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Glasblasemaschine Es sind bereits Glasblasemaschinen bekannt, bei
welchen eine Mehrzahl von um eine Mittelsäule kreisenden Formeneinheiten vorgesehen
ist, deren jede eine den -Blaskopf, Kopfform und Saugform verbindende Platte oder
anderen Träger aufweist. Dieser Plattenträger oder Gleitrahmen läuft in einer lotrechten
Nutenführung auf. und ab, wobei er mit der Zeit seine sichere Führung einbüßt, weil
der Rahmen während jeder Drehung der Maschine zwei- oder dreimal bewegt wird. Die
reibenden Teile der Gleitführung arbeiten ständig in der von unzähligen kleinen
Glaspartikelchen erfüllten Luft des Arbeitsraumes. Diese Glasteilchen setzen sich
auf den Gleitflächen ab und wirken als Schleifmittel, wodurch die -letzteren ständig
abgenutzt werden, um so mehr, je stärker die Belastung ist. Da an dieser bekannten
Gleitführung sowohl der Rahmen wie die Nut ausgeweitet wird, wird hierdurch der
Abstand des Rahmens von der Mittelachse des Drehgestelles immer geringer. Infolgedessen
wird die Fertigform nicht mehr ganz genau mit dem Blaskopf und der Kopfform zusammenpassen,
und die hergestellte Flasche wird einen Flaschenhals besitzen, welcher etwas exzentrisch
sitzt.
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Dieser Übelstand wird erfindungsgemäß dadurch behoben, daß der Plattenträger
an der in senkrechter Stellung auf und ab beweglichen Seite eines Gelenkparallelogramms
befestigt ist, dessen anstoßende Seiten um feste und übereinanderliegende Punkte
des um die Mittelsäule kreisenden Gestells schwingen können. Diese Seiten sind mit
Gewichten zum Ausgleich des Trägergewichts verbunden und werden während der Kreisbewegung
des Drehgestelles durch einen Kurvendaumen an der Mittelsäule auf und ab geschwungen.
Hierbei lastet allerdings das Gewicht der Arbeitsteile auf dem bzw. den Drehzapfen
des Gelenkparallelogramms, jedoch ist in diesem Falle die Abnutzung der Teile wesentlich
geringer als bei der bekannten Maschine, weil keine Gleitung, sondern nur Drehung
im Lager erfolgt; aber selbst eine Abnutzung infolge der hohen Gewichtsbelastung
vermag die genaue Einstellung nicht wesentlich zu beeinflussen, da das Lager nur
in lotrechter Richtung ausgeweitet wird, nicht aber in schräger oder gar wagerechter.
Die Änderung des wagerechten Abstandes der einzelnen Teile von der Mittelachse der
Maschine beeinflußt allein aber das genaue Zusammenpassen der einzelnen Teile, so
daß durch Abnutzen der Lager in senkrechter Richtung dieses Zusammenpassen nicht
oder nur ganz geringfügig beeinflußt wird.
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Der Erfindungsgedanke ist sinngemäß für die genaue Einstellung der
Fertigform nutzbar gemacht, und zwar in der Weise, daß die festen Drehzapfen eines
zweiten ähnlichen, die Fertigform unter Gewichtsausgleich auf und ab schwingenden
Gelenkparallelogramms
am kreisenden Gestell lotrecht unterhalb
der Drehzapfen des erstgenannten Gelenkparallelogramms gelagert sind, so daß trotz
der Lagerabnutzung der Drehzapfen die Fertigform dauernd in genaue Übereinstimmung
mit der Kopfform am Träger der Saugform gebracht wird.
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Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
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Abb. i ist teils eine Ansicht, teils ein annähernd durch die Mittelachse
des Maschinengestells gelegter lotrechter Schnitt der linken Hälfte der Maschine.
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Abb. 2 ist die entsprechende Ansicht bzw. Schnitt der rechten Hälfte
der Maschine. Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2 in größerem Maßstäbe.
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Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 2.
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Abb. 4a zeigt einen wagerechten Schnitt zu Abb. 4..
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Abb. 5 ist eine teilweise geschnittene Ansicht der Saug- oder Sammelform
in größerem Maßstäbe.
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Abb. 6 und 7 sind Einzelheiten.
