DE976994C - Einrichtung zur stoerungsfreien UEbertragung elektrischer Wellen mittels Codeimpulsgruppen - Google Patents
Einrichtung zur stoerungsfreien UEbertragung elektrischer Wellen mittels CodeimpulsgruppenInfo
- Publication number
- DE976994C DE976994C DEST2559A DEST002559A DE976994C DE 976994 C DE976994 C DE 976994C DE ST2559 A DEST2559 A DE ST2559A DE ST002559 A DEST002559 A DE ST002559A DE 976994 C DE976994 C DE 976994C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pulse
- code
- pulses
- circuit
- wave
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
- H04J3/00—Time-division multiplex systems
- H04J3/16—Time-division multiplex systems in which the time allocation to individual channels within a transmission cycle is variable, e.g. to accommodate varying complexity of signals, to vary number of channels transmitted
- H04J3/1682—Allocation of channels according to the instantaneous demands of the users, e.g. concentrated multiplexers, statistical multiplexers
- H04J3/1688—Allocation of channels according to the instantaneous demands of the users, e.g. concentrated multiplexers, statistical multiplexers the demands of the users being taken into account after redundancy removal, e.g. by predictive coding, by variable sampling
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03M—CODING; DECODING; CODE CONVERSION IN GENERAL
- H03M7/00—Conversion of a code where information is represented by a given sequence or number of digits to a code where the same, similar or subset of information is represented by a different sequence or number of digits
- H03M7/02—Conversion to or from weighted codes, i.e. the weight given to a digit depending on the position of the digit within the block or code word
- H03M7/06—Conversion to or from weighted codes, i.e. the weight given to a digit depending on the position of the digit within the block or code word the radix thereof being a positive integer different from two
- H03M7/08—Conversion to or from weighted codes, i.e. the weight given to a digit depending on the position of the digit within the block or code word the radix thereof being a positive integer different from two the radix being ten, i.e. pure decimal code
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B14/00—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission
- H04B14/02—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission characterised by the use of pulse modulation
- H04B14/04—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission characterised by the use of pulse modulation using pulse code modulation
- H04B14/044—Sample and hold circuits
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B14/00—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission
- H04B14/02—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission characterised by the use of pulse modulation
- H04B14/06—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission characterised by the use of pulse modulation using differential modulation, e.g. delta modulation
- H04B14/062—Transmission systems not characterised by the medium used for transmission characterised by the use of pulse modulation using differential modulation, e.g. delta modulation using delta modulation or one-bit differential modulation [1DPCM]
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
- H04J3/00—Time-division multiplex systems
- H04J3/16—Time-division multiplex systems in which the time allocation to individual channels within a transmission cycle is variable, e.g. to accommodate varying complexity of signals, to vary number of channels transmitted
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L5/00—Arrangements affording multiple use of the transmission path
- H04L5/22—Arrangements affording multiple use of the transmission path using time-division multiplexing
- H04L5/225—Arrangements affording multiple use of the transmission path using time-division multiplexing combined with the use of transition coding
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Electrotherapy Devices (AREA)
- Two-Way Televisions, Distribution Of Moving Picture Or The Like (AREA)
Description
St
Bei allen bisher vorgeschlagenen Impulscodeanlagen wird eine Nachrichtenwelle periodisch abgetastet,
und ihre Momentanamplitude wird zu der nächsten Stufe einer Amplitudenskala mit einer
endlichen Stufenzahl bestimmt. Die entsprechende Stufenziffer wird dann verschlüsselt und nach dem
Empfangsende mittels einer Codeimpulsgruppe übertragen. Diese Signalamplitude wird im Empfänger
aus der von den Impulsen erhaltenen verschlüsselten Information aufgebaut. Dieses System
hat ein besseres Signal-zu-Geräuschverhältnis als
Impulssysteme, bei welchen die Information durch Veränderung der Amplitude oder des Impulstaktes
übertragen wird, da der Empfänger im allgemeinen nur das Vorhandensein oder das Fehlen eines Impulses
feststellen muß (oder er nur zwischen ein paar wenigen unterschiedlichen Impulsamplituden
unterscheiden muß), so daß ein Störgeräusch nicht denselben Einfluß auf den Empfang hat wie bei
anderen Impulssystemen. Der Vorteil wird natür-
lieh auf Kosten einer geringen Signal verzerrung
erhalten, die sich aus der Verwendung einer Amplitudenskala mit einer endlichen Stufenzahl ergibt.
Alle bisher bekannten Impulscodemodulationsanlagen haben eine gemeinsame Eigenschaft, nämlich,
daß die Signalamplitude in regelmäßigen Intervallen abgetastet wird und daß die Codeimpulsgruppen
in entsprechenden regelmäßigen ίο Intervallen ausgesandt werden.
Die vorliegende Erfindung ist im Prinzip ähnlich der obenerwähnten Anlage, soweit eine Amplitudenskala
mit einer endlichen Stufenzahl verwendet wird und soweit die Signalamplitude entsprechend
dem Stufenschritt der Skala in verschlüsselter Form durch eine Codeimpulsgruppe übertragen
wird. Die Erfindung unterscheidet sich jedoch grundsätzlich von allen diesen Systemen darin, daß
keine Abtastung des Signalmomentanwertes in regelmäßigen Intervallen erfolgt, sondern, daß eine
Codeimpulsgruppe immer dann ausgesandt wird, wenn sich der Signalmomentanwert um eine Stufe
auf der Amplitudenskala verändert. Die Codeimpulsgruppen werden demnach ganz unregelmäßig
ausgesandt, entsprechend dem sioh verändernden S ignalmomentanwert.
Dieses neue System führt zu einem unterschiedlichen Mehrkanalsystem, bei welchem den einzelnen
Kanälen keine besonderen Zeitperioden mehr zugeordnet sind, wie bei den bisher bekannten Mehrkanalimpulssystemen.
Jedesmal, wenn sich der Signalmomentanwert irgendeines Kanals um eine Stufe ändert, wird eine Codeimpulsgruppe ausgesandt,
welche gleichzeitig anzeigt, welcher Kanial es ist und auch, ob die Momentanwertveränderung
ansteigt oder fällt.
Es wird klar sein, daß eine Momentanwertänderung um eine Stufe bei zwei oder mehr
Kanälen gleichzeitig auftreten kann, und dies würde bedeuten, daß diese Kanäle die Leitung gleichzeitig
für die Aussendung der entsprechenden unterschiedlichen Codeimpulsgruppen belegen wurden. Wenn
nur wenig Kanäle auf einem Breitbandsystem.übertragen
werden, ist die Wahrscheinlichkeit gering, daß mehr als ein Kanal die Leitung gleichzeitig
belegt, wenn aber eine große Kanalzahl zu übertragen ist, sind Mittel erforderlich, um zu verhindern,
daß sich die einzelnen Kanäle verdrängen. Die Lage ist ziemlich ähnlich derjenigen, bei welcher
eine Anzahl Telefonteilnehmer alle durch eine Beamtin bedient werden. Die Beamtin braucht nicht
der Reihe nach zu fragen, ob ein Teilnehmer eine Nachricht zu übermitteln hat (was mit der gewöhnlichen
Zeitzuteilung für jeden Kanal übereinstimmt), sondern jeder Teilnehmer ruft die Beamtin
an, wenn er eine Nachricht zu übertragen hat, und die Beamtin fertigt die Teilnehmer der Reihe
nach ab. Wenn viele Teilnehmer die Beamtin gleichzeitig anrufen, müssen sie der Reihe nach warten,
und wenn die Reihe lang ist, müssen einige der Nachrichten fallengelassen werden. Die Anzahl
Teilnehmer, welche die Beamtin bedienen kann, ist bestimmt durch die Wahrscheinlichkeit, daß irgendein
Teilnehmer seine Nachricht durchsagen kann, ehe er die nächste Nachrichtenverbindung benötigt.
Ein elektrisches Analogon ist so nötig: Jedesmal, wenn ein Kanal seine Amplitude um eine Stufe
ändert, verlangt er die Leitung. Diese Verlangen werden der Reihe nach befriedigt, und die entsprechende
Kanalcodeimpulsgruppe wird ausgesandt. Wenn die Wartezeit zu lang ist, muß die Übertragung einiger der Kanalcodegruppen ausfallen.
Der verwendete Kanalcode könnte mehr Kanäle kennzeichnen, als unter normalen Bedingungen befriedigend
betrieben werden können, und in solch einem Fall könnte die maximale Kanalzahl, die gewöhnlich
verwendet wird, bei speziellen Umständen nach Gutdünken vergrößert werden, oder alternativ
könnte die Kanalzahl verringert werden und einem oder mehreren Spezialkanälen der Vorrang gegeben
werden. Bei einer Mehrkanalsprechanlage könnte z. B. bei Gelegenheit die Anzahl Kanäle
verringert werden, um die Übertragung eines Breitbandkanals zu erlauben, welchem der Vorrang eingeräumt
würde.
Es ist klar, daß eine kurze Warteperiode das Signal nicht merkbar verzerren wird, wenn aber
eine Anzahl Momentanwertänderungen gestrichen werden müssen, wird die Verzerrung ziemlich bedeutend
werden. Die Anzahl Kanäle, die in irgendeinem besonderen System verwendet werden können,
muß sich nach diesen Grundsätzen richten. Es kann gezeigt werden, daß bei vernünftigen Annahmen
bei der vorliegenden Erfindung ungefähr dieselbe Kanalzahl bewältigt werden kann wie bei den
üblichen Codemodulationssystemen unter denselben Bedingungen.
Es ist bekannt, daß übliche Impulscodesysteme eine Verbesserung im Signal-zu-Störverhältnis ergeben
und daß die Verbesserung größer ist, um so mehr Impulse im Code verwendet werden. Das
System der vorliegenden Erfindung ergibt eine Verbesserung in ungefähr derselben Ordnung, aber
es besteht eine ziemliche Differenz im Einfluß des Störgeräusches. Und ein falsches Signal könnte nur
eine Änderung einer Amplitudenstufe hervorrufen. Bei üblichen Impulscodemodulationssystemen
muß die Kanalzahl vor Planung des Systems be- »» stimmt sein; beim System der vorliegenden Erfindung
ist diese Anzahl nicht festgesetzt, sondern kann durch Erfahrung bestimmt werden. Dies ist
eine nützliche Eigenschaft, besonders bei Anlagen, über die Nachrichten in verschiedenen Sprachen ll!
gehen, für welche der Verdrängungsbetrag etwas unterschiedlich ist.
