DE467940C - Wegventil fuer Zugbeeinflussungsvorrichtungen - Google Patents

Wegventil fuer Zugbeeinflussungsvorrichtungen

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Publication number
DE467940C
DE467940C DEK104605D DEK0104605D DE467940C DE 467940 C DE467940 C DE 467940C DE K104605 D DEK104605 D DE K104605D DE K0104605 D DEK0104605 D DE K0104605D DE 467940 C DE467940 C DE 467940C
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DE
Germany
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vigilance
valve
locomotive
worm
lever
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Expired
Application number
DEK104605D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Lange
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KNORR BREMSE AG
Knorr Bremse AG
Original Assignee
KNORR BREMSE AG
Knorr Bremse AG
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Publication date
Application filed by KNORR BREMSE AG, Knorr Bremse AG filed Critical KNORR BREMSE AG
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/04Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling mechanically

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 3.N0VEMBER1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 467 KLASSE 2Oi GRUPPE
Knorr-Bremse Akt.-Ges. in Berlin-Lichtenberg*) Wegventil für Zugbeeinflussungsvorrichtungen Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juni 1927 ab
Gegenstand der Erfindung ist ein Wegventil für Zugbeeinflussungsvorrichtungen.
Derartige Vorrichtungen wirken bekanntlich in der Weise, daß je ein auf der Strecke angeordneter, bei in Warn- oder Haltstellung befindlichem Vor- oder Hauptsignal wirkungsbereiter Beeinflussungspunkt auf Übertragungsvorrichtungen an der Lokomotive derart einwirkt, daß ein sichtbares oder ein hörbares Signal ausgelöst oder eine Zwangsbremsung herbeigeführt wird. Um bei achtsamer Vorüberfahrt an dem in Warnstellung befindlichen Vorsignal das Wirksamwerden einer Signal- oder Bremsvorrichtung willkürlich verhindern zu können, ist eine Wachsamkeitsvorrichtung vorgesehen. Es ist selbstverständlich, daß die durch die Wachsamkeitsvorrichtung aufgehobene Wirkungsbereitschaft der Zwangsbremseinrichtung selbsttätig wiederhergestellt sein muß, bevor der Zug oder das Triebfahrzeug am nächsten Beeinflussungspunkt angelangt ist. War der erste Beeinflussungspunkt (Vorsignal) im Augenblick der Vorbeifahrt wirkungsbereit, so fällt diesem in bekannter Weise die Aufgabe zu, die Wirkungsbereitschaft der Zwangsbremseinrichtung wiederherzustellen. War er dagegen wirkungslos (Fahrtstellung des Vorsignals), so müssen andere Mittel für die Wiederherstellung der Wirkungsbereitschaft der Zwangsbremseinrichtung nutzbar gemacht wenden. Es ist bereits der Vorschlag gemacht worden, eine als »Wegventil« bezeichnete Vorrichtung hierfür zu verwenden.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Weg- 3-5 ventil, das durch Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung in den Zustand der Wirkungsbereitschaft gesetzt wird und so eingerichtet ist, daß es nach einer bestimmten Umdrehungszahl einer Lokomotivachse, d. h. nach Zurücklegen einer bestimmten Wegstrecke, in Wirksamkeit tritt, indem es selbsttätig ein Ventil öffnet, das in einen bei Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung diese in der Gebrauchslage festhaltenden Sperrzylinder Druckmittel (Druckluft aus dem Hauptluftbehälter der Lokomotive) eintreten läßt und dadurch die Sperrung der Wachsamkeitsvorrichtung aufhebt und deren selbsttätige Rückkehr in die Normallage veranlaßt. Der Weg, den das Fahrzeug vom Augenblick der Bedienung der Wachsamkeits vor richtung, also vom Beginn der Wirkungsbereitschaft des Wegventils bis zu dessen Wirksamwerden im oben angedeuteten Sinne zurücklegt, ist dabei naturgemäß so bemessen, daß bis zum Erreichen des nächsten Beeinflussungspunktes (Hauptsignal) die Wachsamkeitsvorrichtung in die Normallage zurückgekehrt ist, in der allein unter Einwirkung des auf der Strecke befindlichen Beeinflussungspunktes eine Zwangsbremsung zustande kommen kann.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Friedrich Lange in Berlin.
Das Wegventil nach der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführumgsbeispiel schematisch dargestellt.
