DE46291C - Maschine zum Einrollen des Cigarrenwickels in das Deckblatt - Google Patents
Maschine zum Einrollen des Cigarrenwickels in das DeckblattInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C1/00—Elements of cigar manufacture
- A24C1/26—Applying the wrapper
- A24C1/30—Devices for applying the wrapper to the bunch
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet eine Maschine, mittelst deren der die Gigarre bildende
Tabakswickel mit dem Deckblatt versehen wird. Dieselbe ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι -die Oberansicht,
Fig. 2 die Vorderansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht und
Fig. 4 einen senkrechten Längsschnitt durch die Mitte.
Fig. 5 bietet einen Schnitt nach 5-5, Fig. 1, mit Darstellung der Deckblattführung in ihren
zwei Arbeitsstellungen,
Fig. 6 und 7 Ansichten der beiden Lagerungen für die Deckblatteinrollwalzen,
Fig. 8 die Ansicht der zum Auseinanderspreizen der Einrollwalzen dienenden Vorrichtung,
Fig. 9 die Ansicht der Einrollwalzen nebst Zubehör in der auseinandergespreizten (geöffneten)
Lage.
Durch die Schlitze b und bezw. c der beiden festen Ständer B und C fassen die Wellen D1
der Einrollwalzen D; dieselben sind durch auf ihnen sitzende Zahnräder d mit dem auf der
Welle A befestigten Triebrad a so verbunden, dafs sie gleichzeitig mit derselben Geschwindigkeit
und in demselben Sinne gedreht werden können. Die Welle A ist in den Ständern
B und C gelagert und wird durch Maschinenkraft oder von Hand mittelst Kurbel A1
in Drehung versetzt. Der Trieb α bildet zugleich einen Drehpunkt, um welchen die Einrollwalzen
D infolge der radialen Anordnung der Schlitze b und c um einen allen Einrollwalzen
gemeinsamen Mittelpunkt auseinandergespreizt werden können, wobei sich die von diesem Mittelpunkte ferneren Punkte weiter
aus einander bewegen als die näher gelegenen. Die Einrollwalzen D bestehen je aus einer
metallenen Seele (Welle) und einem Belag aus Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff
von solcher Gestaltung, Fig. 3 und 9, dafs sie in der auf einander geschlossenen Lage eine
Form von der Gestalt und Gröfse der durch sie mit Deckblatt zu versehenden Cigarre herstellen.
Das Auseinanderspreizen der Walzen (Oeffnen der Form) geschieht so weit, dafs der
Wickel bequem eingeschoben bezw. die gedeckte Cigarre leicht herausgezogen werden
kann, Fig. 9. Die Einroll walzen werden durch Federkraft zusammengeschlossen gehalten, so
dafs sie mit nachgiebigem Druck gegen den Wickel wirken und sich jede innerhalb der
vorkommenden engen Grenzen dem besonderen Theil des Wickels anpassen kann, auf welchen
sie zur Einwirkung gelangt. Eine sehr zweckmäfsige und zugleich einfache Anordnung für
diesen Zweck besteht darin, die Naben der Einroll walzen, wie Fig. 1 bis 3 zeigen, mit
einer dicht gewundenen Spiralfeder E zu umspannen.
Zum Auseinanderspreizen der Einrollwalzen ist auf der Welle A als Drehachse lose eine mittelst
Griffes -F1 zu drehende Scheibe F, Fig. 8, angebracht
und mit zum Mittelpunkt tangential laufenden Schlitzen f versehen , durch welche
die Achsen -D1 der Einrollwalzen gesteckt sind. Die Weite dieser Schlitze ist gleich dem Durchmesser
der Achsen urid ihre Länge entsprechend der den Walzen mitzutheilenden gröfsten Auseinanderbewegung.
Eine Feder e strebt die Scheibe F beständig in solcher Lage zu halten,
dafs die Walzen zusammengeschlossen sind, also diese jedesmal selbstthätig wieder zusammengehen,
sobald man nach der Oeffnung den Griff F1 wieder losläfst.
Hat man den Wickel eingeschoben und die Einrollwalzen sich darauf schliefsen lassen, so
wird er von diesen durch Reibung so lange um sich selber herumgewälzt, als sie eine
Drehung erfahren.
