DE462183C - Verfahren zum Herstellen von Plaettmustern, bei dem auf einen klebrigen Vordruck eine Farbschmelze aufgestreut und darauf festgebrannt wird - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Plaettmustern, bei dem auf einen klebrigen Vordruck eine Farbschmelze aufgestreut und darauf festgebrannt wird

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DE462183C
DE462183C DEH105160D DEH0105160D DE462183C DE 462183 C DE462183 C DE 462183C DE H105160 D DEH105160 D DE H105160D DE H0105160 D DEH0105160 D DE H0105160D DE 462183 C DE462183 C DE 462183C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/16Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like
    • B44C1/165Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like for decalcomanias; sheet material therefor
    • B44C1/17Dry transfer
    • B44C1/1712Decalcomanias applied under heat and pressure, e.g. provided with a heat activable adhesive

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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Plättmustern, bei dem auf einen klebrigen Vordruck eine Farbschmelze aufgestreut und darauf festgebrannt wird Es ist bekannt, Plättmuster in der Weise herzustellen, daß man auf einen Firnisvordruck mit Anilinfarbe gefärbtes Harz aufstreut und dieses einbrennt. Solche Plättmuster eignen sich nur für helle Stoffe. Es ist ferner bekannt, zum Abplätten auf helle und dunkle Stoffe geeignete Plättmuster in der Weise herzustellen, daß man auf einen Vordruck mit Firnisfarbe ein Gemisch von Harz und Deckfarbe aufstreut und dieses einbrennt. Derartigen Plättmustern haftet aber noch ein gewisser Mangel an, der dadurch verursacht wird, daß die beiden Farben, nämlich die im Vordruck und die aufgestreute Deckfarbe, deren jede beim Abplätten doch möglichst für sich allein zur Wirkung kommen soll, auf den Linien der Drucke übereinanderliegen. Infolgedessen kann die Farbe des Firnisvordruckes beim Abplätten nur über die daraufliegende Deckfarbe hinweg auf den Stoff gelangen. Sie muß deshalb, um auf dem Stoffe deutlich sichtbar zu werden, sehr intensiv sein, und das hat wieder die Nachteile, daß sie einerseits die Deckfarbe verfärbt und andererseits auf dem Stoffe zum Breitfließen neigt und dort zu dicke und nur schwer auswaschbare Linien ergibt.
  • Die Beseitigung dieser Mängel ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Sie besteht darin, daß ein schmelzbares Gemenge von zwei oder mehreren verschiedenen Farben auf den klebrigen Vordruck aufgestreut und auf diesem eingebrannt wird. Der Zweck dieser Maßnahme ist, beim Abplätten der Drucke jede einzelne Linie des gedruckten Musters mehrfarbig auf den Stoff zu übertragen und dadurch bei jeder beliebigen Farbe des Stoffes mit mindestens einer Farbe in den aufgeplätteten Linien eine so große Kontrastwirkung zu erzielen, daß die Linien überall deutlich sichtbar sind. ' Bei diesem Verfahren kommen die verschiedenen Farben auf den Plättmustern nicht mehr wie bisher übereinander, sondern nebeneinander zu liegen. Jede Farbe kommt infolgedessen beim Abplätten unmittelbar mit dem Stoffe in Berührung und kann ohne die anderen Farben zu v( rfärben oder durch diese verfärbt zu werden, auf den Stoff übertragen werden. Infolge der unmittelbaren Übertragung jeder Farbe braucht man auch von jeder derselben und von dem Schmelzmittel, sofern dies überhaupt erforderlich ist, nur so viel auf die Plättmuster aufzutragen, als zur direkten Übertragung auf den Stoff erforderlich ist, so daß das Breitfließen der Linien beim Abplätten und eine unerwünschte Verfärbung des Stoffes infolge zu vielen Farbauftrages hier leichter vermieden werden kann.
