DE47513C - Kulirwirkstuhl zur Herstellung regulärer Plüschwaare - Google Patents

Kulirwirkstuhl zur Herstellung regulärer Plüschwaare

Info

Publication number
DE47513C
DE47513C DENDAT47513D DE47513DA DE47513C DE 47513 C DE47513 C DE 47513C DE NDAT47513 D DENDAT47513 D DE NDAT47513D DE 47513D A DE47513D A DE 47513DA DE 47513 C DE47513 C DE 47513C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
plush
chair
knitting
goods
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT47513D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. RICHTER in Dresden A., Bankstr. 10
Publication of DE47513C publication Critical patent/DE47513C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE -25:,
und StrickmascÄnkn;;//) ?('
jit A' *"/ i Vf'iJ I '*
GEORG RICHTER in DRESDEN. .. ■ Kulirwirkstuhl zur Herstellung regulärer Plüschwaare,
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1888 ab.
: ,. Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung solcher Kulirwaaren, deren Rückseite je nach der Natur des anzufertigenden Artikels pan/, oder theihveise mit einer Futter- oder Pliisdulecke verstärkt werden soll. Plüschwaaren sind schon seit mehreren Jahren auf Handkulir-. Rund- und Kettenstühlen angefertigt worden, es ist aber noch nicht möglich gewesen, dieselben auf mechanischeil Stühlen.
, regular, also gemindert, herzustellen, wie aus Nachstehendem und den Diagrammen ■ 1 bis 9 hervorgellt. ,
Die u. A. in Willkomm's Technologie, Bd. II, Tafel 10, Fig. 230 angegebene zweischniiblige Platine scheint sich zur Herstellung von Plüsch auf dem Rundstuhl als nicht geeignet herausgestellt zu haben, λvä■hrend sie sich 1Ü" (lache KulirstUhle gar nicht eignet. Wollte nr;n die zur"Bildung der Maschen und Plüsch- !lenkel nothwendigen Einschnitte der in Diagrnnm ι mit M bezeichneten Platine an einer P) nine für (lache Wirkstuhle anbringen, soerhielte dieselbe die Form M1. Es würden, wenn die Fäden wie am Rundstuhl zugeführt werden könnten — was aber nie möglich ist
' —- auch kurze und lange Fadenschleifen entstehen.; ■ ·■■"'. . :."'■■ ■
Beim Rundstuhl, Diagramm 2, rotiren die:, I- itinen λ um die Achse a1 und werden durch Fi.hrungscurve α2 entsprechend in der Nadelreihe d verschoben. Die Fäden e und/ wer-' den zur Seite rechtwinklig zu der durch die beiden Einschnitte in Richtung der Platine 'gelegten Ebene zugeführt, so dafs jeder Faden seine Vertiefung in der Platine findet. ;. ; ; Beim flachen Wirkstuhl ist dagegen eine:
Platinenreihe g, Diagramm 4, vorhanden und . alle Platinen gehen nach der Reihe abwärts, auch wenn die Waare nicht nach der ganzen Breite der Nadelfontour hergestellt wird. Der Fadenführer kann daher nur vor den Platinen her laufen, müfste sich aber, um seinen Faden ebenso den Platinen zuzuführen, wie beim Rundstuhl in der Linie x, also innerhalb der Platinen g bewegen. Da ■ ferner der Faden von der Randmasche der eingeschlossenen Waare, Diagramm 3, und' dessen Grundrifs, Diagramm 4, kommt, so liegt er schräg gegen die Platinen, hat also das Bestreben, sich an dieselben anzulegen. Nun mufs aber, wie aus Diagramm 6 ersichtlich, die Platinennase Z so ■hoch stehen, dafs beide Fäden vorbeigeführt werden können, was jedoch bei dieser PIatinenconstruetion zur Folge hat, dafs der Plüschfaden sich ebenfalls wie der Grundfaden um den Platinenschaft ni legt und beide in die Einkerbung η kommen, -wodurch gewöhnliche, mit einem doppelten Faden gearbeitete " Kulirwaare entsteht; ■ ■ ■ ■ .
■ Man erhält aber auch mit genannter Platine keinen guten Rand. Sind die Fadenführer F G, Diagramm 7 und: ya unc[ pjg, ^ ? ^m Ende ihres Weges angekommen, so nehmen die Fäden die Lage jr-ζ ein; beide Fäden können ■jetzt in. die vordere Einkerbung I1 der Platine gelangen, auch der Grund- oder Maschenfaden macht nunmehr eine lange Schleife und ein lockerer Rand.ist die Folge. ; .
