DE47679C - Schlammfänger für Dampfkessel - Google Patents

Schlammfänger für Dampfkessel

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DE47679C
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R. LINDEMANN in Osnabrück
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
ROBERT LINDEMANN in OSNABRÜCK. Schlammfänger für Dampfkessel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. November 1888 ab.
Zum Zwecke der Verhütung von Kesselstein-, bildung und, zur Ausscheidung und Entfernung aller im Kesselspeisewasser enthaltenen und mit diesem in den Dampfkessel eingeführten Unreinigkeiten auf zuverlässig selbstthätige Weise wird folgende Einrichtung getroffen:
Durch die Wandung des Kessels wird ein Schlammsaugrohr A hindurchgeführt, welches an seinem am Boden des Kessels mündenden Ende winkelförmig oder T-förmig den Kesselboden entlang geführt wird und in diesem Theil geschlitzt oder gelocht ist. Dieses Schlammsaugrohr führt das vom Boden des Kessels gesaugte Wasser nach dem Ausscheider B. In dem oberen Theil von B befindet sich ein Gefäfs C, dessen Boden bei e siebartig durchlöchert ist. In C können Blechplatten eingelegt werden, welche so geformt sind, dafs das Wasser gezwungen wird, einen schlangenförmigen Lauf (in der Richtung des Pfeiles) zu nehmen.
Das Gefäfs C wird zwischen den Blechplatten mit einer leicht Wasser durchlassenden Füllung, etwa aus grobem Kies, Schlacken, Spänen oder dergleichen bestehend, versehen und dient als Filter für dasjenige Kesselwasser, welches seine schlammigen Bestandteile noch nicht auf den Boden des Gefäfses -B abgesetzt hat.
Die Zuführung des Kesselwassers erfolgt an einem möglichst hoch liegenden Punkte des Gefäfses B, welches zur Ansammlung des ausgeschiedenen Schlammes dient; derselbe setzt sich auf den Boden ab und wird von Zeit zu Zeit je nach Erfordern durch Oeffnen des unten - angeordneten Ablafshahnes f ausgeblasen. Das so gereinigte Wasser verläfst durch das Rückleiterohr D den Ausscheider, um unterhalb des niedrigsten Wasserstandes wieder in den Kessel einzutreten.
Das Rückleiterohr D ist als Kühlrohr ausgeführt , um dem dasselbe durchfliefsenden Wasser eine niedrigere Temperatur, also ein gröfseres specifisches Gewicht zu geben, als es in dem gegen Wärmeverluste durch Isolirmittel geschützten Schlammsaugrohr A und dem Ausscheider B hat. Durch diesen Gewichtsunterschied wird eine selbstthätig ununterbrochen erfolgende Circulation des Kesselwassers durch ABCD hindurch hervorgerufen.
Die Wirkungsweise des so beschriebenen selbsttätigen Kesselwasserreinigers ist hiernach folgende: Zunächst befinde sich im Ausscheider B noch Luft.
Der Hahn/und der im Schlammsaugrohr A vorgesehene Hahn h seien geschlossen. Der im Rohr D angeordnete Dreiweghahn g sei so gestellt, dafs das Rohr D nicht mit dem Kessel, sondern mit der Luft in Verbindung steht. Nun wird h geöffnet. Das Wasser steigt durch A nach dem Ausscheider B, verdrängt aus diesem die Luft durch D, welche bei g entweicht. Sobald dies geschehen ist und Wasser bei g auszutreten beginnt, wird der Dreiweghahn g so umgestellt, dafs das Rohr D mit dem Kessel in Verbindung tritt. Die Vorrichtung wirkt von nun an selbstthätig. Das Abblasen des in der unteren Abtheilung des Ausscheiders B sich ansammelnden Kesselschlammes geschieht durch Umstellen der Hähne f und h, so dafs das nun durch D
nach JB tretende Kesselwasser den Filter C reinigt und den Schlamm durch f austreibt. Hierbei kann gleichzeitig der auf dem Kesselwasser sich etwa bildende Schaum mit ausgeblasen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Schlammfänger für Dampfkessel, bestehend aus einem durch die Kesselwandung geführten, an dem Boden des Kessels mündenden, winkelförmig oder T-förmig den Kesselboden entlang gebogenen, geschlitzten oder gelochten Schlammsaugrohr A, einem Ausscheider B mit Filter C und dem als Kühlrohr gestalteten, in den Kessel unterhalb des niedrigsten Wasserstandes einmündenden Rückleiterohr D in der angegebenen Reihenfolge der Hintereinanderschaltung von ABC und D.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT47679D Schlammfänger für Dampfkessel Expired - Lifetime DE47679C (de)

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