DE472901C - Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer Filterpresskuchen - Google Patents
Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer FilterpresskuchenInfo
- Publication number
- DE472901C DE472901C DESCH80841D DESC080841D DE472901C DE 472901 C DE472901 C DE 472901C DE SCH80841 D DESCH80841 D DE SCH80841D DE SC080841 D DESC080841 D DE SC080841D DE 472901 C DE472901 C DE 472901C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cake
- leaching
- absolute
- filter press
- acidic
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D25/00—Filters formed by clamping together several filtering elements or parts of such elements
- B01D25/28—Leaching or washing filter cakes in the filter handling the filter cake for purposes other than regenerating
- B01D25/281—Leaching or washing filter cakes in the filter handling the filter cake for purposes other than regenerating specially for chamber filter presses
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
- Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer Filterpreßkuchen Die absolute Auslaugung schwer durchassiger, plastischer Filterpreßkuchen, wie sie z. B. bei der Herstellung von aktiver Bleicherde aus gewissen Rohtonen durch aufschließende Behandlung mit Mineralsäuren entfallen, bereitet große Schwierigkeiten und ist mit bedeutendem Zeit- und Wasdwasseraufwand verbunden, wenn die Kuchen bis zur neutralen Reaktion gewaschen werden müssen. Der saure Tonschlamm, der den Filterpressen zugeführt wird, bildet homogene Kuchen, die für das Waschwasser sehr schwer durchlässig sind. Will man die Waschzeit dadurch abkürzen, daß man das Wasser mit hohem Druck durch die Kuchen preßt, so bilden sich Kanäle im Kuchen, durch die das NVaschwas ser wirkungslos abfließt, und eine absolute, gleichmäßige Auslaugung wird unmöglich. Man hat versucht, den sauren Schlamm vor der Filtration durch Zusatz von Alkali zu neutralisieren. Dieser Weg ist aber, abgesehen von den hohen Kosten für das Neutralisationsmittel, in der Praxis nicht gangbar, weil man Gefahr läuft, der Masse eine wenn auch nur geringe alkalische Reaktion zu verleihen. Das muß aber unbedingt vermieden werden, weil der geringste Überschuß von Alkali die Bleichkraft der aktivierten Erden fast völlig vernichtet. Man müßte also unter allen Umständen eine zur völligen Neutralisation unzureichende Alkalimenge zusetzen und hätte damit den Übelstand nicht beseitigt, weil gerade das Auswaschen der letzten Säurereste aus den Filterpreßkuchen außerordentlich schwierig und zeitraubend ist. Es ist ferner versucht worden, die Säurereste im Kuchen durch schwach alkalisches Wasser zu neutralisieren. Dadurch wird aber die Undurchlässigkeit der Filterkuchen nicht beseitigt, und die Gefahr der Übemeutralisation bleibt bestehen.
- Das vorliegende Verfahren beseitigt die gekennzeichneten Ubelstande in einfachster Weise, indem durch Kohlensäureentwidlung innerhalb der Filterpreßkuchen ein überaus feines, kapillares Porennetz gebildet wird, das die gleichmäßige und absolute Auslaugung mit neutralem Waschwasser in kürzester Zeit und mit geringen Wassermengen ermöglicht.
- Die Kohlensäure wird durch Einführung stark verdünnter Alkalicarbonatlösungen erzeugt, die in solchen Mengen zugeführt werden, daß sie zur völligen Neutralisation der freien Säure im Kuchen nicht ausreichen. Die eigentliche Auswaschung bis zur neutralen Reaktion erfolgt also als Schluß operation im durchlässig gemachten Kuchen mit reinem Wasser.
- Beispiel Enthält eine Filterpresse 2000 kg Kuchen mit o,6 01o freier Chlorwasserstoffsäure = 12 kg HCl, die zu ihrer Neutralisation etwa 17,4 kg Natriumcarbonat erfordern, so wäscht man zunächst mit 2 cbm einer Iprozentigen Natriumcarbonatlösung vor. Wähnend durch Umsetzung von über der Hälfte der freien Säure eine reichliche Kohlensäureentwicklung die Bildung des kapillaren Porennetzes bewirkt hat, bleibt die saure Reaktion im Filterpreßkuchen aufrechterhalten. Der Säurerest und das gebildete Chlornatrium wird dann mit neutralem Wasser in bekannter Weise ausgelaugt.