Die vorerwähnten Mängel sollen durch die dargestellte Platine vollständig beseitigt werden. Dadurch, dafs. der Eintritt für beide Einkerbungen ο und p, Diagramm 8a,, in einer
geraden Linie q-r parallel zum Platinenschaft liegt, vertheilen sich die Fäden in gewünschter Weise, nach welcher der Plüschfaden nach ρ und der. Maschenfaden nach ο gelangt. Zu dieser richtigen Verseilung trägt ferner noch die schräg aufsteigende Lage der Einkerbungen wesentlich bei. Der obere Fadenführer F1. Diagramm 9, für den Plüschfaden mündet genau vor der Einkerbung ρ; bewegen sich nun die Fadenführer über die Nadelfontour, wobei die Platinen noch gehoben sind (s. Diagramm 5), so legt-sich unbedingt der Plüschfaden in die Einkerbung p, der Maschenfaden in ο ein, was durch die in Diagramm 4 ersichtliche schräge Lage des Fadens noch gesichert wird. Ebenso wie bei der Randplatine C, Diagramm 8 a, die Fäden sich sicher vertheilen, kann der Plüschfadenführer bei jeder anderen Platine stehen bleiben und demnach seinen Faden nur über eine bestimmte Nadelzahl legen, was beim Rundstuhl mit der Platine M, Diagramm 1, ganz unmöglich ist.
Die Einrichtung, welche unter Vermeidung der vorgenannten Uebelsta'nde zur Erzeugung derartiger Wirkwaare im vorliegenden Fall in Verwendung kommt, kann an irgend einem flachen Wirkstuhl, z. B. dem Paget-Stuhl, angebracht werden. Die hauptsächlichsten Theile desselben sind in Fig. 1 im Querschnitt dargestellt, und zwar zeigt A den am Maschinengestell befestigten Träger, an welchem der Röfschenschlitten mit dem Röfschen b1 gleitet; letzteres wirkt in gewöhnlicher Weise auf die Platinen C ein, um diese einzeln herabzudrücken, also zu kuliren. Das Mühleisen L bewirkt das gemeinschaftliche Heben der Platinen, während die Einschliefsschiene K dieselben zum Einschliefsen der Waare entsprechend senkt. Das Abschlagen der Maschen erfolgt durch den Rückgang der Nadeln E, welche sich zwischen den Zähnen h des Abschlagkammes H verschieben.
Der Stuhl wird mit zwei Fadenführerschienen A1 und Ä2 versehen, an denen sich die Fadenführerkästchen mit ihren Führern F und G verschieben. Der Fadenführer F leitet den Plüschfaden zu den Nadeln, während G den Grundfaden liefert. Die beiden Faden-· führerkästchen werden durch je zwei Treiber b b, Fig. ι und 2, bewegt und können somit auf bekannte Weise an jeder Stelle ihres Weges zum Stillstand gebracht werden.
Hierdurch wird es möglich, nach Belieben den Führer F mit dem Plüschfaden über einen Theil der Waarenbreite zu verschieben, während der Führer G mit dem Grundfaden seinen Weg fortsetzt, so dafs der Plüsch nur auf einem bestimmten Theil der Waare erzeugt wird.
Um nun den Plüsch herzustellen, ist den Platinen eine besondere Form, Fig. 1, gegeben,' und zwar sind dieselben vor und hinter der:
gewöhnlichen Platinennase mit \ zwei Einkerbungen c und.c1 von verschiedener Tiefe versehen, deren Einmündungen parallel zum Platinenschaft und je in der Höhe der beiden zugeführten Fäden liegen. Die tiefere Einkerbung c dient zur Verarbeitung des Grundfadens, dagegen ist die seichtere c* für den Plüschfaden bestimmt.
