DE38567C - Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln

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DE38567C
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DENDAT38567D
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J. BOND JR. in Richmond Henrico County, V. St. A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1886 ab.
Die Vorrichtung beruht auf der Thatsache, dafs beim Erhitzen des Wassers in einem Dampfkessel in dem Wasser sich ein Strom von ganz bestimmter Richtung bildet. Das Wasser fliefst am Boden des Kessels von hinten nach vorn, steigt hier in die Höhe und fliefst dann von vorn nach hinten, wo es wieder fällt. Im oberen Theil des Kessels ist dieser Strom am meisten bemerkbar.' Mit demselben werden alle Verunreinigungen des Wassers, mögen sie leicht oder schwer sein, mitgerissen und können dabei leicht aufgefangen und aus dem Kessel entfernt werden, wodurch dann eine Reinigung des Wassers bewirkt und die Bildung von Kesselstein u. s. w. an den inneren Kesselflächen verhindert wird. Bei Kesseln, die schon verunreinigt sind und Schlamm oder Kesselstein enthalten, soll die Vorrichtung selbstthätig den Kessel reinigen. Da die Ursache der Verunreinigung und der Kesselsteinbildung aufhört, wird auch der alte Kesselstein allmälig abspringen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch einen Dampfkessel, in welchem die Vorrichtung angebracht ist, Fig. 2 eine perspectivische Ansicht der Vorrichtung, durch welche die Verunreinigungen des Wassers in dem Kessel aufgefangen werden, Fig. 3 ein horizontaler Schnitt durch den Kessel mit der Ansicht der Vorrichtung von oben; Fig. 4 bis 7 sind Details der Vorrichtung.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung wird im vorderen Theil des Kessels das Wasser stärker erhitzt als hinten, und infolge dessen findet in dem Wasser eine Strömung in der Richtung der Pfeile 4 statt. .
Die in dem Wasser enthaltenen Unreinigkeiten werden dem Strome folgen und in der Nähe der Oberfläche des Wassers von vorn nach hinten schwimmen. Hier können sie leicht aufgefangen und von dem Wasser getrennt werden, so dafs dieses rein wird.
Die dazu angewendete Vorrichtung ist wie folgt constrain. Eine dreieckige Platte 5, am besten aus zwei Theilen bestehend, ist verstellbar oder in anderer Weise in dem Kessel dicht unter der Oberfläche des Wassers befestigt und reicht mit ihrer vorderen Kante fast oder vollständig von einer Kesselseite bis zur anderen, Fig. 3. Diese Platte ist an den beiden Seitenkanten mit nach oben gebogenen Flantschen 6 versehen. Das hintere Ende der Platte sowie der Flantschen ist abgerundet. Auf dem Kessel befindet sich ein Schlammkasten 11, in dessen eine Seitenwand nahe dem oberen Rande ein Rohr 8 mündet, das gerade über dem hinteren Ende der Platte 5 durch den Kesselmantel geht und mit seinem unteren, konisch erweiterten Ende 9 bis unter den oberen Rand der Flantschen 6 reicht. Von dem oberen Rand des Schlammkastens aus, der Mündung des Rohres 8 gegenüber, geht ein anderes Rohr 13 durch den Kesselmantel bis dicht über den Boden des Kessels. In dem Schlammkasten 11 sitzt zwischen den Mündungen der Rohre 8 und 13 eine Platte 12, welche von dem Deckel desselben bis nahe an den Boden reicht. Aufser-^

Claims (1)

  1. dem ist an dem Schlammkasten noch ein Abblaserohr 14 angebracht, welches mit einem Hahn 16 versehen ist. Das Rohr 13 kann durch einen Hahn 15 geschlossen werden.
    Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Wenn das Wasser in dem Kesselgenügend hoch steht, so dafs die Platte 5 gerade noch davon bedeckt wird, und die Mündung des Rohres 8 unter Wasser steht, so wird der Kessel angeheizt. Das Wasser fängt dann in oben beschriebener Weise an zu kreisen. Da die Mündung des Rohres 8 unter Wasser steht, so wird durch den entwickelten Dampf beständig Wasser durch das Rohr 8 in den Schlammkasten 11 gedrückt, das dann durch Rohr 1 3 wieder in den Kessel zurüekfliefst. Die sich auf der Platte 5 ansammelnden Unreinigkeiten werden mit in das Rohr 8 gerissen und gelangen in den Schlammkasten, wo sie sich niederschlagen, so dafs reines Wasser durch 13 in den Kessel zurückgelangt. Das Niederschlagen der Unreinigkeiten in dem Kasten 11 wird durch die Platte 12 begünstigt.
    Fig. 5 zeigt einen Schlammkasten, welcher durch eine im Winkel gebogene Platte 12 in zwei getrennte Räume getheilt ist. Der untere horizontale Theil dieser Platte ist durchlocht,, so dafs hier das reine Wasser durchströmen kann. In Fig. 6 ist die Platte 12 einfach geneigt angebracht und mit Löchern versehen, während in Fig. 7 die Platte 12 horizontal sitzt.
    Es ist nicht erforderlich, dafs der Schlammkasten auf dem Kessel angebracht wird; der Kasten kann jede gewünschte anderweitige Aufstellung erhalten.
    Die Erfindung läfst sich sowohl bei stationären als auch bei transportirbaren Kesseln an- ' bringen.
    Pa te ν τ-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Reinigen des Kesselspeisewassers, bestehend aus einer dreieckigen Platte, welche, mit dem einen Winkel nach hinten gerichtet, dicht unter der Wasseroberfläche waagrecht in dem Dampfkessel angebracht ist, mit der vorderen Kante vollständig oder nahezu von der einen Kesselseite bis zur anderen reicht und an den beiden hinteren Kanten mit einem nach oben gerichteten Flaritsch versehen ist, in Verbindung mit einem Schlammkasten, welcher durch eine geneigte oder horizontale Platte in zwei Abtheilungen getrennt wird, und zwei Rohren, von denen das eine von der Oberkante der einen Abtheilung bis fast auf die Platte reicht und das andere von der Oberkante der anderen Abtheilung bis zum Boden des Kessels geht.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
DENDAT38567D Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln Expired - Lifetime DE38567C (de)

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