-
Ablesevorrichtung mit verstellbarem Zeilenzeiger. Die Erfindung betrifft
eine Ablesevorrichtung, insbesondere in Verbindung mit einer Haltevorrichtung für
Schriftvorlagen u. dgl., derjenigen Art, bei der ein Zeilenzeiger und ein Blatthalter
so miteinander verbunden sind, daß einer der beiden schrittweise gegen den anderen
bewegt werden kann, um die , Zeilen oder Teile der Schriftvorlage nacheinander neben
dem Zeilenzeiger zu Gesicht zu bringen. Beispielsweise kann der Blatthalter., in
senkrechter Richtung gegenüber einem ortsfesten Zeilenzeiger verstellt werden.
-
Die Erfindung bezweckt einmal die Be- I leuchtung des Teils der Schriftvorlage
in unmittelbarer Nähe des Zeilenzeigers, ohne daß das Licht das Auge des Lesers
blendet, und verwendet hierzu eine nach dem Beschauer zu abgeblendete, in einiger
Entfernung von der Schrift befindliche, längliche, mit dem Zeilenanzeiger verbundene
Leselampe.
-
Die so erzielte gute Beleuchtung ermöglicht die Anwendung eines Vergrößerungsglases
zum Betrachten der Schrift, das sich über die Länge des Zeilenzeigers erstreckt.
-
Dementsprechend besteht die Erfindung aus einem Zeilenzeiger und einer
mit ihm verbundenen langgestreckten Lampe in solcher Anordnung, daß .das Feld hinter
dem Zeilenzeiger beleuchtet wird, während zugleich die Augen des Lesers gegen die
Lichtstrahlen geschützt sind. Gegebenenfalls ist auch ein langgestrecktes Vergrößerungsglas
angeordnet, demgegenüber die Lichtquelle oder Lampe so angeordnet ist, daß die Lichtstrah=:
len auf das von dem Glase vergrößerte Feld fallen. Dabei ist die Lichtquelle oder
Lampe in einem Gehäuse eingeschlossen, das sie dem Auge des Lesers verbirgt, und,das
nur nach oben hin hinter dem Zeilenzeiger oder dem Vergrößerungsglase offen ist,
um Lichtstrahlen auf das Feld hinter dem Zeilenzeiger und dem Vergrößerungsglase
zu werfen.
-
Der enge Zusanunenbau von Zeilenzeiger, Lampe und Vergrößerungsglas
oder I,tupe -erinciglicht es, der Ablesevorrichtung eine gefällige, gedrängte und
brauchbare Form zu geben.
-
Weiter kann auch ein Lichtfilter vorgesehen sein, durch das gewisse
Lichtstrahlen des von der Lampe beleuchteten Feldes verschluckt werden, um für das
Auge ein künstliches Tageslicht zu erhalten.
-
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigen Abb. r eine Vorderansicht der Vorrichtung mit zum Teil abgebrochenen Einzelheiten,
Abb. a eine Seitenansicht dazu, Abb. 3 eine Teildarstellung der Lampe des Vergrößerungsglases
und des Lichtfilters ini Schnitt, wobei das Lichtfilter auch in heruntergeklappter
Lage punktiert dargestellt ist, Abb. 4. eine Teildarstellung der die Lampe und 'den
Zeilenzeiger tragenden Teile, Abb.5 eine Teildarstellung, welche das eine Ende des
Lampengehäuses und des Zeilenzeigers veranschaulicht,
Abb.6 eine
Teildarstellung, welche die Hinterwand des Lampengehäuses darstellt.
-
Die Erfindung ist insbesondere für alle Haltevorrichtungen für Schriftvorlagen
o. dgl. bestimmt, bei denen der Zeilenzeiger und der Blatthalter gegeneinander beweglich
sind, um die Zeilen nacheinander oder eine bestimmte Zeile besonders sichtbar zti
machen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Ständer oder Rahmen i
vorgesehen, an welchem der Halter 2 für das Blatt senkrecht in der Weise verstellbar
angeordnet ist, daß er mittels eines bei d. angelenkten Hebels 3 und eines damit
verbundenen, bei 6 angelenkten Hebels 5, einer Stange 7 und einer nicht dargestellten
Kupplung stufenweise in dem Rahmen i gehoben wird. Am oberen Ende befindet sich
an dem Blattträger eine Klemmvorrichtung g bekannter Art zum Festhalten des Blattes.
-
Der Zeilenzeiger 9 bildet bei der dargestellten Ausführungsform einen
Teil eines Gehäuses 22 für eine röhrenförmige Lampe 21. Das Gehäuse ist mittels
umgebogener Klauen io an einer Stange i i befestigt, welche wagerecht vor dem Blattträger
2 liegt. Die Stange hat an jedem Ende einen Arm 12, der bei 13 am Gestell i angelenkt
ist, sie kann vor der Platte 2 gehoben oder gesenkt werden und bewegt sich gleichzeitig
zu der Platte hin oder von ihr hinweg, damit der Blatthalter Manuskripte o. dgl.
verschiedener Dicke aufnehmen kann, Oberhall) der Stange i i und parallel dazu ist
eine wagerechte Stange 14 angeordnet, die an den gegenüberliegenden Enden Arme 15
hat, welche bei 13a an derer Ständerrahmen angelenkt sind. Zwischen den Stangen
i i und 1.1 ist die als Vergrößerungsglas dienende Glasplatte (Glasstab) 16 angeordnet,
deren hintere Fläche eben und deren vordere Fläche konvex geformt ist. Der Glasstab
wird an den Enden durch Klammern 18 gehalten, welche bei der dargestellten Ausführungsform
aus je einer flachen Platte i; und einer gekrümmten Platte 18 bestehen, deren gekrümmte
Enden i9 die Stangen ii und 14 teilweise umfassen. Die Platten 17
und 18 und
derGlaskörper sind durch Schrauben 2o zusammengeschlossen, wobei jedoch die Stäbe
i i und 1.4 sich bei der Schwingung der Arme 12 und 15 zwischen den Klammern drehen
können, aber mit solcher Reibung, daß (ler Zeilenzeiger finit der Lampe und der
Lupe in de jeweils eingestellten Lage stehenbleibt. Der Zeilenzeiger 9 greift unterhalb
der unteren Kante des Glasstabes nach oben über, so daß er durch das Glas sichtbar
ist, wobei die anzuzeigende Zeile unmittelbar oberhalb der Kante des Zeigers vergrößert
erscheint.
-
Die obere, hintere Kante 22a des Lampengehäuses 22 ist wellenförmig
oder ähnlich gestaltet, um Kanäle für Luftkühlung zu bilden und durch Kühlung der
Lampe ein Ansengen der Schriftvorlage zu verhindern. Für denselben Zweck sind auch
Löcher 22b in dem Gehäuse vorgesehen.
-
Vor der Lupe 16 ist ein sogenanntes Tageslichtfilter angeordnet. Dieses
besteht aus einer durchsichtigen Platte 2,4 von solcher Farbe, daß nur die dem Tageslicht
entsprechenden Lichtstrahlen hindurchgehen, andere Strahlen dagegen verschluckt
werden. Solche Filter zur Erzeugung künstlichen Tageslichts sind in der Beleuchtungstechnik
üblich. Hier wird das Filter zweckmäßig in einem Rahmen 25 angeordnet, der abgenommen
oder, wie auf der Zeichnung punktiert angedeutet ist, heruntergeklappt werden kann.