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Schachbrett Es sind bereits Verbindungen von Schachbrettern mit einer
selbsttätigen Registriervorrichtung für die einzelnen Züge bekannt. Bei diesen besitzt
jedes Feld des Brettes in der Mitte ein Loch, in welches die unten mit einem -Zapfen
o. dgl. versehenen Figuren eingesteckt werden. Nach Einstecken der Figuren werden
dieselben um ihre Achse gedreht. und dadurch eine die Bewegungen (Züge) der Figuren
aufzeichnende Registriervorrichtung in Tätigkeit gesetzt. Dabei müssen also die
zur Bewegung der Registriervorrichtung erforderlichen Kräfte durch das Drehen der
Schachfiguren auf dem Felde erzeugt werden. Bei kleineren Figuren ist dies häufig
schwierig. Außerdem wird dadurch die Aufmerksamkeit des Spielers von dem Felde und
dem Spiel abgelenkt.
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'Der Erfindung gemäß wird durch Herunterdrücken der Schachfiguren
zunächst eine Voreinstellvorrichtung geschaltet, welche die Registriervorrichtung
derart steuert, daB, sich. diese entsprechend dem Felde, auf welchem sich die Figur
befindet, einstellt. Die Bedienung der Registriervorrichtung erfolgt darauf unabhängig
von der Voreinstellvorrichtung entweder von Hand oder maschinell. Eine derartige:
Trennung der eigentlichen Registriervorrichtung von der Voreinstellvorrichtung ergibt
den Vorteil, daß die Spieler ihre Figuren ohne .größere Kraftanstrengung nur mit
leichtem Druck herunterzudrücken brauchen, um die die Registriervorrichtung steuernde
Voreinstellvorrichtung in Wirklage zu bringen. Die Registriervorrichtung kann dann
evtl. durch eine dritte Person bewegt werden, so daß die Spieler in keiner Weise
von denn Spiel abgelenkt werden und ihre ganze Aufmerksamkeit .auf dieses konzentrieren
können.
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Die Zeichnungen stellen eine - beispielsweise Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes dar.
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Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch das Schachbrett.
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Abb. a stellt eine Draufsicht auf das Schachbrett mit teilweise weggebrochenem
Spielfeld dar.
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Abb.3 zeigt eine Seitenansicht der Registriervorrichtung, , Abb.4
eine Draufsicht auf dieselbe. Abb.5 stellt eine Schachfigur dar.
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Jedes Feld des Schachbrettes besitzt in der Mitte ein Loch z, in welches
ein an der Schachfigur befestigter Zapfen 8 r (Abb. 5)
gesteckt wird. Unter
jeder Feldreihe in einer Richtung sind um Achsen 4 schwenkbare Bleche 3 angeordnet,
welche in Normalstellung
mittels (nicht dargestellten) Federn gegen
die untere Fläche des Schachbrettes bzw. gegen die Löcher-- gedrückt werden. Senkrecht
zu den Achsen 4 verlaufen Achsen 6. Für je eine Feldreihe ist eine Achse 6 vorgesehen.
