DE47955C - Apparat zur Messung der elektrischen Energie bei gleichgerichteten sowohl als bei Wechselströmen - Google Patents
Apparat zur Messung der elektrischen Energie bei gleichgerichteten sowohl als bei WechselströmenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dieser Apparat gehört in die Kategorie der Watt-Stundenmesser; derselbe beruht auf Anwendung
der Drehungselektrodynamometer und dient zum Messen des Drehungswinkels der Feder des Elektrodynamometers in gewissen
Zeitintervallen.
Der Apparat ist bestimmt zum Messen gleichgerichteter Ströme, sowie mit der am Schlufs
beschriebenen Abänderung zum Messen von Wechselströmen.
Der in den Zeichnungen dargestellte Apparat registrirt die Summe des Productes £">
</, welches in gleichen Zeitintervallen, z. B. 100 mal
pro Stunde, erzeugt wird, wobei / die Stärke des Stromes bezeichnet, welcher den Leiter
durchströmt an der Stelle, wo die Elektricität Verwendung findet, während E die Differenz
des Potentials an den Enden des Leiters bedeutet.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine schematische Gesammtdarstellung des Apparates
und des Laufes des Nebenstromes, welcher denselben in Betrieb setzt.
Fig. 2 ein Grundrifs (die Leitungsdrähte der Fig. ι sind hier der Deutlichkeit wegen fortgelassen),
Fig. 3 ein Aufrifs (im Schnitt) nach Linie X-X der Fig. 2 mit Weglassung des Registrirapparates.
Fig. 4 ein Aufrifs im Schnitt nach Linie Y- Y, Fig. 5 ein Aufrifs im Schnitt nach Linie Z-Z,
Fig. 6 ein Aufrifs nach lAmty-y mit Weglassung der Theile, welche sich auf den Geschwindigkeitsregulator
beziehen,
Fig. 7 eine Endansicht des Uhrwerkes nach Linie \-\,
Fig. 8 ein senkrechter Schnitt nach Linie m x-m},
Fig. 9 eine Ansicht des Geschwindigkeitsregulators nach Linie κ1-«1,
Fig. 10 ein Diagramm, welches die Drehungswinkel der Welle 11 darstellt.
Fig. 11 (I, II, III, IV und V) sind Diagramme,
welche auf einander folgende Stellungen der Contacttheile 6, 61 angeben.
Der Apparat in seiner Gesammteinheit (siehe Fig. ι und 2) besteht aus fünf Hauptorganen,
nämlich:
1. einem Drehungselektrodynamometer^, auf
welches das Product Ε^ζ,Ι einwirkt;
2. einem Elektromotor B, welcher bei jeder Messung das Uhrwerk D wieder aufzieht, langsam
die Feder des Elektrodynamometers spannt, bis unter ihrer Einwirkung die bewegliche Spule
desselben sich verschiebt, und sie darauf in die Anfangsstellung zurückführt;
3. einem Apparat C zum Reguliren der verschiedenen Bewegungen;
4. einem Uhrwerk D, welches in Zeitintervallen
von 36 Secunden die Messung veranlafst;
5. einem Zählwerk [Num., Fig. 2), welches die
Summe der Producte £χΐ registrirt, indem
es im Verhältnifs zum Drehungswinkel der Achse des Elektrodynamometers bei jeder
Messung vorwärts rückt.
In folgendem sind die einzelnen Theile des Apparates beschrieben.
Elektrodynamometer A. Dasselbe besteht analog bekannten ähnlichen Apparaten
aus zwei festen Rahmen ι, ι] aus dickem Draht
oder Kupferlamellen, welche nach einander von dem Strom, dessen Stärke = / ist, durchlaufen
werden und aus einer beweglichen Spule 3, umwickelt mit einem feinen Draht, welcher bei
jeder Messung von einem Strom mit der elektromotorischen Kraft = E durchlaufen wird.
Die Welle der Spule 3 ruht auf einer Schneide4 und einer Spitze 5 zum Balanciren der Spule 3.
Die während des Betriebes des Apparates eintretende Drehung der Spule ist genügend zur
Unterbrechung des Contactes 6,O1, die Drehung
wird begrenzt durch zwei Arme 2, 21, welche
die Spule zwingen, bei jeder Messung, die gleiche Stellung einzunehmen.
Am Ende der Welle dieser Spule ist das Ende einer Spiralfeder 7 befestigt, deren anderes
Ende mit einer Welle 8 verbunden ist, die durch den Elektromotor B gedreht wird.