- Die absolute Auslaugung einer Presse mit etwa 2000 kg Kuchen erforderte bisher 10 bis 12 Stunden, nach vorliegendem Verfahren aber nur etwa 4 Stunden, die Waschwassermenge beträgt nur etwa ein Drittel der früher benötigten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur absoluten Auslaugungsaurer Filterpreßkuchen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Kohlensäureentwicklung innerhalb der Kuchen ein gleichmäßiges Netz kapillarer Poren gebildet wird, während gleichzeitig ein Teil der freien Säure abgestumpft, die saure Reaktion des Kuchens aber aufrechterhalten wird, und daß die so vorbehandelten Kuchen in bekannter Weise bis zur neutralen Reaktion ausgelaugt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH80841D DE472901C (de) | 1926-11-25 | 1926-11-25 | Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer Filterpresskuchen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH80841D DE472901C (de) | 1926-11-25 | 1926-11-25 | Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer Filterpresskuchen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE472901C true DE472901C (de) | 1929-03-08 |
Family
ID=7442159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH80841D Expired DE472901C (de) | 1926-11-25 | 1926-11-25 | Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer Filterpresskuchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE472901C (de) |
-
1926
- 1926-11-25 DE DESCH80841D patent/DE472901C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE472901C (de) | Verfahren zur absoluten Auslaugung saurer Filterpresskuchen | |
| DE738608C (de) | Verfahren zum Aufschliessen von Bastfaserpflanzen | |
| DE622356C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bleichstoffen, insbesondere Bleicherden | |
| DE187844C (de) | ||
| DE762965C (de) | Faellung von Vanadinsaeure | |
| DE391713C (de) | Verfahren zum Aufschliessen von Stroh, Schilf u. dgl. | |
| DE3021146A1 (de) | Verfahren zur herstellung von cellulosederivat-loesungen in organischen loesungsmitteln mit hoher konzentration und durch dieses verfahren gewonnene loesungen | |
| DE499886C (de) | Verfahren zur Abscheidung organischer Stoffe aus Sulfitzellstoffablauge | |
| AT102298B (de) | Verfahren zur Reinigung mit Chlor behandelter Ligno- oder Pektozellulose mit Alkalilösungen. | |
| DE216284C (de) | ||
| DE504863C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dimethylolharnstoff | |
| AT75065B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Gerbextraktes aus Sulfitzelluloseablauge. | |
| DE504843C (de) | Gewinnung von Titandioxyd aus titanhaltigen Erzen | |
| DE340361C (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure | |
| DE537568C (de) | Verfahren zum Neutralisieren des Alkaligehaltes von nicht oder unvollstaendig gewaschenem durch Alkaliaufschluss gewonnenem Zellstoff | |
| DE618162C (de) | Herstellung von Kaliumsulfat aus Kieserit und Chlorkalium ueber schwefelsaure Kalimagnesia | |
| DE967190C (de) | Verfahren zur Wasserenthaertung mittels Alkaliseifen | |
| DE526859C (de) | Verfahren zur Aufhebung des Gerbzustandes chromgarer Lederabfaelle | |
| DE825115C (de) | Verfahren zum Sudreifmachen kollagenhaltiger Rohstoffe fuer die Gewinnung von Gelation oder Leim | |
| DE721141C (de) | Verfahren zum Entgerben von Chromleder | |
| DE521477C (de) | Verfahren zum Entgerben von chromgarem Leder oder Chromlederabfaellen | |
| DE398040C (de) | Verfahren zur Reinigung mit Chlor behandelter Ligno- oder Pektozellulose mit Alkaliloesungen | |
| DE562181C (de) | Verfahren zur Gewinnung gereinigten Zellstoffes | |
| DE263394C (de) | ||
| DE805347C (de) | Vorbehandlung von Sulfitablaugen vor deren Verarbeitung |