DE48010C - Zeichenapparat - Google Patents
ZeichenapparatInfo
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- DE48010C DE48010C DENDAT48010D DE48010DA DE48010C DE 48010 C DE48010 C DE 48010C DE NDAT48010 D DENDAT48010 D DE NDAT48010D DE 48010D A DE48010D A DE 48010DA DE 48010 C DE48010 C DE 48010C
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- DE
- Germany
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- glass plate
- plane
- angle
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- mirror
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- Expired - Lifetime
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 18
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 claims description 2
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
- B43L—ARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
- B43L13/00—Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
- B43L13/14—Devices for drawing in perspective
- B43L13/16—Devices for drawing in perspective free-hand
- B43L13/18—Devices for drawing in perspective free-hand having optical or projecting equipment
Landscapes
- Lenses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
E. GRIMSEHL in HAMBURG. Zeichenapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Januar 188g ab.
Der Zeichenap'parat dient zum Zeichnen
irgend welcher Gegenstände, entweder ohne weitere Anwendung von optischen Instrumenten
oder unter gleichzeitiger Anwendung von Loupe, Mikroskop oder Fernrohr, sowie zum Zeichnungencopiren
in congruenter oder in spiegelbildlicher Lage. Der Apparat (s. Fig. 1) besteht
aus einem Gestell St, an welchem durch einen verschiebbaren und drehbaren Arm ein
Querarm B angebracht ist, welcher in zwei Hülsen α und b endigt, die einander parallel
sind und in welchen drehbar befestigt sind: ι. eine planparallele gefärbte Glasplatte G und*
2. ein Planspiegel S. Die gefärbte Glasplatte läfst einen Theil des auf sie fallenden Lichtes
durch und reflectirt den übrigen Theil. Die Farbe der Platte ist so gewählt, dafs das unmittelbar
gesehene und das reflectirte Bild' dieselbe
Helligkeit haben. Die Anwendung des Apparates soll aus den Fig. 2 bis 8 hervorgehen.
In den Figuren ist das Gestell fortgelassen und nur die Glasplatte und der Spiegel gezeichnet.
Es bedeutet in allen Figuren G die Glasplatte, S den Spiegel, A das Auge, M den
Gegenstand, N das nachzuzeichnende virtuelle Bild.
Fig. 2 und 4 zeigen die Anwendung zum Zeichnen von Gegenständen oder zum Copiren
von Zeichnungen in spiegelbildlicher Lage, und zwar Fig. 2 für den Fall, dafs das Object
horizontal, Fig. 4 für den Fall, dafs das Object vertical liegt. Es ist hier nur die Glasplatte
ohne den Spiegel in Anwendung.
In Fig. 2 steht die Glasplatte unter einem Winkel von go° gegen die Zeichenebene. Das
Auge A sieht den Gegenstand M durch Reflexion, den Theil N der Zeichenfläche direct,
so dafs auf der Zeichenfläche ein symmetrisches Bild N von dem Gegenstande M erscheint,
welches mit dem Zeichenstift nachzuziehen ist.
In Fig. 4 steht die Glasplatte unter einem Winkel von 45 ° gegen die Zeichenebene.
Durch Reflexion sieht das Auge A den Gegenstand M und direct den Theil N der Zeichenfläche.
Das in N erscheinende Bild ist nachzuziehen.
Im Falle der zu zeichnende Gegenstand M weit entfernt ist, rriufs durch eine Concavlinse,
welche zwischen G und M eingeschaltet wird, von dem Gegenstande M ein virtuelles Bild
erzeugt werden, das von G ebenso weit ent- · fernt ist wie N.
Fig. 3 und 5 zeigen die Anwendung zum Zeichnen von natürlichen Gegenständen und
zum Copiren von Zeichnungen in congruenter Lage, und zwar Fig. 3 für den Fall, dafs der
Gegenstand horizontal, Fig. 5 für den Fall, dafs der Gegenstand vertical liegt.
In Fig. 3 bilden sowohl Glasplatte G, als auch Spiegel 5 mit der Zeichenebene einen
Winkel von 90° und mit dem nicht gezeichneten Querarm (B, Fig. 1) einen Winkel von
ungefähr 450. Das Auge A sieht den Theil N der Zeichenfläche direct und durch Reflexion
in G und. nochmalige Reflexion in S den Gegenstand oder die Zeichnung M. Es erscheint
in N ein virtuelles, congruentes Bild des in M befindlichen Gegenstandes, welches
mit dem Zeichenstift nachzuziehen ist.
