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Fadenanknüpfvorrichtung für Wirkmaschinen Die Erfindung bezieht sich
auf eine Vorrichtung, die ermöglicht, zu den Nadeln einer Wirkmaschine einen ununterbrochenen
Faden gelangen zu lassen, der aus einzelnen mit ihren Enden zusammengeknüpften Fadenlängen
verschiedener Farbe besteht, so daß ein gestreiftes Gewirke entsteht.
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Gegenstand der Erfindung ist im besonderen eine Knüpfvorrichtung,
mittels welcher die Enden der Fadenlängen sicher miteinander verknotet werden können.
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Die Knüpfvorrichtung arbeitet dabei zweckmäßig mit einer Vorrichtung
zusammen, welche den jeweils anzuknüpfenden Faden zwischen mehreren untätigen Fäden
auszuwählen vermag. Die Auswählvorrichtung führt dabei den ausgewählten Faden und
den laufenden Faden dem Knüpfer zu, dieser knüpft die beiden Fäden zusammen und
schneidet dann den laufenden Faden neben dem Knoten ab und führt ihn in die untätige
Lage zu den andern untätigen Fäden zurück, ohne daß der Betrieb der Wirkmaschine
unterbrochen wird.
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In den Zeichnungen zeigt Abb. 1 eine Draufsicht auf den von der Maschine
abgenommenen Knüpfer, Abb.2 eine Vorderansicht davon, Abb. 3 eine Draufsicht auf
den Knüpfer bei abgenommener Deckplatte, Abb.4 einen Längsschnitt nach der Linie
lo-lo der Abb. 1, Abb. 5 bis 13 schaubildliche Darstellungen, welche nacheinander
den Knüpfvorgang veranschaulichen, und Abb.14 und 15 Schnitte nach der LinieZ-Z
der Abb. 13, welche das Schnappen und Abschneiden der aneinanderzuknüpfenden Fadenenden
zeigen.
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Die Knüpf- ünd Abschneidevorrichtung ist in einem am Rahmen der Strickmaschine
befestigten Gehäuse 164 untergebracht. In diesem Gehäuse ist ein Block 165 mit einer
senkrechten zylindrischen Öffnung 166 zur Aufnahme der Antriebsspindel 167 befestigt.
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Rechtwinklig zu dieser öffnung 166 erstreckt sich wagerecht zu beiden
Seiten eine Lageröffnung 168, 169. Der Teil 168 der letzteren ist bei 17o ausgebuchst,
um eine drehbare Knüpferspindel 171 aufzunehmen. An dem Lager 169 liegt drehbar
die Nabe z72 und der exzentrische Ring 173. Zwischen den beiden letzteren
Teilen ist ein mit dem Exzenterring 173 aus einem Stück gefertigtes Zahnrad 174
in ein Versenk 175 des Lagerblocks 165 eingelassen, und zwar so, daß seine
Außenseite bündig in der Oberfläche des Lagerblocks liegt, wobei die Teile 172 bis
174 durch den über die öffnung 175 ragenden Kopf einer Halteschraube 176
in ihrer Lage innerhalb des Lagerblocks gesichert sind. Der Ring 173 hat eine Aussparung
177, um bei seiner Drehung von der Schraube 176 stets klarzubleiben. _
Die
Zähne des Rades 174 kämmen in eine Verzahnung 178 an der Flachseite einer an einem
Flansch i8o der Antriebsspindel 167 befestigten Scheibe 179.
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Die Scheibe 179 greift mit einem zweiten Zahnbogen 18i in eine Verzahnung
i82 an einem Ende der KnüpferspindelM, und diese reicht mit ihrem andern Ende durch
eine axiale Öffnung in der Nabe 172 des exzentrischen Ringes 173, so daß für dieses
Ende der Spindel 171 eine Lagerung geschaffen ist.
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Die Spindel 167 hat für -die Spindel 171
eine Durchlaßöffnung
183, deren Durchmesser groß genug ist, daß die Spindel 167 auch Pendelbewegungen
um die Spindel i71 at%sführen kann. Die Spindel 171 hat eine Ringnut 184, die in
der Drehachse der Spindel 167 liegt und in welche eine Halteschraube 185 mit einem
"verjüngten glatten Ende hineinreicht. In der gleichen Achse mit der letzteren ist
vom entgegengesetzten Ende der Spindel 167 aus eine mit dieser gleichachsige zweite
Schraube 186 eingeschraubt.
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Die Spindel 171 ist an ihrem dem exzentrischen Ring 173 zunächstliegenden
Ende mit einem hakenförmigen Ausläufer 187 versehen, der einen festen Teil einer
die aneinanderzuknüpfenden Fadenenden fassenden Schnappklemme bildet. Ein zweiter
fester Teil liegt als dünne Platte r88 von ähnlicher Umrißform in der-Nähe des Hakens
187, und ein dritter ebenfalls ähnlich geformter fester Teil 189 dient als Scherblatt
und ist zu diesem Zweck an einer Kante zugeschärft.
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Zwischen den festen Teilen i8.7, 188 und 189 liegt bei igo drehbar
mit diesen verbunden ein Paar damit zusammenwirkender beweglicher Teile igi und
i92. Von diesen liegt der erstere, igi, zwischen den festen Teilen 187 und 188 und
faßt die Fäden wie in Abb. 15 dargestellt. Der abnehmbare Teil 192 liegt zwischen
den festen Teilen 188 und igo und schneidet mit dem Teil i89 zusammen die Fadenenden,
die zusammengeknüpft werden, ab.
