DE463652C - Einschaltvorrichtung fuer Elektromotoren zum Antrieb von Pumpen, Kompressoren und aehnlichen Arbeitsmaschinen - Google Patents

Einschaltvorrichtung fuer Elektromotoren zum Antrieb von Pumpen, Kompressoren und aehnlichen Arbeitsmaschinen

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DE463652C
DE463652C DEA48702D DEA0048702D DE463652C DE 463652 C DE463652 C DE 463652C DE A48702 D DEA48702 D DE A48702D DE A0048702 D DEA0048702 D DE A0048702D DE 463652 C DE463652 C DE 463652C
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switched
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machine
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DEA48702D
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Positive-Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Einschaltvorrichtung für Elektromotoren zum Antrieb von Pumpen, Kompressoren und ähnlichen Arbeitsmaschinen 1n letzter Zeit bemüht man sich immer mehr, den Drehstromkurzschlußmotor auch für größere Leistungen an Stelle des Schleifringankermotors zu verwenden. Er ist einfacher, billiger, macht den Läuferanlasser völlig überflüssig und kann durch einfaches Anlegen des Ständerschalters an das Netz in Betrieb genommen werden. Seine Nachteile . sind das niedrige Anzugsmoment und der hohe Anlaßstrom, die man durch Sonderausführungen der Motoren, durch Anwendung von Rei.bungs- oder Fliehkraftkupplungen zu verringern bzw. zu beseitigen sucht. Auch bei Schleifringankermotoren mit Läufer- i anlassern ist es bekannt, die Anlaßarbeit der Arbeitsmaslchine selbst herabzusetzen, dadurch, daß die unter Druck stehende Arbeitsmaschine während des Amlaßvorganges auf Leerlauf .geschaltet wird. Für den Anlauf genügt dann, je nach der Konstruktion der Arbeitsmaschine und der eingebauten Leerlaufeinrichtung, ein Drehmoment von 2o bis . 30 °/o des bei voller Drehzahl vorhandenen Nennmomentes. Diese bekannten Anlaßeinrichturigen sind nun für Kurzschlußtnotoren oder solche Motoren, die ohne Zwischenschaltung eines Anlassers unmittelbar an das Netz gelegt werden, nicht verwendbar, da ein Kurbelanlasser oder ein anderer mehrstufiger Anlasser, der bei den bekannten Vorrichtungen in der Endstellung durch einen Anschlag den Magnetstromkreis der Leeranlaufeinrichtung unterbricht, nicht vorhanden ist.
  • Um nun den selbsttätigen Leeranlauf bei beliebig gebauten Motoren, insbesondere auch bei Kurzschlußmotoren, verwenden zu können, wird gemäß der Erfindung eine nur im Einschaltmoment von der Stellung des Ständerschalters (bzw. von der Stellung des sonst erforderlichen Einschalt- oder Anlaßapparates) abhängige Vorrichtung benutzt, die einen Anlauf des Motors nur bei entlasteter Arbeitsmaschine zuläßt, und die nach einer bestimmten, beliebig einstellbaren Zeit den Motor auf die betriebsmäßige Last umschaltet. Durch diese Einrichtung ist eine völlig unbeaufsichtigte Regelung möglich, so daß beispielsweise bei Kompressoren in Abhängigkeit von einem Druckschalter das ganze Aggregat bei einem Höchstdruck im Preßluftnetz stillgesetzt und nach Erregung einer eingestellten unteren Druckgrenze wieder eingeschaltet werden kann.
  • In der Abbildung stellt a einen Kurzschlußmotor, b einen mit Fernschaltung versehenen Ständerschalter, c den Hauptschalter, d einen Hilfsfernschalter, der einen zur Bewegung eines Leerlaufregulierventils dienenden Magneten e steuert und feinen in Abhängigkeit vom Preßluftnetz schaltenden Druckschalter dar; g ist ein Verzögerungsrelais und h ein weiteres, mit einer Luftdämpfung i für die Ausschaltverzögerung versehenes Relais mit den Kontakten h und an; parallel zur Spule k liegt über dem Kontakt iia der Kurzschlufviderstand n.