Um das Ausziehen der gedeckten Cigarre zu erleichtern, kann man einen Ausstöfser wie G
anordnen, Fig. 4. Derselbe ist in Richtung der geometrischen Achse durch die alsdann
hohle Welle A gesteckt, wird in die anfängliche Lage von einer Feder g zurückgezogen
gehalten und zum Gebrauch mit der Hand vorgedrückt. Auch kann man seine Wirkung,
wie später beschrieben, selbstthätig gestalten.
Die Deckblätter werden gewöhnlich als rechtsseitige und linksseitige unterschieden, je
nachdem sie rechts oder links von der Mittelrippe des Tabaksblattes abgetrennt worden
sind. Rechtsseitige Deckblätter müssen auf der Oberseite des Wickels und linksseitige Deckblätter
auf dessen Unterseite angelegt werden. TJm nun das Deckblatt entsprechend in die
Einrollwalzen zu leiten, ist zwischen den beiden Seitenwalzen, welche dem Tisch H, auf dem
der Arbeiter das Deckblatt glatt vorlegt, zunächst liegen, am Brennende der Form, wo
das Deckblatt zuerst eingeschoben bezw. eingezogen wird, ein Führungsbrett I um eine
Achse h drehbar angeordnet. Legt man diese Führung nach der einen Seite um (s. die wie
Fig. 5 punktirte Lage), so wird ihr inneres Ende gegen die untere Walze gelegt, ihr
äufseres dagegen hochgehoben, so dafs das Deckblatt vom Tisch H mit seiner Spitze unter
der Platte J durch zwischen die Unterseite des Wickels und die untere Einrollwalze eintritt
und also von unten her (von links nach rechts) um den Wickel gerollt wird. Wird dagegen I
nach der anderen Richtung umgelegt (ausgezogene Lage Fig. 5), so legt sich sein inneres
Ende gegen die obere Walze, sein äufseres Ende gegen den Tisch, und das Deckblatt
wird nun mit seiner Spitze über I weg zwischen die Oberseite des Wickels und die
Unterseite der oberen Walze eingeführt und also von oben her (rechts nach links) um den
Wickel gerollt. Selbstverständlich werden bei rechtsseitigem Deckblatt die Walzen D nach
der einen und bei linksseitigem Deckblatt nach der entgegengesetzten Richtung gedreht.
Anstatt, wie auf der Zeichnung angenommen, den Tisch H so zu legen, dafs das Einziehen
des Deckblattes von der Seite her erfolgt, kann man denselben auch oberhalb anordnen, so
dafs das Einziehen des Deckblattes von oben her zwischen den oberen Walzen stattfindet.
Die Führungsachse h, Fig. 9, ist im inneren Ständer B gelagert und wird in der eingestellten
Lage durch ein geeignetes Gesperre festgehalten, welches z. B. aus einem Stift /z2 besteht, der
an einem an der Achse h festen Arm h1 sitzt
und in die eine oder andere der beiden Kerben des am Ständer C festsitzenden federnden
Stückes i eingelegt wird, Fig. 5.
Das Köpfchen oder die Spitze der Cigarre, welche der Aufbringung des Deckblattes die
gröfste Schwierigkeit entgegensetzt, ragt aus den freien Enden der Einrollwalzen D heraus
und legt sich in die ihre Grundfläche den Walzen zukehrende kegelige Aussparung j1
einer Platte J (Köpfchenplatte). Wegen der verschiedenen Cigarrenlängen und um den
Wickel einschieben und die fertige Cigarre herausnehmen zu können, ist die Köpfchenplatte J an einen in waagrechter Führung k
verstellbaren und mittelst Klemmschraube k1 feststellbaren Block K angeschlossen, und zwar
mittelst eines in demselben senkrecht verstellbaren und mittelst Klemmschraube k3 feststellbaren
Halters k2. Um sodann die Platte/
auch auswechseln zu können, wird sie für sich hergestellt und am Halter mittelst Klemmschraube
&4 befestigt. Man kann den Block K
mit einer Feder verbinden, welche ihn beständig gegen die Einrollwalzen hinzieht, wobei
dann zur Begrenzung dieses Zuges ein zweckmäfsig verstellbarer Anschlag anzuordnen ist.