Elektromotor. Der Elektromotor B, Fig. 2,
3, 5 und 6, besteht aus einem Elektromagneten 9, 9, welcher gleichzeitig auf drei Armaturen
wirkt.
1. Die Hauptarmatur 10 (Fig. 2 und 5) ist
auf der Welle 11 befestigt und liegt zwischen den beiden bogenförmigen Polstücken 12 und 121,
welche sie um einen ziemlich grofsen Winkel zu drehen vermögen.
2. Der Doppelarm 13, Fig. 2, 3 und 6, welcher sich um Welle 11 bewegen kann und
dessen Bewegung begrenzt ist von dem Stift 14, welcher auf dem Gestell des Motors sitzt, dient
zur periodischen Wiederaufziehung der Uhr und zu deren Ingangsetzung.
3. Ein eiserner Arm 15, Fig. 2, 3 und 5, welcher unter dem Polstück 121 liegt, ist derart
auf der Welle 16 befestigt, dafs er den Theil 61
des Contactes 6, 61 des Elektrodynamometer A
steuert (s. Fig. 2 und 4).
Die Welle 11 der Hauptarmatur ι ο überträgt
ihre Bewegung mittelst eines Zahnradsegmentes 17 und des Getriebes 18 auf die Welle 8, welche
den Regulator C treibt, der die Drehungsgeschwindigkeit der vorgenannten Feder 7
regulirt.
Die Welle 11 wird in die Ruhelage zurückgeführt durch die Gegenfeder 19, Fig. 5. Der
Daumen 20, Fig. 6, welcher auf der Welle 11 festsitzt, stöfst gegen die Schraube 21 des
Armes 22, welcher auf dem Doppelarm 13 befestigt ist. Letzterer kann sich daher nur langsam
senken, indem er die Welle 11 dreht, während er unter dem Einflufs der Feder 23
rasch zurückschnellen kann (Fig. 6).
Regulator. Der Regulator C, Fig. 2, 8 und 9 , dient zur möglichst gleichmäfsigen
Regulirung der Drehungsgeschwindigkeit der Feder 7.
Die Achse des Flügelrades 24 liegt in der Verlängerung der. Welle 8, Fig. 2 und 9, wo
das Zahnrad 25 befestigt ist. Letzteres dreht das Flügelrad 24 mittelst des Triebes 26 und
des Zahnrades 27, welche auf einem um die Welle 8 drehbaren Rahmen 28 angebracht sind.
Dieser Rahmen wird in seiner normalen Lage erhalten durch Feder 29 mit Hülfe des
Hebels 30 und der Stifte 31 und 3 1', die auf
dem Rahmen sitzen. '
Die Spannung besagter Feder 29 entspricht der Kraft, welche zur Ertheilung der normalen
Geschwindigkeit auf das Flügelrad 24 einwirken mufs.
Der Rahmen 28 bremst, indem er sich während der Drehung senkt, mittelst der Schuhe 32
und 321 die Scheibe 33, welche von dem Getriebe 34 durch Rad 25 angetrieben wird; die
Kraftwirkung der Welle 8 wird durch diese Reibung oder Bremsung aufgehoben. Dieser
sehr wirksame Geschwindigkeitsmäfsiger regulirt vollständig die Drehungsgeschwindigkeit der.
Feder 7.
Das Uhrwerk. Die Triebkraft der Uhr £>,
Fig. 2, 3 und 7, wird constant erhalten vermöge beständiger Wiederaufziehung mittelst
Planetenräder. Während des gewöhnlichen Ganges der .Uhr wird das Rad 35 festgehalten
durch das Sperrrad 36, Fig. 2, 3 und 6, und die feste Klinke 37.
Der Rahmen 38, welcher die Planetenräder 39 und 40 trägt (Fig. 3 und 7), wird angehalten
durch Feder 41 und hebt sich in dem Mafse, als das Hemmungsrad 42 sich unter seiner
Einwirkung dreht. Unter Planetenräder sind Zahnräder verstanden, welche wie die Räder 39
und 40 oder auch 26 und 27 des vorbeschriebenen Regulators in beweglichen Rahmen gelagert
sind, derart, dafs sie in Eingriff sind mit correspondirenden Zahnrädern, welche auf einer
. anderen Achse sitzen und um diese letzteren Räder rotiren können.