Obgleich jeder Kanal gleich behandelt wird, ist es klar, daß die lauten Sprachkanäle eine größere
Zeitzuteilung bekommen, so daß z. B. ein sehr schneller Sprecher mit hoher schriller Stimme auf
Kosten des langsameren Sprechers, der tiefere Töne verwendet, den Vorrang erhält. Dies ist sehr nützlich,
da der schnellere Sprecher bei einer Anlage, die für die mittlere Sprechweise gebaut ist, unver- "5
ständlich werden könnte.
Die Erfindung bildet gemäß ihrem Hauptmerkmal ein Impulscodenachrichtensystem, bei welchem
der Momentanwert der zu übertragenden Signalwelle mit einer speziellen Amplitudenskala verglichen
wird, die eine endliche Anzahl Amplitudenstufen aufweist und bei welcher ein Impuls oder
Impulsgruppen infolge einer Veränderung der Signalmomentanwerte von einer Stufe der Skala
nach der nächsten übertragen wird, gemäß einem ίο Code, welcher anzeigt, ob die Veränderung eine
Vergrößerung oder eine Verkleinerung des Momentanwertes ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Fig. ι zeigt eine schematische Darstellung einer
einfachen Form eines Impulscodesenders;
Fig. 2 zeigt ein Detail der in Fig. 1 verwendeten Kathodenstrahlröhre;
Fig. 3 zeigt eine schematische Schaltung eines einfachen Integrators für die Zurückgewinnung
der Signal welle aus den Codeimpulsen im Empfänger
;
Fig. 4 zeigt eine schematische Schaltung eines Senders einer Mehrkanalimpulscodemodulationsanlage;
Fig. 5 zeigt eine schematische Schaltung des in Fig. 4 verwendeten Impulsdiskriminators;
Fig. 6 zeigt eine Schaltung des Ruf- und Aufnahmestromkreises von Fig. 4;
go Fig. 7 zeigt ein Beispiel einer Codierungsvorrichtung
für die Verwendung in Fig. 4;
Fig. 8 zeigt eine Abänderung von Fig. 4;
Fig. 9 zeigt eine schematische Empfangsanordnung der Anlage;
Fig. 9 zeigt eine schematische Empfangsanordnung der Anlage;
Fig. 10 zeigt eine Schaltung eines Beispiels eines in Fig. 9 verwendeten Torkreises;
Fig. 11 zeigt eine schematische Schaltung des in Fig. 9 verwendeten Elektronenschalters;
Fig. 12 zeigt eine Schaltung eines Beispiels eines in Fig. 9 verwendeten Integratorkreises;
Fig. 13, 14 und 15 zeigen Impulsdiagramme zur
Erläuterung der Wirkungsweise der Anlage.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen eine Anwendung der Erfindung in ihrer wahrscheinlich einfachsten
Form auf einen einzigen Nachrichtenkanal. In Fig. ι ist der Codeimpulssender gezeigt, der aus
einer Kathodenstrahlröhre 1 besteht, die als eine Vorrichtung zur Erzeugung von Amplitudenstufen
geschaltet ist. Die Röhre schließt eine Kathode 2 ein, welche die Elektronenstrahlquelle ist, die
üblichen vier Ablenkplatten 3, 4, 5 und 6 und eine Sammelelektrode 7, auf welcher der Elektronenstrahl
auftrifft. Diese Auffangelektrode hat die in Fig. 2 gezeigte spezielle Form. Die Röhre ist mit
anderen geeignet polarisierten nicht gezeigten Elektroden für die Erzeugung und Formgebung
des Elektronenstrahles in bekannter Weise ausgerüstet. Der Elektronenstrahl wird zu einem
scharfen und kleinen Fleck auf der Elektrode 7 gebündelt. Die Kathode 1 und eine Platte 4, 6 von
jedem Ablenkplattenpaar sind mit Erde verbunden. Die horizontale Ablenkplatte 5 ist über einen
Oszillator 8 mit Erde verbunden, welcher auf einer Frequenz arbeitet, welche hoch gegenüber
irgendeiner Frequenz in dem Band der Signalfrequenzen ist, welche durch die Anlage übertragen
werden sollen. Dadurch wird der Elektronenstrahl veranlaßt, eine dünne Linie über die Kollektorelektrode
7 zu ziehen.
Die zu übertragende Signalwelle wird zwischen die Eingangsklemmen 9 und 10 angelegt, wobei die
Klemme 9 über einen Blockkondensator 11 mit der vertikalen Ablenkplatte 3 verbunden ist und der
Anschluß 10 mit Erde verbunden ist. Die Platte 3 sollte vorzugsweise über einen hochohmigen Widerstand
12 mit Erde verbunden sein.
Die Kollektorelektrode 7 ist über einen Arbeitswiderstand 13 und eine positive Quelle 14 geeigneten
Potentials mit Erde verbunden. Die Elektrode 7 ist auch mit einem Differentiationskreis verbunden,
der aus einem kleinen Serie-Kondensator 15 und einem Shunt-Widerstand 16 besteht, dessen eine
Anschlußklemme mit Erdpotential und dessen andere Anschlußklemme mit einer Ausgangsklemme
17 verbunden ist, welche mit dem die Codeimpulse übertragenden Nachrichenkreis verbunden
ist.
Die Kollektorelektrode 7 hat die in Fig. 2 gezeigte abgestufte Form, die Breite derselben nimmt
in gleichen horizontalen Stufen von oben nach unten ab. Wenn keine Signalspannung am Anschluß
9 angelegt ist, sollte der Elektronenstrahl so eingestellt sein, daß er eine horizontale Linie 18
über die Mitte der Elektrode zieht. Die Elektrode 7 wird einen Strom aufnehmen, der über den Widerstand
13 geht und dessen Größe proportional der Breite der Elektrode an der Stelle ist, an der sie
der Elektronenstrahl überstreicht.
Wenn an die Klemme 9 eine Signalspannung angelegt wird, welche sich von Null positiv vergrößert,
wird sie die durch den Strahl gezogene Linie 18 nach oben bewegen, bis sie die nächste
Stufe der Elektrode erreicht, und dann wird der Strom durch den Widerstand 13 plötzlich auf einen
größeren Wert ansteigen, proportional der Breite der Elektrode an dieser Stufe. Wenn sich die
Signalspannung fortgesetzt vergrößert, wird der Strom über den Widerstand 13 sich in gleichen
Stufen plötzlich vergrößern, und zwar jedesmal, wenn die Linie 18 die nächste Stufe auf der Elektrode
7 erreicht. Wenn die Signalspannung abnimmt und durch Null geht und sich dann negativ
vergrößert, wird sich in gleicher Weise die Linie 18 nach unten über die Elektrode bewegen, und
jedesmal wenn eine Stufe überschritten wird, wird der Strom durch den Widerstand 13 plötzlich in
gleichen Stufen abnehmen. Die Spannungsänderung über dem Widerstand 13 ist demgemäß ein abgestuftes
Abbild der Signalwelle, und je größer die Anzahl Stufen in der Elektrode 7 ist, um so
enger wird die Signalwelle durch die Spannungsveränderung über dem Widerstand 13 dargestellt
werden.
Fig. 2 zeigt der Darstellung willen nur elf Stufen in der Elektrode 7. In der Praxis jedoch ist eine
größere Anzahl vorgesehen, etwa mindestens 32.
Der Differentiationskreis 14, 15 gibt an die
Klemme 17 einen kurzen positiven Impuls ab, jedesmal wenn sich der Strom im Widerstand 13
um eine Stufe vergrößert, und einen gleichen kurzen negativen Impuls, wenn der Strom um eine
Stufe abnimmt. Diese kurzen Impulse werden an den Empfänger übertragen und zeigen an, wenn
sich der Signalmomentanwert auf einen neuen Wert auf der Amplitudenskala verändert und ob
diese Veränderung ein Anstieg oder ein Abfall ist. Aus dieser Information kann die Signalwelle im
Empfänger angenähert wiedergegeben werden, und die Annäherung ist um so enger, je größer die Anzahl
Stufen in der verwendeten Amplitudenskala ist.
Die kurzen positiven und negativen differenzierten Impulse bilden so den einfachst möglichen
Code für die Nachbildung der Signalwelle. Wenn es nicht gewünscht wird, Impulse beider Vorao
zeichen zu übertragen, könnten sie in entsprechende positive oder negative Impulse mit zwei verschiedenen
Amplituden oder Dauer oder in Impulspaare mit unterschiedlichem Zeitabstand oder in irgendeinen
anderen gewünschten Impulscode umgeformt werden.
Obgleich die in Fig. 2 gezeigten vertikalen Stufen der Elektrode alle gleich sind, so daß die
Stufen der Amplitudenskala gleich sind, kann auch eine logarithmische Amplitudenskala mit kleineren
Stufen für kleine Amplituden verwendet werden. Die vertikalen Stufen der Elektrode 7 können so in
der Höhe in einer logarithmischen oder irgendeiner anderen Weise variiert werden.
Fig. 3 zeigt ein einfaches Beispiel, wie die Signalwelle im Empfänger aus den empfangenen
positiven und negativen Codeimpulsen rekonstruiert werden kann.
Die Codeimpulse werden zwischen die Eingangsklemmen 19 und 20 angelegt und über einen Blockkondensator
21 über ein Paar entgegengesetzt gerichteter parallel verbundener Dioden 23 und 24 an
einen Integrationskondensator 22 angelegt. Diese Dioden sind normalerweise blockiert durch entsprechende
Vorspannungsquellen 25 und 26 geeigneten Potentials; der Gleichstrom wird durch die Widerstände 27 und 28 vervollständigt, wobei
der Widerstand 28 sehr hochohmig sein sollte.
