DE46085C - Verfahren, elektrische telegraphische und andere Signale oder Zeichen in hörbare Laute umzuwandeln - Google Patents

Verfahren, elektrische telegraphische und andere Signale oder Zeichen in hörbare Laute umzuwandeln

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DE46085C
DE46085C DENDAT46085D DE46085DA DE46085C DE 46085 C DE46085 C DE 46085C DE NDAT46085 D DENDAT46085 D DE NDAT46085D DE 46085D A DE46085D A DE 46085DA DE 46085 C DE46085 C DE 46085C
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current
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DENDAT46085D
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English (en)
Original Assignee
CL. ADER in Paris
Publication of DE46085C publication Critical patent/DE46085C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/24Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L15/28Code reproducing apparatus
    • H04L15/30Writing recorders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Telephonic Communication Services (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
. CLEMENT ADER in PARIS.
umzuwandeln.
Um die Fortpflanzung in den Kabeln zu beschleunigen, hat man es immer für vortheilhaft gefunden, von den Zeichen des Morse-Alphabets die Punkte durch Sendung eines positiven Stromes und die Striche durch Sendung eines negativen Stromes darzustellen. Es rindet also, wenn man von der Sendung eines Punktes zur Sendung eines Striches und umgekehrt übergeht, ein Wechsel in der Richtung des Stromes statt, wodurch man das Kabel entladet oder stromfrei macht, was ein grofser Vortheil ist.
Um dieses Mittel auf das im Haupt-Patent beschriebene Verfahren zur ■ Aufnahme von elektrischen Signalen anzuwenden, werden bei der Aufnahme des hörbaren Signales die negativen und positiven Zeichen getrennt wiedergegeben, dergestalt, dafs dieselben sich von einander unterscheiden lassen, sei es dadurch, dafs man das positive, den Punkten entsprechende Signal zum linken Ohr und das negative,. den Strichen entsprechende Signal zum rechten Ohr führt, oder dadurch, dafs man in den Empfängern die beiden Signale verschieden macht, indem man das eine hoch, das andere tief ertönen läfst.
In dem Haupt-Patent wurde erklärt, dafs der wellenförmige Strom, nachdem er zertheilt ist, ■ in zwei Empfänger und hierauf zur Erde geleitet wird; diese beiden Empfänger können natürlich so benutzt werden, dafs man den einen an das linke, den anderen an das rechte Ohr legt. Es handelt sich also darum, diese beiden Empfänger in verschiedener Weise zu beeinflussen, je nachdem die ankommenden Ströme positiv oder negativ sind. Das Mittel zu diesem Zweck ist folgendes:
Es sei angenommen, dafs die Linie L, Fig. 1, abwechselnd positive und negative, wellenförmige Ströme übertrage, welche in der Zeichnung rechts und links von einer neutralen Linie durch schwarze Wellenlinien für den positiven und durch schraffirte Wellenlinien für den negativen Strom versinnlicht sind. Bei ihrer Ankunft in dem Zertheiler F werden diese Ströme zertheilt und gehen dann, zur einen Hälfte bei α in den linken Empfänger R und zur anderen Hälfte bei b in den rechten R1. Schaltet man jedoch in jede der Zweigleitungen, die linke und die rechte, je eine Batterie P bezw. P1 so ein, dafs links der negative Pol nach dem Empfänger R und dem Zertheiler, dagegen rechts der positive Pol nach dem Empfänger R1 und dem Zertheiler gerichtet ist, so würde, wenn die Punkte α und b in leitender Verbindung ständen, ein Kreisstrom entstehen, welcher in der Richtung der angegebenen Pfeile durch die Batterien und die Empfänger fliefsen würde. Die Punkte α und b kommen aber niemals in Verbindung mit einander, sondern es wird bald der eine und bald der andere durch den Zertheiler mit der Linie L in Verbindung gebracht, der Localstrom wird
aber in dem . einen (rechten) Leitungszweig ,immer nach oben und in dem anderen (linken) Leitungszweig immer nach unten fliefsen, also immer dieselbe Richtung beibehalten. Wenn durch die Linie kein Strom gesendet wird, so wird der Zertheiler, indem er sich abwechselnd an α und an b anlegt, einen beständig gleichen und regelmäfsigen Ton in den beiden Empfängern R und R1 hervorrufen. Der bei a b unterbrochene Localstrom wird nun mit Hülfe eines Rheostaten oder einer Nebenleitung bei jeder Batterie geschwächt, dergestalt, dafs ihm genau die Stärke der Ströme gegeben wird, welche gewöhnlich durch die Linie ankommen. Sobald dann ein positiver Strom durch die Linie ankommt, wird derselbe immer durch den Zertheiler zertheilf; allein links trifft dieser zertheilte Strom einen Strom von gleicher Richtung an, er vereinigt sich mit diesem und fliefst mit demselben zur Erde, während er rechts einem Strom von entgegengesetzter Richtung begegnet, welcher ihm gleich ist und ihn daher vernichtet, so dafs der linke Empfänger allein den Ton wiedergeben und der rechte stumm bleiben wird. Eine vollkommen gleiche, aber umgekehrte Wirkung tritt ein, sobald durch die Linie ein negativer Strom gesendet wird. Man nimmt auf diese Art alle positiven Signale, welche die Punkte des Morse-Alphabets darstellen, mit dem linken Ohr, und alle negativen Signale, welche die Striche darstellen, mit dem rechten Ohr auf.