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Abb. 8 zeigt in Teilansicht eine Abänderung, bei welcher das Heben
und Senken der Saug- oder Sammelform durch einen Elektromagneten bewirkt wird.
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Die Einzelheiten der Maschine, welche nicht unmittelbar zum Erfindungsgegenstand
gehören, sind nur insofern erläutert, als zum Verständnis der Zusammenwirkung notwendig
ist.
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Die Maschine (Abb. i und 2) wird getragen von Rädern r, welche auf
in der Nähe des Ofens gelegten Schienen :2 rollen. Diese Räder dienen zur Stütze
des Hauptgestells, welches durch die Längsträger 7 und die damit verbundenen Querträger
8 gestützt wird. Das Trägerwerk 7, 8 trägt seinerseits einen Ring i i, auf welchem
ein den Unterteil eines Kugellagers bildender Ring 12 befestigt ist. 14 ist der
obere Teil dieses Kugellagers, und mit diesem ist fest ein mit Innenzahnkranz versehener
Ring 15 verbunden.
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In der Mitte trägt das Trägerwerk 7, 8 eine lotrechte Säule 16, an
welcher die hauptsächlichsten nicht an der Drehbewegung teilnehmenden Teile der
Maschine angebracht sind. Diese in Betracht kommenden Teile sind eine wagerechte
Nockenschiene a1 am oberen Teile der Säule, ferner eine Hubschiene 22 für das Heben
und Senken der Saug- oder Sammelform und schließlich eine Nockenschiene 23 in der
Nähe des Säulenkopfes.
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Am Kopf der Maschine ist eine Kammer 26 . vorgesehen, welche
an ihrer Außenseite einen Kranz von Stutzen 27 kreisförmigen Querschnitts. aufweist.
An jedem Stutzen 27 ist mittels leicht abschraubbarer Bolzen o. dgl. ein Hohlarm
28 befestigt, welcher radial zur Kammer 26 verläuft. Jeder radiale Arm 28 ist an
dem äußeren Ende verschlossen, jedoch mit seitlichen Öffnungen 29 und
30 versehen. Zwischen dem Stern der Hohlarme 28 und dem Ring 15 ist durch
Bolzen o. dgl. ein Kranz von Säulen 2o1 befestigt, welche als zweischenklige Säulen
bezeichnet werden sollen, und es ist ersichtlich, daß dieser Kranz durch Vermittlung
der Arme 28 die Kammer 26 trägt und daß der ganze drehbare Oberteil der Maschine
auf dem Ring 14 seine Stütze findet.
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jede zweischenklige Säule ist aus Gußstücken vom ii-Querschnitt gebildet,
welche bis zur Höhe der Zapfen 31 (Abb. 4 und 4a) voll und von hier ab aufwärts
hohl sind. Das Innere der Säule steht durch Vermittlung des entsprechenden Armes
28 und der Öffnung 27 mit der Kammer 28 in Verbindung. Die Innenflächen der zweischenkligen
Säule sind eben und parallel zueinander ausgebildet, und zwischen diesen parallelen
Innenflächen ist in einstellbarer Weise ein Rahmen angeordnet.
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Dieser Rahmen besteht aus zwei parallelen Seitengliedern 32, welche
gut eingepaßt zwischen den Innenflächen der Säulenschenkel liegen und darin eingestellt
werden können. Die Seitenglieder 32 sind mittels der Querglieder 33 miteinander
verbunden, wobei das obere Querglied eine Schraubenspindel 34 trägt, welche mit
einer Schraubenmutter 35 im Eingriff steht. Die letztere besitzt ein Handrad und
ist an dem Arm 28 drehbar, jedoch axial nicht verschiebbar gelagert, so daß durch
Drehen der Schraubenmutter mittels des Handrads, der durch die Teile 32, 33 gebildete
Rahmen gehoben und gesenkt werden kann.
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An dem Rahmen 32, 33 ist durch entsprechende Lagerzapfen ein Paar
von parallelen zweiarmigen Schwinghebeln 36, 37 gelenkig gestützt. An den inneren
Enden der Schwinghebel 36, 37 ist gelenkig das Gegengewicht 38 befestigt,
welches an seinem inneren Rand 39 (Abb. i) mit einer Gleitführung ausgestattet ist.