Die beiden Fadenführer F und G sind nun so angeordnet, dafs, wie Fig. 1 erkennen läfst, der Führer F genau seinen Faden in die vordere Einkerbung c1 legt, der tiefer stehende Führer G aber seinen Faden in die hintere Einkerbung zu legen vermag. Die Sicherheit der richtigen Legung der Fäden wird aber nicht allein durch, die Stellung der Fadenführer bedingt, sondern wesentlich noch durch die Form der Platineneinkerbungen. Beide treten vorn in derselben Ebene ein und beide sind nach vorn zu ge-, neigt, so dafs der Grundfaden sicher hinter den Plüschfaden geschoben und von letzterem getrennt gehalten wird. Die durch die Form der Einkerbung c1 entstehende spitze Platinennase trägt ferner wesentlich dazu bei, bereits bei der ersten kulirteh Platine die Fäden in der gewünschten Weise, wie der Grundrifs, Fig. 3, zeigt, zu erfassen, so dafs ein guter Rand entsteht, welcher bei regulären Waaren erwünscht ist.
Der Arbeitsgang bei der Plüschbildung ist nun folgender: .
Die Waare ist zwischen den Platinenschäften, Fig. ι, und dem Abschlagkamm h eingeschlossen.' Beide Fadenführer bewegen sich gemeinschaftlich über die Nadeln E, um ihre Fäden zu legen, worauf die Platinen durch das Röfschen herabgedrUckt werden. Dadurch wird zuerst der PlUschfaden von der tiefer liegenden Einkerbung c1, Fig. 5, getroffen und sodann werden Plüsch- und Grundfaden gemeinschaftlich zu Schleifen ausgebildet. Die Nadeln ziehen sich nun zurück und bringen die beiden Schleifenreihen unter die Nadelhaken. Die Platinen bewegen sich jetzt aufwärts, so dafs dieselben in. die Stellung Fig. 6 gelangen, die Presse D drückt gegen die Nadelhaken und die alte Waare gleitet beim weiteren ■ Rückgang der Nadeln über dieselben, um sich in die kulirten Schleifen einzuhängen, wie in Fig. 7 dargestellt ist. Plüsch- und Grundfaden bilden gleichzeitig Maschen, doch sind, die Plüschhenkel lang und treten aus der Waarenflä'che hervor. Ferner werden aber auch bei der Maschenbildung beide Schleifenreihen durch die Einkerbungen c und c1 der Platinen entsprechend von einander gehalten, so dafs der Plüschfaden immer auf dieselbe Waarenseite zu liegen kommt.
Die Vorrichtung zur Minderung der Waare und die damit zusammenhängende Begrenzung des Fadenführweges erfolgt durch die bekannten Mittel dieses Stuhlsystcms.
Die Erfindung kann aber auch auf einem anderen Wirkstuhl, wie z. B. auf dem Cotton-Sluhl, Verwendung finden. Der Cotton - Stuhl enthält stehende und fallende Platinen, welche sich horizontal gegen die senkrecht stehende Nadelreihe E E\ wie der Querschnitt, Fig. 9, dieses Stuhles angiebt, bewegen. Die fallenden •Platinen erhalten die Form C, Fig. 8, dagegen erhalten die stehenden Platinen diejenige C*.-Die fallenden Platinen verarbeiten zuerst die Fäden und erstere erhalten deshalb zur sicheren Legung derselben wiederum die spitzen Nasen; die stehenden Platinen vertheilen nur die bereits auf den Nadeln entstandenen Schleifen und erhalten demzufolge die Form C*. Die anderen Mechanismen dieses Stuhles bleiben ungeändert, nur mufs das RÖfschen wegen der' grofsen Plüschhenkel tiefer kuliren.
Statt, wie bisher angegeben, den Plüschfaden in die vordere Einkerbung cl, Fig. 4, einzuführen, kann dieser auch durch die zweite Einkerbung c verarbeitet werden; es ist aber dabei nothwendig, die hintere Einkerbung c\ wie Fig. 10 zeigt, tiefer herabzulegen. Der Plüschfaden wird dadurch auf der anderen Waarenfläche sichtbar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein flacher, regulär arbeitender Kulirwirkstuhl, welcher dadurch zur Herstellung von Plüsch geeignet gemacht ist, dafs seine Platinen doppelte Einkerbungen cc1 von verschiedener Tiefe enthalten., deren Einmündungen parallel zum Platinenschaft und je in der Höhe der beiden zugeführten Fäden liegen, so dafs diese Fäden sicher getrennt von einander erfafst und der eine immer hinten, der andere immer vorn kulirt werden.
    O O
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT47513D Kulirwirkstuhl zur Herstellung regulärer Plüschwaare Expired - Lifetime DE47513C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE47513C true DE47513C (de)