Um das Zusammenwirken mit der Wachsamkeitsvorrichtung verständlich zu machen,-sind die notwendigen Teile derselben und die übrigen, für das Verständnis der Wirkungsweise des Wegventils erforderlichen Teile der Zugsicherungsanlage schematisch angedeutet. ίο Auf einer Welle ist eine Scheibe α drehbar gelagert, die unter dem Einfluß .zweier Spiralen b und c steht, die bei in Normalstellung befindlicher Scheibe entweder beide im gleichen Maße gespannt oder spannungslos sind »5 und von denen die eine bei der Drehung der Scheibe α in der einen Richtung gespannt bzw. stärker gespannt wird, während die andere entspannt wird bzw. in spannungslosem Zustande verbleibt. Bei der Drehung der Scheibe α in der entgegengesetzten Richtung erfahren die Federn 6 und c entsprechend umgekehrte Einwirkungen. Die Federn sind vorgesehen, um die Scheibe α in die Normallage zurückzudrehen, wenn das von einer anderen, unten erläuterten. Vorrichtung auf sie ausgeübte Drehmoment eu wirken aufhört. Die Scheibe α ist am Umfang mit einer Verzahnung versehen, die einer Schnecke d entspricht. Diese Schnecke wird durch eine bekannte biegsame Welle von einem Rade der Lokomotive aus in Umdrehung versetzt, läuft also ständig um, solange die Lokomotive in Fahrt ist. Neben der Verzahnung der wScheibe a, die entsprechend breit gehalten ist, ist in deren Umfang eine Nut eingearbeitet, die einen Schraubengang von geringer Steigung darstellt, da sie mehrmals — etwa zweimal — um den Umfang der Scheibe α herumläuft. Auf einen Teil des Umfangs ist diese Nut durch eine flache, nockenförmige Erhöhung/ der Scheibe unterbrochen. Bei in der Normallage befindlicher Scheibe α ist der nockenförmigen Erhöhung / gegenüber ein an einem Drehhebel g angebrachter Stift h ständig leicht in der Nut ruhend vorgesehen. Über diesem befindet sich in einigem Abstand ein Stift i, der den unteren Fortsatz einer Ventilspindel bildet. Ein an der Ventilspindel befindlicher Dichtungskolben k schließt das Ventilgehäuse Z dicht ab. Der Abstand des Stiftes i vom Hebel g bzw. vom Stift h ist so bemessen, daß die unter den Stift h gelangende nockenförmige Erhöhung/ den Stift j und damit die Ventilspindel anzuheben vermag, so daß das auf der Ventilspindel sitzende federbelastete Ventil m angehoben wird. Die Schnecke d ist auf einer um den Punkt η drehbaren Welle q angebracht, deren freies Ende im Bewegungsbereich eines KoI-bens ο liegt. Sie greift für gewöhnlich nicht in die Verzahnung der Scheibe α ein. Das Ventil to schließt die von der Wachsamkeitsvorrichtung p kommende Leitung r gegen die Leitung s ab, die zum Sperrzylinder t am Wachsamkeitshebel u führt. Von der Leitung r zweigt die Leitung ν ab, die zum Kolben 0 führt, χ ist der Hauptluftbehälter der Lokomotive oder einer anderen Druckmittelqueüe.
Die Wirkungsweise des Wegventils ist die folgende:
Wird bei achtsamer Vorüberfahrt an einem in WarnsteHung befindlichen Vorsignal die Wachsamkeitsvorrichtung 'bedient, so strömt Druckluft aus dem Hauptluftbehälter χ durch die Leitung r bis zum geschlossenen Ventil m und über die Zweigleitung zum -Kolben 0. Indem dieser niedergedrückt wird, wird die mittels der biegsamen Welle e von einem Rad der Lokomotive ständig in Drehung gehaltene Schnecke d mit der Verzahnung der Scheibe a in Eingriff gebracht. Die Scheibe α wird also — je nach der Fahrtrichtung der Lokomotive — in Umdrehung versetzt und spannt dabei die eine der Federn b bzw. c, während die andere Fader c bizw. b entspannt wird bzw: spannungslos bleibt. Selbstverständlich ist die Umdrehungsgeschwindigkeit der Scheibe ά im Maße des zwischen ihr und der Schnecke d herrschenden Übersetzungsverhältnisses geringer. Infolge der Umdrehung der Scheibe gelangt nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der biegsamen Welle e bzw. der diese antreibenden Lokomotivachse, vom Zeitpunkt der Betätigung der Wachsamkeitsvorrichtung an gerechnet, die nockenartige Erhöhung/ unter den Stifth, hebt ihn an, veranlaßt dadurch das Anheben des Ventils m und das Überströmen der Druckluft in die Leitung j und den Sperrzylinder t. Der in diesem befindliche Kolben wird gegen die Wirkung der ihn belastenden Fader verschoben, und der Wachsamkeitshebel u wird freigegeben und schnellt unter dem Einfluß der Rückstellvorrichtung (als Feder angedeutet) in die Normallage zurück, wodurch die Wirkungsbereitschaft der Zwiangsbremsvorrichtung wiederhergestellt ist.