In dieser letzteren ist ein Schlitten 40 verschiebbar gelagert, der beiderends zwei
vorspringende Teile 41 trägt, welche durch die Stange 42 miteinander verbunden sind.
43 ist ein auf der Stange 42 verschiebbarer Ring, welcher die Gleitrolle 44 trägt.
Zwischen den Teilen 41 und dem Ring 43 sind Druckfedern angeordnet. Der Schlitten
40 läßt sich in der erforderlichen Lage in der Führung,39 feststellen; zu diesem
Zweck sind die Backen derselben so ausgebildet, daß sie mittels der Klemmschraube
45,
welche durch das Handrad 46 (Abb. 2) zu betätigen ist, zusammengezogen werden können.
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An dein äußeren Ende der Schwinghebel 36, 37 ist ein Lenker 47 gelenkig
angeordnet, und zwar in der Weise, daß die Schwinghebel 36, 37, der Lenker 47 und
das Gegengewicht 38 ein Gelenkparallelogramm bilden.
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An dem Lenker 47 ist durch Bolzen eine Trageplatte 48 befestigt, welche
bestimmt ist, den Blaskopf, die Kopf- oder Ringform, die Saugform und deren Arbeitsnebenteile
zu tragen.
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Die Arme 49, 5o des Saugformträgers 5i, an welchem die Saugform 52
in bekannter Weise derart angebracht ist, daß sie bequem ausgewechselt werden kann,
werden durch geeignete Naben 53, 54 an der Unterseite der Trageplatte 48 getragen.
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Die Naben 53, 54 besitzen Ausleger 55, welche kniehebelartig mit einer
abgefederten Stange 56 verbunden sind, die mit der Gabel 57 in gelenkiger Verbindung
steht. Diese letztere ist an dem Lenker 58 angelenkt, welcher durch den Zapfen 59
mit dem zweiarmigen Hebe16o gelenkig verbunden ist. Mit 61 ist ein weiterer Hebel
bezeichnet, wobei die Hebel 6o, 61 an der Trageplatte 48 angelenkt sind. Das untere
Ende des Hebels 61 ist mit einem Ende des Hebels 62 und dieser letztere in seiner
Mitte mit dem Hebel 6o gelenkig verbunden, das Ganze derart, daß die Hebel 6o, 61,
62 ein Gelenkparallelogramm bilden, welches von der Tragplatte 48 getragen wird.
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Der Hebe162 besitzt ein gabelförmiges Ende, welches eine Rolle 63
trägt.
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6.1 ist ein Hängearm, welcher im oberen Teil als Gabel ausgestaltet
ist, deren beide Schenkel bei 65 (Abb.3) an dem Hohlarm 28 angelenkt sind. Die Gabel
ist derart bemessen, daß sie die Teile 4i usw. mit Zwischenraum umgeht, so daß die
Teile 41 zwischen den Gabelschenkeln frei beweglich sind. Die Gabelschenkel sind
unten zu einem sich nach abwärts erweiternden schleifenförmigen Teil 66 ausgebildet.
Der Teil 66 trägt ferner einen Ausleger 66a, an welchem der Drehbolzen der
Nockenrolle 67 gelagert ist.
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Das äußere Ende der Tragplatte 48 weist eine Kammer 68 (Abb. 5) auf,
welche das Gehäuse des Saug- und Blaskopfes bildet und an welcher Anschlußstutzen
für die Preßluft sowie die Saugleitung sitzen. Innerhalb der Kammer 68 sitzt eine
Hülse 69, in deren Wänden Lochungen zwecks Durchtritts von Saug- und Preßluft vorgesehen
sind. An dem Kopfteil der Hülse 69 ist eine Kappe 70 angebracht. Mit 71 ist der
Dorn bezeichnet, *elcher bestimmt ist, die anfängliche Blasöffnung im Kopf des Kübels
zu bilden. Der Dorn ist in die Kappe eingeschraubt und gegen Drehung gesichert.
