DE46168C - Automatische Waage für körnige und pulverförmige Materialien - Google Patents

Automatische Waage für körnige und pulverförmige Materialien

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DE46168C
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DE
Germany
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flap
weighing pan
lever
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weight
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT46168D
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English (en)
Original Assignee
O. GROSSKOPF in Königs-Wusterhausen
Publication of DE46168C publication Critical patent/DE46168C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1888 ab.
In beiliegender Zeichnung ist in Fig. ι die Waage in Seitenansicht und in Fig. 2 in Längsansicht gezeigt. Fig. 3 zeigt die Waage in Seitenansicht in dem Augenblick, wo die gefüllte Waagschale herabgesunken ist, und Fig. 4 die Waage, wo die Waagschale entleert ist und der Einlauftrichter von neuem geöffnet wird. In den Fig. 5, 6, 7, 8 und 9 sind besondere Vorrichtungen gezeigt, um die Arbeit der Waage von allen Zufälligkeiten unabhängig zu machen.
α ist der Waagebalken, der in Schneiden b b gelagert ist. c ist die Waagschale und d das Gewicht. Die Waage ist so eingerichtet, dafs in der Ruhelage der Waagebalken α um ein Geringes nach dem Gewicht d geneigt ist. Auf einem Ansatz e der Waagschale c setzt sich in der Ruhelage ein kleines Gewicht f auf, das mit einer Kette mit der Klappe g des Einlauftrichters h so verbunden ist, dafs der Weg, den das Gewicht f macht, wenn die Waage aus der Ruhelage in die Gleichgewichtslage kommt, ausreicht, um die Klappe bis auf ein Geringes zu schliefsen. An dem Gehäuse der Waage sind zwei Vorsprünge i i, auf welche sich das Gewicht f aufsetzt, wenn die Waagschale heruntergeht, kurz bevor sie in die Gleichgewichtslage kommt, so dafs also die Waage ohne Ueberlastung auf einer Seite wiegt. Der Einlauftrichter h ist an einer Gabel k um die Achse k1 drehbar aufgehängt. Durch Gegengewicht k2 wird der Einlauftrichter so lange hoch gehalten,, bis er ziemlich gefüllt ist.
Die Klappe g des Fülltrichters ist um die Achse g1 drehbar und nach rückwärts verlängert, so dafs, wenn die Klappe g durch den Hebel η zugedrückt wird, die Verlängerung der Klappe hinter eine Klinke m kommt, die sie festhält. Auf der Achse g1 sitzt drehbar ein Winkelhebel n, der an seinem horizontalen Arm w2 mittelst der Kette ni mit dem Gewicht f verbunden ist, während der verticale Arm η mit einem Gewicht n1 am Ende versehen ist. Die Achse g1 der Klappe g hat eine Nase g2 und der Winkelhebel η eine solche η3. Wird der Winkelhebel η von dem Gewicht f herumgezogen, so wird die Klappe g mittelst der Vorsprünge g2 und n3 in die Lage g3 gedrückt.
Der Hebelarm η fällt dabei gegen den Stift h1. Dieser Stift dient dazu, den Winkelhebel wieder in seine Anfangsstellung zurückzudrücken, wenn der Einlauftrichter sich abwärts bewegt.
Um das ganz genaue Schliefsen der Einlaufklappe und das Oeffnen der Auslauf klappe herbeizuführen, ist folgende Vorrichtung getroffen. An den Waagebalken α ist ein Viertelkreisstück a1 so angesetzt, dafs eine senkrechte Kante genau mit der Mittellinie der Schneide zusammenfällt. Gegen dieses Stück a1 legt sich ein kleiner Hebel a2, der um die Achse a3 drehbar ist. Der Hebel a2 hat ein Scharnier α4, so dafs er sich nach oben umlegt, nicht aber nach unten. Dieser Hebel a2 hat den Zweck, eine Stange ο durch die beiden Zapfen o1 und o2 festzuhalten, bis die Waagschale das Uebergewicht erhält. Im gleichen Augenblicke schnappt der Hebel α2 von dem Stück a1 und die Stange 0 kann von dem Gewicht ρ an dem Hebel p1 mittelst des Stiftes p2 hochgedrückt werden. Die Stange 0 hat den Zweck, den Fülltrichter oben festzu-
halten (Fig. 3), erfüllt aber bei ihrem Aufwärtsgange zugleich noch die Aufgaben, die Klappe q der Waagschale mittelst des drehbaren Hakens q1 zu öffnen und die Klappe g des Fülltrichters h mittelst des drehbaren Hebels s ganz zu schliefsen.
