DE47886C - Neuerung an Instrumenten zur Uebertragung von elektrischen Stromstöfsen (d. h. momentanen elektrischen Strömen) auf elektrische Leitungen - Google Patents

Neuerung an Instrumenten zur Uebertragung von elektrischen Stromstöfsen (d. h. momentanen elektrischen Strömen) auf elektrische Leitungen

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DE47886C
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electrical
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levers
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DENDAT47886D
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J. F. MC. laughlin in Philadelphia, 148 Fourth Street, V. St. A
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L19/00Apparatus or local circuits for step-by-step systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juli 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Instrument, um elektrische Stromstöfse, das sind momentane elektrische Ströme, durch eine Leitung zu übertragen, und kann benutzt werden, um elektrische Stromstöfse durch Handhabung der Tasten eines an einem Ende der Leitung befindlichen Instruments synchronisch auf ein ähnliches, an dem anderen Ende der Leitung befindliches Instrument zu übertragen.
Wenn ein Apparat dieser Art zusammen mit einem Typendrucktelegraphen angewendet wird, d. h. mit einem Empfangsinstrument, welches das Telegramm in leserlicher Form wiedergiebt, so ist jedes übertragende Instrument auf jedem Ende der Leitung elektrisch mit dem auf derselben Station befindlichen Empfangsinstrument verbunden, so dafs durch die Handhabung der Tasten des Gebers der von einer constanten Elektricitätsquelle kommende Strom in Form von elektrischen Stromstöfsen synchronisch durch den localen Druckapparat, die Linie und den entfernten Geber nach dem entfernten Druckapparat und dann zur Erde geleitet wird.
Die Erfindung besteht im hauptsächlichen in der Anordnung der einzelnen Theile und deren Combination, welche nachstehend beschrieben werden.
In den beiliegenden Zeichnungen sind:
Fig. ι eine Vorderansicht des Instruments mit abgenommenem Gehäuse,
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben mit dem Tastenbrett.
Fig. 3 ist ein Detail der Contactstifte des Tastenbrettes und des Stromschliefsers im Grundrifs, und zeigt wie alle Stifte gleichzeitig mit ihren bezw. Segmenten elektrisch verbunden werden.
Fig. 4 ist eine schematische, Ansicht des neuen Apparates in Verbindung mit einem localen Empfangsinstrument, in Form des elektrischen Typendruckapparates desselben Erfinders.
Fig. 5 ist eine Modification des elektrischen Federcontactes in Fig. 2.
ι ist ein aufrecht stehender Rahmen, welcher auf geeignete Weise auf der Bodenplatte 2 des Instruments befestigt ist. Auf der Platte 2 ist auch das auf folgende- Weise construirte Tastenbrett montirt.
3 ist ein rechteckiger Rahmen, welcher quer über die Platte 2 hinüberreicht und die Lager für die Stange 5 trägt. Auf dieser Stange 5 sind mit ihren einen Enden die stromschliefsenden Hebel 4 drehbar, jedoch isolirt gelagert. Auf den anderen Enden dieser Hebel 4 befinden sich die die Buchstaben tragenden Tasten 6 und auf der unteren Seite eines jeden Hebels 4 ist ein Contactstift 7 angebracht, welcher mit einem unter 7 gelegenen Contactstift 8 Contact machen kann.
Diese Contactstifte 8 sind in einer und derselben horizontalen Linie auf der Platte 2 angebracht und nahe ihrer Mitte mit einem abgeschrägten Flantsch 9 versehen (Fig. 2). 10 ist eine Verbindungsstange aus isolirendem Material, welche parallel liegt zu der Verbin-
dungslinie der Contactstifte 8. Das äufsere Ende dieser Stange io ist drehbar an dem mit einem Handgriff versehenen Hebel 11 befestigt (Fig. 3) und die Stange selber an eine Anzahl von Contactarmen 12 angeschlossen, welche mit ihrem einen Ende drehbar um die Schrauben 13 und mit ihrem anderen Ende drehbar an der Stange 10 befestigt sind; die Anzahl derselben entspricht der der Contactstifte 8.
Die Contactarme 12 sind zwischen je zwei Contactstiften 8 angeordnet, so dafs, wenn die Stange 10 durch den Hebel 11 zur Seite gezogen wird, die Arme 12 sich unter die Flantschen 9 legen und so die Contactstifte 8 mit den entsprechenden Drähten 40 elektrisch verbinden. Sind die Arme 12 in der in Fig. 3 dargestellten Stellung, so ist der Stromkreis an jedem Contactpunkt 8 unterbrochen.
Die Hebel 4 bestehen aus leitendem Material und sind abwechselnd von verschiedener Länge (s. Fig. 2), wobei die längeren Hebel die vordere und die kürzeren Hebel die hintere Tastenreihe tragen. Die Contactpunkte oder Contactstifte 7 der Hebel 4 sind jedoch alle in derselben horizontalen Ebene und vertical über den Contactstiften 8 angebracht, so dafs die zusammengehörigen Stifte 7 und 8 Contact machen, wenn einer der Hebel 4 durch seine Taste 6 niedergedrückt wird.
