DE468780C - Verfahren zur Herstellung poroeser Kunststeinmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser Kunststeinmassen

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DE468780C
DE468780C DESCH82197D DESC082197D DE468780C DE 468780 C DE468780 C DE 468780C DE SCH82197 D DESCH82197 D DE SCH82197D DE SC082197 D DESC082197 D DE SC082197D DE 468780 C DE468780 C DE 468780C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeinmassen Zusatz zum Patent 468 i7o In der Patentschrift 468 170 wird ein Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeine beschrieben, welches in der Weise ausgeführt wird, daB zu-einem in einer Flüssigkeit verteilten Gel hydraulische Bindemittel hinzugefügt werden, welche durch die Konsistenz der Flüssigkeit in der Schwebe gehalten werden und zu einem schwammartigen Gebilde erstarren.
  • Bei weiteren Versuchen hat sich ergeben, daß der gleiche Erfolg auch bei Verwendung kolloidaler Lösungen an Stelle eines Flüssigkeits-Gel-Gemisches eintritt. Die Bindemittel entnehmen das zum Abbinden notwendige Wasser der kolloiden Lösung. Die Flüssigkeit muß jedoch eine derartige Konsistenz haben, daß das hydraulische Bindemittel bis zur Erstarrung in der Schwebe gehalten wird. Die getrockneten Formlinge haben eine verhältnismäßig gute Festigkeit, da sich beim Eintrocknen der Kolloide Membranen an den Porenwandungen bilden. welche die Festigkeit des Formlings erhöhen.
  • Bei der Erzeugung poröser Wärmeisoliersteine, die mit Hilfe organischer Kolloide hergestellt worden sind, ist es notwendig, daß die später mit heißen Flächen in Berührung kommenden Stellen des Formlings möglichst kolloidfrei sind, während diekältbleibendenTeile zur Erhöhung der Festigkeit kolloidreich sind. Da bekanntlich gelöste Stoffe bei der Trocknung poröser Massen an die Verdunstungsflächen wandern, ist es leicht, durch Abdeckung entsprechender Teile des nassen Formlings die Trocknung so zu leiten, daß sich die Kolloide vornehmlich an einer bestimmten Stelle des fertigen Isolierkörpers befinden. Diese Freimachung bestimmter Schichten von organischen Kolloiden kann noch durch chemischen Abbau der organischen Stoffe (z. B. bei Stärke durch Diastase) unterstützt werden. Beispiel In io g Wasser werden ioo g Stärke verkleistert. In diese Flüssigkeit werden 2 kg Gips hinzugegeben. Nach gründlichem Durchrühren der Massen werden in bekannter Weise die Formlinge (z. B. Halbschalen für Rohrisolierung) gegossen.
  • Ohne daß eine Absetzung des Gipses erfolgt und eine weitere Bewegung der Masse stattfindet, tritt eine normale Abbindung ein. Die nassen Gußstücke werden in der Weise getrocknet, daß die Innenflächen (d. h. die unmittelbar mit dem zu isolierenden Rohr in Berührung kommenden Flächen) bedeckt werden.
  • Bevor diese Schalen auf die Rohrleitung aufgebracht werden, kann auf die Innenflächen eine Diastaselösung aufgetragen werden. Bei Erwärmung der Innenschichten auf etwa 6o° tritt ein Abbau der noch vorhandenen Stärke ein. Die flüssigen Zersetzungsprodukte werden von den trocknen Außenschichten aufgesogen, so daß die Innenschichten fast frei von organischen Stoffen sind.
  • Andererseits ist es bei Kälteisolierformlingen wichtig, daß das Gebilde, vor allem die organischen Stoffe, möglichst wenig wasserempfindlich sind. Für diese Zwecke empfiehlt sich die Verwendung eines tierischen Kolloids, z. B. Gelatine bzw. Leim. Derartige kolloide Lösungen werden durch Einwirkung von gasförmigem Formaldehyd u. dgl. beim Trocknen wasserunlöslich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung poröser Kunststeine aus Gips oder anderen durch Flüssigkeitsaufnahme erstarrenden Materialien nach Patent 468 i7o, dadurch gekennzeichnet, daß zu einer organischen oder anorganischen kolloiden Lösung von geeigneter Konsistenz die hydraulischen Bindemittel zugefügt werden, welche durch die Flüssigkeit bis zur Abbindung in der Schwebe gehalten werden, so daß aus der ganzen Masse ein schwammartiges Gebilde entsteht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Beeinflussung der Verdunstung des Wassers durch Auflegen undurchlässiger Schichten die organischen Kolloide, welche gegebenenfalls noch durch bekannte Mittel abgebaut werden, sich vorzugsweise an bestimmten Stellen des Formlings anhäufen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten Kolloide nachträglich- in bekannter Weise wasserunlöslich gemacht werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745057C (de) * 1936-08-01 1944-02-24 Simon Missotten Verfahren zur Herstellung von Baustoffen mit poroesem oder zellenartigem Gefuege

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE745057C (de) * 1936-08-01 1944-02-24 Simon Missotten Verfahren zur Herstellung von Baustoffen mit poroesem oder zellenartigem Gefuege

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