Der Contacttheil 43, welcher an dem Rahmen 3 8 angebracht ist, bewirkt im gegebenen Moment
einen Contact mit 43J, Fig. 7. Der Doppelarm 13, Fig. 6 und 3, welcher, wie unten gezeigt
werden wird, durch den Elektromagneten 9, 9 angezogen wird, bewegt das Sperrrad 36
sogleich ■ um einen Zahn vor mittelst der auf dem Doppelarm aufsitzenden Sperrklinke 44;
der Rahmen 38 sinkt daher sofort, den Contact 43, 431 unterbrechend. Hier ist zu bemerken,
dafs, während der Doppelarm 13 sich dreht, die Schraube 21 sich auf den Daumen 20
derart stützt, dafs die Welle 11 um einen kleinen, mit γ zu bezeichnenden Winkel gedreht wird.
Aus dem Vorhergehenden folgt, dafs die intermittirende Bewegung des Rades 35 eine
gleichmäfsige Bewegung auf das Hemmungsrad 42 überträgt, indem der Rahmen 38 eine
hin- und hergehende Bewegung annimmt.
Der Zeitraum zwischen zwei Contacten ist constant und leicht durch ein Pendel 45, Fig. 3,
zu regeln. Eine Vorrichtung, zur selbsttätigen Ingangsetzung des Uhrwerkes dienend, wird
in einem späteren Theil der Beschreibung angegeben.
Der Registrirapparat. Wie gezeigt werden
wird, setzt sich der Gesammtdrehungswinkel der Welle 11 aus zwei Winkeln γ und a
zusammen, welche sich an einander reihen und deren Summe das Mafs der Gesammtbewegung
dieser Welle ist. Der Winkel γ bleibt constant, während der Winkel α von der Kraft abhängt,
welche das Elektrodynamometer ausübt und welcher folglich dem Product E X / entspricht.
Es soll daher nur der Winkel α registrirt werden durch den Registrirapparat (Num., Fig. 2)
im Moment jeder Messung.
Der Registrirapparat mag von irgend welcher bekannten Construction sein, in der Zeichnung
(Fig. 2) ist ein Registrirapparat mit fünf Zählrädern gewählt.
Der Antrieb der Welle 47 erfolgt durch den folgenden sehr empfindlichen Reibungs-Mitnehmer.
Auf Welle 47 sitzt der mit Nuthen versehene Cylinder 48 (s. Fig. 2 und 5). In
den Nuthen befinden sich die dreieckigen Metalldrahtstücke 49 und 49J, die Ecken oder
Winkel 50 bezw. 50' sind mittelst einer Feile oder auf andere Art leicht biegsam gemacht
worden durch Schwächung des Drahtes. Das Ende 51 des Stückes 49-1 liegt fest, während
das Ende 52 des Stückes 49 in einem Schlitz 54 des Armes 53 steckt, welcher seinerseits mit
dem auf Welle 11 sitzenden Arm 56 scharnierartig
verbunden ist.
Bei jeder Bewegung des Endes 52 des" Drahtes 49 von rechts nach links (Fig. 5) wird
demnach der Cylinder 48 durch Reibung mitgenommen und die Welle 47 nebst ihren Zählrädern
gedreht. Wenn dagegen das Ende 52 nach rechts gezogen wird, so öffnet sich der Winkel 50, während 50: sich um den Cylinder
48 schliefst und denselben anhält. Eine Erklärung der Wirksamkeit des Registrirappartes
folgt später.
Die Wirkung des Apparates während der Nutzbarmachung der elektrischen
Kraft. Der Hauptstrom aus der Elektricitä'tsquelle tritt in den Apparat bei M, durchläuft
die Lamellen ι,ι1, gelangt an die Klemmschraube
P, durchläuft die Lampen L oder andere Einrichtungen, für welche die Kraft
dienen soll, und kehrt durch die Klemmschraube N zur Quelle S zurück (s. Fig. 1).
Die Drähte des Zweigstromes, welcher zum Betrieb des Apparates benöthigt wird, sind in
Klemmschrauben M und N befestigt, wie in Fig. ϊ dargestellt ist.
Der von M kommende Zweigstrom wird einerseits unterbrochen beim Contact 43, 43 *
der Uhr und andererseits beim Contact 6, 61 des Elektrodynamometer. Die Theile der
Contacte 43 und 6 communiciren beide mit der Klemmschraube M, die Theile 43J und 61
ebenso unter sich durch einen Draht, welcher bei α und b befestigt ist.