Die Federn 14, von denen je eine für jeden Tastenhebel vorhanden ist, sind mit einem Ende an der Platte 2 und mit dem anderen an der durch den entsprechenden Tastenhebel gehenden Stellschraube 15 befestigt. 16 ist eine Anzahl von in dem Rahmen 3 angebrachten Stellschrauben, welche die Aufwärtsbewegung der Hebel 4 begrenzen. Die unteren Enden dieser Schrauben 16 besitzen Ansätze 17 aus isolirendem Material, um einen leitenden Contact zwischen Schraube und Tastenhebel zu vermeiden.
Auf dem oberen Theil des aufrechten Rahmens ι befindet sich eine Anzahl im Kreisbogen angebrachter leitender Segmente 18, Fig. i, deren jedes von den benachbarten isolirt ist, und welche von einem Sockel ig aus Hartgummi oder anderem isolirenden Material getragen werden. 20 ist eine parallel zu dem Rahmen 1 angeordnete Platte (Fig. 2), und in dieser und dem Rahmen 1 sind die Spindeln des Uhrwerkmotors gelagert. Dieses Uhrwerk besteht aus einem Rädergetriebe, welches durch ein Gewicht 33 mit Schnur 26, Fig. 1, oder durch irgend welche andere geeignete Kraft getrieben wird, und ist wie folgt construirt:
Das Getriebe wird durch das Rad 21 in Bewegung gesetzt, welches lose auf der Spindel 22 mohtirt und mit einer in das Sperrrad 24 eingreifenden Sperrklinke 23 versehen ist. Dieses Sperrrad 24 ist unbeweglich auf der Spindel 22 montirt oder mit der unbeweglich auf der Spindel 22 montirten Trommel 25 in einem Stück gefertigt. In der in Fig. ι dargestellten Anordnung wird das Sperrrad 24 durch das an der Schnur 26 hängende Gewicht 33 bewegt.
Das Rad 21 greift in das auf der Spindel 28 festsitzende Rad 27 ein (siehe die punktirten Linien in Fig. 1), und diese Spindel 28 trägt auch das Rad 29. 30 ist ein anderes, fest auf der Spindel 31 sitzendes Rad, welches in das Rad 29 eingreift, wodurch auch der das Steigrad 3 2 tragenden Spindel 31 Bewegung verliehen wird. 34 ist ein Hemmungshebel, welcher in entsprechender Stellung zu dem Steigrad 32 angebracht ist und von letzterem in eine hin- und hergehende Bewegung versetzt wird. Dieser Hebel ist aus leitendem Material gefertigt, auf der in der Mitte des Rahmens 1 gelagerten Spindel 35 montirt und streicht in seiner oscillirenden Bewegung über die ganze Segmentreihe 18 hin.
An dem oberen freien Ende des Hebels 34 ist ein seitlicher Vorsprung 36 angebracht, welcher den von der Spiralfeder 38 stets gegen die Segmente 18 gedrückten Contactstift 37 enthält; auf diese Weise wird stets ein guter elektrischer Contact mit den Segmenten aufrecht erhalten. Es ist jedoch in der Praxis vorzuziehen, die in Fig. 5 dargestellte Modification anzuwenden, bei welcher der Contactstift 37 durch eine Spiralfeder 39 ersetzt ist, welche in zusammengedrücktem Zustande befestigt ist und deren Spirale mit den Segmenten Contact macht.
Die Segmente 18 entsprechen in ihrer Anzahl und Stellung den Contactarmen 12, Tastenhebeln 4 und Tasten 6, und jedes Segment 18 ist durch den Draht 40 mit seinem entsprechenden Contactarm 12 und durch den Zweigdraht 40 a mit dem entsprechenden Hebel 4 elektrisch verbunden, während jeder Contactstift 8 elektrisch mit einem Ende der Wickelung des entsprechenden Elektromagneten in dem Empfangsinstrument durch den Draht 41 verbunden ist. Die anderen Enden der Wickelungen dieser Elektromagnete in dem Empfangsinstrument sind durch die Drähte 42 mit einem leitenden Ring 43 verbunden, . welch letzterer durch den Draht 45, den Zwischenraummagneten 46 und den Draht 47 mit einem Pol der Hauptbatterie 44 verbunden ist, deren zweiter Pol an die Erdleitung anschliefst.
Jeder Contactarm 12 ist, wie erwähnt, durch seine Zapfenschraube 13 und den Draht 40 mit seinem Segment 18 verbunden. Wenn alle Contactarme 12 mit den Contactpunkten 8 in Contact sind, so sind die letzteren mit ihren entsprechenden Segmenten elektrisch verbunden. Der Arm 34 ist durch die Contact-
bürste 48, Fig. 1, welche auf der Spindel 35 aufliegt, in die Linie 49 eingeschaltet.