Voraussetzung für die angedeutete Wirkungsweise ist der Umstand, daß der mit dem Vorsignal verbundene, in einiger Entfernung von ihm zwischen Vor- und Hauptsignal angeordnete Beeinnussungspunkt nicht wirkungsbereit ist, d, h. daß das Vorsignal aus der Warnstellung in die Stellung »freie Fahrt« gebracht wurde, während das Fahrzeug die Strecke zwischen Vorsignal und zugehörigem Beeinflussungspunkt zurücklegte. Bleibt das Vorsignal in WarnsteHung, bis die Lokomotive am zugehörigen Beeinflussungspunkt anlangt, so erfolgt die Beaufschlagung
des Kolbens im Sperrzylinder t über die Leitung y, die vom nicht dargestellten Übertragungsventil überwaeht wird und beim öffnen dieses Ventils unter der Wirkung des Beeinflussungspunktes die Verbindung zwischen der Druckmittelquelle (Hauptluftbehälter) und dem Sperrizylinder t herstellt. Durch Betätigung der Wachsamkeitsvorrichtung war durch Vermittelung des Druckluftkolbens ο die Schnecke d mit dem Schneckenradkranz der Scheibe α in Eingriff gebracht worden, die Scheibe α hatte also ihren Lauf begonnen. Dadurch, daß nun infolge Wirksamiwerdens des Beeinflussungspunktes über das nicht dargestellte Übertragungsventil Druckluft in den Sperrzylinder t gelangt, wind die Sperrung des Wachsamkeitshebels u aufgehoben, er kehrt in die Normalstellung zurück. Der Schieber im Steuerventil P sperrt den Kanal r, die in ihm und dem Kanal ν befindliche Druckluft entweicht über eine nicht dargestellte kleine Entlüftungsbohrung, der entlastete Kolben geht unter dem Einfluß des Gewichtes der Welle q oder unter dem Einfluß einer nicht dargestellten leichten Rückdruckfeder in die Höbe, und der Eingriff der Schnecke d in die Verzahnung der Scheibe a wird aufgehoben. Die Scheibe α wird durch die jeweils gespannte Fader b oder c in die Normallage zurückgedreht, bevor die nockenartige Erhöhung / unter den Stift h gelangt
war.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Wegventil für Zugbeeinflussungsvorrichtungen mit einer die Vorüberfahrt an einem in Warnstellung befindlichen Vorsignal ermöglichenden Wachsamkeitsvorrichtung, das dazu dient, die durch die Bedienung der Wadhsamkeitsvorrichtung unwirksam gemachte Zwangsbremseinrichtung wieder wirksam zu machen, indem es die die Wachsamkeitsvorrichtung in der Gebrauchstage festhaltende Sperrvorrichtung selbsttätig löst und dadurch deren Rückkehr in die Normallage veranlaßt, dadurch gekennzeichnet, daß in der von der Wachsamkeitsvorrichtung (u, p) beherrschten, bei deren Verlegen in die Gebrauchslage die Druckmittelquelle (Hauptluftbehälter x) mit dem Sperrzylinder (£) der Wachsamkeitsvorrichtung verbindenden Leitung (r) ein Ventil (ni) angeordnet ist, welches nach Ablauf einer mit der Lokomotivachse vorübergehend gekuppelten, durch Bedienung des Wachsamkeitshebels (u) vermittels Druckluft vom Hauptbehälter (x) in Umdrehung versetzten Auslösevorrichtung (α, b, c, f), deren Umdrehungszahl vom Zeitpunkt der Betätigung des Wachsamkeitshebels (u) an gerechnet bestimmt ist durch den zurückgelegten Weg der Lokomotive, der kleiner ist als die jeweilige Entfernung der Lokomotive vom nächstfolgenden Beeinflussungspunkte (Hauptsignal), der Druckluft vom Hauptbehälter (x) nunmehr den Weg zum Sperrzylinder (t) über Leitung (f, s) zwecks Rückführung des Wachsamkeitshebels (u) freigibt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Zweigkanal (v) der Zuleitung (r) ein in einem Zylinder befindlicher Kolben (0) angeordnet ist, der durch Beaufschlagung mit dem Druckmittel bei Bedienung der Wachsamkeit svorrichtung (u, p) und bei zunächst geschlossenem Ventil (·;») eine Schnecke (d), die mittels einer biegsamen Welle (e) durch ein Lokomotivrad angetrieben wird, mit einer als Schneckenrad ausgebildeten Scheibe (α) in Eingriff bringt, deren aus einer ein- oder mehrfach um »die Scheibe (a) herumgeführten Nut herausragende nockenförmige Erhöhung (/) nach Ablauf einer bestimmten Umdrehungszahl das Anheben des Ventils (m) bewirkt und dadurch die Aufhebung der Sperrung (t) der Wachsamkeitsvorrich- 90 ■ tang (μ) und durch diese mittelbar die Sperrung der Beaufschlagung des-Kolbens (0) veranlaßt, der Eingriff der Schnecke (d) in das Schneckenrad (a) somit aufgehoben ist uind letzteres unter dem Einfluß einer der Federn (b bzw. c) bei gleichzeitiger Schließung des Ventils (m) in die Normallage zurückkehrt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK104605D 1927-06-05 1927-06-05 Wegventil fuer Zugbeeinflussungsvorrichtungen Expired DE467940C (de)

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