Die Verschlufsklappe q der Waagschale c ist einfach eine um eine Achse drehbare, frei fallende Klappe, gegen welche die Waagschale schräg zuläuft, so dafs das die Waagschale füllende Material gegen die Klappe drückt. Um die Klappe q also zuzuhalten, ist ein Haken q1 vorhanden, der über die Klappe greift (Fig. 1). Der Haken ist um eine Achse q2 drehbar und nach rückwärts verlängert. Auf seiner Verlängerung nach hinten ist er mit einem Gewicht q3 beschwert, das im Stande ist, selbstthätig den Haken q1 über die Klappe q zu ziehen. Wenn die Stange 0 hochgeht, so nimmt der Zapfen ql an der Stange 0 den Arm des Hakens q1 hoch und öffnet damit die Klappe q, Fig. 3.
Wenn die Waagschale fast ganz gefüllt ist, so geht dieselbe, wie schon oben gesagt, in ihre horizontale Lage über, wobei durch ein Gewicht f die Klappe g fast ganz geschlossen wird. Geht nun die Waagschale als ganz gefüllt abwärts, so geht gleichzeitig die Stange ο hoch und ein Zapfen s3 nimmt einen Hebel 5 mit, der um s1 drehbar ist, und drückt mit demselben auf die Klappe g, schliefst sie und hält sie geschlossen, indem er sie hinter die Klinke m1 festklemmt.
Die beiden Klinken m und m1 sind auf einem biegsamen Blatt m2 befestigt und das letztere wieder an dem Fülltrichter.
Wenn die Waagschale entleert ist, so geht sie natürlich wieder hoch, und nun ist der Fülltrichter durch das Gegengewicht k2 so abgewogen, dafs in dem Augenblicke, wo die Waagschale hochgeht, der Fülltrichter so belastet ist, dafs er abwärts geht. Geht der Trichter h abwärts, so beschreibt eine Nase ks an der Gabel k einen anderen Weg als das biegsame Blatt m2 und drückt dasselbe infolge dessen nach aufsen, wodurch die Klappe g von der Klinke m1 abgleitet und durch das auf ihr lastende Getreide geöffnet wird (Fig. 4).
Durch den abwärts gehenden Fülltrichter, der fortwährend gleichmäfsig gespeist wird, wird die Stange ο nach abwärts gedrückt, die Auslauf klappe q wird geschlossen, der Hebel λ2 kommt wieder unter das Stück al und die Anfangslage ist wieder hergestellt.
Der Gang der Waage ist demnach folgender. Durch eine Schnecke oder sonstige Vorrichtung wird fortwährend dem Fülltrichter h Material zugeführt, das durch .die geöffnete Klappe g in die Waagschale c läuft. Ist die Waagschale fast ganz gefüllt, so geht sie ein kleines Stück abwärts, wodurch das Gewicht f die Klappe g fast ganz schliefst, indem es dieselbe hinter die Klinke m bringt. Es läuft jetzt nur noch ganz wenig in die Waagschale. In dem Augenblicke, wo die Schale ein geringstes Uebergewicht erhält, geht sie abwärts. Dadurch gleitet der Hebel a2 von dem Stück a1, die Stange ο kann mithin durch das Gewicht ρ hochgedrückt werden. Die Stange 0 stützt den Fülltrichter, öffnet beim Hochgehen gleichzeitig die Auslauf klappe q und schliefst die Einlaufklappe g, indem sie durch den Hebel s die Klappe hinter die Klinke m1 drückt. Wenn die Waagschale entleert ist und wieder hochgeht (Fig. 4), geht der Fülltrichter h abwärts, wobei die Nase k3 der Gabel k die Klinke m1 von der Klappe g drückt und dieselbe öffnet. Gleichzeitig drückt der Trichter h die Stange ο abwärts, der Hebel a2 kommt unter das Stück a1, die Klappe q schliefst sich und auch der Hebel s kommt in seine ursprüngliche Lage. Der Fülltrichter ρ entleert sich rasch so weit, dafs das Gewicht h2 ihn wieder hochdrückt, und nun beginnt das Spiel von neuem.
Damit nun der Trichter /2, wenn seine Auslaufklappe g geschlossen wird, nicht früher heruntergehen kann, als bis die Stange ο kommt und ihn festhält, ist folgende Vorrichtung getroffen.