Bei Punkt α ist ebenfalls das Ende des Drahtes des Elektromagneten 9 befestigt, bei
Punkt b das Ende des Drahtes der Spule 3. Die anderen Enden besagter Drähte des Elektromagneten
9 und der Spule 3 sind im Punkt c befestigt, welcher mit der Klemmschraube N
verbunden ist.
Betrachten wir den Zähler im Augenblick, wo sich ein Contact in 43, 43 λ durch die Bewegung
der gehenden Uhr vollzieht. Der von der Klemmschraube M abgehende Nebenstrom
verfolgt den durch die Pfeile c—ν bezeichneten Weg, durchströmt den Contact 43, 4 31 und gelangt
zum Punkt a; von hier geht ein Theil durch die Spulen 9, 9 des Elektromotors und
kehrt durch den Punkt c zur Klemmschraube N zurück, ein anderer Theil geht durch b in die
Spule 3 und ebenfalls durch N heraus.
Der im Moment, wo die Spulen von dem Strom durchlaufen werden, thätig werdende
Elektromagnet bewirkt Folgendes:
1. Der Arm 15 wird durch das Polstück 121
angezogen und schliefst den Contact 6, 61, der
Strom geht dann durch den Elektromagneten 9, 9 und die Spule 3 auf dem durch dien—·>bezeichneten
Wege.
Die Theile 6, 61 des Contactes gehen aus
der Stellung I in die Stellung II (Fig. 11).
2. Der Doppelarm 13 und die Hauptarmatur ι ο werden beide angezogen und drehen
zusammen die Welle 11 und mit ihr durch Segment 17, Getriebe 18 die Feder 7 während
einer gewissen Periode, deren Gröfse gleich dem Winkel γ ist.
Während dieser Bewegung hat der Doppelarm 13 das Uhrwerk mittelst des Sperrrades 36
durch Klinke 44 wieder aufgezogen, indem er den Rahmen 38 senkt, wie beschrieben wurde,
und der Contact 4.3,4.T1 1 wird augenblicklich
unterbrochen.
3. Nachdem einmal der Winkel γ durchlaufen ist, bleibt der Doppelarm 13 unbeweglich
, gestützt auf den Kern des Elektromagneten 9, welcher ihn anzieht und zurückhält,
während die Hauptarmatur 10, ihre drehende Bewegung zwischen den Polstücken 12 und 121
fortsetzend, fortfährt, die Feder 7 des Elektrodynamometers durch die Theile 17 und 18 auszudehnen.
Nachdem die genannten Theile so (in der Fortsetzung des bereits erwähnten Winkels γ) einen gewissen Winkel a durchlaufen
haben, tritt der Moment ein, wo die Drehungskraft (Spannung) der Feder 7 sich im
Gleichgewicht befindet mit der von den Strömen in , dem Elektrodynamometer A ausgeübten
Kraft. In diesem Augenblick wird die Spule 3 von der Feder mitgezogen, der Contact 6, 61
wird unterbrochen und nimmt die Stellung III (Fig. 11) ein.
Jetzt ist es leicht, sich Rechenschaft zu geben von der Art, wie der Registrirapparat den
Winkel α verzeichnet im Moment, wo die Welle 11 auf dem Maximum des Ausschlages
oder des Drehungsmomentes angekommen ist. Während des ersten Theiles dieser Bewegung,
entsprechend dem Winkel γ, ist es, wie gezeigt werden wird, für die Wiederaufziehung der
Uhr erforderlich, dafs der Registrirapparat nichts verzeichnen darf; man erreicht dies durch den
Schlitz 54, in welchem das Ende 52 des Stückes 49 des Mitnehmers gleitet. Mit Hülfe
dieses Schlitzes kann der Arm 53 nur dann einen Druck auf den Draht 49 ausüben, wenn
das Ende 52 desselben sich gegen die innere Kante 55 des Schlitzes gestützt hat; es ist
daher leicht, mittelst Schraube 57 die Länge dieses Schlitzes so einzustellen, dafs 52 nur
dann 5 5 trifft, wenn die Welle 11 sich um den Winkel γ gedreht hat. Von diesem Moment
ab wird durch die Welle 11 das Ende 5 2 verschoben und treibt den Registrirapparat in der
beschriebenen Weise mit Hülfe des Reibungsmitnehmers.
Die von dem Registrirapparat angegebene Zahl, multiplicirt mit einer Constanten, welche
leicht auf den Werth 1 oder auf einen beliebigen anderen Werth gebracht werden kann
durch Einstellung der Länge der Feder 7, ergiebt die Ausgabe an elektrischer Energie z. B.
in Kilowatt-Stunden.
