AT208278B - Verfahren zur Imprägnierung von Filterstoffen - Google Patents
Verfahren zur Imprägnierung von FilterstoffenInfo
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Description
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Verfahren zur Imprägnierung von Filterstoffen
Zur Imprägnierung von Filterstoffen für Zigarettenfilter hat man schon die verschiedensten Stoffe vorgeschlagen, u. zw. sowohl anorganische als auch organische Stoffe, wobei aber die damit
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So wurde in dem aus neuerer Zeit stammenden brit. Patent Nr. 755, 479 die Verwendung von Sorbit und andern Polyalkoholen als Imprägniermittel empfohlen. Diese Stoffe haben jedoch den Nachteil, dass sie infolge ihrer hygroskopischen Eigenschaften Wasser aus der Luft anziehen, so dass das Filter weich wird. Sie unterliegen auch leicht einem Befall durch Schimmelpilze, aus welchem Grund sie konserviert werden müssen. Konservierungsmittel stören aber den Geschmack und sind vom gesundheitlichen Standpunkt nicht unbedenklich.
Ihrer Anwendung stehen auch in eini-
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Schliesslich ist zu erwähnen, dass die Benetzungs- fähigkeit von Polyalkoholen auf hydrophoben Oberflächen schlecht ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung eines verbesserten Zigarettenfilters mit erhöhter Adsorptionsfähigkeit, wobei die Nachteile der bisher bekannt gewordenen Imprägniermittel vermieden werden. Das nach der Erfindung hergestellte Filter soll formbeständig und unabhängig von den Einflüssen der Atmosphäre sein, es soll den Geschmack der Zigarette nicht stören und gesundheitlich unbedenklich sein.
Diese Ziele der Erfindung werden dadurch erreicht, dass der insbesondere aus Celluloseacetat bestehende Filterstoff mit Polydiolen imprägniert wird. Polydiole haben die allgemeine Zusam- mensetzung HOCH - (OCHsCH x-OCHOH.
Zum Unterschied von den Polyalkoholen enthalten sie die Hauptmenge des Sauerstoffes als anther- sauerstoffatome. Sie sind unterhalb eines Molekulargewichtes von etwa 500 flüssig und darüber fest. Polydiole sind mit Wasser mischbar. Sie sind nicht hygroskopisch und schimmeln nicht. Gegen- über Feststoffen zeigen sie eine ausserordentlich gute Benetzbarkeit. Polydiole schäumen in wässeriger Lösung, verleihen der Faser oberflächenaktive Eigenschaften und machen die Oberfläche der Faser hydrophil. Durch eingehende Versuche wurde gerade dieser Umstand als wesentlich zur Erzielung einer guten Adsorptionsleistung erkannt. Im Gegensatz dazu war man früher der Meinung (vgl. brit. Patentschrift Nr. 783, 823), dass eine hydrophobe Oberfläche der Filterfasern angestrebt werden sollte.
Polydiole verschiedenen Molekulargewichtes unterscheiden sich nur in ihrer Härte ; der Schmelzpunkt aller dieser Verbindungen liegt hingegen gleichmässig bei etwa 42-500 C. Man kann also unter anderem auch eine gewünschte Steifigkeit der zu imprägnierenden Celluloseacetatfaser durch Wahl eines Polydioles mit geeignetem Molekulargewicht herbeiführen.
Gemäss der Erfindung können die Polydiole sowohl in wässeriger Lösung, als auch in flüssigem oder geschmolzenem Zustand als Imprägniermittel verwendet werden. Wenn man Polydiole in geschmolzenem Zustand verwendet, erübrigt sich jeder Trockenprozess.
Das Band kann in beliebiger Weise imprägniert werden, z. B. durch Tauchen, insbesondere aber durch Besprühen. Filterstäbe, die aus einem in erfindungsgemässer Weise imprägnierten Filterstoff hergestellt worden sind, zeigen eine erhöhte Festigkeit. Sie können z. B. mit Nadeln gelocht werden, wodurch man besonders formbeständige Nebenlufteinlässe schafft, die bewirken, dass die Temperatur in der Glimmzone der Zigarette herabgesetzt wird.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung bestehen darin, dass man dem Imprägniermittel Feststoffe, wie MgC03, Caco3, Kieselgur, Alumini- umhydroxyd, Alzo oder CaS04 zusetzt, wobei die Teilchengrösse dieser Feststoffe unter 0, 03 mm gehalten wird. Diese Teilchengrösse entspricht etwa dem Durchmesser der Fasern des Filterstoffes.