Family

ID=322545

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT47513D Expired - Lifetime DE47513C (de) Kulirwirkstuhl zur Herstellung regulärer Plüschwaare

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE47513C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69914844T2 (de) Verfahren zum Stricken von einem Stoff mit eingelegten Schussfaden
DE3520623C2 (de)
DE854688C (de) Strickverfahren auf Rundstrickmaschinen
DE947823C (de) Strickware und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE47513C (de) Kulirwirkstuhl zur Herstellung regulärer Plüschwaare
DE2516224C3 (de) Rundstrickmaschine zur Herstellung von Maschenware mit eingelegten Kett- und Schußfäden
DD136987B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung jacquardgemusterter polgewirke
DE2919344A1 (de) Kettenwirkmaschine, insbesondere haekelgalonmaschine zur herstellung jacquardgemusterter polschlingengewirke
DE951032C (de) Verfahren zum Herstellen des Randes einer glattgestrickten Ware
DE102011108702A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gestricks mit Zierstichen
DE102010012151A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Schlauch-Rund-Fertiggestricks
DE671333C (de) Rundstrickmaschine zur Herstellung von Plueschware
DE692156C (de) Verfahren zur Herstellung von Gewirken, insbesonde flachen Kulierwirkmaschine und ebensolche Maschine zur Ausfuehrung dieses Verfahrens
DE1585390B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Kettenwirkware mit LangschuBfäden
DE243433C (de)
DE629888C (de) Verfahren zur Herstellung von der Rechts-Rechtsware aehnlicher Maschenware auf Strickmaschinen
DE565689C (de) Raenderware und Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zu ihrer Herstellung
DE1148346B (de) Verfahren zur Herstellung einer Kettenwirk-ware mit mindestens zwei zwischen den Platinen- und Nadelmaschen von in Trikot-legung gegenseitig abbindenden Kettenfaeden liegenden, einander kreuzenden Scharen loser Faeden
DE707995C (de) Verfahren und Strickmaschine zur Herstellung plattierter Interlockware
DE2312671A1 (de) Verfahren zur ausbildung des randes eines glattgestrickten stoffes
DE43419C (de) Kettenwirkstuhl für Plüschmusterwaare
DE108162C (de)
DE869840C (de) Kettenwirkverfahren und Kettenwirkmaschine
DE603709C (de) Flache Kulierwirkmaschine
DE654186C (de) Hohlsaum