  • Das Farbgemenge kann man in verschiedener Weise herstellen. Man kann in der Wärme schmelzende Farben miteinander vermengen, oder man kann jede Farbe für sich an ein Schmelzmittel binden und diese Farbschmelzen vermengen oder solche Farbschmelzen mit in der Wärme schmelzenden Farben vermengen. Schließlich kann man aber auch mehrere Farben zusammen an ein Schmelzmittel binden und diese zerkleinerte Schmelze aufsteüen. -=Im letzteren Falle müssen die Farben natürlich im Schmelzmittel unlösbar sein. Am vorteilhaftesten ist es, zu dem Gemenge nur Deckfarben zu verwenden, deren jede für sich an ein Schmelzmittel gebunden ist, so daß also erst die einzelnen Farbschmelzen miteinander vermengt werden. Da sich die Deckfarben nicht in den Schmelzmitteln lösen und sich auch gegenseitig nicht verfärben können, ist es möglich, die Farbenkontraste auch beim Abplätten auf den Stoff zu erhalten und dadurch auf jedem beliebig gefärbten Stoffe deutlich sichtbare Linien zu erzielen. Außerdem fließen die Deckfarben im Stoff nicht breit und lassen sich leicht wieder auswaschen. Man verwendet zu dem Farbgemenge zwecks Erreichung dieses Erfolges natürlich möglichst konträre Farben.
  • Eine weitere Verbesserung läßt sich noch dadurch erzielen, daß man als Bindemittel für die verschiedenen Farben des Gemenges Schmelzmittel mit verschiedenen Schmelzpunkten verwendet. Dies bietet z. B. bei der Verwendung zweier Farben die Möglichkeit, durchAnwendung niederer oder höhererTemperatur beim Abplätten die eine oder die andere Farbe mehr hervortreten zu lassen. Anstatt Farben kann man auch andere auf dem Stoff sichtbare Linien ergebende Körper zu dem Gemenge verwenden.
  • Der klebrige Vordruck ist bei diesem Verfahren für das Abplätten der Muster ohne jede Bedeutung. Er hat nur noch den Zweck, das schmelzbare Farbgemenge bis zum Einbrennen auf dem Papier festzuhalten. Er kann infolgedessen theoretisch farblos sein. Man wird ihm aber, um die Drucke kontrollieren zu können, einen geringen Farbzusatz geben, was an sich bekannt ist. Um aber zu verhüten, daß dieser Farbzusatz das aufgestreute Farbgemenge verfärbt, setzt man eine Farbe zu, welche auf dem Papier möglichst schnell erhärtet und sich in den Schmelzmitteln des Gemenges nicht löst, und verwendet dazu eine Deckfarbe.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist folgendes: Man bindet Deckweiß an ein leicht schmelzbares Harz, indem man letzteres verflüssigt und das Deckweiß darin verrührt. Dieses Gemisch zerkleinert man. Ebenso stellt man ein zerkleinertes Gemisch von schwarzer Deckfarbe mit einem schwerer schmelzbaren Harz her. Diese beiden zerkleinerten Gemische mengt man und streut das Gemenge auf einen noch klebrigen in bekannter Weise hergestellten Firnisvordruck, wobei man dem Firnis eine geringe Menge einer dunklen Deckfarbe beimischt. Das aufgestreute Gemenge brennt man dann in bekannter Weise auf dem Papier fest.
  • Wenn man dann beim Abplätten auf dunklen Stoff helle Linien erhalten will, - plättet man mit nicht zu heißem Bügeleisen schnell ab, während man zur Erzielung dunkler Linien auf hellem Stoff mit einem heißeren Bügeleisen langsam abplättet.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Plättmustern, bei dem auf einen klebrigen Vordruck eine Farbschmelze aufgestreut und darauf festgebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbschmelze aus einem schmelzbaren Gemenge zweier oder mehrerer Farben besteht, so daß jede einzelne Linie des gedruckten Musters mehrfarbig auf den Stoff übertragen wird.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch i, bei dem die Farbschmelze Deckfarbe enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemenge aus zwei oder mehreren an Schmelzmittel gebundenen Deckfarben besteht.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß jede Farbe für sich an ein Schmelzmittel gebunden wird und diese verschiedenfarbigen Schmelzen gemengt werden. q..
  4. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzmittel der verschiedenen Farben verschiedene Schmelzpunkte haben, um durch Anwendung verschiedener Temperaturen beim Abplätten die eine oder die andere Farbe mehr heraustreten zu lassen.
  5. 5. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem klebrigen Vordruck eine in den Schmelzmitteln des aufgestreuten Gemenges nicht lösliche Farbe beigemischt wird.
DEH105160D 1926-01-29 1926-01-29 Verfahren zum Herstellen von Plaettmustern, bei dem auf einen klebrigen Vordruck eine Farbschmelze aufgestreut und darauf festgebrannt wird Expired DE462183C (de)

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