Der Fülltrichter h wird von einem oder mehreren Sperrhaken t, Fig. 5 bis 9, festgehalten. Die Haken t haben einen Arm f1, gegen welchen die Stange 0 trifft. Da die Haken t drehbar gelagert sind, so schaltet also die Stange ο beim Aufwärtsgehen durch Drücken auf den Arm t1 die Sperrhaken t aus und hält nun ihrerseits den Fülltrichter oben.
Die Sperrhaken t sind so eingerichtet, dafs der Fülltrichter, wenn er belastet ist, ruhig mit der Stange ο abwärts gehen kann, und erst in dem Augenblick, wo der Fülltrichter h wieder oben ankommt, schnappen die Sperrhaken ein und halten den Trichter wieder fest.
Es könnte nun noch der Fall eintreten, dafs der Fülltrichter die Stange ο abwärts drückt, ehe die Waagschale entleert ist. Dadurch aber würde die Auslaufklappe geschlossen werden.
Um das zu verhüten, ist folgende Vorrichtung getroffen (Fig. 5 bis 9). In der Mittellinie der Stange ο ist eine Schneide u1 aufgestellt, auf welcher eine Falle u schwingt, die an dem einen Ende ein Gewicht M2 trägt, welches die Falle u nach einer Seite herunterdrückt. Das andere Ende der Falle liegt unter dem Auslauf der Waagschale. Die Falle u trägt in der Linie der Schneiden einen stumpfen Zeiger u3.
In dem Augenblicke, wo die Stange ο hochgeht, wird auch die Auslauf klappe q geöffnet und das auslaufende Material drückt die Falle u abwärts. Alsdann kommt der Zeiger u 3 so zu stehen, dafs, wenn jetzt der Einlauftrichter h
etwa die Stange ο nach abwärts zu drücken suchte, er daran verhindert wäre, weil.er mit seinem Ansatz «4 auf den Zeiger us sich stützen würde (s. Fig. 3). Die Stützung dauert in einem solchen Falle so lange, bis das Ausfliefsen aufhört und der Zeiger u3 unter den Stützpunkt w4 weggeht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine automatische Waage, bei welcher die Einlaufklappe g eines Fülltrichters h geöffnet wird, wenn nach Entleerung der Waagschaale die dauernd durch ein Gewicht belastete Waage in die Anfangsstellung kommt, und bei welcher während der Füllung der Waagschale die Abwärtsbewegung derselben und eines darauf ruhenden, mit der Klappe g verbundenen Gewichtes f benutzt wird, die Ausfliefsöffnung aus dem Fülltrichter . durch Aufwärtsbewegung der Klappe g so lange zu verringern, bis das Gewicht f sich auf Vorsprünge i i des Gestelles aufsetzt.
2. Bei einer automatischen Waage, wie unter 1. bezeichnet, die Anwendung einer oder mehrerer Stangen o, die durch Hebel p1 hochgedrückt werden, wenn der Ansatz al des
Waagebalkens α von dem Hebel a2 gleitet, wodurch Klappe q der Waagschale geöffnet wird, die Klappe g mittelst des Hebels s geschlossen und der bewegliche Fülltrichter ο festgehalten werden.
Bei der unter 1. bezeichneten automatischen Waage die Anwendung eines schwingenden Fülltrichters h, der bei seinem Niedergange mittelst der Nase k3 die Klinke m1 wegdrückt, wodurch die Klappe g geöffnet wird, und der die Stange ο so niederdrückt, dafs sie wieder in ihre Anfangsstellung kommt und die Auslaufklappe q sich schliefsen kann.
Bei der unter 1. bezeichneten automatischen Waage ein schwingender Fülltrichter h, der durch Sperrhaken t festgehalten und durch Arm t1 und Stange 0 ausgelöst wird, um ein vorzeitiges Herabgehen des gefüllten Trichters h zu vermeiden.
Bei der unter 1. bezeichneten automatischen Waage die Anwendung einer Falle u, welche durch das auslaufende Material so niedergedrückt wird, dafs ihr Zeiger M3 die Stange 0 an dem Vorsprung κ4 auffängt, wenn dieselbe durch den Fülltrichter h eher heruntergedrückt wird, als die Waagschale entleert ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT46168D Automatische Waage für körnige und pulverförmige Materialien Expired - Lifetime DE46168C (de)

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