und 30·/» Hegender Feuchtigkeit unter Druck Diese Aufgäbe wird, ausgehend von dem Verfahren engaaogen wird, wobei die Behandlungsdauer nach der DT-PS 965 765, arfinuusgsgemäß dadurch entsprechend dem beabsichtigten von ihr abhän- gelöst, daß bei dem eingangs bezeichneten Verfahren »gen Vergütungsgrad eingestellt wird. 15 das Gut der Wärmebehandlung in halbtrockenem
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- Zustand mit zwischen etwa 15 und 30 «/o liegender kennzeichnet, daß das Gut zugleich zusätzlichen Feuchtigkeit unterzogen wird, wobei die Behandlungs-Wirkstoffen ausgesetzt wird. dauer entsprechend dem beabsichtigten, von ihr abhängigen Vergütungsgrad eingestellt wird.
ao In einem Vergleichsversuch wurde festgestellt, daß
die Verminderung der Feuchteverformung bei 15stün -
diger Erwärmung halbtrockenen Holzes im Autoklav auf 1400C, bei Eichenholz doppelt und bei
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- Kiefern- und Buchenholz vier- bis achtmal so groß lung von formbeständigem Holz und daraus erzeug- «5 ist, wie bei Erwärmung trockenen Holzes. Zur Erten Holzprodukten, z.B. Furnieren, Spänen, durch zielung des maximalen Vergütungseffektes müssen Wärmebehandlung je nach Holzart bei Temperaturen Holzfeuchtigkeit, Temperatur und Dauer der Wärmezwischen 120 und 180cC (und höher) in einem ge- einwirkung aufeinander abgestimmt werden. Für die schlossenen, heizbaren Gefäß. einzelnen Holzarten können sich, je nach Struktur
Holz verändert seine Abmessungen je nach Holzart 30 und chemischer Zusammensetzung, unterschiedliche unter dem Einfluß wechselnder Feuchtigkeit in unter- Optimalbedingungeia ergeben. Als ungefähre Grenzen schiedlich großem Maße. Dieses Quellen und Schwin- lacsen sich folgende Werte angeben: Holzfeuchtigkeit den (Feuchteverformung) führt in der Holzverwen- zwischen 10 und 50 %>, Temperatur zwischen 100 und dung zu den allgemein bekannten Schwierigkeiten, 1800C, Dauer der Wärmeeinwirkung zwischen 1 und insbesondere bei Fenstern, Türen, Fiaßböden usw. 35 25 Stunden, bei großen Holzteilen auch länger. Bei
Das Problem der Verminderung der Feuchtever- Furnieren, Holzspänen und Holzfasern sind sowohl formung ist schon Gegenstand zahlreicher Versuche höhere Temperaturen als auch kürzere Einwirkungsin Wissenschaft und Praxis gewesen. Eine Übersicht zeiten möglich. Ihre Grenzen werden durch die zudarüber enthält der von A. Burmester verfaßte nen reaktive Stoffe in Gasform in das Holz eindringen, Bericht Nr. 4, »Formbeständigkeit von Holz gegen- 40 gezogen. Gleichzeitig mit der Wärmeeinwirkung könüber Feuchtigkeit Grundlagen und Vergütungsver- nen reaktive Stoffe in Gasform in das Holz eindringen, fahren«, Berlin, 1970. Vergütungsverfahren, die auf wodurch zusätzliche Effekte erzielt werden, wie z.B. der Einführung von bestimmten Stoffen in das Holz Holz- oder Feuerschutz.
beruhen, scheitern in der praktischen Anwendung Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile be unter anderem an den hohen Material- und Verfah- 45 stehen insbesonder- „«in, daß
renskosten. Außerdem lassen sich auf diese Weise
nur wenige tränkbare Holzarten behändem. Günstiger 1. die Feuchteverformung des Holzes um 50 bis in dieser Hinsicht ist die Einwirkung von Wärme, 80 °/o vermindert wird,
die infolge der dadurch hervorgerufenen chemischen 2. alle Holzarten vergütet werden können,
Veränderungen im Holz zur Verminderung der Sorp- 50 3. dem Holz keine Stoffe von außen zugeführt wertion und damit des Quellens führt Das in der Holz- den müssen, aber andererseits zur Erzielung
Industrie übliche Dämpfen von Buchenholz bewirkt besonderer zusätzlicher Wirkungen zugeführt
jedoch keine nennenswerte Einschränkung der werden können,
Feuchteverformung, wie E. Kubinsky in einer 4. das Verfahren infolge der relativ einfachen Bekritischen Literaturübersicht seiner Arbeit »Der Ein- 55 handlungsvorrichtung und der kurzen Behandfluß des Dämpfens auf die Holzeigenschaften«, er- lungsdauer billig ist
schienen in der Zeitschrift »Holzforschung—Holz- 5. ein nur geringer Gewichtsverlust und kein weverwertung«, Bd. 23 (1971), Heft 1, S. I bis 11, fest- sentlicher Festigkeitsverlust des Holzes eintritt,
stellte, Nur die Erwärmung völlig trockenen Holzes 6. die Widerstandsfähigkeit des vergüteten Holzes bei Luftabschluß unterhalb einer Metallschmelze er- 60 gegen Beiall durch holzverfärbende Pilze sowie
g'bt nach Untersuchungen von A. J. Stamm, liolzzerstörende Insekten vergrößert wird.
. K. Burr und A. A, Kline (Heat stabilized wood
»Staybwood«, US-Departöu of Agric, For» Serv., Die folgenden Beispiele erläutern die Durchfüh-Fot Prod. Lab. Madison, Wise, IRep.-Nr. R 1621, rung und Wirksamkeit dies Verfahrens.
·, Juni 1946) ein Material» dessen F*euchteverformung 65 . .
bis zu 6Ο«/ο verringert ist Die bei diesem Verfahren a e 1 s p *e l l
angewendeten Temperaturen liegen zwischen 160 und Kantein aus Eichen-Kernholz mit einem Quer« ■ 32O0C. Ein Vergütungsausmaß von mehr als 50% schnitt von 45 X 60 ram und einem Feuchügkeits-
DE19722263758 1972-12-28 1972-12-28 Verfahren zur Herstellung von formbeständigem Holz und daraus erzeugten Holzprodukten, z.B. Furnieren, Spänen Expired DE2263758C3 (de)

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US4377040A (en) 1979-04-25 1983-03-22 Rutgerswerke Aktiengesellschaft Process for the modification of wood
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EGA New person/name/address of the applicant