Man kann Zertheiler verschiedener Construction anwenden, z. B. einen schwingenden Stab F, welcher zwischen zwei Contacten a und b gegenüber einem Elektromagneten c angeordnet ist, der von dem Strom einer Localbatterie erregt wird.
Der Zertheiler kann auch so eingerichtet sein, wie dies Fig. 2 zeigt. Vor dem Elektromagneten c ist ein Anker Fangeordnet, welcher an seinem freien Ende mit einer isolirenden Platte / aus Ebonit ausgerüstet ist. Diese isolirende Platte schwingt zwischen zwei federnden Streifen d dl und entfernt bald den einen und bald den anderen derselben von dem Contact e, in welchen die Linienleitung endigt. Die beiden federnden Streifen sind mit den Drähten verbunden, welche zu den Empfängern führen.
Um die positiven Signale noch besser von den negativen unterscheiden zu können, ordnet man am Ankunftspunkt des Kabels oder der Linie, Fig. 3, vorteilhaft zwei Stromzertheiler S und D an,' von denen der eine, der linke S, beim Schwingen einen hohen Ton und der andere, D, der rechte, einen tiefen Ton giebt. Der linke Zertheiler S entspricht einem Telepho'nempfänger R für das linke Ohr und der rechte Zertheiler D dem für das rechte Ohr bestimmten Empfänger R1. Die Localbatterien P und P1 sind immer wie in Fig. 1 angeordnet, ihre Ströme haben dieselbe Richtung wie dort und rufen dieselben Wirkungen hervor; wie vorhin gehen die positiven Signale ebenfalls zum linken Ohr und die negativen Signale zum rechten Ohr, jedoch mit einer verschiedenen Tonhöhe. Wenn der hohe Ton ein G (sol) und der tiefe Ton ein C (do) ist, so werden, die Punkte durch ein G dem linken Ohr und die Striche durch ein C dem rechten Ohr wahrnehmbar gemacht. Man kann auch mittelst Telephonempfängers mit zwei Kernen oder mit Spulen mit zwei Umwickelungen die Töne GC (sol-do) zu demselben Ohr führen, wie in Fig. 4 veranschaulicht ist.
In Bezug auf die in Fig. 3 gezeigte Schaltung ist noch zu bemerken, dafs es zuweilen eintreten kann, dafs die Lamellen S und D zu gleicher Zeit mit ihren Contacten α bezw... b in Berührung sind. Wenn dieser Fall eintritt, was indessen selten sein dürfte, so kreist der Strom der beiden Localbatterien P P1, und es giebt in diesem ' Augenblick eine Zusatzkraff, was kein Nachtheil ist.
Es giebt eine unendliche Anzahl von Arten und Combinationen, um zu dem praktischen Resultat zu gelangen, dessen Princip weiter oben beschrieben worden ist. Als Beispiel dienen einige Ausführungsarten, welche man leicht durch einfache Besichtigung der Figuren verstehen wird.
Die· Fig. 5 zeigt eine Anordnung mit einer Batterie P, welche zwischen die beiden Zweigleitungen eingeschaltet ist; in die Zweigleitungen S R und D R1 sind die bezw. Widerstände HH1 eingeschaltet. Diese Widerstände haben den Zweck, den Abflufs des Linienstromes nach der Erde zu erlauben, dabei aber den Strömen so entgegenzuwirken, dafs die letzteren gezwungen sind, in der gewünschten Richtung durch die Empfänger zu gehen. Wenn S a berührt, so geht der Linienstrom durch SaR und den Widerstand H zur Erde. Sobald D b berührt, ist es ein Linienstrom von umgekehrter Richtung, welcher durch DbR1 und den Widerstand H1 zur Erde geht. Dieser Vorgang tritt für die Linienströme ein.
Was. den Strom der Localbatterie P anbetrifft, so kann dieser, wenn D b berührt, bei o1 ankommend, durch den Empfänger R1 gehen oder durch den Widerstand H1 zur. Erde: Da ΉΛ einen Widerstand entgegensetzt, so wird der Strom fast vollständig durch i?1 gehen: Ein ähnlicher Vorgang tritt ein, wenn S α berührt.