Der Weg zwischen dem Kondensator 22 und der
Eingangsklemme 19 ist beim Fehlen irgendeines Codeimpulses normalerweise durch die Dioden
blockiert, und der Kondensator 22 wird sich über den Widerstand 28 entladen haben.
Sobald der erste Codeimpuls am Punkt 19 ankommt und anzeigt, daß sich der Signalmomentanwert
von Null um eine Stufe verändert hat, überwindet dieser Impuls, wenn er positiv ist, die
Vorspannung der Quelle 26 und geht über die Diode 24 und gibt eine kleine positive Ladung an
den Kondensator 22 ab. Wenn der erste Impuls negativ ist, geht er über die andere Diode und gibt
an den Kondensator 22 eine gleich große negative Ladung ab. Wenn sich so der Signalmomentanwert
um eine Stufe ändert, wird sich die Ladung vom Kondensator 22 auch um eine Stufe in derselben
Richtung wie die Momentanwertänderung verändern, und die Veränderung des Potentials vom
Kondensator 22 wird so ein abgestuftes Abbild der ursprünglichen Signalwelle sein.
Nach dem Verschwinden irgendeines Codeimpulses kann sich der Kondensator 22 über keine
Diode entladen, vorausgesetzt, daß die Vorspannungsquellen 25 und 26 ein höheres Potential
haben, als das maximale Potential ist, welches der Kondensator 22 annehmen kann. Der Kondensator
22 kann sich jedoch über den Widerstand 28 entladen, und deshalb sollte dieser Widerstand so
hochohmig sein, daß er eine Zeitkonstante mit dem Kondensator 22 erzeugt, welche groß ist gegenüber
der Periode, die irgendwelche zwei Codeimpulse trennt. Dies bedeutet, daß diese Zeitkonstante 8a
groß sein muß gegenüber der Periode der niedrigsten Frequenzkomponente in der Signalwelle.
Das wiedergewonnene Signalwellenpotential vom Kondensator 22 wird vorzugsweise durch ein Tiefpaßfilter
29 geglättet, bevor es an die Ausgangsklemmen 30 und 31 angelegt wird, mit welchem ein
Telefonempfänger (nicht gezeigt) oder eine andere geeignete Empfangsvorrichtung verbunden ist.
Die Signalamplituden sollten nicht so groß sein, daß die Spur 18 (Fig. 2) sich über die Platte 7 9c
hinausbewegt, und trotzdem die Ablenkempfindlichkeit der Kathodenstrahlröhre gemäß der erwarteten
Maximalamplitude der Signalwelle eingestellt wird, ist es wünschenswert, die Signalwelle über
einen geeigneten Begrenzer (nicht gezeigt) zu 9S schicken, ehe sie an die Klemme 9 angelegt wird,
so daß irgendwelche übermäßigen Amplituden begrenzt werden.
Wenn gewünscht, können der Oszillator 8 und die Platten 5 und 6 in Fig. 1 weggelassen werden, 1°'
und der Elektronenstrahl kann dann in Form eines äußerst dünnen horizontalen Streifens gebündelt
werden, der breit genug ist, um die Elektrode 7 an der Stelle ihrer maximalen Breite zu überdecken.
Die erhaltenen Ergebnisse werden dann praktisch i°l dieselben sein.
Es können selbstverständlich auch irgendwelche notwendige Verstärker an gewünschten Punkten in
der Schaltung eingefügt werden. Solche Verstärker sind jedoch um der Klarheit Willen weggelassen
worden.
Fig. 4 zeigt eine schematische Schaltung eines Vierkanal-Senders gemäß der Erfindung. Es können
jedoch selbstverständlich auch mehr als vier Kanäle verwendet werden. Die Einrichtung für X1;
jeden Kanal ist gleich, und diejenige für den Kanal A wird in den Einzelheiten beschrieben. Die
Signalwelle wird an die Kanaleingangsklemme 32 angelegt und dann an einen Stufen- und Differentiationskreis
33, wie er in bezug auf die Fig. 1 12' und 2 beschrieben ist. Die vom Ausgang des Kreises
33 erhaltenen kurzen positiven und negativen Codeimpulse werden an einen Diskriminatorkreis
34 angelegt, welcher aus Amplitudenbegrenzungsröhren besteht, die so geschaltet sind, daß sie einen 12·
kurzen positiven Ausgangsimpuls an der Ausgangs-
klemme 35 bei einem positiven Codeimpuls erzeugen und einen gleichen kurzen positiven Ausgangsimpuls
an einer zweiten Ausgangsklemme 36 bei einem negativen Codeimpuls erzeugen.
Der an der Klemme 35 auftretende Impuls entspricht einer Vergrößerung des Signalmomentanwertes,
und dieser Impuls löst einen Kreis 37 aus, welcher mit einem Annahmestromkreis 38 verbunden
ist. Der Kreis 37 erzeugt eine Folge von Impulsen, von denen jeder den Annahmestromkreis zu
betätigen versucht, um auf die Leitung oder ein anderes Übertragungsmedium eine Gruppe von
Codeimpulsen zu senden, welche anzeigt, daß eine Vergrößerung im Signalmomentanwert im Kanals
aufgetreten ist. Wie später ausführlicher erläutert wird, kann der Annahmestromkreis 38 nicht betätigt
werden, wenn einer der zu anderen Kanälen gehörenden Annahmestromkreise betätigt ist.
Der Kreis 37 wird demgemäß als Rufstromkreis bezeichnet, analog der Telefontechnik, da er das
Mittel darstellt, durch welches eine Besetzung der Leitung für die Aussendung der entsprechenden
Codeimpulse erfolgt. Der Annahmestromkreis 38 entspricht der Telefonbeamtin.
Wenn der Annahmestromkreis 38 anspricht, sendet er einen Impuls über den Leiter 39 an den Rufstromkreis
zurück und stoppt dessen Betätigung. Der Annahmestromkreis sendet auch einen Impuls
an die Verschlüsselungsvorrichtung 40, welche die entsprechende Codeimpulsgruppe erzeugt, die auf
die Leitung 41 gegeben wird.
Die an der Klemme 36 auftretenden Impulse des Diskriminatorkreises 34 entsprechen einer Abnahme
des Signalmomentanwertes und werden an einen Rufstromkreis 42 angelegt, der mit einem
Annahmestromkreis 43 verbunden ist, welcher den Rufstromkreis über den Leiter 44 stoppt und die
Verschlüsselungsvorrichtung 45 betätigt. Alle Vorrichtungen 42, 43, 44, 45 sind die gleichen wie die
Vorrichtungen 37, 38, 39 und 40, mit der Ausnahme, daß die Verschlüsselungsvorrichtung 45 so
aufgebaut ist, daß sie eine unterschiedliche Codegruppe gegenüber der Verschlüsselungsvorrichtung
40 aussendet, welche anzeigt, daß eine Abnahme anstatt einer Zunahme des Signalmomentanwertes
im Kanal A stattgefunden hat.
Die Kanäle B, C und D sind alle mit genau gleichen Vorrichtungen wie der Kanal A ausgerüstet,
ausgenommen, daß die Verschlüsselungsvorrichtungen 46 bis 51 unterschiedliche Codeimpulsgruppen
aussenden.
Die acht Annahmestromkreise 38, 43 und 52 bis 57 sind alle durch einen Leiter 58 zusammengekoppelt,
so daß, wenn irgendeiner der Annahmestromkreise betätigt worden ist, alle anderen gesperrt
sind.
Es ist klar, daß eine große Anzahl unterschiedlicher Impulscodetypen für die Kennzeichnung der
Kanäle und die Richtung der Signalmomentanwertänderung verwendet werden können. Ein aus zwei
Arten von Elementen bestehender Code ist jedoch vorzuziehen; da acht unterschiedliche Anzeigen zu
übertragen sind, genügt normalerweise eine Codegruppe, welche sich aus null bis drei aufeinanderfolgenden
Impulsen zusammensetzt. Da jedoch die Codegruppen zu unregelmäßigen Zeiten ausgesandt
werden, ist es notwendig, die Gruppe mit einem vierten Impuls auszurüsten, der etwa dem Startimpuls
bei dem Fernschreibercode entspricht. Der verwendete Code besteht also aus einem bis vier
eng benachbarten Impulsen, wobei immer ein Impuls in der ersten Zeitlage ausgesandt wird.
Die folgende Tabelle gibt ein Beispiel eines aus zwei Arten von Elementen bestehenden Codes, der
verwendet werden kann. Es ist angenommen, daß vier gleich weit entfernte Zeitaugenblicke vorhanden
sind, zu welchen ein Codeimpuls auftreten kann. Diese Zeitmomente sind in der Tabelle mit 1
bis 4 beziffert, und der Buchstabe P zeigt an, daß ein Impuls in dem entsprechenden Zeitmoment ausgesandt
wird und der Buchstabe O, daß kein Impuls ausgesandt wird.
| Kanal | Anstieg Abfall |
1 | Zeitau | *enblick 3 |
4 |
| A { | Anstieg Abfall |
PhPh | P P |
PhPh | P O |
| r | Anstieg Abfall |
P P |
P P |
O O |
P O |
| c { | Anstieg Abfall |
P P |
O O |
P P |
P O |
| D { | P P |
O O |
O O |
P O |
Es ist klar, daß die obigen Codegruppen auch in irgendeiner anderen Weise auf die Kanäle verteilt
werden können.
Während ein Code mit vier Impulsen für eine Anlage mit vier Kanälen genügt, können acht Kanäle
durch Verwendung von fünf Impulsen gekennzeichnet werden und sechzehn Kanäle durch die
Verwendung von sechs Impulsen gekennzeichnet werden. Allgemein erfordern 2" Kanäle einen Code
mit η + 2 Impulsen.
Für mehr als vier Kanäle kann die Anordnung von Fig. 4 erweitert werden durch Ausrüstung aller
zusätzlichen Kanäle mit denselben Apparaten, wobei der Leiter 58 alle Annahmestromkreise zusammen
verbindet. Alle Verschlüsselungsvorrichtungen müssen dann natürlich so gebaut werden,
daß sie Codegruppen mit einem oder mehreren zusätzlichen Impulsen erzeugen.