  • Der Anlauf vollzieht sich in folgender Weise: Sobald .bei eingeschaltetem Hauptschalter c der Druckschalter f geschlossen ist, werden die Spulen der Relais g und h geschlossen. Das Relais h schließt ohne Verzögerung seinen Kontakt h, so daß auch der Hilfsschalter d und der Magnet e sofort eingeschaltet werden. Je nach der Länge der Steuerluftleitung und den Dimensionen ;der Leerlaufsteuerzylinder wird der Kompressor in etwa o,i bis i Sekunde auf Leerlauf geschaltet. Das Verzögerungsrelais g ist possend eingestellt und schaltet mit einer Verzögerung bis zu einer Sekunde !den Ständerschalter b ein, worauf der Motor a entlastet anläuft. Nach erfolgtem Anlauf muß der das Leerlaufregulierventil steuernde Magnete wieder ausgeschaltet werden, damit der Kompressor von der Leerlaufs- in die Arbeitsstellung übergehen kann. Zu diesem Zweck wird gleichzeitig mit dem Ansprechen des Relais h. durch den Kontakt m die Spule des Relais zweckmäßig über den Widerstand rz kurzgeschlossen. Durch passende Einstellung des Widerstandes za wird einerseits das- magnetische Feld von h so weit geschwächt, und andererseits wird auch das beim abfallenden Schalter im Zylinder i entstehende Luftpolster derart dämpfend eingestellt, daß die Unterbrechung des Kontaktes k urnd,somit auch die Aberregung des Magneten e erst nach vollendetem Anlauf des Motors erfolgt. Die erforderliche Leerlaufzeit, die jeweils bei der ersten In#b.etriebsetzung eingeregelt wird, liegt etwa zwischen 2 bis io Sekunden.
  • Nach beendetem Anlauf und Leerlauf beginnt der Kompressor runter Vollastaufnahme die angesaugte Luft ins Preßluftnetz zu fördern. Bei Erreichung des Höchstdruckes schaltet der Druckschalter f aus, das Relais g wird stromlos, und der Schalter b fällt ab, so daß die ganze Anlage zum Stillstand kommt. Sobald f wieder einschaltet, vollzieht sich der Anla&vorgang völlig selbsttätig von neuem in der oben beschriebenen Weise.
  • Die Einrichtung kommt in erster Linie für völlig selbsttätig arbeitende Drehstromkurzschlußmotoren in Betracht, kann aber selbstverständlich auch beim Anlassen von Hand und für alle anderen Motoren, beispielsweise Synchron- und Gleichstrommotoren, verwendet werden: Dabei ist auch gleichgültig, welche Apparate für den Anlauf verwendet werden. Es kann also beispielsweise ein Sterndr, eieckschalter, Anlaßtransformator, Kurbel- oder Schützenanlasser sein. In j edem Fall kommt es nur - darauf an, @daß die Entlastungseinschalüvorrichtung während der Anlaufzeit stets wirksam, während der Betriebszeit dagegen stets ausgeschaltet ist.
  • Die Vorrichtung kann auch so getroffen werden, daß -die Entlastungseinrichtung für die Arbeitsmaschine außer während der Anlaufzeit auch während der Stillstandzeiten eingeschaltet ist. Man braucht in diesem Falle das Relais h nur anstatt mit Arbeitskontakten k mit Ruhekontakten auszuführen und. die Luftdämpfung i umgekehrt wirken zu lassen. Der Magnet c ist dann stets eingeschaltet, wenn die Spule h stromlos ist. Erst wenn der Druckschalter f einschaltet, wird das Relais h mit der für den Anlauf notwendigen Zeitverzögerung ansprechen und den Mragneten e ausschalten; der Hilfskontalct m mit dem Kurzschlußwiderstand n sind dann nicht notwendig.