Diese tragen zwischen den Blechen 3 liegende Platten 5, welche, wie die Bleche 3,
mittels (nicht dargestellten) Federn gegen die Löcher 2 gedrückt werden. Jedes Blech
3 ist in der Mitte mit einem Schnapper 7 versehen. In entsprechender Weise sind
auf den Achsen 4 an einem Ende Schnapper 8 angeordnet. Wenn eine Figur in irgendein
Loch gesteckt wird, drückt der Zapfen 81 der Figur (Abt. 5) dabei sowohl das entsprechende
Blech 3 als auch die entsprechende Blechplatte 5 herunter und schwenkt diese um
die Achsen 4 und 6. Hierdurch wird der Schnapper des entsprechenden Bleches 3 und
der Schnapper der entsprechenden Achse 4 so weit herunterbewegt, daß sie als Anschläge
für zwei senkrecht zueinander liegende, axial verschiebbare Stangen i i, 12 dienen,
welche Ringe 9 bzw. 1o tragen. Die Ringe 9 bzw. io sind in Normalstellung verschieden
weit von den Schnappern entfernt. Wenn also z. B. der dritte Schnapper von links
(Abt. i) durch Einstecken der Figur heruntergedrückt wird, so kann sich die Stange
i i etwa nur halb so weit nach rechts verschieben, als wenn der zweite bzw. dritte
Schnapper von rechts in Wirklage gebracht wird. Je nachdem, in welches Feld die
Figur gesteckt wird, kann also die Stange i i mehr oder weniger nach rechts verschoben
werden. In derselben Weise wirkt die Stange 12 mit den Anschlägen 8 zusammen. Während
. die Stange i i die Stellung der Figur in der einen Richtung angibt, zeigt die
Stange 12 die Stellung der Figur in bezug auf die rechts dazu liegende Richtung
an. Die eine kann also für die Buchstaben-und die andere für die Zahlenangabe dienen,
. durch welche die einzelnen Felder in üblicher Weise mit Al-A@-Bl-B.
usw. bezeichnet werden.
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Die axiale Verschiebung der Stangen i i und 12 wird auf die Registriervorrichtung
übertragen. Diese besteht aus vier um ihre Mittelpunkte schwenkbaren Segmenten 3o,
i, 3o', 31'. Diese Segmente tragen die Buchstaben bzw. Zahlen des Schachfeldes.
So sind z. B. auf den Segmenten 3o und 3o' die Buchstaben und auf den Segmenten
31 und i' die Zahlen angeordnet. Die Segmente 3o und 3o' sind auf einer senkrechten
Achse 26, die Segmente 31 und 31' dagegen an einem um die Achse 26 drehbaren Rohr
27 befestigt. An dem Rohr 27 ist ein Arm 29 befestigt. An diesen ist das Ende der
Stange i i angelenkt. In entsprechender Weise ist die Achse 26 mit einem Hebel
28 versehen, welcher gelenkig mit der Stange 12 verbunden ist.
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Die Bewegung der Stangen i i, 12 bzw. der Segmente 30, 31,
3o', 31' erfolgt mittels eines an .einer Seite des Schachbrettes angeordneten Hebels,
13. Dieser ist um eine Achse 14 schwenkbar und mittels eines Armes 15 an eine Stange
16 angelenkt. An dieser sind die Enden eines um ein Rad 18 gelegten Seiles 17 befestigt.
Das Rad 18 ist auf einer Achse i9 drehbar. Die Achse ist in einem unter dem Schachbrett
befestigten Gestell gelagert. Auf der Achse 19 sind Hebel 20, 21 schwenkbar gelagert
und mittels Schraubenfedern 79, 8o mit der Achse i9 verbunden. Das eine Ende der
Schraubenfeder ist hinter die Hebel 20, 21 gehakt und das andere Ende an durch die
Achse i9 gesteckte Stifte befestigt, derart, daß. die Achse ig, ohne die Hebel 20,
21 zu verschwenken, unter Anspannung der Federn 79, 8o bei Schwenkbewegungen des
Hebels 13 gedreht werden kann. Der Hebel 21 ist mittels einer. Stange 22 mit einem
an dem Hebe129 befestigten Arm 24 verbunden. In entsprechender Weise ist an den
Hebel 2o eine Stange 23 angelenkt, deren anderes Ende mit einem an dem Hebel 28
befestigten Arm 25 gelenkig verbunden ist, so daß also die Schwenkbewegung des Hebels
21 vermittels der Stange 22, des Hebels 24, 29 über das Rohr 27 auf die Segmente
31 und 31' und die Schwenkbewegung des Hebels 2o vermittels der Stange 23, des Armes
25, 28 über die Achse 26 auf die Segmente 3o und 3o' übertragen wird.