Fig. 5 zeigt eine Form des Impulsdiskriminators 34. Er besteht aus zwei gleichen Röhren 58 und 59,
die als Kathodenverstärker geschaltet sind und mittels einer geeigneten negativen Quelle 60, welche
mit den Steuergittern verbunden ist, über den Grenzpunkt vorgespannt sind. Die Anodenspannungsquelle
für die Röhren ist mit den Klemmen 61 und 62 verbunden. Die positiven oder negativen
Impulse vom Differentiationskreis 33 (Fig. 1) werden an die Eingangsklemmen 63 und 64 angelegt.
Die Klemme 63 ist direkt mit dem Steuergitter der
409 732/9
Röhre 59 und über eine Umkehrröhre 65 mit dem Steuergitter der Röhre 58 verbunden. Die Umkehrröhre
ist normalerweise leitend und ist durch ein übliches Kathodenvorspannungsnetzwerk 66 vorgespannt.
Die anderen Schaltelemente sind die üblichen und nicht bezeichnet.
Wenn ein positiver Impuls an die Klemme 63 angelegt wird, wird die Röhre 59 entsperrt, und
vom Anschluß 3 S im Kathodenkreis der Röhre wird ein positiver Ausgangsimpuls erhalten. Der Eingangsimpuls
wird durch die Röhre 65 umgekehrt und wird als negativer Impuls an das Steuergitter
der Röhre 58 angelegt, welche schon gesperrt ist, so daß diese Röhre keinen Impuls abgibt.
Wenn ein negativer Impuls an die Klemme 63 angelegt wird, bleibt die Röhre 59 unbeeinflußt.
Der durch die Röhre 65 umgekehrte negative Impuls wird jedoch die Röhre 58 öffnen, und ein positiver
Ausgangsimpuls wird diesmal von der Ausgangsklemme 36 im Kathodenkreis der Röhre 58
erhalten.
Fig. 6 zeigt eine mögliche Form des Rufstromkreises 37 und des Annahmestromkreises 38 von
Fig. i. Der Rufstromkreis befindet sich links der gestrichelten Linie 67 in Fig. 6 und der Annahmestromkreis
rechts dieser Linie.
Der Rufstromkreis besteht aus drei üblichen Multivibrator Stromkreisen, von denen, jeder zwei
über Kreuz geschaltete Röhren aufweist, die in Kaskade geschaltet sind, so daß jeder beim Kippen
den nächsten Multivibratorstromkreis auslöst. Die einmal angestoßene Anordnung arbeitet kontinuierlich,
bis sie gestoppt wird.
Der erste der drei Multivibratoren besteht aus zwei Röhren 68 und 69, deren Anoden jeweils über
einen Kondensator mit den Steuergittern der entsprechenden anderen Röhre verbunden sind. Die
linke Röhre 68 ist durch eine geeignete Quelle 70 weit über den Grenzpunkt vorgespannt, und die
rechte Röhre 69 hat von der Quelle 71 eine viel geringere Vorspannung, so daß sie im leitenden Zustand
ist. Wenn ein positiver Impuls genügender Amplitude an das Steuergitter der Röhre 68 angelegt
wird, kippt der Multivibrator in den zweiten Zustand, in welchem die Röhre 69 gesperrt ist, und
kehrt nach einer Zeit, die von der Zeitkonstante des mit dem Steuergitter der Röhre 69 verbundenen
Widerstandes und Kondensators abhängt, in den ersten Zustand zurück. Von der Anode der Röhre
68 wird ein negativer Impuls erhalten mit einer Dauer, die der Zeit entspricht, während welcher der
Multivibrator in der zweiten Gleichgewichtslage bleibt. Ein gleicher positiver Impuls kann von der
Anode der Röhre 69 erhalten werden. Der Multivibrator kann auch durch einen an das Steuergitter
der Röhre 69 angelegten negativen Impuls ausgelöst werden.
Die Kästchen 72 und 73 stellen zwei andere Multivibratoren dar, die in genau gleicher Weise
geschaltet sind. Die Anode der Röhre 68 ist über den Leiter 74 mit dem Steuergitter der linken
Röhre des Multivibrators 72 verbunden, deren Anode durch den Leiter 75 mit dem Steuergitter
der linken Röhre des Multivibrators 73 verbunden ist. Die Anode dieser Röhre ist über den Leiter 76
mit dem Steuergitter einer Torröhre 1J1J verbunden,
welche durch die Quelle 78 über den Grenzpunkt vorgespannt ist. Das Fanggitter der Röhre yj wird
durch den Widerstand 79 normalerweise ungefähr auf Erdpotential gehalten. Die Anode der Röhre 77
ist mit dem Steuergitter der rechten Röhre 69 des ersten Multivibrators verbunden.
Der kurze positive Impuls vom Anschluß 35 des Diskriminators 34 (Fig. 1) wird an den Anschluß
80 angelegt, welcher mit dem Steuergitter der Hnken Röhre 68 verbunden ist. Dieser Impuls sollte
von genügender Amplitude sein, um den Multivibrator in den anderen Zustand zu kippen, wodurch
beim Rückkippen ein ziemlich kurzer negativer Impuls an der Anode der Röhre 68 erzeugt ί
wird. Die positive hintere Kante dieses negativen Impulses löst dann den Multivibrator 72 aus, welcher
einen zweiten längeren negativen Impuls erzeugt, dessen hintere Kante den dritten Multivibrator
73 auslöst, um einen dritten negativen Impuls ι zu erzeugen, welcher durch die Torröhre yj umgepolt
wird. Die negativ verlaufende hintere Kante des umgekehrten Impulses wird an das Steuergitter
der rechten Röhre 69 angelegt, und der Prozeß wiederholt sich fortlaufend. Die Anode der Röhre
69 erzeugt so eine Folge von ziemlich kurzen positiven Impulsen, die an den anderen Stromkreis über
den Leiter 81 angelegt werden.
Der Annahmestromkreis besteht aus einem anderen Multivibrator mit zwei Röhren 82 und 83, die ;
genau in derselben Weise wie die Röhren 68 und 69 geschaltet sind, ausgenommen, daß ein Widerstand
84 in Serie mit der Kathode der linken Röhre 82 nach Erde geschaltet ist. Diese Röhre ist normalerweise
gesperrt. Die Kathode dieser Röhre ist auch mit dem Anschluß 85 verbunden, welcher in den
gemeinsamen Leiter 58 geschaltet ist (Fig. 4), der alle Annahmestromkreise zusammenkoppelt.
Wenn kein anderer Annahmestromkreis betätigt worden ist, wird ein über den Leiter 81 empfangener
Impuls den in Fig. 6 gezeigten Annahmestromkreis in den zweiten Zustand kippen. Die Zeitkonstante
des mit dem Gitter der Röhre 83 verbundenen Kreises ist so gewählt, daß der Annahmestromkreis
in der zweiten Gleichgewichtslage für ι eine Zeit bleibt, die etwas langer als die Zeit zwischen
zwei durch die Röhre 69 erzeugten Impulsen ist. Ein negativer Impuls dieser Dauer entsteht an
der Anode der Röhre 82 und wird über den Leiter an das Fanggitter der Torröhre JJ angelegt und ]
sperrt diese Röhre. Dies stoppt den nächsten durch den Multivibrator 73 erzeugten Impuls, wodurch
die Tätigkeit des Rufstromkreises eingestellt wird, da der erste Multivibrator nicht zurückgekippt
wird. :
Sobald der Multivibrator des Annahmestromkreises in den zweiten Zustand gekippt ist, wird
die Röhre 82 leitend, und das Kathodenpotential steigt infolge des Widerstandes 84 an, und ein positives
Vorspannungspotential wird demgemäß an die : kathode der ersten Röhre von jedem anderen An-
nahmestromkreis in Fig. 4 über den gemeinsamen Leiter 58 angelegt. Durch diese zusätzliche Vorspannung
benötigen diese Annahmestromkreise eine höhere Auslösespannung, und die Amplitude
des über den Leiter 81 zugeführten Auslöseimpulses sollte deshalb so gewählt sein, daß dieser nicht einen
Annahmestromkreis auslösen kann, wenn an denselben eine Extravorspannung, hervorgerufen durch
das Ansprechen eines anderen Annahmestromkreises, angelegt worden ist. Dies sichert, daß nur
eine Codegruppe auf einmal ausgesandt werden kann, und es ist ersichtlich, daß der Rufstromkreis
wiederholte Versuche macht, um den Annahmestromkreis zu betätigen, bis der letztere durch den
schon betätigten Annahmestromkreis freigegeben wird.
Die Anode der Röhre 83 wird einen relativ langen positiven Impuls erzeugen, welcher durch den
Kreis, bestehend aus dem Kondensator 86 und dem
ao Widerstand 87, differenziert wird, und der nicht benötigte negative Differentialimpuls, der der hinteren
Kante entspricht, wird durch den Gleichrichter 88 entfernt, der parallel zum Widerstand 87
geschaltet ist. Der der vorderen Kante entsprechende positive Differentialimpuls wird an die Ausgangsklemme
89 angelegt und dann an die Verschlüsselungsvorrichtung 40 (Fig. 4).
Nachdem ein vorher ausgelöster Multivibratorkreis in den ersten Zustand zurückgekehrt ist, bleibt
er für einige Zeit unempfindlich, während welcher er nicht wieder ausgelöst werden kann. In der Rufkette
sind drei Multivibratoren gezeigt, um jedem Multivibrator die nötige Wiederherstellungszeit zu
geben, bevor er wieder ausgelöst wird. Möglicherweise könnte der dritte Multivibrator 73 weggelassen
werden, oder unter anderen Umständen könnte ein vierter notwendig werden. Die Dauer der durch
den Annahmestromkreis erzeugten Impulse sollte etwas größer sein als eine vollständige Arbeitsperiode
des Ruf Stromkreises, damit die Torröhre lange genug gesperrt wird, um den Wiederauslöseimpuls
vom Ausgang des letzten Multivibrators in der Kette zu stoppen.