Die Feststoffteilchen lagern sich bei der Imprägnierung an und zwischen die Fasern und machen die vorher glatten Fasern rauh, wodurch die Adsorptionsfähigkeit erhöht wird. Sofern feste Stoffe mitverwendet werden, können diese zusammen mit der Imprägnierungslösung aufgesprüht werden ; sie können auch vor oder nach dem ! eigentlichen Imprägniervorgang aufgestäubt werden.
Es ist ferner zweckmässig, wenn dem Imprägniermittel Polyvinylacetatleim zugefügt wird.
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Dieser Stoff dient vor allem als Klebemittel, wenn die Imprägnierung im Sprühverfahren durchgeführt wird. Nach erfindungsgemässer Behandlung zeigen die aus dem Filterstoff hergestellten Filter eine wesentlich verbesserte Adsorptionsfähigkeit ; während z. B. ein aus Celluloseacetat bestehendes Zigarettenfilter bei einer weitverbreiteten Ziga- rette eine Adsorption von 28% des Tabakrauches
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Zur besseren Erläuterung des erfindungsgemä- ssen Verfahrens werden folgende Beispiele angeführt : Beispiel l : Eine Mischung aus 3, 0 Gew.-Teilen Polydiol mit einem Molekular- gewicht von 550 3, 0 Gew.-Teilen MgCOs
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schung auf eine Bahn aus Celluloseacetat beidseits aufgesprüht.
Beispiel 2 : Polydiol mit einem Molekulargewicht von 1200 wird auf 550 C erwärmt und mit Druckluft beidseitig auf eine Filterbahn aus Celluloseacetat gestäubt. Nach dem Sprühen wird MOCOS aufgestäubt.
Beispiel 3 : Ein Celluloseaceratband wird mit einer Lösung von 1 Teil Polydiol vom Moleku- largewicht 550 in 5 Teilen Wasser besprüht und bei Raumtemperatur im Luftstrom getrocknet.
Beispiel 4 : Ein Celluloseacetatband wird mit einer Lösung von 1 Teil Polydiol und 2 Teilen Wasser besprüht und mit fein verteiltem Kalziumkarbonat bestäubt.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Imprägnierung von Filterstoffen für Zigaretten, dadurch gekennzeichnet, dass als Imprägniermittel für den insbesondere aus Celluloseacetat bestehenden Filterstoff Polydiole
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HOCHa- (OCH2CH ) x-OGHhOH verwendet werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- EMI2.4 verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem Polydiol Feststof- fe, wie MgCOg, CaCOg, Kieselgur, Aluminiumhydroxyd, AlgOg, CaSO in einer Teilchengrösse bis zu 0, 03 mm als zusätzliche Komponenten des Imprägnierungsmittels bzw. der Imprägnierungsmittel-Lösung verwendet werden.4. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Imprägniermittel Polyvinylacetatleim zugesetzt wird.
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| AT258159A AT208278B (de) | 1959-04-06 | 1959-04-06 | Verfahren zur Imprägnierung von Filterstoffen |
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| AT208278B true AT208278B (de) | 1960-03-25 |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3424173A (en) * | 1967-09-14 | 1969-01-28 | Fastman Kodak Co | Filter element for selectively removing nicotine from tobacco smoke |
| US3476120A (en) * | 1968-12-11 | 1969-11-04 | Eastman Kodak Co | Cigarette filter tow |
| US3618618A (en) * | 1960-09-28 | 1971-11-09 | Strickman Foundation Robert L | Tobacco smoke filtering material |
| DE102004048651A1 (de) * | 2004-10-06 | 2006-04-13 | Rhodia Acetow Gmbh | Tabakrauchfilter oder -filterelemente mit einem Gehalt an Zusatzstoffen |
-
1959
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