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Die beweglichen Teile igi und ig2 haben beide ein breites fächerförmiges
Ende 193 an der dem Harken entgegengesetzten Seite und greifen mit diesem in den
exzentrischen Ring 173 und werden von diesem angetrieben.
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Das Gehäuse 164 hat bei 194 eine Schulter, welche einer Deckplatte
195 als Auflager dient und auf welche die letztere mittels eines in die senkrechte
Gehäusewand eingesetzten Paars Klemmschrauben 196, 196 festgespannt ist.
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An ihrer Unterseite hat die Deckplatte 195 eine Führung 197, in welcher
eine Leitrolle egg abrollt, die auf einem Stift am Ende eines verschiebbaren Klemmblattes
igg drehbar gelagert ist, und zwar verschiebt sich das letztere zwischen zwei Blättern
Zoo, Zoo, von denen eins unter und das andere über dem Blatt igg gelagert ist. Die
Blätter Zoo haben Ausschnitte, durch welche die senkrechte Spindel 167 geführt ist
und greifen in eine Aussparung toi in einem Flansch; 2o2 an der oberen Fläche der
Antriebsscheibe 179, so daß sie mit dieser zwangläufig Schwingungsbewegungen ausführt.
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Ebenso ist .das Blatt igg zwangläufig mit den Klemmblättern Zoo verbunden,
so daß diese zusammen mit der Scheibe 179 und dem Blatt igg Hub- und Schwingbewegungen
ausführen; außerdem wird' dem Blatt igg eine Längsbewegung gegenüber den Blättern
Zoo erteilt, wobei ein Schlitz 2o3 dieser Längsbewegung gegenüber der Spindel 167
Raum gibt. .
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Die Blätter oder Finger igg und Zoo haben Einschnitte 2o4 bzw. 205,
und deren Ränder fassen die Fäden, die gerade geknüpft werden. Die Finger bewegen
sich über den Knüpf-, Schnapp- und Scherblättern in wagerechter Ebene seitlich hin
und her.
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Die beweglichen Blätter unter den letzteren erhalten ihre Bewegung
von der senkrecht durch den Khüpfer geführten Spindel 167, an deren oberem Ende
ein Antriebsaren 68 befestigt ist.
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Dieser Arm 68 dreht beim Betriebe die Spindel 167 von oben gesehen
entgegen dem Uhrzeiger. Die das Garn einklemmenden Finger i9.9, Zoo werden dadurch
zu den parallelen Fäden w und x (Abb. 5) hingedreht, und diese treten dabei infolge
ihrer Lage in die Einschnitte 2o4 und 2o5 der Finger ein. Zugleich beginnen die
Schnapp-, Knüpf- und Scherblätter 187 bis 192, wie in Abb_ 6 veranschaulicht, sich
entgegen dem Uhrzeiger zu drehen. Durch die abgeschrägte Form und die geneigte Lage
der letzteren zu den beiden Garnlängen kreuzen die letzteren den Weg, den die Enden
der ersteren bei der Drehung beschreiben und werden dabei in einer Schleife um den
Hals der Blätter geschlungen, wie in Abb. 7 und 8 dargestellt, während diese eine
halbe Umdrehung ausführen. Bei der weiteren Drehung der Knüpfblätter schwingen die
Finger egg und Zoo weiter nach rechts, und während die Spitzen der Blätter 187 bis
192 aufwärts schwingen in die in Abb. 8 dargestellte Lage und weiter in die Lage
nach Abb. g, bewegt sich der Haltefinger egg parallel zu denn Finger Zoo radial
einwärts und faßt dabei die beiden Garnlängen in der Kerbe 2o4-2o5.
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Die schräge Radialbewegung der Finger egg und Zoo und die Drehbewegung
der Blätter 187 bis 192 wird unmittelbar durch die
Spindel 167 und
die gezahnte Scheibe 179, bewirkt, die zugleich den Exzenterring 173 steuert
und der Spindel 171 entgegengesetzt dreht, damit die beweglichen Blätter i g i und
ig:2 sich schneller öffnen und schließen.
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Die Enden der Knüpfblätter öffnen sich nun beim Aufwärtsdrehen, so
daß der Doppelfaden w, x, wie in Abb. g dargestellt, zwischen die festen
Blätter 187, 188 und 189 und die beiden beweglichen Blätter igi und i g2 gelangt,
wenn die Blätter ihre wagerechte Lage erreichen. Die Halteblätter igg. und Zoo bewegen
sich dann Breiter nach rechts und ziehen die um die Knüpfblätter gelegte Garnschleife
von deren Hals nach deren Spitzen zu, die sich allmählich schließen, bis die festen
Blätter 187, 188 und die beweglichen Blätter die beiden Garnfäden zwischen sich
einklemmen oder schnappen, so daß dieselben nicht gleiten können. Wie Abb. i i zeigt,
schneiden dann zuletzt die Blätter igg und 192 die beiden Fäden ab. Während die
in der Nähe der Schleife abgeschnittenen Garnenden zwischen die Blätter i87, 188
und igi eingeklemmt bleiben, wird die Schleife durch eine weitere Rechtsbewegung
der Haltefinger 199 und =oo von den Blättern abgezogen und so ein Knoten,
wie in Abb. 12 dargestellt, gebildet und zugezogen. Ist der Knoten fertig, dann
öffnen sich bei der weiteren Drehung die Blätter 187 bis ig.2 wieder durch die gegenläufige
Drehung der Spindel 171 und des exzentrischen Ringes 173 und geben die zusammengeknüpften
Garnenden frei, während zugleich auch die Finger igg auswärts geschwungen werden
und dabei das Garnaus ihren Einschnitten 2o4, 2o5 freigeben.