In Fig. 5 bildet die Glasplatte G mit der Zeichenfläche einen Winkel von, 22Y2 0, der
Claims (1)
- Spiegel S mit der Zeichenfläche ebenfalls einen Winkel von 22Y2 0 und mit der Glasplatte einen Winkel von 45 °. Das Auge A sieht den Gegenstand M direct und durch zweimalige Reflexion, einmal in G, einmal in S, den Theil N der Zeichenfläche. Auch hier erscheint demnach ein virtuelles, congruentes Bild von M in N. Das Bild ist wieder nur nachzuziehen. Ist der Gegenstand M weit entfernt, so ist zwischen G und M eine Concavlinse einzuschalten, welche erst von M ein Bild erzeugt, welches mit dem virtuellen Bilde von N zusammenfällt.Fig. 6 zeigt die Anwendung zum Loupenzeichnen. Die Glasplatte G ist gegen die Zeichenebene unter 45 ° geneigt und ist dem ebenfalls unter 450 gegen die Zeichenebene geneigten Spiegel S parallel. Unmittelbar unter G befindet sich die Loupe L, unter welcher der Gegenstand M liegt. Das Auge A sieht durch die Loupe L das durch dieselbe erzeugte virtuelle Bild von M und durch Reflexion in G. und nochmalige Reflexion in 5 den Theil N der Zeichenebene. Zeichenfläche und Bild fallen wieder zusammen ' und das Bild ist auf der Zeichenfläche mit dem Stift nachzuziehen.. In Fig. 7 ist die Anordnung für das Zeich nen unter dem Mikroskop dieselbe wie in Fig. 6 bei Anwendung der Loupe. Es bedeutet Mk das Mikroskop.Fig. 8 zeigt die Anwendung des Universal-Zeichenapparates unter gleichzeitiger Verwendung des Fernrohres. Die Glasplatte G befindet sich unmittelbar vor dem Ocular des Fernrohres F und bildet mit der Zeichenebene einen Winkel von 67Y2 0. Der Spiegel S bildet mit der Zeichenebene' auch einen Winkel von 67 Y2 ° und mit der Glasplatte einen Winkel von 45 °. Das durch das Fernrohr F erzeugte virtuelle Bild des Gegenstandes M wird von dem Auge A unmittelbar gesehen, und durch zweimalige Reflexion in G und S sieht das Auge den Theil N der Zeichenfläche.Bild und Zeichenfläche erscheinen an derselben Stelle, und durch Nachziehen des Bildes wird eine Zeichnung des gesehenen Gegenstandes M erzeugt;Von Binko's Spektrograph, an welchen die Fig. 2 erinnert, unterscheidet sich der vorliegende .Apparat dadurch, dafs nur eine kleine Glasplatte, deren Stellung beliebig verändert werden kann, zur Anwendung kommt/ während beim Spektrographen eine Glasplatte zur Anwendung kommt, die den ganzen Raum zwischen Auge und Zeichenebene ausfüllt, und welche den unveränderlichen Winkel von 90° mit der Zeichenebene einschliefst.Von Wollaston's Camera lucida in' ihrer einfachsten Form, an welche Fig. 4 erinnert, unterscheidet er sich auch durch die Veränderlichkeit des zur Anwendung kommenden Winkels.Von A mi ei 's Camera lucida unterscheidet sich der Apparat dadurch, dafs statt des Prismas ein Spiegel verwendet wird. Hierdurch wird erstens vermieden, dafs die in dem Prisma· nothweiidig auftretenden seitlichen Verzerrungen erscheinen, und zweitens erreicht, dafs gefärbte Glasplatte und Planspiegel in gröfserer Entfernung von einander verwendet werden können, und dafs die gegenseitige Neigung ohne Störung verändert werden kann:Von Thoma's Camera lucida unterscheidet sich der Apparat durch den 'Mangel an überflüssigen Linsen u. s. w., 'welche nur eine Schwächung des Lichtes, eine Verzerrung des Bildes bewirken, und ferner durch die Veränderlichkeit des Winkels.Allen bisher bekannten Zeichenapparaten gegenüber unterscheidet sich der Universal-Zeichenapparat dadurch, dafs ein Planspiegel mit einer gefärbten Glasplatte in eine Verbindung gebracht ist, welche je nach den verschiedenen Zwecken verändert werden kann. Nur durch diese Verbindung ist es möglich, dafs der Universal - Zeichenapparat allen optischen Instrumenten in beliebiger Lage angepafst werden kann, sowie dafs er ohne diese Instrumente verwendet werden kann.Patenτ-Anspruch:Ein Zeichenapparat, bestehend aus einem Stative, in welchem horizontal und vertical drehbar und verschiebbar ein Arm angebracht ist, dessen beide Enden mit parallelen Hülsen versehen sind, in welchen drehbar je ein Planspiegel und eine gefärbte Glasplatte befestigt sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48010C true DE48010C (de) |
Family
ID=323016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48010D Expired - Lifetime DE48010C (de) | Zeichenapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48010C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2588974A (en) * | 1950-03-07 | 1952-03-11 | Eastman Kodak Co | Optical aligner |
| US4399612A (en) * | 1981-06-24 | 1983-08-23 | Scott Peter J | Measuring instrument |
| US5132439A (en) * | 1990-11-19 | 1992-07-21 | Promega Corporation | Protein staining compositions and methods |
| US5711142A (en) * | 1996-09-27 | 1998-01-27 | Sonoco Products Company | Adapter for rotatably supporting a yarn carrier in a winding assembly of a yarn processing machine |
-
0
- DE DENDAT48010D patent/DE48010C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2588974A (en) * | 1950-03-07 | 1952-03-11 | Eastman Kodak Co | Optical aligner |
| US4399612A (en) * | 1981-06-24 | 1983-08-23 | Scott Peter J | Measuring instrument |
| US5132439A (en) * | 1990-11-19 | 1992-07-21 | Promega Corporation | Protein staining compositions and methods |
| US5711142A (en) * | 1996-09-27 | 1998-01-27 | Sonoco Products Company | Adapter for rotatably supporting a yarn carrier in a winding assembly of a yarn processing machine |
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