Die Bewegung des Blockes kann von Hand bezw. mittelst Fufshebels geschehen, oder man
kann ihn mit dem Auswerfer G so in Beziehung setzen, dafs er sich mit diesem bewegt,
z. B. indem man ihn mit einer in den Ständern B C geführten Stange N, Fig. 2 und 4,
und diese, wie durch verstellbaren Arm Q, mit dem Auswerfer verbindet. Man kann auch den Block K mit der Oeffnungsscheibe F
in Verbindung setzen, so zwar, dafs, wenn K zurückbewegt wird, er gegen das Ende dieser
Bewegung einen auf F zum Oeffnen der Einrollwalzen wirkenden Mechanismus in Thätigkeit
setzt.
Ein oberhalb der trichterförmigen Vertiefung^'1
angeordneter und, wie aus Fig. 1 zu ersehen, gestalteter Finger / glättet und führt das Deckblatt
bei der Bildung des Köpfchens. Um an der Spitze den überschüssigen Theil des Deckblattes
wegzuschneiden, ist die Platte J hinter der Vertiefung jx eingeschnitten, so dafs eine
Schneide m, Fig. 4, entsteht. Mit dieser wirkt zusammen die Schneide Z2 des bei Z1 an J so
angeangelten Messers L, dafs das Ende des Deckblattes beim Anlangen an der Spitze des
Wickels sich zwischen Z2 und m einschiebt. Man preist das Messer L mittelst des Griffes L1
nieder, schneidet dadurch die überschüssige Deckblattlänge weg und ertheilt zugleich dem
Deckblattende den nöthigen Zuschnitt. Das
Claims (1)
- Messerblatt L kann mit einer kleinen trichterförmigen Höhlung versehen werden, welche beim Niederdrücken von L eine Fortsetzung, der Höhlung jl in J herstellt. Dies ist jedoch unwesentlich und kann die zur Köpfchenbildung dienende Vertiefung vollständig in der Platte J liegen, auch kann man dem Köpfchenformapparat jede andere sonst geeignete Einrichtung geben.Schliefslich wird noch bemerkt, dafs man den Auswerfer G, anstatt ihn von einer Feder zurückgezogen halten zu lassen, auch mit einer (schwachen) Feder so verbinden kann, dafs er während des Einrollens mit leichtem Druck gegen den Wickel wirkt und denselben mit der Spitze in die Vertiefung der Platte J hineindrückt, wodurch das Köpfchen des Wickels besonders glatt und schön gedeckt wird.Patenτ-An Sprüche:i. Eine Maschine zum Einrollen des Cigarren-■ wickeis in das Deckblatt, dadurch gekennzeichnet, dafs der Wickel durch wie D gestaltete, sich drehende und im Kreise angeordnete Walzen um sich selber gerollt wird und dabei das mittelst einer Führung (wie inzwischen ihn und die benachbarte Walze eingeschobene Deckblatt einzieht und auf sich wickelt, und wobei die Walzen D einseitig so gelagert und geführt sind (wie durch Schlitze b und c), dafs sie wie mittelst der Schlitze f der Scheibe F um die sie treibende Welle als Mittelpunkt auseinandergespreizt werden können (Fig. ι bis 4 und 9).In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung der waagrecht und senkrecht verstellbaren Platte J mit der kegelförmigen Vertiefung j1 und des Fingers Z zum Decken der Cigarrenspitze, sowie die Verbindung der auf der Platte J gebildeten Schneide m mit dem Messerblatt L zum Entfernen der überschüssigen Deckblattlänge sowie zum Zuschnitt des Deckblattendes (Fig. 1 bis 4).
In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung eines Auswerfers G, der durch die hohle Triebwelle hindurchgesteckt und entweder während des Einrollens mittelst Federdruckes zurückgezogen oder leicht gegen den Wickel angeprefst gehalten wird (Fig. 4) und wobei derselbe mit dem Führungsblock der Köpfchenplatte in Verbindung gesetzt werden kann (Fig. 2).Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46291C true DE46291C (de) |
Family
ID=321414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46291D Expired - Lifetime DE46291C (de) | Maschine zum Einrollen des Cigarrenwickels in das Deckblatt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46291C (de) |
-
0
- DE DENDAT46291D patent/DE46291C/de not_active Expired - Lifetime
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