DE474752C - Glasblasemaschine - Google Patents

Glasblasemaschine

Info

Publication number
DE474752C
DE474752C DEH81674D DEH0081674D DE474752C DE 474752 C DE474752 C DE 474752C DE H81674 D DEH81674 D DE H81674D DE H0081674 D DEH0081674 D DE H0081674D DE 474752 C DE474752 C DE 474752C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frame
suction
carrier
parallelogram
head
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH81674D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE474752C publication Critical patent/DE474752C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/20Blowing glass; Production of hollow glass articles in "vacuum blowing" or in "vacuum-and-blow" machines
    • C03B9/22Rotary-table machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Glasblasemaschine Es sind bereits Glasblasemaschinen bekannt, bei welchen eine Mehrzahl von um eine Mittelsäule kreisenden Formeneinheiten vorgesehen ist, deren jede eine den -Blaskopf, Kopfform und Saugform verbindende Platte oder anderen Träger aufweist. Dieser Plattenträger oder Gleitrahmen läuft in einer lotrechten Nutenführung auf. und ab, wobei er mit der Zeit seine sichere Führung einbüßt, weil der Rahmen während jeder Drehung der Maschine zwei- oder dreimal bewegt wird. Die reibenden Teile der Gleitführung arbeiten ständig in der von unzähligen kleinen Glaspartikelchen erfüllten Luft des Arbeitsraumes. Diese Glasteilchen setzen sich auf den Gleitflächen ab und wirken als Schleifmittel, wodurch die -letzteren ständig abgenutzt werden, um so mehr, je stärker die Belastung ist. Da an dieser bekannten Gleitführung sowohl der Rahmen wie die Nut ausgeweitet wird, wird hierdurch der Abstand des Rahmens von der Mittelachse des Drehgestelles immer geringer. Infolgedessen wird die Fertigform nicht mehr ganz genau mit dem Blaskopf und der Kopfform zusammenpassen, und die hergestellte Flasche wird einen Flaschenhals besitzen, welcher etwas exzentrisch sitzt.
  • Dieser Übelstand wird erfindungsgemäß dadurch behoben, daß der Plattenträger an der in senkrechter Stellung auf und ab beweglichen Seite eines Gelenkparallelogramms befestigt ist, dessen anstoßende Seiten um feste und übereinanderliegende Punkte des um die Mittelsäule kreisenden Gestells schwingen können. Diese Seiten sind mit Gewichten zum Ausgleich des Trägergewichts verbunden und werden während der Kreisbewegung des Drehgestelles durch einen Kurvendaumen an der Mittelsäule auf und ab geschwungen. Hierbei lastet allerdings das Gewicht der Arbeitsteile auf dem bzw. den Drehzapfen des Gelenkparallelogramms, jedoch ist in diesem Falle die Abnutzung der Teile wesentlich geringer als bei der bekannten Maschine, weil keine Gleitung, sondern nur Drehung im Lager erfolgt; aber selbst eine Abnutzung infolge der hohen Gewichtsbelastung vermag die genaue Einstellung nicht wesentlich zu beeinflussen, da das Lager nur in lotrechter Richtung ausgeweitet wird, nicht aber in schräger oder gar wagerechter. Die Änderung des wagerechten Abstandes der einzelnen Teile von der Mittelachse der Maschine beeinflußt allein aber das genaue Zusammenpassen der einzelnen Teile, so daß durch Abnutzen der Lager in senkrechter Richtung dieses Zusammenpassen nicht oder nur ganz geringfügig beeinflußt wird.
  • Der Erfindungsgedanke ist sinngemäß für die genaue Einstellung der Fertigform nutzbar gemacht, und zwar in der Weise, daß die festen Drehzapfen eines zweiten ähnlichen, die Fertigform unter Gewichtsausgleich auf und ab schwingenden Gelenkparallelogramms am kreisenden Gestell lotrecht unterhalb der Drehzapfen des erstgenannten Gelenkparallelogramms gelagert sind, so daß trotz der Lagerabnutzung der Drehzapfen die Fertigform dauernd in genaue Übereinstimmung mit der Kopfform am Träger der Saugform gebracht wird.
  • Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
  • Abb. i ist teils eine Ansicht, teils ein annähernd durch die Mittelachse des Maschinengestells gelegter lotrechter Schnitt der linken Hälfte der Maschine.
  • Abb. 2 ist die entsprechende Ansicht bzw. Schnitt der rechten Hälfte der Maschine. Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2 in größerem Maßstäbe.
  • Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 2.
  • Abb. 4a zeigt einen wagerechten Schnitt zu Abb. 4..
  • Abb. 5 ist eine teilweise geschnittene Ansicht der Saug- oder Sammelform in größerem Maßstäbe.
  • Abb. 6 und 7 sind Einzelheiten.
  • Abb. 8 zeigt in Teilansicht eine Abänderung, bei welcher das Heben und Senken der Saug- oder Sammelform durch einen Elektromagneten bewirkt wird.
  • Die Einzelheiten der Maschine, welche nicht unmittelbar zum Erfindungsgegenstand gehören, sind nur insofern erläutert, als zum Verständnis der Zusammenwirkung notwendig ist.
  • Die Maschine (Abb. i und 2) wird getragen von Rädern r, welche auf in der Nähe des Ofens gelegten Schienen :2 rollen. Diese Räder dienen zur Stütze des Hauptgestells, welches durch die Längsträger 7 und die damit verbundenen Querträger 8 gestützt wird. Das Trägerwerk 7, 8 trägt seinerseits einen Ring i i, auf welchem ein den Unterteil eines Kugellagers bildender Ring 12 befestigt ist. 14 ist der obere Teil dieses Kugellagers, und mit diesem ist fest ein mit Innenzahnkranz versehener Ring 15 verbunden.
  • In der Mitte trägt das Trägerwerk 7, 8 eine lotrechte Säule 16, an welcher die hauptsächlichsten nicht an der Drehbewegung teilnehmenden Teile der Maschine angebracht sind. Diese in Betracht kommenden Teile sind eine wagerechte Nockenschiene a1 am oberen Teile der Säule, ferner eine Hubschiene 22 für das Heben und Senken der Saug- oder Sammelform und schließlich eine Nockenschiene 23 in der Nähe des Säulenkopfes.
  • Am Kopf der Maschine ist eine Kammer 26 . vorgesehen, welche an ihrer Außenseite einen Kranz von Stutzen 27 kreisförmigen Querschnitts. aufweist. An jedem Stutzen 27 ist mittels leicht abschraubbarer Bolzen o. dgl. ein Hohlarm 28 befestigt, welcher radial zur Kammer 26 verläuft. Jeder radiale Arm 28 ist an dem äußeren Ende verschlossen, jedoch mit seitlichen Öffnungen 29 und 30 versehen. Zwischen dem Stern der Hohlarme 28 und dem Ring 15 ist durch Bolzen o. dgl. ein Kranz von Säulen 2o1 befestigt, welche als zweischenklige Säulen bezeichnet werden sollen, und es ist ersichtlich, daß dieser Kranz durch Vermittlung der Arme 28 die Kammer 26 trägt und daß der ganze drehbare Oberteil der Maschine auf dem Ring 14 seine Stütze findet.
  • jede zweischenklige Säule ist aus Gußstücken vom ii-Querschnitt gebildet, welche bis zur Höhe der Zapfen 31 (Abb. 4 und 4a) voll und von hier ab aufwärts hohl sind. Das Innere der Säule steht durch Vermittlung des entsprechenden Armes 28 und der Öffnung 27 mit der Kammer 28 in Verbindung. Die Innenflächen der zweischenkligen Säule sind eben und parallel zueinander ausgebildet, und zwischen diesen parallelen Innenflächen ist in einstellbarer Weise ein Rahmen angeordnet.
  • Dieser Rahmen besteht aus zwei parallelen Seitengliedern 32, welche gut eingepaßt zwischen den Innenflächen der Säulenschenkel liegen und darin eingestellt werden können. Die Seitenglieder 32 sind mittels der Querglieder 33 miteinander verbunden, wobei das obere Querglied eine Schraubenspindel 34 trägt, welche mit einer Schraubenmutter 35 im Eingriff steht. Die letztere besitzt ein Handrad und ist an dem Arm 28 drehbar, jedoch axial nicht verschiebbar gelagert, so daß durch Drehen der Schraubenmutter mittels des Handrads, der durch die Teile 32, 33 gebildete Rahmen gehoben und gesenkt werden kann.