Die Kappe steht mit dem Gewinde eines Tragstücks im Eingriff, welches sie festhält
und mit einer Stange72 bei 74 gelenkig verbunden ist. Diese Stange 72, welche an
ihrem oberen Ende viereckigen Querschnitt besitzt, paßt in ein mit entsprechender
Ausdehnung versehenes Rohr 7 3 (Abb. i, 2) ein und kann sich darin teleskopartig
verschieben. Das Rohr 73 ist bei 75 an eine Stange 76 angelenkt, welche in einem
Lager an dem Ende des entsprechenden Hohlarms 28 drehbar gelagert ist. Mit dem oberen
Ende der Stange 76 ist ein Hebel fest verbunden, dessen anderes Ende bei 77 an einen-
durch ein Gelenkparallelogramm 78 (Abb. 2) gesteuerten Lenker 79 gelenkig angeschlossen
ist. Das Gelenkparallelogramm ist oben auf dem Hohlarm 28 montiert und wird mittels
der von der ortsfesten Nockenscheibe 8i, welche an der Platte 82 am Kopf der Maschine
angebracht ist, gesteuerten Rolle 8o hin und her bewegt.
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Durch diese Einrichtung kann der Stange 72 eine Teildrehung verliehen
werden, welche sich durch die genannten Übertragungsglieder auf das Tragestück der
Dornspindel übertragen und dem Dorn in geeignetem Zeitpunkt axiale Bewegungen mitteilen,
wodurch der letztere mit dem Kopf des Kübels in und außer Berührung gebracht wird.
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Unterhalb des Saug- und Blaskopfes und ebenfalls von der Trageplatte
48 getragen, ist die Kopf- oder Ringform angeordnet. Dieselbe enthält zwei Teile
83, 84 (Abb. 6 und 7), welche bei 85 an der unteren Seite der Trageplatte 48 angelenkt
sind, wobei eine nicht dargestellte Feder die Teile 83, 84 aufwärts -in dichte Berührung
mit der Unterseite des Blaskopfes bringen kann. Die Teile 83, 84 besitzen die bekannte
Gestalt von gebördelten Halbringen, welche den Flaschenhalskopf zu bilden bestimmt
sind und in Ruhelage mittels der Druckfeder 86 geschlossen gehalten werden.
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Zwecks CSffnens der Ringform ist eine Stange 87 (Abb. 2) vorgesehen,
welche gelenkig mit dem durch die Trageplatte 48 durchgehenden und darin drehbaren
Teil 88
verbunden ist. Der Teil 88 trägt einen mit Rolle versehenen
Kurbelarm2o2 (Abb.5bis7). An der Unterseite der Trageplatte 48 sind die Zapfen für
zwei Winkelhebel 203 (Abb. 5 bis 7) vorgesehen, welche an einem Ende die Gleitrollen
2,04 tragen, die mit den Enden der Kopfformarme 83, 84 im Eingriff stehen, so daß
diese Enden gegeneinandergestoßen werden, wenn die Stange 87 und der damit verbundene
Kurbelarm 2o2 gegen den Arm des einen von den Winkelhebeln verschwenkt werden, welch
letztere an ihren anderen Enden
mittels Schlitz und Zapfen gelenkig
miteinander verbunden sind.
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Die Stange 87 ist an ihrem oberen Ende von rechteckigem Querschnitt
und in einem entsprechend ausgebildeten Rohr 87a (Abb. i) teleskopartig verschiebbar
angeordnet. Das Rohr 87" ist mit der Stange 89 gelenkig verbunden, welche
durch ein Hülsenlager 89 in dem Hohlarm 28 hindurchtritt. Mit dem oberen Ende der
Stange 89 ist ein Hebel gi verbunden, welcher mit einem durch ein Gelenkparallelogrämm
93 betätigten Lenker 92 in .gelenkiger Verbindung steht. Das Gelenk 93 ist ebenfalls
oben auf dem Hohlarm 28 montiert und wird durch einen mit Rolle 94 versehenen Lenker
von der ortsfesten Nockenscheibe 95 gesteuert, die auf der bereits genannten Platte
82 sitzt.
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Durch diese Anordnung können. die beiden Hälften der Ringform zu geeignetem
Zeitpunkt dadurch voneinander getrennt, das ist in die Lage nach Abb. 7 gebracht
werden und den Flaschenhals loslassen, daß durch den Nocken die Stange 87 und der
Kurbelarm 2o2 entsprechend zurückv erschwenkt werden, während die Rückbewegung der
Ringhälften in ihre geschlossene Lage durch die Feder 86 erfolgt.
