AT162841B - Leichtbeton mit einem Zuschlagstoff aus allseits geschlossenen Hohlkörpern und Verfahren zur Herstellung der Hohlkörper - Google Patents
Leichtbeton mit einem Zuschlagstoff aus allseits geschlossenen Hohlkörpern und Verfahren zur Herstellung der HohlkörperInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Leichtbeton mit einem Zuschlagstoff aus allseits geschlossenen Hohlkörpern und Verfahren zur Herstellung der Hohlkörper Die bisher verwendeten Arten von Leichtbeton beruhen einerseits auf dem Prinzip, dass als Zuschlagstoff leichte Stoffe, wie Bims, Schlacke und ähnliche, beigegeben werden, anderseits dass durch chemische Prozesse in dem Mischgut Gasbildungen und hiedurch Hohlraumbildungen veranlasst werden. Der Nachteil all dieser Leicht- betonarten ist der, dass auf diese Art wohl ein leichter, jedoch kein druckfester Beton entsteht, da die Druckfestigkeit von der Verdichtung des Betons abhängt, die aber bei den bisherigen Arten von Leichtbeton nicht oder nur in be- schränktem Umfange möglich ist, da hiedurch im ersten Falle auch die Leichtstoffe zusammen- gedrückt würden, im anderen Falle die ein- geschlossenen Gase entweichen, wodurch die angestrebte Gewichtsverminderung teilweise aufgehoben wird. Überdies haben die bisher üblichen Leichtbetone mit Rücksicht auf die geringe Festigkeit der Zuschlagstoffe an sich eine geringe Festigkeit. Man hat auch schon allseitig geschlossene Hohlkörper als Zuschlagstoff für Leichtbeton in Erwägung gezogen. Diese Hohlkörper, welche vorschlagsgemäss durch Umhüllung eines Papierknäuels mit einer erhärtenden Masse, z. B. Ton, in dünner Schicht und nachträgliches Brennen erzeugt werden, sind von geringer Festigkeit und deshalb als Betonzuschlag nur bei schwach beanspruchten Bauteilen geeignet, nicht aber zur Herstellung eines vollverdichtbaren und hochgradig druckfesten Leichtbetons im Sinne der Erfindung. Ein weiterer Vorschlag betrifft die Verwendung von möglichst unversehrten Muschelschalen, insbesondere gewöhnlichen Seemuscheln, als Hohlkörper. Diese aber können nicht als allseitig geschlossene Hohlkörper bezeichnet werden und weisen je nach Form und Wandstärke in verschiedenen Richtungen die unterschiedlichsten Druckfestigkeitswerte auf, die überdies von Art zu Art wechseln. Es ist somit nicht möglich, die Druckfestigkeit dieser Hohlkörper von vornherein derjenigen des jeweils verwendeten Mörtels derart anzupassen, dass dessen durch Verdichtung erzielbare Festigkeit sich auf das ganze Betongefüge, d. h. Bindemittel samt Hohlkörpern, erstreckt. Diese für die Erzielung gleichmässiger und vorausbestimmbarer Festigkeitswerte für den her- zustellenden Leichtbeton unerlässliche Bedingung wird unter Vermeidung der angeführten Nachteile bei einem Leichtbeton mit einem Zuschlagstoff aus allseits geschlossenen Hohlkörpern und einem Bindemittel, wie Zement, Hochofenzement, Gips, Kalk od. dgl., gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Hohlkörper im wesentlichen nach allen Richtungen hin gleich druckfest, vorzugsweise hohlkugelig bzw. hohlkugelähnlich ausgebildet sind. Vorteilhafterweise bestehen die Hohlkörper aus gebranntem Lehm, Ton oder sonstigen keramischen Stoffen, die nach dem Brennprozess eine gewisse Porosität aufweisen. Die Erfindung bezieht sich auch auf die Herstellung derartiger als Zuschlag verwendbarer Hohlkörper. Erfindungsgemäss wird der zur Erzeugung der Hohlkörper verwendete Werkstoff, insbesondere keramisches Material, in plastischem Zustand zu rohrförmigen Strängen gepresst, worauf diese Stränge durch Quetschen und Abtrennen in einzelne, nach allen Richtungen hin im wesentlichen gleich druckfest ausgebildete Hohlkörper unterteilt werden. Hiedurch entstehen allseitig geschlossene, kugelige oder kugelähnliche, etwa ei-oder linsenförmige, sehr druckfeste Hohlkörper. Es ist hiebei möglich, den keramischen Stoffen Chemikalien beizufügen bzw. in die Hohlkörper einzuführen, die beim Mischprozess durch die Einwirkung des Wassers Gase abgeben, die den zwischen den Hohlkörpern befindlichen Beton zusätzlich porös machen. Als solches chemisches Mittel käme z. B. Kalziumkarbid in Frage, das durch eine wasserdichte, erst bei der Brenntemperatur zerstörbare, dann somit unwirksam werdende Hülle gegen vorzeitige Reaktion geschützt, angewendet wird. Die Verwendung von Hohlkörpern, insbesondere aus gebranntem Ton, hat den zusätzlichen Effekt, dass diese während des Abbindeprozesses Wasser aufnehmen, diesen Prozess dadurch beschleunigen und dem Beton durch die spätere Wasserabgabe eine gesteigerte Festigkeit verleihen. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Leichtbeton mit einem Zuschlagstoff aus allseits geschlossenen Hohlkörpern und einem Bindemittel, wie Zement, Hochofenzement, Gips, <Desc/Clms Page number 2> Kalk od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper im wesentlichen nach allen Richtungen hin gleich druckfest, vorzugsweise hohlkugelig bzw. hohlkugelähnlich, ausgebildet sind.2. Leichtbeton nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper, wie an sich bekannt, aus keramischem Stoff, wie gebranntem Lehm, Ton od. dgl. bestehen, wodurch den Wandungen der Hohlkörper eine gewisse Porosität verliehen wird.3. Leichtbeton nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper in den Wandungen bzw. im Hohlraum Chemi- kalien enthalten, die beim Mischprozess Gase abgeben und dadurch den zwischen den Hohlkörpern befindlichen Mörtel porös machen.4. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Erzeugung der Hohlkörper verwendete Werkstoff, insbesondere keramisches Material, in plastischem Zustande zu rohrförmigen Strängen gepresst wird und diese Stränge durch Quetschen und Abtrennen in einzelne, nach allen Richtungen hin im wesentlichen gleich druckfest ausgebildete Hohlkörper unterteilt werden.
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