  • An dem Rahmen 32, 33 ist durch entsprechende Lagerzapfen ein Paar von parallelen zweiarmigen Schwinghebeln 36, 37 gelenkig gestützt. An den inneren Enden der Schwinghebel 36, 37 ist gelenkig das Gegengewicht 38 befestigt, welches an seinem inneren Rand 39 (Abb. i) mit einer Gleitführung ausgestattet ist. In dieser letzteren ist ein Schlitten 40 verschiebbar gelagert, der beiderends zwei vorspringende Teile 41 trägt, welche durch die Stange 42 miteinander verbunden sind. 43 ist ein auf der Stange 42 verschiebbarer Ring, welcher die Gleitrolle 44 trägt. Zwischen den Teilen 41 und dem Ring 43 sind Druckfedern angeordnet. Der Schlitten 40 läßt sich in der erforderlichen Lage in der Führung,39 feststellen; zu diesem Zweck sind die Backen derselben so ausgebildet, daß sie mittels der Klemmschraube 45, welche durch das Handrad 46 (Abb. 2) zu betätigen ist, zusammengezogen werden können.
  • An dein äußeren Ende der Schwinghebel 36, 37 ist ein Lenker 47 gelenkig angeordnet, und zwar in der Weise, daß die Schwinghebel 36, 37, der Lenker 47 und das Gegengewicht 38 ein Gelenkparallelogramm bilden.
  • An dem Lenker 47 ist durch Bolzen eine Trageplatte 48 befestigt, welche bestimmt ist, den Blaskopf, die Kopf- oder Ringform, die Saugform und deren Arbeitsnebenteile zu tragen.
  • Die Arme 49, 5o des Saugformträgers 5i, an welchem die Saugform 52 in bekannter Weise derart angebracht ist, daß sie bequem ausgewechselt werden kann, werden durch geeignete Naben 53, 54 an der Unterseite der Trageplatte 48 getragen.
  • Die Naben 53, 54 besitzen Ausleger 55, welche kniehebelartig mit einer abgefederten Stange 56 verbunden sind, die mit der Gabel 57 in gelenkiger Verbindung steht. Diese letztere ist an dem Lenker 58 angelenkt, welcher durch den Zapfen 59 mit dem zweiarmigen Hebe16o gelenkig verbunden ist. Mit 61 ist ein weiterer Hebel bezeichnet, wobei die Hebel 6o, 61 an der Trageplatte 48 angelenkt sind. Das untere Ende des Hebels 61 ist mit einem Ende des Hebels 62 und dieser letztere in seiner Mitte mit dem Hebel 6o gelenkig verbunden, das Ganze derart, daß die Hebel 6o, 61, 62 ein Gelenkparallelogramm bilden, welches von der Tragplatte 48 getragen wird.
  • Der Hebe162 besitzt ein gabelförmiges Ende, welches eine Rolle 63 trägt.
  • 6.1 ist ein Hängearm, welcher im oberen Teil als Gabel ausgestaltet ist, deren beide Schenkel bei 65 (Abb.3) an dem Hohlarm 28 angelenkt sind. Die Gabel ist derart bemessen, daß sie die Teile 4i usw. mit Zwischenraum umgeht, so daß die Teile 41 zwischen den Gabelschenkeln frei beweglich sind. Die Gabelschenkel sind unten zu einem sich nach abwärts erweiternden schleifenförmigen Teil 66 ausgebildet. Der Teil 66 trägt ferner einen Ausleger 66a, an welchem der Drehbolzen der Nockenrolle 67 gelagert ist.