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Die beim Herunterdrücken des Hebels 13 erzeugte Schwenkbewegung wird
mittels Stange 16, Achse ig, Hebel 20, 21, Stangen 22, 23, Hebel 25, 28, 24, 29
auf die Segmente 30, 31, 30', 31' übertragen. Der Hebe13o wird von einem Spieler
heruntergedrückt. Für den zweiten Spieler ist am unteren Ende des Hebels 13 ein
Arm 34 an einer im Innern des Hebels 13 drehbar gelagerten Stange 33 befestigt.
An dem oberen aus dem Hebel 13 herausragenden Ende ist ein Handgriff 32 o. dgl.
befestigt. Beim Herunterdrücken des Hebels 13 wird der Handgriff 32 gedreht und
dadurch der Arm 34 derart verschwenkt, daß er gegen das nach oben gebogene Ende
35 einer unter dem Grundbrett 37 axial verschiebbar angeordneten Stange 36 stößt
und diese axial verschiebt. Dabei verschwenkt das andere Ende der Stange 36 einen
Hebel 38 und dadurch mittels einer Achse 4o einen zwischen den Segmenten 3 i und
3o' angeordneten Hebel 41, der am Ende ein Druckzeichen trägt. Durch die Schwenkbewegung
des Hebels 41 wird i dieses Druckzeichen gegen die Papierstreifen gedrückt. Durch
dieses Druckzeichen unterscheiden
sich die Registrierungen der
beiden Spieler. Auf der Schwenkachse 14 des Hebels 13 ist eine Feder 42 angeordnet,
welche den Hebel irr seine Normalstellung zurückführt. Die Stange 33 trägt am unteren
Ende eine Feder 43, welche den Handgriff 32 und damit den Arm 34 in Normalstellung
zurückbewegt. Beim Zurückschwenken des Armes 34 wird der Hebel 41 mittels einer
an den Hebel 38 angreifenden Feder 39 wieder in seine Anfangsstellung verschwenkt,
welche durch einen Anschlag begrenzt ist.
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Auf der Achse 19 ist außer dem Hebel zo, 21 ein Hebel49 angeordnet.
Dieser ist mittels eines kleinen Rohres 48 auf der Achse gelagert. Das Rohr 48 besitzt
einen Anschlag, welcher bei Normalstellung des Hebels 49 gegen einen an der Achse
befestigten Stift 46 gedrückt wird. An den Hebel 49 ist eine Stange 5o angelenkt.
Diese ist mit einem auf einer Welle 52 befestigten Hebel 51 gelenkig verbunden.
Auf- der Welle 52 ist ein zweiarmiger Hebel 53, 54 befestigt. An das eine Ende (53)
dieses Hebels ist ein senkrecht zwischen Rollen 56 geführter Arm 55 angelenkt. Das
'obere, zweimal rechtwinklig gebogene Ende des Armes 55 trägt eine kleine Walze
44, welche in Normalstellung (Abt. 1) auf eine mit Kopiertusche o. dgl. getränkte
Gummiunterlage drückt. Bei der Schwenkbewegung des Hebels 13 wird der Arm 55 senkrecht
nach oben bewegt und dabei die Rolle 44 an den Buchstaben bzw. Zahlen der Segmente
30, 31, 30', 31' entlang geführt. Auf diese Weise werden die Buchstaben und Zahlen
der Segmente vor jedem Abdruck mit Kopiertusche o. dgl. angefeuchtet.
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An den Arm 54 des auf der Welle 52 befestigten zweiarmigen Hebels
ist ein Hebel 61 angelenkt, der an einen auf einer Welle 6o befestigten Hebelärm
58 angreift. Der Arm 58 trägt ein Querglied 66, 67, welches auf jeder Seite mit
zwei um 45° gegen den Arm 58 geneigten Führungsstangen 65, 66 bzw. 65', 66' zur
Führung von zwei Papierstreifen versehen ist. Auf -einer Seite des Hebels 58, 59
ist an einem an dem Grundbrat befestigten Rahmen ein Gehäuse 63 zur Aufnahme der
zu Rollen aufgewickelten Papierstreifen angeordnet. Dieses Gehäuse 63 ist mittels
einer Scheibe 64 verschließbar. Auf der anderen Seite des Hebels 58, 59 ist auf
der Welle 6o eine Trommel 68 befestigt. Diese trägt an ihrer Innenseite ein Sperrad
69, in welches zwei Sperrzähne 70 und -.71 eiri,dr=eifen. Der Sperrzahn
70 ist an den Hebelarm 58 und der Sperrzahn 71 ist an einen Hebel
72 angelenkt, welcher an dem Hebelarm 59 bei 73 schwenkbar gelagert ist.