  • Man könnte ferner einen an den Motor angebauten Zentrifugalschalter als Entlastungseinschalüvorrichtung benutzen, der den Hilfsstromkreis immer nur nach Erreichung der vollen Drehzahl unterbricht. Man wird diese Lösung selten wählen, weil sie teuer und. nicht so betriebsicher ist, außerdem ist der Anbau an Motoren, besonders bei nachträglichem Anbau, immer unbequem. Schließlich ist es auch denkbar, daß an Stelle eines besonderen Zentrifugalschalters das Verbindungsglied zwischen Motor und Arbeitsmaschine, z. B. die Zenürifugalkupplung, mit einer geeigneten Schaltvorrichtung versehen wird, derart, da.ß nach erfolgtem Anlauf die Kupplung eunäohst die leerlaufende Arbeitsmaschine mitnimmt und erst darauf die Ar= beitsmaschinebelastet wird. Auch besteht die Möglichkeit, den Leerlauf der Arbeitsmaschine rein mechanisch während .der Anlaufzeit herzustellen, beispielsweise dadurch, daß das Leerlaufregulierventil, mit Hebelübersetzung versehen, von der Welle durch Zentrifugalwirk_ung bei voller Drehzahl ausgeschaltet wird und im Stillstand und Anlauf durch Feder- oder Gewichtswirkung stets eingeschaltet bleibt. In allen Fällen handelt es sich :bei der Neuerung darum, -währenddes Anlaßvorganges einen Leerlauf der Arbeitsmaschine durch eine Enülastungseinschaltvorrirhtung herbeizuführen, die völlig selbsttätig und zeitlich unabhängig von der Anlaufanfangs- und Anlaufendstellung eines Anlassers arbeitet.
  • Das in der Abbildung gezeichnete Verzögerungsrelais g wirrt ,häufig nicht erforderlich sein, weil bei kurzer Preßluftsteuerleitung die Leerlaufeinrichtung des Kompressors fast gleichzeitig mit dem Einschalten des Netzschalters in Tätigkeit tritt; außerdem ließe sich auch der Netzschalter unmittelbar mit Zeitverzögerung ausbilden. Sollte sich andererseits die Luftdämpfung in Ausnahmefällen nicht für genügend lange Zeit einstellen lassen, dann kann man die Preßluftsteuerleitung zwischen Leerlaufr.eguilierventil -und Kompressor mit einer einstellbaren Anlaßdüse versehen, damit nach Ausschaltung die Steuerluft nur allmählich entweichen kann, auch könnte man einen kleinen Topf einschalten, der, mit Preßluft gefüllt, nur ein langsames Sinken des Druckes veranlaßt. Die Leerlaufzeit könnte auf diese Weise um etwa i o bis 2o Sekunden verlängert werden, eine Zeitverlängerung, die selbst für den Anlauf von großen Maschinen genügen würde.
  • Statt des in den Motorzuleitungen liegenden Hauptschalters c kann man auch einen in den Steuerleitungen liegenden Schalter verwenden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einschaltvorrichtung für Elektromotoren, die zum Antrieb von Kompressoren, Pumpen und ähnlichen Arbeitsmaschinen bestimmt sind, insbesondere für solche Motoren, die ohne Zwischenschaltung eines Anlassers direkt an das Netz gelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zeitschaltvorrichtung, die den Motor eine einstellbare Zeit nach ihrer Erregung einschaltet, so eingestellt und mit der Leerlaufsteuereinriehtun@g ,der Arbeitsmaschine so vetbunden ist, daß der Motor nur bei leerlaufender Arbeitsmaschine eingeschaltet und die Leerlaufsteuereinrichtung eine ebenfalls einstellbare Zeit nach dem Einschalten des Motors selbsttätig ausgeschaltet wird, zum Zweck, die entlastet angelaufene Arbeitsmaschine vom Leerlauf auf betriebsmäßige Last umzuschalten.
  2. 2. Einschaltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsmaschine bei Stillstand auf Leerlauf geschaltet ist und durch eine beim Einschalten des Motors erregte Verzögerungseinrichtung eine bestimmte, einstellbare Zeit nach dem Anlauf des Motors auf betriebsmäßige Last umgeschaltet wird.
DEA48702D 1926-09-07 1926-09-07 Einschaltvorrichtung fuer Elektromotoren zum Antrieb von Pumpen, Kompressoren und aehnlichen Arbeitsmaschinen Expired DE463652C (de)

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