  • Das äußere Ende der Tragplatte 48 weist eine Kammer 68 (Abb. 5) auf, welche das Gehäuse des Saug- und Blaskopfes bildet und an welcher Anschlußstutzen für die Preßluft sowie die Saugleitung sitzen. Innerhalb der Kammer 68 sitzt eine Hülse 69, in deren Wänden Lochungen zwecks Durchtritts von Saug- und Preßluft vorgesehen sind. An dem Kopfteil der Hülse 69 ist eine Kappe 70 angebracht. Mit 71 ist der Dorn bezeichnet, *elcher bestimmt ist, die anfängliche Blasöffnung im Kopf des Kübels zu bilden. Der Dorn ist in die Kappe eingeschraubt und gegen Drehung gesichert. Die Kappe steht mit dem Gewinde eines Tragstücks im Eingriff, welches sie festhält und mit einer Stange72 bei 74 gelenkig verbunden ist. Diese Stange 72, welche an ihrem oberen Ende viereckigen Querschnitt besitzt, paßt in ein mit entsprechender Ausdehnung versehenes Rohr 7 3 (Abb. i, 2) ein und kann sich darin teleskopartig verschieben. Das Rohr 73 ist bei 75 an eine Stange 76 angelenkt, welche in einem Lager an dem Ende des entsprechenden Hohlarms 28 drehbar gelagert ist. Mit dem oberen Ende der Stange 76 ist ein Hebel fest verbunden, dessen anderes Ende bei 77 an einen- durch ein Gelenkparallelogramm 78 (Abb. 2) gesteuerten Lenker 79 gelenkig angeschlossen ist. Das Gelenkparallelogramm ist oben auf dem Hohlarm 28 montiert und wird mittels der von der ortsfesten Nockenscheibe 8i, welche an der Platte 82 am Kopf der Maschine angebracht ist, gesteuerten Rolle 8o hin und her bewegt.
  • Durch diese Einrichtung kann der Stange 72 eine Teildrehung verliehen werden, welche sich durch die genannten Übertragungsglieder auf das Tragestück der Dornspindel übertragen und dem Dorn in geeignetem Zeitpunkt axiale Bewegungen mitteilen, wodurch der letztere mit dem Kopf des Kübels in und außer Berührung gebracht wird.
  • Unterhalb des Saug- und Blaskopfes und ebenfalls von der Trageplatte 48 getragen, ist die Kopf- oder Ringform angeordnet. Dieselbe enthält zwei Teile 83, 84 (Abb. 6 und 7), welche bei 85 an der unteren Seite der Trageplatte 48 angelenkt sind, wobei eine nicht dargestellte Feder die Teile 83, 84 aufwärts -in dichte Berührung mit der Unterseite des Blaskopfes bringen kann. Die Teile 83, 84 besitzen die bekannte Gestalt von gebördelten Halbringen, welche den Flaschenhalskopf zu bilden bestimmt sind und in Ruhelage mittels der Druckfeder 86 geschlossen gehalten werden.
  • Zwecks CSffnens der Ringform ist eine Stange 87 (Abb. 2) vorgesehen, welche gelenkig mit dem durch die Trageplatte 48 durchgehenden und darin drehbaren Teil 88 verbunden ist. Der Teil 88 trägt einen mit Rolle versehenen Kurbelarm2o2 (Abb.5bis7). An der Unterseite der Trageplatte 48 sind die Zapfen für zwei Winkelhebel 203 (Abb. 5 bis 7) vorgesehen, welche an einem Ende die Gleitrollen 2,04 tragen, die mit den Enden der Kopfformarme 83, 84 im Eingriff stehen, so daß diese Enden gegeneinandergestoßen werden, wenn die Stange 87 und der damit verbundene Kurbelarm 2o2 gegen den Arm des einen von den Winkelhebeln verschwenkt werden, welch letztere an ihren anderen Enden mittels Schlitz und Zapfen gelenkig miteinander verbunden sind.
  • Die Stange 87 ist an ihrem oberen Ende von rechteckigem Querschnitt und in einem entsprechend ausgebildeten Rohr 87a (Abb. i) teleskopartig verschiebbar angeordnet. Das Rohr 87" ist mit der Stange 89 gelenkig verbunden, welche durch ein Hülsenlager 89 in dem Hohlarm 28 hindurchtritt. Mit dem oberen Ende der Stange 89 ist ein Hebel gi verbunden, welcher mit einem durch ein Gelenkparallelogrämm 93 betätigten Lenker 92 in .gelenkiger Verbindung steht. Das Gelenk 93 ist ebenfalls oben auf dem Hohlarm 28 montiert und wird durch einen mit Rolle 94 versehenen Lenker von der ortsfesten Nockenscheibe 95 gesteuert, die auf der bereits genannten Platte 82 sitzt.
