KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 68: Schlosserei.
Verschließbares Fallenschlofs.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende verschliefsbare Fallenschlofs
hat einen besonderen Mechanismus zum Verriegeln des Schlofsriegels, derart, dafs letzterer
durch Umdrehen des Schlüssels in seiner Lage festgehalten wird bezw. der Drücker ihn nicht
mehr beeinflussen kann. Der neue Mechanismus besteht aus einer Zuhaltung 1, die als
geschlitzte Coulisse ausgebildet und an dem Schlofsriegel bezw. der Falle h um den Zapfen 2
drehbar befestigt ist. Der Schlitz 3 verläuft winklig, und zwar ist ein Theil desselben
bogenförmig ausgebildet und gleitet über einen am Schlofsblech befestigten Zapfen 4, während
der übrige Theil gerade ist und als Führung der Zuhaltung auf der Nase 5 des Querriegels 7
dient. Letzterer (Fig. 7) hat aufser der Nase 5 noch eine Nase 8, die ebenso wie 5 in einer
Aussparung des Schlofsbleches gleitet. In seiner Vorderkante befinden sich zwei Einstriche 14,
in deren einen je nach der Lage des Querriegels die Nase 1 5 der Zuhaltung 9 einspringt.
An der Hinterkante ist der Angriff 13 für den Bart des bei e einzusteckenden Schlüssels vorgesehen.
Die Zuhaltung 9 mit der Nase 1 5 ist in Fig. 8 besonders dargestellt; sie führt sich
in dem Winkel 11 und wird durch eine Feder gegen das Schlüsselloch gedrückt.
Wenn das Schlofs nicht verriegelt ist, so befindet sich die Zuhaltung 1 in der in Fig. 2
gezeichneten Lage; der Kopf des Hebels I liegt dann zwischen dem Hinterende des Schlofsriegels
und der Zuhaltung 1, wodurch der Riegel genöthigt ist, an der hin- und hergehenden
Bewegung des Hebels / theilzunehmen. Bei dieser Bewegung der Zuhaltung 1 und des
Schlofsriegels dient der Zapfen 4 und die Nase 5 der ersteren als Führung. Durch Umdrehen
des Schlüssels wird der Querriegel 7 gehoben und dreht mittelst des Ansatzes 5 die
Zuhältung 1 um den Zapfen 2 aufwärts bis in die in Fig. 1 dargestellte Lage. Nun kann der
Hebel I auf den Riegel keine Wirkung mehr ausüben, ist aber in seiner Bewegung nicht behindert,
während der Riegel h durch die sich gegen den Stift 4 stemmende Zuhaltung festgestellt
ist. Beim Drehen des Schlüssels nach der entgegengesetzten Richtung wird der Querriegel
7 und damit durch Nase 5 auch die Zuhaltung 1 nach unten in die frühere Lage
zurückgeführt.
Pa τ ε nt-An sp ruch:
Ein verschliefsbares Fallenschlofs, gekennzeichnet durch die an der Falle bei 2 drehbare
Zuhaltung 1, welche mit dem am Stift 4 geführten Winkelschlitz 3 ausgestattet ist und
durch den in 3 eingreifenden Ansatz 5 des mit der Zuhaltung 9 versehenen und mittelst
Schlüssels beweglichen Qμerriegels 7 derart
eingestellt werden kann, dafs sie entweder (Fig. 2) behufs Oeffnens der Falle von dem
Hebel I erfafst wird, während sie mit dem geraden Theil des Schlitzes frei auf 4 gleitet
oder aber mit dem Ende des bogenförmigen Schlitztheiles bis an den Stift 4 geführt (Fig. 1),
aus dem Bereich des Hebels / kommt und zugleich die Falle feststellt.