Das freie Ende des Hebels 72 ist gabelförmig ausgebildet und übergreift einen an
dem das Gehäuse 63 tragenden Rahmen befestigten Stift 64.
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Die beiden Papierrollen werden in das Gehäuse 63 eingesetzt und die
Enden der Streifen durch. einen in dem Gehäuse befindlichen Längsschlitz hindurch
über die Führungsstangen 65, 66 bzw. 65', 66' geführt und in geeigneter Weise an
der Trommel 68 festgeklemmt.
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Bei der Schwenkbewegung des Hebels 13, welche sich vermittels der
Stange 16 des Hebelarmes 49, der Stange 5o, des Hebels 51 (Abt. 3, Welle 52), Hebelarm
54 und Stange 61 auf den Hebel 58, 59 überträgt, wird die Trommel 68 durch
den Sperrzahn 71, welcher dem Sperrzahn 70 vorauseilt, immer um einen Zahn
weiter verschoben. Dadurch werden die Papierbänder bei jeder Schwenkbewegung ein
entsprechendes Stück weitergezogen.
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Am Ende des Hebelarmes 51 ist eine mit einem Gummistreifen versehene
Unterlage 57 befestigt, über welche die Papierbänder geführt werden (Abt. 4).
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Bei jedesmaligem Herunterdrücken des Hebels 13 wird, wie bereits oben
beschrieben, der Hebel 41 vorgeschwenkt und erzeugt auf dem oberen Rande des unteren
Streifens und auf dem unteren Rande des oberen Papierstreifens ein Druckzeichen.
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Die Wirkungsweise des Schachbrettes -ist kurz folgende: Sowohl beim
Abheben der Figur von dem alten Felde als auch beirr Einstecken der Figur in das
neue Feld wird der Hebel 13 heruntergedrückt. Je nach der Stellung der Figur wird
der entsprechende Anschlag 7 und der entsprechende Anschlag 8 der beiden Stangen
4 und 6 heruntergedrückt und dadurch die Längsverschiebung der Stangen 11, 12 beim
Herunterdrücken des Hebels 13 in bestimmter Weise begrenzt. Die Staugen; 11 und
12 können sich dann beim Schwenken des Hebels 13 um ein solches Stück verschieben,
daß, sich durch diese Verschiebung die Segmente 3o, 31, 3o', 31' so weit verschwenken,
daß diejenigen Buchstaben bzw. Zahlen auf den Segmenten, welche dem Felde, auf dem
sich die Figur befindet, entsprechen, um so viel aus ihrer Stellung bewegt werden,
daß sie genau gegenüber der .auf dem Hebelarm 58 befestigten Unterlage liegen, über
welche die Papierhänder geführt sind, und so beim Schwenken des Hebels 58 und Andrükken
der Unterlage gegen die Segmente zum Abdruck gelangen. Bei jeden Betätigen des Hebels
13 bzw. Schwenken des Hebels 58, wie oben ausgeführt, werden die Papierstreifen
durch schrittweises Weiterdrehen der Trommel 65, auf welche die Bänder aufgewickelt
werden, um ein entsprechendes Stück weitergezogen, so daß auf dem Papierstreifen
nach
Beendigung des Spieles die einzelnen Bewegungen der Figuren
nacheinander aufgezeichnet sind und der Gang des Spieles dadurch eindeutig festgehalten
wird.