  • Durch diese Anordnung können. die beiden Hälften der Ringform zu geeignetem Zeitpunkt dadurch voneinander getrennt, das ist in die Lage nach Abb. 7 gebracht werden und den Flaschenhals loslassen, daß durch den Nocken die Stange 87 und der Kurbelarm 2o2 entsprechend zurückv erschwenkt werden, während die Rückbewegung der Ringhälften in ihre geschlossene Lage durch die Feder 86 erfolgt.
  • Es soll nun mit Bezug auf Abb. 4 die Einstellung des Rahmens 32, 33 in bezug auf die denselben tragende Hohlsäule beschrieben werden. Diese Einstellung erfolgt mit Rücksicht auf die gerade benötigte Länge der Saug- oder Sammelform und kann ohne Störung des Betriebes der Maschine und ohne Verstellung anderer Arbeitsteile bewirkt werden, indem jeder Rahmen 32, 33 gleichzeitig sämtliche Arbeitsteile in entsprechende neue Lage verbringt. Die Innenflächen der zweischenkligen Hohlsäule sind, wie bereits erwähnt (Abb.4a), mit ebenen parallelen Flächen ausgestattet, und auf diesen sind mittels Bolzen je zwei Führungsleisten befestigt, die schwalbenschwanzförmige Ausschnitte bilden, in denen die Rahmen 32 gleiten und durch Anziehen der die Führungsleisten haltenden Bolzen in der gewünschten Lage festgestellt werden können.
  • Gleichzeitig mit der Einstellung des Rahmens entsprechend der Länge der Saugform wird auch das Handrad 46 (Abb. 2) zwecks Lockerung der Teile 39 des Gewichts 38 betätigt. Zwecks Hebens oder Senkens des Rahmens 32, 33 wird nun das die Schraubenmutter 35 betätigende Handrad in entsprechendem Sinne gedreht, wonach die Führungsleisten in ihrer neuen Lage festgestellt werden und die Schraube 45 durch Drehen des Handrades 46 angezogen wird. Der Schlitten 40 ist somit in seiner Führung 39 nachgestellt worden. Andererseits sichert die Verschiebbarkeit der Rohre 73 und 87a auf den Stangen 72 bzw. 87 deren weiteren Eingriff.
  • Die Einstellung des Rahmens 32, 33 verursacht ferner, daß die Rolle 63 (Abb. 2) in der Ausnehmung der Schleife 66 gehoben bzw. gesenkt wird. Da der Hängearm 64 bei 65 gelenkig aufgehängt ist, so würde er beim Senken der Rolle 63 wagerecht mehr verstellt werden, wenn die Ausnehmung in der Schleife 66 sich nicht nach unten erweitern würde. Da die Rolle 63 unabhängig von der Einstellungslage des Rahmens 32, 33 in jedem Falle um denselben Betrag durch die Nockenscheibe 21 in wagerechter Richtung verstellt werden muß, so ermöglicht die besondere Ausgestaltung der Ausnehmung in der Schleife 66, daß die Rolle 63 stets in gleichem Maße verstellt wird.
  • Das hier nicht weiter zu beschreibende Abstreichmesser ist ebenfalls derart angeordnet, daß es die lotrechte Einstellung der Arbeitsteile nicht stört.
  • Der Antrieb der Maschine zwecks deren ununterbrochener Drehung erfolgt von dem Elektromotor 156 aus, welcher durch entsprechendes Vorgelege mit dem Zahnrad 157 in Verbindung steht; das letztere kämmt mit dem Innenzahnkranz des Ringes 15. -Die Arbeits- und Wirkungsweise der Maschine ist die folgende: Nach dem Einlegen der geeigneten Saug-oder Sammelformen wird die beschriebene Einstellung der Arbeitsteile in erster Linie des Rahmens 32, 33 bewirkt, wobei das richtige Schließen und öffnen dieser Formen infolge der besonderen Gestalt der Ausnehmung 66 gesichert ist.