Im Moment der Unterbrechung des Contactes 6, 61 geschieht Folgendes:
1. der Strom wird in dem Elektromagneten 9, 9 und der Spule 3 unterbrochen. Der Arm 1 5
fällt zurück und der Contact 6, 61 geht sofort
aus der Stellung III in die Stellung IV (Fig. 11);
2. der Doppelarm 13 hebt sich unter dem Einflufs der Feder 23 sofort gegen den Stift 14;
3. die Hauptwelle 11 geht unter Einwirkung der Feder 19 zurück, bis Daumen 20 sich unter
die Schraube 21 legt.
Die Feder 7 zieht sich wieder zusammen und führt die Spule 3 in die Anfangsstellung zurück;
der Contact 6, 61 nimmt also wieder die Anfangsstellung V, Fig. 11, an, bis ein neuer
Contact des Uhrwerkes eintritt und die gleichen Erscheinungen wieder anfangen.
Wirkung des Apparates, wenn /gleich Null ist. So schwach die Intensität des Stromes
auch sein mag und selbst wenn sie gleich Null ist, so mufs das Uhrwerk doch regelmäfsig
wieder aufgezogen werden, d. h. die Welle 11 mufs wenigstens den Winkel γ unter dem Einflufs
des Doppelarmes 13 beschreiben; dies Resultat wird erreicht, indem man' der Feder 7
auf ihrer Welle einen Nacheilungswinkel gleich dem Winkel γ giebt, so dafs selbst, wenn die
Intensität gleich Null ist und folglich das Elektrodynamometer keine elektrische Kraft
ausübt, man dennoch die Welle um den Winkel γ drehen kann, ohne dafs die Feder 7
dazu kommt, die Spule 3 zu verrücken. Dieser constante Winkel, welcher nicht irgend einer
Intensität des Stromes entspricht, darf von dem Registrirapparat nicht verzeichnet werden. Zu
dem Zwecke entspricht der durch den regulirbaren Schlitz 54 begrenzte Hub genau diesem
Winkel, so dafs der Apparat erst vom Winkel α an zu registriren anfängt (s. Fig. 10).
Selbsttätige Ingangsetzung des Uhrwerkes. Es erübrigt noch, eine Anordnung
zur selbsttätigen Ingangsetzung des Uhrwerkes zu beschreiben, sobald man den Apparat in
Verbindung mit der Elektricitätsquelle setzt.
Der Contact 43' (Fig. 3 und 7) sitzt auf
einem aus Ebonit hergestellten Hebel 60, welcher in eine Stahlspitze endigt und leicht um
die Achse 6 r oscilliren kann. Eine kleine Feder 62 hält denselben ein wenig geneigt in
der in Fig. 7 angegebenen Lage.
Die Achse 61 befindet sich am Ende eines
Armes 63, welcher sich um Achse 64 dreht und derart ausbalancirt ist, dafs derselbe den
Hebel 60 schwebend erhält. Eine mit einer ausgebohrten Spitze versehene Schraube 641
am Arm 22 des Doppelarmes 13 befindet sich in der Drehungsebene des Hartgummistückes 60.
Bei normalem Gange wird der Contact43,431
augenblicklich unterbrochen, die Schraube 64' geht an der Stahlspitze vorbei und keiner der
Hebel wird bewegt.
Wenn aber der Lauf an irgend einer Stelle unterbrochen ist, wird der Hebel 60 von 43
unter der Einwirkung der Feder 41 des Uhrwerkes angezogen. Die Stahlspitze legt sich
unter die Schraube 64*, wo sie durch ein Haltestück
69 festgehalten wird.
Sobald der Lauf wieder hergestellt ist, zieht der Doppelarm 13 das Uhrwerk wie gewöhnlich
wieder auf, während gleichzeitig die Schraube 64' die Stahlspitze beugt und die
• Stange 65 zurückführt, welche die Stange. 66 mit Hebel 67 vorschiebt, die dann auf die
Hängestange 68 des Pendels 45 wirkt (Fig. 3).
Im Augenblick, wo. der Contact aufhört in 6, 61 beim Ende der ersten Messung, schnellt
die Schraube 64* in die Höhe, indem sie die Hebel verläfst, welche sogleich ihre Stellung
wieder einnehmen. Das so losgelassene Pendel beginnt seine Schwingungen.