Die Multivibratoren 72 und 73 könnten durch ein passives Verzögerungsnetzwerk üblicher Bauart
ersetzt werden, welches eine solche Verzögerung aufweist, daß die durch den Multivibrator 68, 69
erzeugten Impulse die gewünschte Wiederholungsfrequenz haben. Wenn dieses Netzwerk nicht eine
Umkehrung der Impulse hervorruft, sollte seine Eingangsklemme mit der Anode der Röhre 69 verbunden
werden anstatt mit der Anode der Röhre 68. Fig. 7 zeigt eine einfache Form der in Fig. 4 gezeigten
Verschlüsselungsvorrichtungen. Die positiven Impulse von dem entsprechenden Annahmestromkreis
werden an den Anschluß 92 angelegt, der mit einem Former 93 verbunden ist, der so geschaltet
ist, daß er einen Codeimpuls der erforderlichen Dauer und Amplitude erzeugt. Der Former
könnte aus einem Multivibrator ähnlich dem in Fig. 6 gezeigten bestehen. Die positiven Impulse
vom Former 93 werden an den Eingang eines Verzögerungsnetzwerkes 94 bekannter Art angelegt.
Dieses Netzwerk ist durch einen Widerstand 95 abgeschlossen,
der gleich dem Wellenwiderstand des Netzwerkes ist, damit die Impulse am Ende nicht
reflektiert werden. Das Netzwerk weist drei Abgriffpunkte 96, 97 und 98 auf, von welchen Impulse
erhalten werden, die entsprechend tv t2, tä Mikrosekunden
gegenüber dem Eingangsimpuls verzögert sind. Die unverzögerten Impulse und die verzögerten
Impulse von den Abgriffen 96, 97 und 98 werden über Pufferdioden 99, 100, 101 und 102 an
einen gemeinsamen Leiter 103 angelegt, der mit der Leitung 41 (Fig. 4) verbunden ist.
Die Anordnung von Fig. 7 ist für die Verschlüsselungsvorrichtung 40 von Fig. 4 geeignet, welche
vier Codeimpulse an die Leitung geben muß. Für die anderen Verschlüsselungsvorrichtungen wird
einer oder mehrere Abgriffpunkte 96, 97 und 98 entsprechend der Tabelle weggelassen.
So wird zum Beispiel im Falle der Verschlüsselungsvorrichtung 48, welche einer Signalmomentanwertvergrößerung
im Kanal C entspricht, die Diode 100 und die entsprechende Verbindung zum
Abgriffpunkt 96 weggelassen; für die Verschlüsselungsvorrichtung 47 werden die Dioden 101 und
102 weggelassen, und für Verschlüsselungsvorrichtung 51 werden alle Dioden 100, 101 und 102 und
die entsprechenden Verbindungen zu den Abgriffpunkten weggelassen.
Vorzugsweise, obgleich nicht wesentlich, werden die Codeimpulse in gleichen Zeitintervallen ausgesandt,
so daß i2 = 2 ij und ts = 3 tt ist.
In der Anordnung von Fig. 4 ist jeder Kanal mit zwei getrennten Verschlüsselungsvorrichtungen
ausgerüstet. Wie jedoch in Fig. 8 gezeigt ist, kann die Anordnung durch Verwendung einer einzigen,
allen Kanälen gemeinsamen Verschlüsselungsvorrichtung vereinfacht werden. Fig. 8 zeigt die acht
Annahmestromkreise 38, 43 und 52 bis 57 von Fig. 4.
Die einzige Verschlüsselungsvorrichtung 104 von Fig. 8 besteht aus vier parallelen Stromkreisen, die
entsprechende Impulsgeneratoren 105, 106, 107 und
108 aufweisen, die alle gleich sind und die ähnlich dem Multivibrator in Fig. 6, bestehend aus den
Röhren 68 und 69, sein können. Jeder Generator erzeugt einen einzigen Impuls, der die gewünschte
Dauer und Amplitude für die Codeimpulse hat, bei jedem Eingangsimpuls. Den Generatoren 106, 107
und 108 sind Verzögerungsvorrichtungen 109, 110
und in vorgeschaltet, von denen jede gleich dem Multivibrator sein kann und welche einen negativen
Impuls geeigneter Dauer von der Anode der Röhre 68 erzeugen, dessen positiv verlaufende hintere
Kante den entsprechenden Impulsgenerator 106, 107 oder 108 auslöst. Die durch die Vorrichtung
109, 110 und in erzeugten Impulse sollten die
Dauer tv t2 und t3 haben.
Dem Impulsgenerator 105 ist keine Verzögerungsvorrichtung
vorgeschaltet, so daß, wenn die vier Generatoren 105, 106, 107 und 108 alle durch
einen Annahmestromkreis ausgelöst werden, sie vier gleiche Codeimpulse erzeugen, die aufeinander- 1*5
folgend Abstände von tv (t2 — J1) und (t3 — i2)
haben. Diese Codeimpulse haben gleiche Abstände, wenn i2 = 2 ti und f3 = 3 ti ist.
Wenn die Impulsgeneratoren ähnlich dem Multivibrator mit den Röhren 68 und 69 sind, können
die gewünschten positiven Codeimpulse von der Anode der zweiten Röhre erhalten werden, und die
Zeitkonstante des Kondensators und Widerstandskreises kann so gewählt werden, daß diese Impulse
die gewünschte Dauer haben.
Der Ausgang von jedem der acht Annahmestromkreise ist parallel mit einem oder mehreren der vier
parallelen Zweige der Verschlüsselungsvorrichtung 104 verbunden, entsprechend dem auszusendenden
Code. So ist der Annahmestromkreis 38, welcher einen Impuls für eine Momentanwertvergrößerung
auf dem Kanal A erzeugt, mit allen Zweigen verbunden, da vier Codeimpulse gemäß der ersten
Zeile der zuvor gegebenen Tabelle erforderlich sind. Der Annahmestromkreis 53, der einen Impuls für
eine Momentanwertabnahme auf dem Kanal Ό erzeugt, ist nur mit dem ersten Zweig, welcher den
Generator 105 enthält, verbunden, da in diesem Fall nur der erste Codeimpuls erforderlich ist.
In gleicher Weise ist z. B. der Annahmestromkreis 55 nur mit dem ersten und dritten Zweig und der Annahmestromkreis 52 mit dem ersten, zweiten und vierten Zweig, entsprechend einer Momentanwertabnahme auf dem Kanal C und einer Momentanwertzunahme auf dem Kanal B gemäß der Tabelle, verbunden.
In gleicher Weise ist z. B. der Annahmestromkreis 55 nur mit dem ersten und dritten Zweig und der Annahmestromkreis 52 mit dem ersten, zweiten und vierten Zweig, entsprechend einer Momentanwertabnahme auf dem Kanal C und einer Momentanwertzunahme auf dem Kanal B gemäß der Tabelle, verbunden.
Um zu verhindern, daß alle Zweige dauernd zusammen verbunden sind, schließen alle Verbindungen
von den anderen Stromkreisen Puffergleichrichter ein, wie z. B. 112, die so gerichtet sind, daß
sie positive Impulse von dem Annahmestromkreis nach dem entsprechenden Zweig leiten. Die Gleichrichter
können Dioden sein.
Die durch die vier Generatoren 105 bis 108 erzeugten
Impulse werden über die Puffergleichrichter oder Dioden 113, 114, 115 und 116 an die gemeinsame
Ausgangsklemme 41 angelegt.
Wenn mehr als vier Kanäle in der Anlage vorhanden sind, so daß ein oder mehrere zusätzliche
Impulse für den Code erforderlich sind, werden ein oder mehrere zusätzliche Abgriffe auf dem Verzögerungsnetzwerk
von Fig. 7 vorgesehen, mit entsprechenden Pufferdioden, oder ein oder mehrere zusätzliche Parallelkreise in Fig. 8, die größere
Verzögerungen einführen.
So Die Dauer und der Abstand der Codeimpulse
werden entsprechend der Anzahl der zu bedienenden Kanäle gewählt. Für eine Vierkanalanlage
könnten die Codeimpulse z. B. eine Dauer von 5 Mikrosekunden haben und durch ein Zeitintervall
von 5 Mikrosekunden voneinander getrennt sein.
Die Rufstromkreise könnten dann so aufgebaut sein, daß sie Impulse von 10 Mikrosekunden Dauer
und 25 Mikrosekunden Abstand erzeugen, in welchem Fall der durch den anderen Stromkreis zum
Stoppen des Rufstromkreises erzeugte Impuls eine Dauer von ungefähr 50 Mikrosekunden haben sollte.
Dies bedeutet, daß benachbarte Codeimpulsgruppen nicht enger als 50 Mikrosekunden sein könnten.
In Fig. 9 ist ein Beispiel gezeigt, wie die Codeimpulsgruppen im Empfänger verwendet werden
können, um die Signal wellen von jedem Kanal wiederherzustellen. Es ist notwendig, die Impulse jeder
Codegruppe zu trennen und sie in verschiedene Kanäle zu richten, wo sie ein System von Elektronenschaltern
steuern, mittels deren ein Betätigungsimpuls an die Kanalempfangsapparate gegeben
wird.
Die von der Leitung oder einem anderen Nachrichtenmedium empfangene Codegruppe wird an
eine Eingangsklemme 117 angelegt, die mit einem Impulstrennkreis 118 am Eingang eines Verzögerungsnetzwerkes
119 verbunden ist, dessen Ausgang mit einem Abschlußwiderstand 120 gleich dem
Wellenwiderstand des Netzwerkes verbunden ist.
Der Impulstrennkreis 118 wählt den ersten Impuls
jeder Gruppe aus und gibt ihn an das Verzögerungsnetzwerk. Die übrigen Impulse werden nicht
durchgelassen. Der Trennkreis 118 kann z.B. aus einem Multivibrator bestehen, ähnlich demjenigen
von Fig. 6, der die Röhren 68 und 69 aufweist, wobei ein positiver Ausgangsimpuls von der Anode
der Röhre 69 abgenommen wird. Wie schon ausgeführt, bleibt dieser Multivibratorkreis für eine
zweite Auslösung für eine Periode unempfindlich, die von der Zeitkonstante des mit dem Steuergitter
der Röhre 68 verbundenen Stromkreises abhängt, und diese Zeitkonstante kann so gewählt werden,
daß der Multivibrator durch irgendeinen der folgenden Impulse der Codegruppe nicht wieder ausgelöst
werden kann.