  • In Abb.2 ist der Zustand zu dem Zeitpunkte dargestellt, wo die Saug- oder Sammelform 52 gerade gesenkt worden ist, und zwar durch die Wirkung der Hubschiene 22, welche die Rolle 4q., den Ring 43, die Feder auf der Stange 42, die Teile 44 den Schlitten 40 und das Gegengewicht 36 gehoben, somit die Hebel 36, 37 verschwenkt und dadurch auch den Lenker 47 und die Trageplatte 48 gesenkt hat.
  • Vorzugsweise ist das Gegengewicht 38 derart gewählt, daß es schwerer ist als die von ihm auszugleichenden Teile, so daß die Hubschiene 22 im wesentlichen dieses Mehrgewicht hebt, wenn die Formen usw. und die Arbeitsnebenteile gesenkt werden.
  • Es wird nun ein Saugventil geöffnet, so daß in der Kammer 68 und um den Dorn 71 Luftleere entsteht, infolge deren die geschmolzene Glasmasse aus dem Behälter in die Form angesaugt wird. Sobald die nötige Glasmenge angesammelt ist, wird die Form gehbben, indem die Rolle 44 auf einen entsprechend niedriger gelegenen Teil der Hubschienenbahn durch die Drehung des Gestells gelangt ist, wobei sie durch den Gewichtsüberschuß des Gegengewichts 38 an diese Bahn angedrückt wird.
  • Die Steuerungsstangen für den Dorn, die Ringform und das Messer folgen dabei infolge der teleskopartigen und gelenkigen Verbindung der Kreisbogenbewegung derAußenteile des Gelenkparallelogramms. Beim Anheben der Saugform und bevor diese den Behälter verlassen hat, wird durch das Abstreichmesser das Glas abgestrichen. Es wird nun der Dorn 71 mittels der Stange 78 betätigt; er dringt in den Kübelkopf und bildet dort die anfängliche Blasvertiefung.
  • Nachdem die Saug- oder Sammelform (es gilt das gleiche für sämtliche Saug- oder Sammelformen der Maschine) in ihre Höchstlage angelangt ist, wird sie durch die 2 i geöffnet, was mittels der Rolle 6; des Hängearmes 64, der Rolle 63 und des Hebels 62 erfolgt, indem diese Teile nach innen zu (Abb. i) gezogen werden und den Lenker 58, die Gabel 57 und die Kniehebel an den Naben 53, 54 derart verschwenken, daß die Formhälften genügend auseinandergehen, um das darauffolgende Hochschwenken der Fertigform in die Arbeitslage zu ermöglichen.
  • Nachdem dieses letztere geschehen ist, wird die Fertigform um den Kübel geschlossen, und das Blasen kann beginnen. Nachdem das letztere vollendet und das Blasv entil geschlossen ist, wird die Kopf- oder Ringform mittels Teildrehung der Stange-87 geöffnet, was durch die Nockenscheibe 95 in beschriebener Weise bewirkt wird. Die Fertigform wird dann samt dem Erzeugnis (Flasche) gesenkt und läßt dasselbe zur geeigneten Zeit los.
  • Die Einstellbarkeit der Saug- oder Sammelform und deren Arbeitsnebenteile in der Weise, daß der Rahmen 32, 33 innerhalb weiter Grenzen gehoben und gesenkt wird, gestattet die Verwendung von Saug- oder Sammelformen in stark voreinander abweichenden Längen, wobei dank der Einrichtung der Teile 64, 65, 66 das richtige öffnen und Schließen der Form ungeachtet der veränderlichen Einstellungslage gesichert ist.
  • Die Hubschiene 22, welche die Saug- oder Sammelform usw. hebt und senkt, kann auch durch einen Elektromagneten ersetzt werden, welcher an dem drehbaren Gestell, beispielsweise dem Hohlarm 28 angebracht ist und mit einem an dem Gegengewicht 38 angebrachten Ankerkern zusammenwirkt; auch könnte umgekehrt der Kern an dem Gestell und der Elektromagnet an dem Gegengewicht angeordnet sein. In einigen Fällen könnte die Hubschiene gemeinsam mit dem Elektromagneten in Anwendung kommen, auch könnte statt der beiden oder damit zusammenwirkend eine mit Gas- oder Flüssigkeitsdruck arbeitende Einrichtung vorgesehen sein, beispielsweise ein durch Preßluft, Dampf oder Flüssigkeit gesteuerter Kolben.
