DE480106C - Verfahren zum asynchronen Betriebe von Typendruckern - Google Patents
Verfahren zum asynchronen Betriebe von TypendruckernInfo
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- DE480106C DE480106C DEM90557D DEM0090557D DE480106C DE 480106 C DE480106 C DE 480106C DE M90557 D DEM90557 D DE M90557D DE M0090557 D DEM0090557 D DE M0090557D DE 480106 C DE480106 C DE 480106C
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L27/00—Modulated-carrier systems
- H04L27/26—Systems using multi-frequency codes
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Description
- Verfahren zum asynchronen Betriebe von Typendruckern Wenn man einen an sich synchronen Typendrucker nach Art der bekannten Baudot-Übersetzer mit - rotierendem, mechanischem Kombinator dadurch vom Synchronismus freimachen will, daß man seine Kombinatormagnete durch Resonanzrelais steuert, welche auf gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig gesendete Tonfrequenzkombinationen ansprechen, so bleibt immer noch ein gewisser latenter Synchronismus bestehen, wie aus folgendem hervorgeht: Die Resonanzrelais und auch die Kombinatormagnete sprechen, wenn die Tonfrequenzkombinationen gleichzeitig gesendet werden, zwar völlig oder nahezu gleichzeitig an; hingegen werden beim bekannten synchron laufenden Baudot die Sucherfüße von dem auf der rotierenden Scheibe angebrachten Einrücker und Auswerfer nicht gleichzeitig, sondern hintereinander erfaßt. Werden also durch eine bestimmte Tonfrequenzkombination mehrere Resonanzrelais erregt, deren zugehörige Sucher zum Teil vor, zum Teil hinter dem eben vorbeistreifenden Einrücker liegen, so wird das Zeichen verstümmelt, da nur die noch vor dem Einrücker liegenden Sucher bei dieser Umdrehung erfaßt werden; es entsteht also Falschdruck. Ist andererseits die Zeichendauer, d. h. jene Zeit, während welcher die von den Resonanzrelais gesteuerten Kombinatormagnete erregt sind, größer als eine volle Umdrehung der Typenscheibe, so entsteht Doppeldruck.
- Es sind somit wesentliche konstruktive Abänderungen notwendig, und zwar nach folgenden Überlegungen: Wenn man mit gedämpften Tonfrequenzimpulsen arbeitet, kann man, da die wirksame Impulsdauer dann nur von der konstanten Dämpfung im Sender abhängt, auch die Zeichendauer als genügend konstant betrachten, d. h. die Kombinatormagnete sind immer während einer bestimmten konstanten Zeit, der Zeichendauer t, im Arbeitszustande; läßt man nun die Kombinatorscheibe so rasch sich drehen, daß je Zeiteinheit mehr Umdrehungen erfolgen, als Zeichen gegeben werden, so besteht Gewißheit, daß das Zeichen auch wenigstens einmal einen Druckakt veranlaßt; mit Rücksicht auf die Konstanz von t kann man auf die beim normalen synchronen Baudot notivendigen,-bekannten Aufspeichervorrichtungen, die Winkelhebel, verzichten; zudem muß man, um einen Falschdruck zu vermeiden, dafür sorgen, daß die Sucher nicht hintereinander, sondern möglichst gleichzeitig ein- und ausgerückt werden; es fallen daher auch die beim normalen Baudot bekannten Vorrichtungen, wie Einrücksegrnent, Auswerferschiffchen, Sucherrückwerfer und auch die Begrenzungsscheibe, fort.
- Man kann also einerseits die Kombinatormagnete direkt auf die Sucher einwirken lassen, andererseits aber auch die Typen über den ganzen Umfang der Typenscheibe gleichmäßig verteilen. Auf diese Weise erst gelingt es, vom Rhythmus der Scheibendrehung völlig frei zu werden.
- Zur Vermeidung eines Doppeldruckes kann man beispielsweise zugleich mit dem Druckakt oder durch diesen ein Verzögerungsrelais auslösen, welches derart bemessen ist, daß es während eines bestimmten Intervalles, dem Zwischenintervall zwischen zwei Zeichen s, die Kombinatormagnete abschaltet, so daß die angezogenen Sucher sofort nach dem Druckakt durch. eine elastische Gegenkraft wieder in die Ruhestellung zurückgezogen werden. Dann besteht die Bedingung, daß die Zeichenzahl immer kleiner sein muß als der Wert i/s + t.
