DE47082C - Petroleum-Retortenbrenner zu Heizzwecken - Google Patents
Petroleum-Retortenbrenner zu HeizzweckenInfo
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- DE47082C DE47082C DENDAT47082D DE47082DA DE47082C DE 47082 C DE47082 C DE 47082C DE NDAT47082 D DENDAT47082 D DE NDAT47082D DE 47082D A DE47082D A DE 47082DA DE 47082 C DE47082 C DE 47082C
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- burners
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D11/00—Burners using a direct spraying action of liquid droplets or vaporised liquid into the combustion space
- F23D11/36—Details
- F23D11/44—Preheating devices; Vaporising devices
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- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Gas Burners (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Juni 1888 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Petroleum-Retortenbrenner A (Fig. 3), dessen
Retorte direct durch die erzeugte eigene Stichflamme geheizt wird, wobei die Stichflamme
aufser directer offener Benutzung auch speciell dem Zweck der Heizung von fixen Röhren
dient, 'in welche die Stichflamme eintritt und welche sie unter Wärmeabgabe und mit starkem
Blaszug durchzieht.
Fig. ι und 2 stellen die Anwendung des Brenners als Hülfsmittel zur Erzeugung einer
Löthstichflamme dar, Fig. 3 und 4 die Anwendung als innere Röhrenfeuerung.
Der Brenner, Fig. 1, hat seine Retorte in seiner eigenen Wand, welche zu diesem Zwecke
hohl ist, vorliegend erzeugt durch Uebereinanderschieben von zwei (Zylindern α und b,
zwischen welchen sich die Höhlung als Retorte befindet. Diese Hohlwandung ist aus Gründen
der Festigkeit, hauptsächlich aber zur Erzielung einer gröfseren Heizfläche, aus mehreren mit
einander verbundenen Kammern C1C1C3 c4 c5 c7,
Fig. ι, mit Zwischenwänden b1 bis b 6 hergestellt.
Die Communication der einzelnen Kammern geschieht durch die Kanäle d in den
Rippen b1 bis b% , während die Rippe b° als
schliefsende Vorderwand der Retorte dient.
Der Brennerkörper ist im vorliegenden Falle gebildet von dem Rippenkörper b b° b1'^ . . . be,
über dessen Rippen der Mantel α dichtschliefsend
geschoben ist. Es könnte natürlich ebenso gut der Rippenkörper der eingeschobene Theil und
α mit e° ein einziges Stück sein. Von der Hohlwand des Brenners also aus der Kammer
c7, geht ein Kanal e in das die rückwärts
liegende Oeffhung überbrückende Kanalstück e°, welcher Kanal durch die feine Oeffnung e1 in
die Höhlung f des Brennerkörpers tritt. Die Brücke läfst den Raum e3 für den Zutritt
atmosphärischer Luft frei. In der Verlängerung von e1 liegt die Bohrung e2 zur Ermöglichung
der Einführung einer Nadel zur Reinigung der Oeffnung e1. Der Stift g dient als Verschlufs
der Bohrung e2.
In die Hohlwand der Retorte cx. . . c1 tritt,
der Kanal i für die unter künstlichem oder natürlichem Druck stattfindende Zuleitung des
Petroleums. Unterhalb des Brenners befindet sich eine Schale h ° für Brennstoff (wie Spiritus
u. dergl.) zum Anwärmen oder Vorwärmen des Brenners.
Für den Eintritt des Petroleums in die Retorte dient der Kanal i, in welchen die
Petroleumleitung mündet. Für transportable Apparate, wie für Heiz- und Schmelzwerkzeuge
dient als Reservoir für das Petroleum zur Speisung der Retorte das Gefäfs C, in welches das
-Leitungsrohr h mündet, das bis gegen den Boden des Petroleumreservoirs reicht.
Da das Gefäfs C tiefer liegt als die Retortenkammer, so mufs Vorsorge, getroffen werden,
dafs das Petroleum unter Druck gebracht wird. Es geschieht dies am einfachsten durch einen
Luftsauggummiball beliebiger Art, dessen Schlauchleitung an den Hahnfortsatz k angesteckt
wird. Selbstverständlich könnte der Druck durch eine Luftpumpe oder mittelst einer Feder oder eines Gewichtes bewirkt werden.
Die Schraube / ist eine gewöhnliche Füllschraube. Durch den Druck der Hand auf den Gummiball wird im Gefäfs C Druck
erzeugt und das Petroleum steigt in die Re-
tortenkammer c4 und geht vorgewärmt von da in die übrigen Kammern; die Hitze genügt
schon in den ersten Kammern zur Verdampfung und der Dampf wird in · den Endkammern
schliefslich noch überhitzt, wobei immerhin Spannungsausgleichung stattfindet. Dieser in
der Retorte gebildete Dampf geht durch den Kanal e und tritt aus e1 strahlartig unter Nachsaugen
atmosphärischer Luft aus e3 in die Höhlung/ ein, durchströmt letztere und tritt
als Stichflamme aus der Höhlung heraus, gleichzeitig die Retorte selbst heizend: Will man
dieser Petroleumstichflamme eine besonders hohe Temperatur geben, so geschieht dies
durch Einführung von reinem Sauerstoff.
Speciell geeignet erweist sich der Stichflammenbrenner A als Feuerungsanlage für
Rohrkessel nach Art der Fig. 3 und 4. Im Dampfkessel D (eventuell Wasserheizungsgefäfs)
liegt das aus einer Röhre gebildete, beliebig gewundene Feuer- und Heizrohr R, in dessen
eine Endöffnung die Stichflamme eingeführt wird, und wobei der Zug durch die Stichflamme
selbst hervorgebracht wird, was eine Kaminanlage entbehrlich macht. Der Kessel s
ist in der Zeichnung mit einer Wärmeschutzhülle r dargestellt, über welcher der Mantel t
liegt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Retortenbrenner für Petroleum, bei welchen die Retorte von der Hohlwandung des Brenners gebildet wird, worin das zugeführte Petroleum zur Verdampfung und Ueberhitzung gebracht wird, und aus welchem der gebildete Petroleumdampf durch die Oeffnung e1 unter Druck und unter Mitreifsen von atmosphärischer Luft in den inneren Brennerraum f mündet, denselben durchströmt und als Flamme aus demselben tritt, wobei auch die auf die Brennerwandung wirkende Hitze das Petroleum in der Hohlwand zur Verdampfung bringt.
- 2. Die Verwendung der unter Anspruch 1. be-' zeichneten Petroleumbrenner mit Stichflamme zur inneren Heizung der Röhren von Dampfkesseln, Heifswasserreservoiren u. dergl. in der Weise, dafs die Stichflamme den Zug bewirkt, wodurch ein specieller Schornstein entbehrlich ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47082C true DE47082C (de) |
Family
ID=322145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47082D Expired - Lifetime DE47082C (de) | Petroleum-Retortenbrenner zu Heizzwecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47082C (de) |
-
0
- DE DENDAT47082D patent/DE47082C/de not_active Expired - Lifetime
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