  • Beispielsweise ist gemäß Abb. 8 der Elektromagnet i6o an jedem der Hohlarme 28 vorgesehen, dessen Kern vorzugsweise gelenkig mit einer geschlitzten Führungsstange 161 verbunden ist, die mittels der Klemmschraube 162 in einstellbarer Lage an dem Gegengewicht 38 befestigt werden kann. Die Einstellung erfolgt in Rücksicht auf die Lageänderung des Rahmens 32, 33.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Glasblasemaschine mit einer Mehrzahl von um eine Mittelsäule kreisenden Formeneinheiten, deren jede eine den Blaskopf, Kopfform und Saugform verbindende Platte oder anderen Träger aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger an der in senkrechter Stellung auf' und ab beweglichen Seite (47) eines Gelenkparallelogramms befestigt ist, dessen anstoßende Seiten um feste und übereinanderliegende Punkte des um die Mittelsäule kreisenden Gestells schwingen können, mit Gewichten zum Ausgleich des Trägergewichtes (38) verbunden sind und während der Kreisbewegung des Drehgestelles durch einen Kurvendaumen (22) an der Mittelsäule auf und ab geschwungen werden.
  2. 2. Glasblasemaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Drehzapfen des Parallelogramms an einem Rahmen (32, 33) angeordnet sind, welcher in lotrechter Richtung am kreisenden Gestell einstellbar ist.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Drehzapfen eines zweiten ähnlichen, die Fertigform unter Gewichtsausgleich auf und ab schwingenden Gelenkparallelogramms am kreisenden Gestell lotrecht unterhalb der Drehzapfen des erstgenannten Gelenkparallelogramms gelagert sind, so daß trotz der Lagerabnutzung der Drehzapfen die Fertigform dauernd in genaue Übereinstimmung mit der Kopfform am Träger der Saugform gebracht wird.
DEH81674D 1917-09-19 1920-07-08 Glasblasemaschine Expired DE474752C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB474752X 1917-09-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE474752C true DE474752C (de) 1929-04-18

Family

ID=10445112

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH81674D Expired DE474752C (de) 1917-09-19 1920-07-08 Glasblasemaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE474752C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3225953C2 (de)
DE474752C (de) Glasblasemaschine
DE2000208B2 (de) Vorrichtung zum Verschwenken der Vorformböden einer IS-Glasformmaschine
DE636590C (de) Fahrbares Geraet zum Verdichten der Bettung unter Bahnschwellen
DE515833C (de) Vlieswickler
DE1021402B (de) Gleisstopfmaschine
DE2136691C3 (de) Gußstück-Entnahmevorrichtung für eine Horizontal-Druckgießmaschine
DE289809C (de)
DE646597C (de) Glasformmaschine
DE436793C (de) Glasblasemaschine
DE359072C (de) Ruettelformmaschine mit einem am Formtraeger angelenkten Kipptisch
DE401951C (de) Walzwerk
DE525117C (de) Flaschenblasemaschine
AT21020B (de) Glasblasmaschine.
DE447427C (de) Glasblasemaschine
AT96328B (de) Glasblasemaschine mit Formendrehgestell.
DE731225C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Steppen von Stoffteilen
DE844807C (de) Einformmaschine zur Herstellung von Hohlglasgegenstaenden
DE867436C (de) Automatische Tablettenpressmaschine
DE151628C (de)
DE339673C (de) Trommelketten- o. dgl. Zug zum Drehen und Bremsen der frei drehbar gelagerten Fraeserdornspindeln an Werkzeugschleifmaschinen
DE750443C (de) Fuehrungsstaender fuer Werkstoffstangen
DE540937C (de) Glasblasemaschine
DE370789C (de) Verfahren und Vorrichtung zur maschinellen Herstellung von Flaschen, insbesondere der Flaschenboeden, aus Glasrohren
DE294399C (de)