DE47600C - Verfahren zur Darstellung von Hydrazinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Hydrazinverbindungen

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DE47600C
DE47600C DENDAT47600D DE47600DA DE47600C DE 47600 C DE47600 C DE 47600C DE NDAT47600 D DENDAT47600 D DE NDAT47600D DE 47600D A DE47600D A DE 47600DA DE 47600 C DE47600 C DE 47600C
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hydrazine
acid
triazoacetic
aldehyde
cooh
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DENDAT47600D
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Dr. TH. CURTIUS, Dozent an der Königlichen Universität in Erlangen
Publication of DE47600C publication Critical patent/DE47600C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/082Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals
    • C01B21/16Hydrazine; Salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Darstellung von Salzen des Diamids (Hydrazins), welche für die Medicin und Photographie praktische Verwendung zu finden bestimmt sind.
Das den Gegenstand derselben bildende Verfahren beruht im wesentlichen in der Anwendung von Triazoessigsäure, welche man aus Diazoessigestern vermittelst Aetzalkalien gewonnen hat.
Erhitzt man nämlich Diazoessigäther mit concentrirter Alkalilauge, so erhält man nach folgender Gleichung,: in welcher das Alkalimetall mit Me1 bezeichnet ist:
3 CHN2 CO2 C2 H5 + 3 Mei HO
Diazoessigäther
CO2 Me1
= C3 H3 N6 1 CO2 Me'
x CO2 Me1
OH
triazoessigsaures Alkali
triazoessigsaures Alkali, aus welchem man mit Hülfe einer Säure die Triazoessigsäure freimacht.
Wird dieselbe mit einer concentrirten Säure gekocht, so entsteht nach folgender Gleichung, in welcher die Säure mit RnH2 bezeichnet ist:
COOH
C3 H3 N6 -COOH + 3 R" H2 + 6 H2 O ^O
3 N2 Ht R" H2 + 3 HCOOH+ 3 CO2
^COOH
Triazoessigsäure
^= 3 N2 t
Hydrazinsalz
Hydrazinsalz, welches, falls es schwer löslich ist, wie das Hydrazinsulfat, sich beim Erkalten zu einem bedeutenden Theil rein ausscheiden wird, während der übrige Theil in Lösung bleibt. War das Hydrazinsalz leicht löslich, wie z. B. salzsaures Hydrazin, so bleibt die ganze Menge in der Lauge.
Schüttelt man eine Hydrazinsalzlösung mit einem aromatischen Aldehyd (als Bittermandelöl, Salicylaldehyd, Nitrobenzaldehyde, Zimmtaldehyd), so scheidet sich nach folgender Gleichung, für welche Bittermandelöl als Beispiel genommen ist:
N2 H4 R" H2 + 2 C6H5 CHO
Hydrazinsalz
= N2 (CHC6 HJ2 + 2 H2 O + R" H2
Benzalaziii
(Benzylidenhydrazin)
eine Aldehydhydrazinverbindung aus, welche durch Kochen mit einer Säure wieder in reines Hydrazinsalz und Aldehyd sich umsetzt, welches letztere wieder Verwendung finden kann.
Demgemäfs kann man das vorliegende Verfahren folgendermafsen ausführen, wenn man als Alkali Aetznatron, als Säure Schwefelsäure und als Aldehyd Bittermandelöl benutzt, welche drei selbstverständlich durch die entsprechenden Mengen anderer Alkalien bezw. Säuren bezw. aromatischer Aldehyde, wie schon angegeben, ersetzt werden können, wobei zu bemerken ist, dafs bei Anwendung solcher Säuren, welche leicht lösliche Hydrazinsalze bilden, wie die Salzsäure, die Gesammtmasse des Hydrazinsalzes erst durch die Aldehydbehandlung gewonnen wird.
Zu 4 kg auf ioo° erhitzte concentrirte Natronlauge (2 Theile Aetznatron und 3 Theile Wasser) läfst man 1 kg Diazoessigäther CHN2 unter beständigem Umrühren all-
CO, C2 H5
mälig zufliefsen und digerirt die gelbe, breiige Masse so lange, bis der Geruch nach Diazoessigäther verschwunden ist.
Nach der Gleichung:
3 CHN2 CO2 C2 H& + 3 Na OH
Diazoessigäther
. CO2 Na
= C3H3 N^CO2 Na + 3 C8 H5 OH
x CO2 Na
triazoessigsaures Natron
entsteht triazoessigsaures Natron.
Man versetzt mit 15 kg 90 proc. Alkohol, rührt das abgesaugte und mit Alkohol ausgewaschene, lufttrockene Salz (Ausbeute etwa ι Y4 kg) mit 4Y2 kg verdünnter Schwefelsäure (2 Theile Wasser und 1 Theil Schwefelsäure) an und filtrirt nach zwölfstündigem Stehen die ausgeschiedene Triazoessigsäure
.COOH
C3H3N6-COOH ^COOH
(Schmelzpunkt 1 5 i°) ab. 1 kg Triazoessigsäure wird mit 81 Wasser und 1 kg concentrirter Schwefelsäure zum Kochen erhitzt, bis unter Entfärbung der Lösung die Gasentwickelung beendet ist. Nach dem Erkalten scheidet sich das nach der Gleichung:
COOH
C3 H3 N6^- COOH +3 SO4H2 + 6H2O ^COOH
Triazoessigsäure
= 3 N2H4 SO4 H2 + 3 HCOOH+ 3 CO2
Hydrazinsulfat
in berechneter Menge gebildete schwer lösliche Hydrazinsulfat in reinem Zustande aus.
Um aus den sauren, beliebig verdünnten und selbst stark verunreinigten Mutterlaugen alles Hydrazin zu gewinnen, werden dieselben so lange mit Bittermandelöl geschüttelt, als noch nach der Gleichung:
N2 H4 SO4 H2 + 2 C6 H& CHO
Hydrazinsulfat
= N2 (CHC, HJ2 + 2 H2 O + SO4 H2
ßenzalazin
(Benzylidenhydrazin)
eine Ausscheidung von in Wasser und Säuren ganz unlöslichem. Benzalazin (Benzylidenhydrazin N2 (CHC6 HJ2 — Schmelzpunkt 930 — entsteht. Letzteres wird abfiltrirt und durch Kochen mit verdünnter Schwefelsäure (bezw. Salzsäure etc.) in Hydrazinsulfat (bezw. Hydrazinchlorid etc.) und Bittermandelöl zurückverwandelt :
N2 (CHC6 HJ2 + 2 H2 O + SO4 H2 = N2 H4 SO4 H2 + 2 C6 H5 CHO.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Herstellung von Salzen des Diamids (Hydrazins) aus Diazo essigestern durch Ueberführung der letzteren mittelst Aetzalkalis. in triazoessigsäure Salze und Triazoessigsäure und Zersetzung der letzteren mittelst einer Säure.
  2. 2. Behandlung der bei dem durch Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahren erhaltenen Hydrazinsalzlösungen, sowie von Hydrazinsalzlösungen überhaupt mit aromatischen Aldehyden, zu dem Zwecke, durch Abscheidung von Hydrazinaldehy dverbindungen und darauf folgende Zersetzung dieser abgeschiedenen Verbindungen mittelst Säuren unter gleichzeitiger Wiedergewinnung des angewendeten Aldehyds reines Hydrazinsalz zu erhalten.
DENDAT47600D Verfahren zur Darstellung von Hydrazinverbindungen Expired - Lifetime DE47600C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2865714A (en) * 1954-08-02 1958-12-23 Guggenheim Brothers Production of anhydrous hydrazine

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