- In der Abbildung, ist ein für asynchronen Betrieb nach den vorstehenden Prinzipien abgeänderter Baudot-Übersetzer, sonst normaler Bauart, schematisch dargestellt. Bekanntlich arbeitet der Baudot-Apparat nach einem Fünferalphabet, indem die Kombinationsstellungen von fünf (nicht eingezeichneten) mit Köpfen und Füßchen versehenen Suchern verwendet werden; sobald die an den Suchern vorbeistreifende Kombinatorscheibe die richtige Kombinationsstellung zeigt, wird durch Seitwärtsschleudern eines sechsten, des fußlosen Suchers 16 der Druckakt ausgelöst und zugleich der Papiervorschub betätigt.
- An der Leitung liegen parallel die ferngesteuerten Resonanzrelais i bis 5, welche ihrerseits die Kombinatormagnete i i bis 15 steuern; durch diese werden die jeweils zugehörigen Sucher von der Ruhe- in die Arbeitsstellung verschoben. Zeigt nun die Kombinatorscheibe eben die dem eintreffenden, auf die Sucher derart übertragenen Signale entsprechende Kombination, so erfolgt die Auslösung des Druckaktes durch Anschaltung des Druckmagneten 18 und die Einschaltung des Verzögerungsrelais 17, wodurch die Kombinatormagnete i i bis 15 während des Zwischenintervalles s abgeschaltet werden; die Einschaltung der Organe 17 und 18 erfolgt durch Entladung des Kondensators, welcher sich über einen Ladewiderstand wieder aufladet.
- Der Druckakt kann natürlich auch wie beim normalen synchronen %udot auf bekannte Weise mechanisch ausgelöst werden.
- Die wesentlich erhöhte Scheibendrehzahl macht einige weitere konstruktive Abänderungen nötig; die Achse wird auf Kugeln gelagert, wie auch die Sucherfüßchen mit Rollen versehen werden, um die Abnutzung zu vermmndern; die Kombinatormagnete werden zweckmäßig als Saugsolenoide ausgebildet, welche bei Stromdurchfluß die Sucher hereinziehen und sie dadurch von der Ruhestellung in die Arbeitsstellung bringen; hierzu ist zu bemerken, daß hier die Ruhestellung der ersten Arbeitsstellung, die Arbeitsstellung der zweiten Arbeitsstellung des normalen synchronen Baudot-Apparates entspricht.
- Die erreichten Vorteile sind der synchronismusfreie Betrieb, erhöhte Schreibgeschwindigkeit und wesentliche konstruktive Vereinfachungen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum asynchronen Betriebe von Typendruckern mit mechanischen Kombinatoren unter Benutzung tonfrequenter Ströme, dadurch gekennzeichnet, daß das Ein- und Ausrücken der durch die von auf die Tonfrequenzströme ansprechenden Resonanzorganen beeinflußten Kombinatormagnete gesteuerten Sucher gleichzeitig und unabhängig von der Kombinatorscheibe geschieht, und daß die Dauer des Umlaufs der Scheibe kürzer ist als die zeitliche Aufeinanderfolge zweier Suchereinstellungen.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Druckakt ein Verzögerungsrelais ausgelöst wird, welches die Kombinatormagnete während eines bestimmten Intervalles abschaltet.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die Kombinatormagnete als Saugsolenoide ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM90557D DE480106C (de) | 1925-07-16 | 1925-07-16 | Verfahren zum asynchronen Betriebe von Typendruckern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM90557D DE480106C (de) | 1925-07-16 | 1925-07-16 | Verfahren zum asynchronen Betriebe von Typendruckern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE480106C true DE480106C (de) | 1929-07-27 |
Family
ID=7321590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM90557D Expired DE480106C (de) | 1925-07-16 | 1925-07-16 | Verfahren zum asynchronen Betriebe von Typendruckern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE480106C (de) |
-
1925
- 1925-07-16 DE DEM90557D patent/DE480106C/de not_active Expired
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