Um die Zeichnungen deutlicher zu machen, ist die Aufhängestange 68 des Pendels in Fig. 7
zum Theil abgeschnitten dargestellt; ferner sind die verschiedenen Zahnräder, Planetenrä'der und
Anderes nur durch einen Zirkelschlag mit einer
Claims (2)
- punktirten Linie, welche die Zähne markirt, angedeutet, die Speichen der übrigens auch event, vollen Räder sind fortgelassen.Modificirte Anordnungen.ι. Um mit dem beschriebenen Apparat Wechselströme oder Ströme, bei welchen die Differenz des Potentials stark schwankt, zu messen, könnte man zum Betriebe des Elektromotors eine Elektricitätsquelle mit gleichgerichtetem Strom benutzen. Eine besondere Leitung kann diesen Strom einer Reihe von Zählern zuführen, welche z. B. von einer Centralstation abhängen.Die Anordnung der Drähte für einen solchen Fall zeigt Fig. 12, wo die Punkte m und η in Abzweigung auf der besonderen Leitung angebracht sind.
- 2. Aus der Wirkungsweise des Apparates geht hervor, dafs ein Augenblick genügt zur Aufnahme einer Messung durch den Contact 6, 61.Dieser Contact könnte mittelst eines kleinen Elektromagneten bewirkt werden, welcher auf den Contacttheil 61 wirkt und von einem periodischen Strom von kurzer Dauer mittelst eines zweiten besonderen Umlaufes durchlaufen wird. Man könnte dann eine einzige Uhr für eine Reihe von Zählapparaten benutzen.Folgende Anordnung gestattet mittelst eines einzigen besonderen Umlaufes:a) eine besondere Elektricitätsquelle zum Betriebe der Elektromotoren einer Reihe von Zählern zu benutzen;b) die Uhren der einzelnen Apparate zu ersparen.Der Contact 43, 43 1 fällt fort, und die Anordnung des Contactes 6, 61 ist in Fig. 13 dargestellt. Eine Feder 58, welche auf die Welle 16 wirkt, an welcher der Theil 61 des Contactes befestigt ist, hält den Stromlauf des Elektromotors geschlossen. Der Contact bei 6, 6 * wird einestheils bewirkt durch den Elektromotor B selbst, welcher ihn geschlossen zu halten strebt, anderenteils wird der Contact unterbrochen durch einen schwachen Elektromagneten 59 mit einer Drahtwickelung von grofsem elektrischen Widerstände, d. h. von kleinem Querschnitt und bedeutender Länge, welcher andauernd zwischen m und η sich in Abzweigung befindet und ihn von 6 zu entfernen trachtet (s. Fig. i3bis, welche ein Schnitt nach Liniep-p der Fig. 13 ist).Nehmen wir an, dafs die Punkte m und η in Verbindung gesetzt sind mit der Elektricitätsquelle. Der Strom passirt dann B einerseits durch δ,β1 und andererseits durch 59, und der Contact 6x wird geschlossen erhalten durch die Wirkung von B und von Feder 58. Der Elektromotor wirkt also wie gewöhnlich, bis der Contact in 6,O1 durch die Verschiebung der Spule 3 des Elektrodynamometers A unterbrochen wird. In diesem Augenblick wirkt der Elektromagnet 59 nur auf das Berührungsstück 61J so dafs dieses (61) sich von 6 entfernt und der Apparat zur Ruhe gelangt, in welcher er so lange verbleibt, als die Wirkung von 59 anhält.Im Augenblick, wo der Strom aufhört, fällt der Theil 61 auf 6 zurück vermöge der Feder 58. Mit diesen Anordnungen macht der Zähler jedesmal eine Messung, sobald die Punkte m und η in Verbindung mit der Elektricitätsquelle treten.Patenτ-Anspruch:Ein Elektricitäts-Mefs- und Registrirapparat, im wesentlichen bestehend aus dem Drehungs-Elektrodynamometer A, dem Elektromotor B, dem Reibungsmitnehmer 48, 49, 491, dem Uhrwerk D und dem Geschwindigkeitsregulator C.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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| DE47955C true DE47955C (de) |
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE47955C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20040026180A1 (en) * | 2002-06-10 | 2004-02-12 | Gray Automotive Products, Inc., | Coordinated lift system |
-
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- DE DENDAT47955D patent/DE47955C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20040026180A1 (en) * | 2002-06-10 | 2004-02-12 | Gray Automotive Products, Inc., | Coordinated lift system |
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