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Es soll nun mit Bezug auf Abb. 4 die Einstellung des Rahmens 32, 33
in bezug auf die denselben tragende Hohlsäule beschrieben werden. Diese Einstellung
erfolgt mit Rücksicht auf die gerade benötigte Länge der Saug- oder Sammelform und
kann ohne Störung des Betriebes der Maschine und ohne Verstellung anderer Arbeitsteile
bewirkt werden, indem jeder Rahmen 32, 33 gleichzeitig sämtliche Arbeitsteile in
entsprechende neue Lage verbringt. Die Innenflächen der zweischenkligen Hohlsäule
sind, wie bereits erwähnt (Abb.4a), mit ebenen parallelen Flächen ausgestattet,
und auf diesen sind mittels Bolzen je zwei Führungsleisten befestigt, die schwalbenschwanzförmige
Ausschnitte bilden, in denen die Rahmen 32 gleiten und durch Anziehen der die Führungsleisten
haltenden Bolzen in der gewünschten Lage festgestellt werden können.
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Gleichzeitig mit der Einstellung des Rahmens entsprechend der Länge
der Saugform wird auch das Handrad 46 (Abb. 2) zwecks Lockerung der Teile 39 des
Gewichts 38 betätigt. Zwecks Hebens oder Senkens des Rahmens 32, 33 wird nun das
die Schraubenmutter 35 betätigende Handrad in entsprechendem Sinne gedreht, wonach
die Führungsleisten in ihrer neuen Lage festgestellt werden und die Schraube 45
durch Drehen des Handrades 46 angezogen wird. Der Schlitten 40 ist somit in seiner
Führung 39 nachgestellt worden. Andererseits sichert die Verschiebbarkeit der Rohre
73 und 87a auf den Stangen 72 bzw. 87 deren weiteren Eingriff.
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Die Einstellung des Rahmens 32, 33 verursacht ferner, daß die Rolle
63 (Abb. 2) in der Ausnehmung der Schleife 66 gehoben bzw. gesenkt wird. Da der
Hängearm 64 bei 65 gelenkig aufgehängt ist, so würde er beim Senken der Rolle 63
wagerecht mehr verstellt werden, wenn die Ausnehmung in der Schleife 66 sich nicht
nach unten erweitern würde. Da die Rolle 63 unabhängig von der Einstellungslage
des Rahmens 32, 33 in jedem Falle um denselben Betrag durch die Nockenscheibe 21
in wagerechter Richtung verstellt werden muß, so ermöglicht die besondere Ausgestaltung
der Ausnehmung in der Schleife 66, daß die Rolle 63 stets in gleichem Maße verstellt
wird.
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Das hier nicht weiter zu beschreibende Abstreichmesser ist ebenfalls
derart angeordnet, daß es die lotrechte Einstellung der Arbeitsteile nicht stört.
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Der Antrieb der Maschine zwecks deren ununterbrochener Drehung erfolgt
von dem Elektromotor 156 aus, welcher durch entsprechendes Vorgelege mit dem Zahnrad
157
in Verbindung steht; das letztere kämmt mit dem Innenzahnkranz des Ringes
15. -Die Arbeits- und Wirkungsweise der Maschine ist die folgende: Nach dem
Einlegen der geeigneten Saug-oder Sammelformen wird die beschriebene Einstellung
der Arbeitsteile in erster Linie des Rahmens 32, 33 bewirkt, wobei das richtige
Schließen und öffnen dieser Formen infolge der besonderen Gestalt der Ausnehmung
66 gesichert ist.
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In Abb.2 ist der Zustand zu dem Zeitpunkte dargestellt, wo die Saug-
oder Sammelform 52 gerade gesenkt worden ist, und zwar durch die Wirkung der Hubschiene
22, welche die Rolle 4q., den Ring 43, die Feder auf der Stange 42, die Teile 44
den Schlitten 40 und das Gegengewicht 36 gehoben, somit die Hebel 36, 37
verschwenkt und dadurch auch den Lenker 47 und die Trageplatte 48 gesenkt hat.
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Vorzugsweise ist das Gegengewicht 38 derart gewählt, daß es schwerer
ist als die von ihm auszugleichenden Teile, so daß die Hubschiene 22 im wesentlichen
dieses Mehrgewicht hebt, wenn die Formen usw. und die Arbeitsnebenteile gesenkt
werden.