Das Verzögerungsnetzwerk 119 hat vier Abgriffpunkte 121, 122, 123 und 124. Die ersten drei derselben
haben einen solchen Abstand, daß davon Torimpulse erhalten werden können, die synchron
mit den drei späteren Codeimpulsen auftreten. Ein vierter Betätigungsimpuls wird vom Abgriffpunkt
124 erhalten.
Die Torimpulse werden entsprechend an drei Torstromkreise 125, 126 und 127 angelegt, an
welche die Codeimpulse auch direkt vom Anschluß 117 angelegt werden. Auf diese Weise werden die
drei letzten Codeimpulse, wenn sie vorhanden sind, ausgewählt und getrennt an entsprechende Formerstromkreise
128, 129 und 130 angelegt. Diese Formerstromkreise verlängern die ausgewählten llc
Codeimpulse um unterschiedliche Beträge, so daß jeder von ihnen den vom Abgriffpunkt 124 erhaltenen
Betätigungsimpuls überlappt. Wenn so die drei letzten Codeimpulse nach dem ersten Codeimpuls
zu den Zeiten It1, t2 und t3 auftreten und wenn der "·£
Betätigungsimpuls zu einer Zeit ti darauf folgend
auftritt, dann sollte den drei von den Torstromkreisen 125, 126 und 127 erhaltenen Impulsen eine
entsprechende Dauer gegeben werden, die etwas die Zeiten O4-J1), O4-i2) und O4-^3) übersteigt. 1^
Der untere Teil von Fig. 9 enthalt sieben Zweiweg-Elektronenschalter,
die in Pyramidenform verbunden sind. Der erste dieser Schalter 131 ist mit
dem Abgriffpunkt 124 verbunden und gibt den Betätigungsimpuls an jeden der Schalter 132 und 12;
133. Die Schalter 132 und 133 geben den Betäti-
gungsimpuls an jeden der Schalter 134 und 135 und
bzw. 136 und 137. Die letzten vier Schalter entsprechen den Kanälen A, B, C, D, und die zwei
Ausgangsklemmen von jedem dieser Schalter sind mit einem entsprechenden Kanalintegrator 138, 139,
140 und 141 verbunden. Die obere Verbindung
führt über Impulsumkehrverstärker 142, 143, 144
und 145, welche den negativen vom Schalter erhaltenen Betätigungsimpuls in einen positiven Impuls
umformen. In den unteren Verbindungen ist ein negativer Impuls erforderlich.
Die Schalter liegen in ihrer Normallage, wie angegeben, in der unteren Stellung. Der Schalter 131
wird durch den verlängerten Impuls entsprechend dem zweiten Codeimpuls betätigt; die Schalter 132
und 133 werden gemeinsam durch den verlängerten Impuls entsprechend dem dritten Codeimpuls gesteuert;
und die Schalter 134 und 135, 136 und 137
werden gemeinsam durch den verlängerten Impuls entsprechend dem vierten Codeimpuls betätigt.
Wenn ein Steuerimpuls an irgendeinen Schalter angelegt wird, legt er ihn in seine obere Schaltstellung
um. Es wird ersichtlich sein, daß zu der Zeit, zu der der Betätigungsimpuls den Schalter 131 erreicht,
irgendeiner der vorhandenen Codeimpulse den entsprechenden Schalter betätigt haben wird.
Wenn zum Beispiel eine Vergrößerung des Signalmomentanwertes im Kanal A auftritt, sind alle
Codeimpulse vorhanden, so daß alle Schalter in der oberen Lage liegen werden. Der Betätigungsimpuls
wird deshalb über die Schalter 131, 132 und 134
nach dem oberen Anschluß des Integrators 138 gerichtet, wo er als ein positiver Impuls erscheint.
Wenn der letzte Codeimpuls fehlt, wodurch angezeigt wird, daß der Momentanwert im Kanal A abnimmt,
würden die vier Schalter 134 bis 137 nicht betätigt sein, und der Betätigungsimpuls wird dann
an den unteren Anschluß des Integrators 138 gegeben, wo er als negativer Impuls erscheint.
Wenn der zweite der vier Codeimpulse fehlt, wodurch angezeigt wird, daß sich der Signalmomentanwert
im Kanal C vergrößert, werden alle Schalter, ausgenommen 131, umgeschaltet, und der Betätigungsimpuls
wird über die Schalter 131, 133 und 136 an den oberen Anschluß des Integrators
140 angelegt.
Die Impulsverlängerungskreise 128, 129 und 130
können aus je einem Multivibrator bestehen, ähnlich dem aus den Röhren 68 und 69 bestehenden
Multivibrator von Fig. 6, mit geeignet gewählten Zeitkonstanten, um den Impulsen die erforderliche
Dauer zu geben. Die Ausgangsimpulse werden von der Anode der Röhre 69 entnommen.
Fig. 10 zeigt eine geeignete Form für die Tor-Stromkreise
125, 126 und 127. Der Torstromkreis besteht aus einer Pentode 146, die ähnlich der
Röhre Jj von Fig. 6 geschaltet ist, wobei mittels einer geeigneten Quelle 147 das Steuergitter über
den Grenzpunkt vorgespannt ist. Von dem Verzögerungsnetzwerk werden positive Impulse an die
Röhre angelegt, um sie zu entsperren und negative Ausgangsimpulse an der Anode zu erzeugen. Das
Fanggitter ist jedoch auch auf ein relativ hohes negatives Potential durch eine Quelle 148 vorgespannt,
so daß es normalerweise den durch einen Eingangsimpuls erzeugten Anodenstrom sperrt.
Die positiven Torimpulse vom Verzögerungsnetzwerk werden an das Fanggitter angelegt, so daß ein
Anodenstrom fließen kann, wenn ein positiver Eingangsimpuls, der mit dem Torimpuls synchronisiert
ist, am Steuergitter auftritt, so daß ein negativer Ausgangsimpuls erzeugt wird, der an die Röhre 69
des Impulsverlängerungsstromkreises angelegt wird. In Fig. 11 ist ein Beispiel eines Elektronenschalters
gezeigt, der für die Schalter 132 bis 137 von Fig. 9 geeignet ist. Eine Pentode 149 ist ähnlich
der Röhre von Fig. 10 geschaltet, ausgenommen, daß das Schirmgitter einen Belastungswiderstand
150 aufweist und mit einer Ausgangsklemme 151 verbunden ist. Die Anode ist mit einer Ausgangsklemme
152 verbunden. Der Eingangsimpuls wird in diesem Falle von der Eingangsklemme 153
an das Steuergitter der Röhre 149 über eine Umkehrverstärkerröhre 154 angelegt, da dieser Impuls
von einem vorhergehenden Schalter kommt, weleher negative Impulse im Ausgang erzeugt. Die
Umkehrröhre 154 legt einen positiven Impuls an das Steuergitter der Röhre 149 an, und wenn kein
Steuerimpuls an das Fanggitter angelegt wird, wird ein negativer Impuls von dem mit dem
Schirmgitter verbundenen Ausgang 151 erhalten, da das Fanggitter negativ vorgespannt ist und den
Anodenstrom sperrt. Wenn ein positiver Steuerimpuls von einem der entsprechenden Impulsverlängerungsstromkreise
129, 130 an das Fanggitter angelegt wird, wird der größere Teil des Raumladungsstromes
nach der Anode übertragen, und ein negativer Ausgangsimpuls wird von der Klemme 152 und nicht von der Klemme 151 erhalten.
Ein viel kleinerer Impuls wird jedoch auch in diesem Falle vom Schirmgitter erhalten, und um
diesen zu unterdrücken, ist ein Gleichrichter oder eine Diode 155, die durch eine Quelle 156 geeignet
vorgespannt ist, zwischen den Anschluß 151 und Erde geschaltet. Der Gleichrichter ist normalerweise
leitend, wird aber durch den großen negativen Impuls vom Schirmgitter blockiert, wenn der
Anodenstrom durch das Fanggitter gesperrt ist, wodurch dieser große Impuls an die Klemme 151
gelangt.
Die Anschlüsse 151 und 152 sind die oberen und
unteren Anschlüsse der in Fig. 9 in Kästchenform gezeigten Schalter. Da positive Impulse an den
oberen Anschlüssen der Integratoren 138 bis 141
erforderlich sind, müssen die Umkehrverstärker 142 bis 145 wie gezeigt vorgesehen sein.
Beim Schalter 131 ist der Eingangsbetätigungsimpuls
schon positiv, so daß dieser Schalter, wie in Fig. 11 gezeigt, ausgebildet ist, wobei jedoch die
Umkehrröhre 154 weggelassen ist und die Ein- iao
gangsklemme 153 direkt mit dem Steuergitter der Schaltröhre 149 verbunden ist.
Fig. 12 zeigt ein Beispiel von einem der Integrationskreise
138 bis 141, das eine leichte Abänderung
von der Anordnung in Fig. 3 ist. Die Abänderung besteht im Ersatz der Eingangsklemme 19
409 732/9
durch zwei Eingangsklemmen, die getrennt mit den Quellen 26 und 27 über die Kondensatoren 157 und
158 verbunden sind und getrennte Ableitwiderstände 159 und 160 aufweisen, die den einzigen
Widerstand 27 ersetzen. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie vorher. Ein positiver Betätigungsimpuls einer Codegruppe geht über den Anschluß
155 und die Diode 24 und lädt den Kondensator 22 positiv auf, und ein negativer Betätigungsimpuls
infolge einer unterschiedlichen Codegruppe geht über den Anschluß 156 und die Diode 23 und lädt
den Kondensator negativ auf, so daß die Signalwelle im Kondensator wie zuvor nachgebildet wird
und durch das Tiefpaßfilter 29 geglättet wird und an den mit den Klemmen 30 und 31 verbundenen
Telefonkreis angelegt wird.
Wenn mehr als vier Kanäle vorhanden sind, wird die Pyramidenanordnung der Elektronenschalter
von Fig. 9 durch Hinzufügung einer oder mehrerer zusätzlicher Bänke ergänzt, die entsprechend durch
einen oder mehrere zusätzliche Codeimpulse gesteuert werden. Weiterhin sind natürlich zusätzliche
Abgriffpunkte auf dem Verzögerungsnetzwerk zwischen den Abgriffen 123 und 124 vorzusehen
(so daß der Betätigungsimpuls immer nach dem letzten Codeimpuls erzeugt wird) wie auch zusätzliche
Tor- und Formstromkreise.
