DE477207C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Wursthuellen aus Gewebe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Wursthuellen aus GewebeInfo
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- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
- A22C—PROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
- A22C13/00—Sausage casings
- A22C13/0013—Chemical composition of synthetic sausage casings
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Description
- Verfahren zur Herstellung von künstlichen Wursthüllen aus Gewebe Bei der Herstellung von künstlichen Wursthüllen ist es bekannt, die. aus Seide o. dgl. gewebte schlauchförmige Hülle mit einer sämigen Masse zu tränken, die aus naß angerührtem, zuweilen noch mit besonderen Zusätzen versehenem, fein zerkleinertem frischem Fleisch besteht. Bei diesen Verfahren nimmt das Tränken und Trocknen des schlauchförmigen Gewebes viel Zeit und Raum in Anspruch; auch ist das gleichmäßige Tränken und das Abscheiden des überschusses einigermaßen schwierig.
- Der Erfindung gemäß wird die sonst zum Tränken benutzte Masse getrocknet und zu feinem Pulver vermahlen, das auf den etwas angefeuchteten gewebten Schlauch aufgestäubt wird. Der feine Staub aus Fleischmasse verbindet sich mit dem feuchten Gewebe zu einer gleichmäßigen Schicht, die schnell trocknet, soweit sie nicht schon durch den Staub selbst getrocknet wurde. Dabei nimmt die Wursthülle, genau wie bei: der Imprägnierung mit der sämigen Fleischmasse, einen hohen Grad von Geschmeidigkeit an, der nötig ist, damfit die Hülle nach dem Einfüllen der Wurstmasse sowohl dem Aufquellen als dem Zusammenschrumpfen der letzteren folgen kann. Anderseits behält die Wursthülle einen kleinen Grad von Durchlässigkeit, der ebenfalls erwünscht ist.
- Werden also die guten Eigenschaften der mit sämiger Breimasse getränkten Wursthülle voll beibehalten, so werden anderseits die vorhin erwähnten Nachteile bei der Herstellung beseitigt. Die Trocknung und das Mahlen der sonst zum Tränken benutzten Fleischmasse geht sehr schnell vonstatten und nimmt nur eine kleine Apparatur in Anspruch. Das Aufstäuben des Fleischpulvers ist überaus einfach und kann mit irgendwelchen zum- Aufspritzen staubförmiger Stoffe bekannten Vorrichtungen, die zuverlässig und schnell arbeiten sowie wenig Raun beanspruche, vorgenommen werden. Man kann z. B. den gewebten Schlauch auf einen Dorn aufspannen und das Fleischpulver durch eine Düse mittels Druckluft auf den leicht angefeuchteten Schlauch aufspritzen. Dieser trocknet nach dem Aufspritzen sofort ohne besondere Vorkehrungen; nötigenfalls könnte der Schlauch ganz kurze Zeit einer Trocknung unterworfen werden. Das Aufstäuben des Fleischpulvers läßt sich auch so durchführen, daß der Schlauch mit dem Pulver gleichmäßig bedeckt wird. Es ist indessen vorzuziehen, den Schlauch :durch eine Abstreifvorrichtung hindurchzubewegen, wie es auch bei dem getränkten Schlauch geschieht, wobei sich aber der Vorteil einstellt, da das Abscheiden eines Überschusses ,durch die Abstreifvorrichtung kaum nötig ist, daß. dahingegen die Abstreifvorrichtung in einem Maße verteilend und glättend wirkt, wie es bei Anwendung einer nassen Tränkmasse nicht erreichbar ist.
- Selbstverständlich kann man dasselbe Verfahren auch anwenden, wenn die Wursthülle nicht aus nahtlosem Schlauchgewebe, sondern aus Gewebe hergestellt wird, das nach der angegebenen Behandlung zugeschnitten und in die Form von Schläuchen übergeführt wird. Auch die Art des Gewebes. ist beliebig.
- Die für die Herstellung des Fleischpulvers benutzte Fleischmasse kann beliebiger Art sein; selbstverständlich sind alle tierischen, fleischähnlichen Stoffe, vor allem auch Hautabfälle u.. .dgl.,eingeschlossen, und unter den bekannten Zusätzen seien beispielsweise Blutserum und konservierende Salze genannt. Nach abgeschlossener Behandlung können die Wursthüllen auch in bekannter Weise geräuchert werden.
- Statt das Gewebe anzufeuchten, bevor das Fleischpulver aufgestäubt wird, kann, wenn auch weniger vorteilhaft, das. Fleischpulver auf das trockene Gewebe aufgestäubt und dann nachträglich eine leichte Anfeuchtung durch Aufspritzen von fein verteiltem Wasser vorgenommen werden. Auch ließe sich auf das trockene Gewebe gleichzeitig Fleischpulver und Wasser aufstäuben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von künstlichen Wursthüllen aus Gewebe, dadurch gekennzeichnet, daß bei leichter Anfeuchtung auf das Gewebe Fleischpulver aufgestäubt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe vor dem Aufstäuben des Fleischpulvers leicht angefeuchtet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das bestäubte Gewebe in an sich bekannter Weise durch eine Abstreifvorrichtung geglättet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN28981D DE477207C (de) | 1928-06-23 | 1928-06-23 | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Wursthuellen aus Gewebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN28981D DE477207C (de) | 1928-06-23 | 1928-06-23 | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Wursthuellen aus Gewebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE477207C true DE477207C (de) | 1929-06-03 |
Family
ID=7344877
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN28981D Expired DE477207C (de) | 1928-06-23 | 1928-06-23 | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Wursthuellen aus Gewebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE477207C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101117B (de) * | 1959-02-20 | 1961-03-02 | Martin Scholz | Wursthuellen |
-
1928
- 1928-06-23 DE DEN28981D patent/DE477207C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101117B (de) * | 1959-02-20 | 1961-03-02 | Martin Scholz | Wursthuellen |
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