Fig. 6 zeigt dieselbe Anordnung, nur sind in diesem Falle die Batterie P und die Widerstände H H1 über den schwingenden Stäben · angeordnet. In Fig. 7 sind die Empfänger R und R1 in der Erdleitung hinter einander geschaltet, der Ton sol-do wird von beiden
Empfängern gleichzeitig aufgenommen. Bei den Schaltungen Fig. 6 und 7 ist die Wirkung dieselbe, wie mit Bezug auf Fig. 5 beschrieben wurde.
In Fig. 8 sind die Empfänger R und R1 ebenso wie in Fig. 7 in der Erdleitung 'hinter einander geschaltet, abgesehen hiervon, stimmt die Anordnung mit der in Fig. 3 gezeigten überein.
In Fig. 9 vertheilt der schwingende Stab D den Strom auf beide Zweigleitungen, und es ist nur auf einer der s letzteren ein zweiter schwingender Stab S vorhanden. Wenn bei dieser Schaltung die beiden Stäbe D und S nicht gleichzeitig bei a bezw. a1 Contact bilden, so geht durch R gär kein Strom. Es folgt hieraus, dafs, wenn man rechts gleichartig regelmäfsige Contacte hat, welche den Empfängerin1 erregen, links unregelmäfsige Contacte stattfinden, welche den Empfänger R erregen. Daher rührt der Unterschied in den durch die beiden Ohren wahrgenommenen Tönen.
'. Bei der in Fig. 10 gezeigten Schaltungsweise werden die Empfänger R und R1 bei jeder Schwingung der schwingenden Stäbe in Kurzschlufs geschaltet.
Während der Zeit, wo S nicht α und D nicht b berührt, kreist ein continuirlicher elektrischer Strom durch die beiden Empfänger R und JR1. Sobald "aber D mit b in Berührung kommt, findet der Localstrom eine Nebehleitung D b, welche weniger Widerstand als R1 darbietet, und der Localstrom geht nicht mehr durch diesen Empfänger. Ebenso ist es bei dem Empfänger ΐ?, wenn. S und a Contact bilden. Die Empfänger treten also durch Unterbrechen der entsprechenden Nebenleitung in Thätigkeit.
In Fig. 11 haben die Empfänger R R1 Spulen mit zwei Umwickelungen; durch die eine der Umwickelungen gehen die zertheilten Ströme der Linie und durch die andere sendet man den Strom je einer der Localbatterien p1 p1, deren Stromkreise durch Unterbrecher S1 D1, die mit denjenigen der Linie synchron schwingen, unterbrochen werden. Die Localströme haben die entgegengesetzte Richtung, wie die bezw. positiven und negativen Linienströme.
Fig. 12 zeigt einen Condensator X zwischen •der Erde und der Aufnahmestelle, und in Fig. 13 sind zwei Condensatoren C C1 hinter den Empfängern selbst vorhanden.
Der Condensator X, Fig. 1 2, dient dazu, die Einwirkung der Erdströme auf das Kabel zu verhindern, wenn solche Ströme vorkommen, dabei aber den Betrieb der Linie zu gestatten, ebenso wie bei der in Fig. 3 gezeigten Schaltung.
Die Condensatoren CC1, Fig. 13, verhindern ebenfalls die Einwirkung der Erdströme. Aufserdem laden sich diese Condensatoren bei jeder Schwingung mit Batteriestrom und entladen sich hernach, sie wirken also durch auf einander folgende Ladungen und Entladungen.
Um die Batterien bezw. die Stärke der Ströme derselben reguliren zu können, verwendet man Nebenleitungen, in welche veränderliche Widerstände eingeschaltet sind, wie dies gewöhnlich geschieht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Diejenige Abänderung des im Anspruch 1 .„des Haupt-Patentes No. 44133 gekennzeichneten Verfahrens, elektrische, telegraphische und andere Signale oder Zeichen in hörbare Laute umzuwandeln, welche den Zweck hat, die wellenförmigen, an der Ankunftsstation zertheilten Ströme in zwei Empfänger zu leiten, von denen der eine — für das eine Ohr bestimmte — nur durch ankommende negative, der andere — für das andere Ohr bestimmte — dagegen nur durch ankommende positive Ströme beeinflufst wird, indem die Wirksamkeit der Linienströme in den betreffenden Empfängern durch positive bezw. negative Ströme von entsprechend geschalteten und bezüglich ihrer Stromstärke regulirten Localbatterien aufgehoben oder vergröfsert wird.
  2. 2. , Die Anordnung von Zertheilern bei der Empfangsstation, welche derart in Thätigkeit erhalten werden, dafs die durch dieselben herbeigeführte Anzahl von Unter-' brechungen der die beiden Empfänger enthaltenden Stromkreise verschieden ist, zu dem Zwecke, die Empfänger verschieden hohe Töne hervorbringen zu lassen, von denen der eine Ton den zu übermittelnden Punkten, der andere den Strichen entspricht.
    Hierzu ι Blatt Zeichmingen.
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