Wenn die Anlage acht Kanäle aufweist, müssen acht zusätzliche Schalter vorgesehen werden, die
alle durch einen fünften Codeimpuls gesteuert werden und die paarweise mit den Schaltern 134 bis
137 verbunden sind. Allgemein müssen für 2" Kanäle 2(nl) — ι Schalter vorgesehen werden, die
durch η + 2 Codeimpulse gesteuert werden. Die Fig. 13, 14, 15 zeigen Impulsdiagramme zur Erläuterung
der Wirkungsweise der in den Fig. 4 bis 12 beschriebenen Vorrichtungen.
In Fig. 13 ist die Wirkungsweise vom Kanal A als Beispiel gewählt worden. In Kurve 1 (Fig. 13)
ist mit 161 ein Teil der Signalwelle gezeigt, die an
die Anschlußklemme 9 (Fig. 1) des Differentiationskreises 33 (Fig. 4) angelegt wird. Die entsprechende
an der Elektrode 7 der Kathodenstrahlröhre 1 (Fig. 1) erzeugte abgestufte Welle ist mit 162 bezeichnet.
Die an der Ausgangsklemme 16 (Fig. 1) des Differentiationskreises 32 (Fig. 4) erhaltenen
Differentialimpulse sind durch die Kurve 2 (Fig. 13) dargestellt. Die ersten zwei dieser Differentialimpulse 163 und 164 sind positiv, entsprechend
den ersten zwei nach oben gehenden Stufen der Kurve 162. Der dritte Differentialimpuls 165
ist negativ, entsprechend der dritten nach unten gehenden Stufe der Kurve 162.
Die Kurve 3 zeigt die an der Klemme 35 des Diskriminatorkreises 34 (Fig. 4) erhaltenen positiven
Ausgangsimpulse 166 und 167 und den positiven Ausgangsimpuls 168, welcher dem negativen
Impuls 165 entspricht, der an der Ausgangsklemme 36 erscheint.
Der Impuls 166 betätigt den Rufstromkreis 37
(Fig. 4), und es ist angenommen, daß der entsprechende Annahmestromkreis 38 zeitweilig durch das
Ansprechen eines anderen Annahmestromkreises, wie vorher erläutert, über den Leiter 58 blockiert
ist. Der Rufstromkreis erzeugt deshalb zwei Impulse 169 und 170 (Kurve 4), wobei der zweite den
Annahmestromkreis geöffnet vorfindet und ihn betätigt, so daß keine weiteren Impulse durch den
Rufstromkreis erzeugt werden. In gleicher Weise betätigt der Impuls 167 den Rufstromkreis 34, weleher
wieder zwei Impulse 171 und 172 aus demselben
Grunde erzeugt.
Der Impuls 168 betätigt jedoch den Rufstromkreis 42, welcher den Annahmestromkreis 43 offen
vorfindet und demnach nur einen einzigen Impuls 173 erzeugt. Kurve 5 zeigt die entsprechend längeren
Impulse 174 und 175, die durch den Annahmestromkreis
38 infolge der Impulse 170 und 172 erzeugt werden, und den Impuls 176, der durch den
Annahmestromkreis 43 infolge des Impulses 173 erzeugt wird.
Kurve 6 zeigt die Codeimpulsgruppen 177 und
178 mit je vier Impulsen, die durch die Verschlüsselungsvorrichtung
40 infolge der Impulse 174 und 175 vom Annahmestromkreis erzeugt werden und
die einen Anstieg im Signalmomentanwert von Kanal A entsprechend der ersten Zeile der Tabelle
angeben. Die Impulsgruppe 179 mit drei Impulsen wird durch die Verschlüsselungsvorrichtung 45 infolge
des Impulses 176 vom Annahmestromkreis 43 go
erzeugt und zeigt einen Abfall im Signalmomentanwert vom Kanal A entsprechend der zweiten Zeile
der Tabelle an.
Da die Impulse 166 und 167 warten mußten, bis
die Leitung frei war, treten beide Impulsgruppen 177 und 178 verspätet auf, während die Gruppe 179
zur richtigen Zeit auftritt.
Kurve 7 zeigt die Betätigungsimpulse 180, 181
und 182, die an den Integrator 138 infolge der entsprechenden
Codegruppen 177, 178 und 179 angelegt
werden. Die Impulse 180 und 181 sind positiv
und werden an den oberen Anschluß 155 (Fig. 12) des Integrators angelegt, während der Impuls 182
negativ ist und an den unteren Anschluß 156 angelegt wird.
Kurve 8 zeigt die abgestufte Welle 183, die durch den Integrator aufgebaut wird. Diese ist
ähnlich der abgestuften Welle 162 von Kurve 1, aber da die Impulsgruppen 177 und 178 zu spät
auftreten, ist die Dauer der Stufe 184 geringer als no
die entsprechende Stufe 185 der Welle 162. Über die Verzerrung infolge der Abstufung der Originalwelle
wird eine weitere Verzerrung infolge Interferenz mit irgendeinem anderen Kanal auftreten.
Die Impulsdauer und die minimale Trennung von benachbarten Codegruppen sollte deshalb in Beziehung
zu der verwendeten Kanalanzahl stehen, so daß diese Interferenz nur selten auftritt.
Fig. 14 zeigt, wie die Codeimpulse im Empfänger behandelt werden. Kurve 9 zeigt eine typische
Codegruppe, bei welcher der dritte Impuls fehlt und welche dementsprechend anzeigt, daß eine Vergrößerung
des Signalmomentanwertes im Kanal B stattfindet. Der erste Impuls 185 der Gruppe erzeugt
die drei Torimpulse i86, 187 und 188 und
den Betätigungsimpuls 189 vom Verzögerungsnetz-
werk 119 (Fig. 9). Diese Impulse sind in Kurve 10
gezeigt. Der zweite und vierte Codeimpuls 190 und 191 werden durch die Torimpulse 186 und 188
über die Torstromkreise 125 und 127 zugelassen und treten getrennt auf, wie mit 192 und 193 in
Kurve 11 gezeigt ist. Da kein dritter Codeimpuls vorhanden ist, tritt auch kein Ausgangsimpuls vom
Torstromkreis 126 auf. Die durch die Formerstromkreise 128 und 130 entsprechend den Impulsen 192
und 193 erzeugten verlängerten Impulse sind in Kurve 12 mit 194 und 195 bezeichnet und überlappen
den in Kurve 10 gezeigten Betätigungsimpuls 189. Die Schalter 131 und 134 bis 137
(Fig. 9) werden so alle umgeschaltet, und der Be-
tätigungsimpuls wird an den oberen Anschluß des Integrators 139 angelegt.
Fig. 15 zeigt ein Beispiel, wie die Codegruppen für alle vier Kanäle behandelt werden, wenn alle
Kanäle zusammenarbeiten. Kurve 13 zeigt die positiven und negativen Impulse, die angenommenerweise
in den Ausgängen der Kanaldifferentiationskreise, wie z.B. 33 (Fig. 4), erzeugt werden. Die
Auftrittszeit dieser Impulse ist besonders gewählt worden, um die möglichen Interferenz Wirkungen,
die auftreten können, zu zeigen. So vergrößert sich der Momentanwert in den Kanälen A, B, C und D,
wie durch die positiven Impulse 196, 197, 198 und
199 angegeben ist, und eine Momentanwertannahme auf den Kanälen A und C ist durch negative
Impulse 200 und 201 angegeben. Die Impulse 197, 201 und 199 liegen zeitlich sehr dicht beieinander.
Die Kurven 14, 15 und 16 zeigen die durch die
entsprechenden Rufstromkreise, Annahmestromkreise und Verschlüsselungsvorrichtungen von
Fig. 4 erzeugten Impulse, während die Kurve 17 die an die Integratoren in Fig. 9 durch die letzte
Bank der Schalter 134 bis 137 angelegten Impulse zeigt.
Der Impuls 196 (Kurve 13, Fig. 15) veranlaßt
den Rufstromkreis 37 vom Kanals (Fig. 4), den
einzigen Impuls 202 zu erzeugen, da die Leitung frei ist; der Annahmestromkreis 38 erzeugt den
längeren Impuls 203 und betätigt die Verschlüsselungsvorrichtung 40, welche die vier Codeimpulse
204 erzeugt. Ein entsprechender positiver Impuls
205 wird an den Integrator 138 von Fig. 9 angelegt.
Der Impuls 97 (Kurve 13, Fig. 15) erzeugt die Impulse 206, 207, 208 und 209, da der Annahme-Stromkreis
38 (Fig. 4) seine Tätigkeit vervollständigt hat, ehe der Annahmestromkreis 52 betätigt
wird.
Der Impuls 201 jedoch findet den entsprechenden Annahmestromkreis 55 blockiert, da der Annahme-Stromkreis
52 noch betätigt ist, so daß der entsprechende Rufstromkreis vom Kanal C eine Folge
von Impulsen 210 bis 213 (Kurve 14) erzeugt. Der
Impuls 199 jedoch, der auf dem Kanal D zwischen den Impulsen 210 und 211 ankommt, findet den Annahmestromkreis
52 vom Kanal B frei, bekommt die Leitung zuerst, und so findet der Impuls 211 den
entsprechenden Annahmestromkreis 55 wieder blokkiert,
und der Rufstromkreis muß zwei weitere Impulse 212 und 213 erzeugen, ehe er den Annahmestromkreis
52 frei findet.
Der Impuls 199 veranlaßt den entsprechenden Rufstromkreis, den Impuls 214 zu erzeugen, und
der Annahmestromkreis 56 erzeugt den Impuls 215 und betätigt die Verschlüsselungsvorrichtung 50,
welche die Codegruppe 216 erzeugt. Der entsprechende Eingangsimpuls an den Integrator 141
(Fig. 9) ist 217.