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Es wird nun ein Saugventil geöffnet, so daß in der Kammer 68 und um
den Dorn 71 Luftleere entsteht, infolge deren die geschmolzene Glasmasse aus dem
Behälter in die Form angesaugt wird. Sobald die nötige Glasmenge angesammelt ist,
wird die Form gehbben, indem die Rolle 44 auf einen entsprechend
niedriger
gelegenen Teil der Hubschienenbahn durch die Drehung des Gestells gelangt ist, wobei
sie durch den Gewichtsüberschuß des Gegengewichts 38 an diese Bahn angedrückt wird.
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Die Steuerungsstangen für den Dorn, die Ringform und das Messer folgen
dabei infolge der teleskopartigen und gelenkigen Verbindung der Kreisbogenbewegung
derAußenteile des Gelenkparallelogramms. Beim Anheben der Saugform und bevor diese
den Behälter verlassen hat, wird durch das Abstreichmesser das Glas abgestrichen.
Es wird nun der Dorn 71 mittels der Stange 78 betätigt; er dringt in den
Kübelkopf und bildet dort die anfängliche Blasvertiefung.
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Nachdem die Saug- oder Sammelform (es gilt das gleiche für sämtliche
Saug- oder Sammelformen der Maschine) in ihre Höchstlage angelangt ist, wird sie
durch die 2 i geöffnet, was mittels der Rolle 6; des Hängearmes 64, der Rolle 63
und des Hebels 62 erfolgt, indem diese Teile nach innen zu (Abb. i) gezogen werden
und den Lenker 58, die Gabel 57 und die Kniehebel an den Naben 53, 54 derart
verschwenken, daß die Formhälften genügend auseinandergehen, um das darauffolgende
Hochschwenken der Fertigform in die Arbeitslage zu ermöglichen.
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Nachdem dieses letztere geschehen ist, wird die Fertigform um den
Kübel geschlossen, und das Blasen kann beginnen. Nachdem das letztere vollendet
und das Blasv entil geschlossen ist, wird die Kopf- oder Ringform mittels Teildrehung
der Stange-87 geöffnet, was durch die Nockenscheibe 95 in beschriebener Weise bewirkt
wird. Die Fertigform wird dann samt dem Erzeugnis (Flasche) gesenkt und läßt dasselbe
zur geeigneten Zeit los.
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Die Einstellbarkeit der Saug- oder Sammelform und deren Arbeitsnebenteile
in der Weise, daß der Rahmen 32, 33 innerhalb weiter Grenzen gehoben und gesenkt
wird, gestattet die Verwendung von Saug- oder Sammelformen in stark voreinander
abweichenden Längen, wobei dank der Einrichtung der Teile 64, 65, 66 das richtige
öffnen und Schließen der Form ungeachtet der veränderlichen Einstellungslage gesichert
ist.
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Die Hubschiene 22, welche die Saug- oder Sammelform usw. hebt und
senkt, kann auch durch einen Elektromagneten ersetzt werden, welcher an dem drehbaren
Gestell, beispielsweise dem Hohlarm 28 angebracht ist und mit einem an dem Gegengewicht
38 angebrachten Ankerkern zusammenwirkt; auch könnte umgekehrt der Kern an dem Gestell
und der Elektromagnet an dem Gegengewicht angeordnet sein. In einigen Fällen könnte
die Hubschiene gemeinsam mit dem Elektromagneten in Anwendung kommen, auch könnte
statt der beiden oder damit zusammenwirkend eine mit Gas- oder Flüssigkeitsdruck
arbeitende Einrichtung vorgesehen sein, beispielsweise ein durch Preßluft, Dampf
oder Flüssigkeit gesteuerter Kolben.
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Beispielsweise ist gemäß Abb. 8 der Elektromagnet i6o an jedem der
Hohlarme 28 vorgesehen, dessen Kern vorzugsweise gelenkig mit einer geschlitzten
Führungsstange 161 verbunden ist, die mittels der Klemmschraube 162 in einstellbarer
Lage an dem Gegengewicht 38 befestigt werden kann. Die Einstellung erfolgt in Rücksicht
auf die Lageänderung des Rahmens 32, 33.