Die Function des Apparates ist folgende:
Die Fig. 4 stellt schematisch die zwei in demselben Stromkreis eingeschalteten und zusammen arbeitenden Apparate einer Station vor, welche mit den gleichen Apparaten der zweiten Station durch die Fernleitung 49 verbunden sind, wobei die Uhrwerkmotoren. der entsprechenden Instrumente synchronisch arbeiten. Der eine der beiden Apparate ist der vorstehend beschriebene, während der zweite schematisch in der Form der durch das Patent No. 47134 geschützten elektrischen Typenschreibmaschine angedeutet ist. Beide Apparate stehen durch die Drähte 41 mit einander in elektrischer Verbindung.
Es sei nun angenommen, dafs die Geberund Empfangsinstrumente in der in Fig. 4 dargestellten Stellung (welche Figur nur die gebende Station darstellt) und der Umschalter für die Contacte 8 in der in Fig. 3 dargestellten Stellung sich befinden. Wenn nun eine Depesche z. B. das Wort »Dynamograph« über die Linie 49 nach einer entfernten Station gesendet werden soll, so werden die die entsprechenden Buchstaben tragenden Tasten 6 der Reihe nach niedergedrückt. Des Verständnisses halber soll angenommen werden, dafs die den Buchstaben »■£)« besitzende Taste die von dem langen Hebel (Fig. 2) getragene- sei; wenn dieselbe heruntergedrückt wird, geht der Strom von der Hauptbatterie 44 durch den Draht 47, die Elektromagnete 46, den Draht 45 und den Ring 43 in die Schreibmagnete des Empfangsinstruments durch denjenigen Schreibmagneten der Typenschreibmaschine, welcher durch den entsprechenden Draht 41 mit der niedergedrückten Taste 6 in Verbindung steht, nach dem zugehörigen Contactstift 8, Fig. 2, und durch die Contacte 8 und 7, den Hebel 4, den Zweigdraht 40a und den Draht 40 nach dem entsprechenden Segment 18, von hier aus durch den Arm 34 und die Bürste 48 nach der Linie 49 und über diese Linie nach der Fernstation. Auf dieser zweiten, der Fernstation, befinden sich dieselben zwei Apparate wie auf der ersten, der Geberstation, nur dafs der Umschalter sich in einer der in der Fig. 3 gezeichneten entgegengesetzten Stellung befindet, also in einer solchen, bei welcher alle Contacte 8 mit den entsprechenden Segmenten 18 in elektrischer Verbindung stehen. Der Strom geht daher hier durch 49, 48, 34 nach dem entsprechenden Segment 18, welches denselben Buchstaben trägt, da die beiden Arme 34 auf der Geber- und Empfangsstation vollständig synchronisch über die Segmente 18 hinweggleiten. Von dem Segment 18 des auf der Fernstation stehenden Apparates geht der Strom durch den Draht 40, die Schraube 13, den Contactarm 12, die Contacte 8 und den Draht 41 nach dem Schreibmagneten der Typenschreibmaschine auf der Fernstation, und durch Anziehung der Armatur des bezüglichen Schreibmagneten wird der entsprechende Buchstabe auch auf der Empfangs- oder Fernstation gedruckt. Der Strom wirkt gleichzeitig auf die Elektromagnete für den Buchstabenzwischenraum und geht zur Erde.
Auf diese Weise wird die Operation wiederholt, bis zum Ende des Wortes »Dynamograph «.
Soll ein Zwischenraum zwischen diesem und dem nächsten Wort hervorgebracht werden, so wird eine Zwischenraumtaste niedergedrückt, welche einen elektrischen Impuls durch die Linie und durch die Geber- urid Empfangsinstrumente schickt, ohne einen Buchstaben zu drucken. Soll von der entfernten Station aus zurücktelegraphirt werden, so werden die verschiedenen Umschalter in die entgegengesetzte Stellung gebracht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Apparaten, welche für Uebertragung elektrischer Stromstöfse bestimmt, eine Klaviatur stromschliefsender Tasten 6 und eine kreisförmig angeordnete Reihe isolirter, mit den Tastenhebeln 4 durch ebenso viel isolirte Drähte 40 und 40a elektrisch verbundener Segmente 18 besitzen, die zur Verbindung mit dem Liniendraht 49 dienende Vorrichtung, bestehend aus einer Contactbürste 48, einem Hemmungshebel 34, welcher durch einen Motor (Uhrwerk 20 bis 33) in oscillirende Bewegung versetzt wird, und einer an diesem Hemmungshebel angebrachten Contactfeder 39, welche bei der oscillirenden Bewegung des Hebels mit den Segmenten 18 der Reihe nach Contact herstellt; und die elektrische Verbindung der Segmente 18 mit ebenso vielen Contacthebeln 12 mittelst Drähte 40, welche Contacthebel durch einen Handgriff 11 mit den Contactstiften 8 sämmtlich in oder aufser Contact gebracht werden und damit die Herstellung oder Unterbrechung der directen elektrischen Verbindung zwischen den Segmenten 18 und den Wickelungen der Elektromagnete des Empfangsinstruments, also die Umschaltung auf Geber- oder Empfangsstellung ermöglichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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