DE460950C - Verfahren zur Darstellung von reinem Kautschukkohlenwasserstoff aus Kautschukmilch - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von reinem Kautschukkohlenwasserstoff aus Kautschukmilch

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DE460950C
DE460950C DEP52179D DEP0052179D DE460950C DE 460950 C DE460950 C DE 460950C DE P52179 D DEP52179 D DE P52179D DE P0052179 D DEP0052179 D DE P0052179D DE 460950 C DE460950 C DE 460950C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C1/00Treatment of rubber latex
    • C08C1/02Chemical or physical treatment of rubber latex before or during concentration

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von reinem Kautschukkohlenwasserstoff aus Kautschukmilch. Die technischen Kautschuksorten enthalten alle mehr oder weniger Verunreinigungen, die aus dein Milchsaft stammen, besonders die geräucherten Sorten sind deren reicher als die gewaschenen Crepe-Marken. Während die Beseitigung der sogenannten Kautschukharze durch Extrahieren mit Aceton gelingt, ist die Beseitigung von Eiweiß in einern technisch gangbaren Verfahren bisher nicht möglich gewesen. Man hat sie wohl auch vielfach gar nicht angestrebt, in der Meinung, claß der Kautschuk durch Reinigungsverfahren an Qualität einbüßt.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, das gestattet. ohne Verwendung von LSsungsrnitteln, nur mit Hilfe von Natronlauge aus Kautschukmilch den chemisch reinen Kautschukkohlenwasserstoff zu isolieren, der darin frei von Sauerstoff- und stickstoffhaltigen Verunreinigungen ist. Es wurde beobachtet, claß Kautschtikinilchsaft, wenn er längere Zeit, zwecl;m<ißig bei gelinder Wärine, mit verdünnter :,Zatrotilauge behandelt wird, gehr leicht aufrahint, ohne ztr koagulieren, und dal3 sich durch Wiederholung dieser Behandlung und einen äriindlichen Wascliprozela alle @Tertinreinigungen aus dein ernulgierten Kolilenwasserstoff entfernen lassen.
  • Kfrzlich haben O. d e V r i e s und N. 13 e u in - c- - Nieuwland (C-hem. Zentralblatt 192;. 11, 2,;0o) die Be0bachtuiig des AufrahrIietis frei Behandlung der Kautschukmilch niit Alkali ebentalls beschrieben: sie arbeiten aber bei gewöhnlicher Temperatur, wo diese Vorgänge sehr viel langsamer und ungünstiger verlaufen und mehr Alkali erfordern. Auch geben sie an, daß der Kautschuk durch den Prozeß ungünstig verändert wird, indem er Klebrigkeit zeigt.
  • Es wurde nun gefunden, daß es für die i'igenschaften des erhaltenen Kautschuks und der Vulkanisate daraus sehr darauf ankommt.. die letzten Reste von Alkali aus dein Rahin zti entfernen, bevor inan zur Koagulation schreitet. Dies erreicht rnan durch die Methoden, welche bei Kolloiden zur Beseitigung vorn Elelctrolvten üblich sind, z. B. Dialvse, Filtration durch geeignete Tonfilter, Porzellanfilter, w-iederlioltes Zentrifugieren und .@trswaschen usw. Für die Entfernung der Serumbestandteile aus Kautschukmilch sind olclte Verfahren bereits angewendet worden, ohne daß es jedoch gelungen wäre, auf dieseln Wegc einen chemisch reinen, d. h. von sticl;-stotf- und sauerstoffhaltigen Beimengungen freien Kautschuk ztr gewinnen. Dagegen liefert ein gemäß der Erfindung aus Milchsaft gewonnener Kautschuk nach denn Trocknen sofort Analysen, die dein theoretischen Wert für (C.HB)_L entsprechen. Die Vulkanisate aus diesem keines-,vegs klebenden l@autsclutk sind in ihren technischen Eigenschaften au,-gezeichnet und übertreffcti die aus gew-@ihn-!iclien Hand(-lssorten lrci-gestellten :in (-ualität. Es hat sich auch bewährt, bei der Nati-nitlaitgereinigung Luft auszuschließen. Beispiel. 75o Gewichtsteile etwa 4oprozentiger, mit nmoniak konservierter 1Jlilchsaft (Latex) rd mit 75ä Teildn 8prozentiger N-atronige und t 5oo Teilen destilliertem Wasser rsetzt, so daß die Natronlauge in der Genfflüssigkeit etwa 2prozentig wird. Diese spension wird bei etwa 5o° dreißig Stuni gerührt, dann ruhig stehengelassen bei ßmertemperatur, wobei in wenigen Stunz Aufrahmung erfolgt. Die untere Schicht, je nach der Reinheit des Ausgangsmatels mehr oder weniger braun gefärbt ist, rd abgehebert und dem Rahm neuerdings selbe Menge Natronlauge und Wasser zu-;eben. Dann wird nochmals einen Arbeitslang bei 5o° gerührt und wieder aufnnen gelassen. Nach einigen Wiederungen dieser Operation, wenn die unteren ugen farblos sind, beginnt der Waschpro-;. Der überstehende Rahm wird nach dein lassen der Lauge mit 2 3oo Teilen destil--tem Wasser einen Tag langsam bei 5o0 ührt. Dann läßt man in Ruhe neuerdings .rahmen, was jetzt länger dauert, und ngt den Rahm in einen Dialysator, bis er Lktisch neutral ist und z. B. auf Phenolphtaleinpapier nicht mehr reagiert. Der ganze Prozeß wird in einem geschlossenen Gefäß in einer StL,kstoffatmosphäre durchgeführt. Dann wird der Rahm mit einem der üblichen Mittel koaguliert, der erhaltene Kuchen zerkleinert und nach dem Auswalzen getrocknet. Der trockene Kautschuk ist schwach gelblich gefärbt, sehr zäh und elastisch, nicht klebrig und vollkommen stickstoffffrei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: 'Verfahren zur Darstellung von reinem Kautschukkohlenwasserstoff aus Kautschukmilch durch Behandeln derselben mit Alkali, dadurch gekennzeichnet, daß man Kautschukmilch mit verdünnter Alkalilauge, zweckmäßig unter Ausschluß voll Luft, bei erhöhter Temperatur behandelt, aufnahmen läßt, die Lauge abtrennt, diesen Prozeß gegebenenfalls wiederholt und zum Schluß die Natronlauge restlos aus dein Rahm nach den Methoden entfernt, die wie Dialyse, Filtration durch Ton oder Porzellan, Zentrifugieren und Waschen u. dgl. zur Trennung von Kolloiden und Elektrolyten üblich sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749834C (de) * 1939-05-11 1944-12-06 Vorrichtung zum Dialysieren von Milchsaft

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DE749834C (de) * 1939-05-11 1944-12-06 Vorrichtung zum Dialysieren von Milchsaft

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