DE474557C - Verfahren zur Behandlung tierischer oder pflanzlicher Fasern - Google Patents

Verfahren zur Behandlung tierischer oder pflanzlicher Fasern

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DE474557C
DE474557C DEI30405D DEI0030405D DE474557C DE 474557 C DE474557 C DE 474557C DE I30405 D DEI30405 D DE I30405D DE I0030405 D DEI0030405 D DE I0030405D DE 474557 C DE474557 C DE 474557C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/244Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus
    • D06M13/248Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus with compounds containing sulfur
    • D06M13/256Sulfonated compounds esters thereof, e.g. sultones

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung tierischer oder pflanzlicher Fasern Neuerdings hat sich gezeigt, daß sich die Herstellung von Filzen aus tierischen Haaren, insbesondere zum Zwecke der Hutfabrikation, vorteilhaft in der Weise ausführen läßt, daß die Filze in einem beliebigen Stadium des Herstellungsganges mit halogenierend wirkenden Mitteln behandelt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ganz allgemein die Behandlung von tierischen oder pflanzlichen Fasern oder anderen Stoffen mit halogenierend oder oxydierend wirkenden Mitteln in besonders vorteilhafter Weise ausführen kann, wenn man die genannten Stoffe vorher mit Sulfosäuren organischer Verbindungen oder deren Salzen, zweckmäßig Lösungen dieser, behandelt oder dafür sorgt, daß die genannten Zusatzstoffe während der Halogenierung zugegen sind. Zweckmäßig werden solche Sulfosäuren oder sulfosauren Salze verwendet, die gegen Halogen oder Oxydationsmittel möglichst beständig sind. Das Verfahren bietet den Vorteil, daß die Einwirkung des Halogens bzw. der Oxydationsmittel auf die zu behandelnden Stoffe rascher erfolgt =und sich zuverlässiger und gleichmäßiger durchführen läßt.
  • Als zuzusetzende Sulfosäuren oder sulfosaure Salze kommen sowohl solche von aromatischen oder hydroaromatischen als auch von aliphatischen Verbindungen in Betracht; insbesondere ist es vorteilhaft, solche zu verwenden, die ein hohes Netzvermögen besitzen, wie z. B. die Sulfosäuren der durch Alkylgruppen substituierten aromatischen Verbindungen oder ihre Salze. Die Sulfosäuren aliphatischer Verbindungen, z. B. Mineralölsulfosäuren oder Sulfosäuren von Stearinsäure oder anderen höheren Fettsäuren, haben insbesondere denVorteil, gegen Halogen beständig zu sein.
  • Es ist vorgeschlagen worden, zum Bleichen pflanzlicher Faserstoffe diese mit Gemischen von Alkalihypochloriten und Netzmitteln, wie Türkischrotölen oder Rizinusölseifen, zu behandeln. Gegenüber der Anwendung dieser Mittel bietet das vorliegende Verfahren den großen Vorteil, daß die echten Sulfosäuren chlorbeständiger, kalkbeständiger und insbesondere säurebeständiger sind und in vielen Fällen ein besseres Netzvermögen haben als Türkischrotöle und Rizinusölseifen.
  • Beispiel r 2,5 kg Haarfilz, z. B. Hutstumpen, werden bei beliebiger Temperatur in einer Flotte von r 2o Litern, welche pro Liter zo g Mineralölsulfosäure enthält, sorgfältig vorgenetzt, gespült und auf bekannte Weise mit Chlor behandelt.
  • Beispiele 2,5 kg Haarfilz werden in eine Flotte von t2o Litern eingebracht, welche roo g freies Chlor und 120 g des Natriumsalzes von butylierter Naphthalinsulfosäure enthält. Der Filz benetzt sich sofort, nach kurzem Umziehen ist der Chlorgehalt der Flotte erschöpft und die Chlorierung beendigt. Beispiel 3 5o kg Kammzug werden mit looo Litern Wasser, das pro Liter i g aktives Chlor und q. g des Chlorierungsproduktes von isopropylierterNaphthalinsulfosäure enthält, Io Minuten bei 2o° behandelt. Es ergibt sich eine Ware von gutem Glanz und Griff, die mit allen gebräuchlichen Farbstoffen gleichmäßig gefärbt werden kann.
  • Beispiel q.
  • So kg@Damentuch, das mit Säurefarbstoffen gefärbt wurde, werden auf einer Kufe mit einer Lösung, die pro Liter S ccm Natronlauge von 3o° B6 enthält, bei niedriger Temperatur, zweckmäßig unter Kühlung, vorbehandelt, gespült und mit einer Chlorkalklösung mit einem Gehalt von I g aktivem Chlor pro Liter und unter Zusatz von q. g naphthensulfosaurem Natrium pro'Liter während I Minute behandelt und mit Salzsäure abgesäuert. Es ergibt sich ein glänzendes, griffiges Material und eine gleIchmäßke Beeinflussung der Farbe, 'so daß eine gut verkäufliche Ware entsteht.

Claims (1)

  1. YATL.NTANSYRUCFI: Verfahren zur Behandlung tierischer oder pflanzlicher Fasern oder anderer Stoffe mit halogenierend oder oxydierend wirkenden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu behandelnden Stoffe vor der Halogenierung oder Oxydation mit Sulfosäuren organischer Verbindungen oder deren Salzen, zweckmäßig solchen von hohem Netzvermögen, wie Aryl-, Hydroaryl- oder Axalkylsulfosäuxen bzw. Sulfosäuren von Mineralölen oder Fettsäuren, behandelt oder dafür sorgt, d'aß die genannten Sulfosäuren oder sulfosauren Salze während der -Halogenierung oder Oxydation zugegen sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2671006A (en) * 1948-04-19 1954-03-02 Kroy Unshrinkable Wools Ltd Process of treating wool to render it nonfelting

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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