Aus der Kurve 15 von Fig. 15 ist ersichtlich, daß
der Annahmeimpuls 215 nicht endet, ehe der dritte Rufimpuls 212 im Kanal C erzeugt wird, so daß
der vierte Impuls 213 jetzt den Annahmestromkreis 55 betätigt, welcher den längeren Impuls 218
erzeugt, welcher die Verschlüsselungsvorrichtung 49 anstößt, um die Codegruppe 219 zu erzeugen;
infolge dieser Codegruppe wird der negative Impuls 220 an den Integrator 140 (Fig. 9) angelegt.
Der Impuls 218 überlappt den negativen Impuls 200 im Kanal A. Der entsprechende Rufstromkreis
42 muß so zwei Impulse 221 und 222 erzeugen, ehe er den Annahmestromkreis 43 frei findet, welcher 8g
dann die Impulse 223, 224 und 225 erzeugt.
Der Impuls 198 im Kanal C kommt an, nachdem der Annahmestromkreis 42 seine Operation beendet
hat, und so werden die Impulse 226, 227, 228 und 229 ohne Verzögerung erzeugt.
Infolge der Interferenz der Impulse 197 und 201
wird die Codegruppe 219 um drei Rufperioden verzögert, und da diese Codegruppe verzögert ist, wird
die Codegruppe 224 auch um eine Rufperiode verzögert.
Aus diesen Erläuterungen wird klar sein, daß, obgleich die Zeitintervalle zwischen den Codeimpulsen
irgendeiner Gruppe festliegen, die Zeit, zu welcher der erste Impuls ausgesandt wird, durch
die Änderung des Signalmomentanwertes bestimmt wird. Wie dem Fachmann klar sein wird, könnten
die Codeimpulse durch einen Hauptgenerator gesteuert werden, so daß eine Serie von gleichen Zeitpunktzwischenräumen
festgelegt werden könnte, an welchen ein Codeimpuls auftreten könnte. Die An-Ordnungen
könnten so getroffen werden, daß der erste Impuls der Gruppe zu der vorbestimmten Zeit
ausgesandt würde, die auf die entsprechende Signalmomentanwertänderung folgt. Es würde dann möglich
sein, den Empfänger normalerweise zu blökkieren und ihn periodisch nur dann zu öffnen, wenn
Codeimpulse zu den bestimmten Zeiten ankommen. Durch Steuerung eines zweiten periodischen Hauptgenerators,
der mit dem ersten in bekannter Weise synchronisiert ist, könnten Interferenzimpulse weit- X15
gehend ausgeschieden werden, die sonst den Empfänger impulsmäßig beaufschlagen könnten.
Infolge der unregelmäßigen Aussendung der Codeimpulsgruppen besteht die Neigung einer
Amplitudenänderung der Impulse durch die Wirkungen der verschiedenen Kondensatoren, über
welche die Impulse gehen. Solche Amplitudenänderungen können, wenn gewünscht, durch die Verwendung
von geeigneten Amplitudenbegrenzeranordnungen vermieden werden, durch welche die la5
Impulse gehen müssen, ehe sie über die Leitung
oder ein anderes Übertragungsmedium ausgesandt werden.
Claims (16)
- PATENTANSPRÜCHE: 5i. Einrichtung zur störungsfreien und formgetreuen Übertragung elektrischer Wellen, bei der eine Amplitudenskala mit einer endlichen Stufenzahl verwendet wird und bei der dieίο Signalamplitude entsprechend dem Stufenschritt der Skala in verschlüsselter Form durch eine Codeimpulsgruppe übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Momentanwertänderung des Signals von einer Stufe der Skala nach der nächsten ein Impuls oder eine Impulsgruppe erzeugt wird, wobei der Impuls oder die Gruppe anzeigen, ob die Veränderung eine Vergrößerung oder eine Verkleinerung des Momentanwertes gemäß einem besonderen Code ist, daß der Impuls oder die Impulsgruppen über ein Nachrichtenmedium an den Empfänger ausgesandt werden und daß im Empfänger Mittel vorgesehen sind., die durch die empfangenen Impulse oder Impulsgruppen für die Wieder-«5 herstellung der Signalwelle gesteuert werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch ι für eine Mehrkanalanlage, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse oder Impulsgruppen gemäß einem besonderen Code sowohl den besonderen Kanal, bei welchem eine Momentanwertänderung eintritt, wie auch die Richtung der Momentanwertänderung anzeigen.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender mit Mitteln für die Umformung der zu übertragenden Signalwelle in eine entsprechend abgestufte Welle, die eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Momentanwerte gemäß einer besonderen Amplitudenskala aufweist, und Mitteln für die Aus-Sendung eines Impulses einer Art bei jeder Vergrößerung des Momentanwertes der abgestuften Welle und eines Impulses einer anderen Art bei jeder Abnahme des Momentanwertes über ein Nachrichtenmedium ausgerüstet ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Sender mit Mitteln zur Umformung der über jeden Kanal zu übertragenden Signal welle in eine entsprechend abgestufte Welle, die eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Signalmomentanwerte aufweist, und Mitteln für die Aussendung einer aus einem oder mehreren Impulsen bestehenden Codegruppe bei jeder Änderung des Momentanwertes der abgestuften Welle in jedem Kanal über ein Nachrichtenmedium, wobei ein aus zwei Elementen bestehender Code verwendet wird.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch Mittel für die Differentiation der abgestuften Welle, um kurze Differentialimpulse entgegengesetzten Vorzeichens entsprechend den Vergrößerungen und Verkleinerungen des Momentanwertes der abgestuften Welle zu erzeugen, und Mittel für die Aussendung der Differentialimpulse über das Nachrichtenmedium.
- . 6. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch zwei Verschlüsselungsstromkreise, an welche die positiven und negativen Differentialimpulse entsprechend angelegt werden, von denen jeder über das Nachrichtenmedium eine unterschiedliche aus zwei Arten von Elementen bestehende Codeimpulsgruppe aussendet und wobei die zwei Codegruppen den betreffenden Kanal kennzeichnen.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen einzigen Verschlüsselungsstromkreis, an welchen die positiven und negativen Differentialimpulse entsprechend angelegt werden, der allen Kanälen gemeinsam ist und der über das Nachrichtenmedium zwei unterschiedliche aus zwei Arten von Elementen bestehende Codeimpulsgruppen entsprechend einer Vergrößerung und einer Verkleinerung des Momentanwertes aussendet, wobei die zwei Codegruppen auch den betreffenden Kanal kennzeichnen.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch Mittel für die Erzeugung von Steuerimpulsen desselben Vorzeichens in verschiedenen Stromkreisen, entsprechend den positiven und negativen Differentialimpulsen, wobei die unterschiedlichen Stromkreise mit dem Verschlüsselungsstromkreis oder den Verschlüsselungsstromkreisen verbunden sind.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Verzögerungsvorrichtung für die Verzögerung der Übertragung irgendeiner einer Momentanwertänderung auf irgendeinem Kanal entsprechenden Codeimpulsgruppe, bis die Aussendung der einer vorhergehenden Momentanwertänderung auf einem anderen Kanal entsprechenden Codegruppe vollendet ist.
- 10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsmittel in jedem einem positiven oder negativen Differentialimpuls entsprechenden Stromkreis einen Rufstromkreis aufweist, welcher bei Auslösung durch den entsprechenden Steuerimpuls eine Folge kurzer Impulse erzeugt, die an einen Annahmestromkreis angelegt wird, der, wenn er frei ist, durch einen angelegten Impuls ausgelöst wird, und daß beim Auslösen desselben ein Stoppimpuls für das Anhalten des Rufstromkreises erzeugt wird, und ferner der Verschlüsselungsstromkreis betätigt wird und alle Annahmestromkreise in solcher Weise zusammengekoppelt sind, daß, wenn einer von ihnen ausgelöst wird, alle anderen gesperrt werden.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Annahmestromkreis aus einem Multivibrator mit zwei über Kreuz geschalteten Röhren besteht, der einen stabilen Zustand hat, wenn eine Röhre gesperrt ist, und der durch einen angelegten Impuls in einen labilen Zustand gekippt wird, und daß die Kathode der genannten einen Röhre mit einemKathodenbelastungswiderstand verbunden ist und die auch mit der Kathode der entsprechenden Röhre von jedem anderen Annahmestromkreis verbunden ist.
- 12. Einrichtung nach Anspruch io oder ii, dadurch gekennzeichnet, daß der Rufstromkreis aus einem Multivibrator mit einem stabilen und einem labilen Zustand besteht, daß der Steuerimpuls an den Multivibrator angelegt wird, um denselben in den labilen Zustand zu kippen, und daß, wenn der Multivibrator in den stabilen Zustand zurückkippt, ein Ausgangsimpuls erzeugt wird, von dem ein verzögerter Impuls für das erneute Auslösen des Multivibrators abgeleitet wird, und daß der verzögerte Impuls über einen Torstromkreis geht, der durch den durch den Annahmestromkreis erzeugten Stoppimpuls blockiert werden kann.
- 13. Einrichtung nach irgendeinem der An-Sprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel für die Umformung der Signalwelle in eine abgestufte Welle aus einer Kathodenstrahlröhre besteht, die eine Auffangelektrode hat, deren Breite sich progressiv in unstetigen Stufen von einer Kante der Elektrode nach der entgegengesetzten Kante verändert, daß Ablenk- und Bündelungsmittel vorgesehen sind, damit der Kathodenstrahl eine schmale Linie über die Elektrode parallel zu den genannten Kanten bestreicht, und daß der Strahl durch die Signalwelle in einer Richtung senkrecht zu den genannten Kanten abgelenkt wird und daß die abgestufte Welle von der Auffangelektrode abgeleitet wird.
- 14. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Empfänger mit Mitteln für die Integrierung der positiven und negativen Differentialimpulse, um eine abgestufte Welle aufzubauen, und Mitteln für die Glättung der abgestuften Welle, um eine Welle ähnlich der ursprünglichen Signalwelle zu erzeugen.
- 15. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 oder 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger eine Anzahl Integrationskreise entsprechend den Kanälen der Anlage aufweist und daß ein positiver oder negativer Impuls, entsprechend der empfangenen Codegruppe von einem Kanal, an einen diesem Kanal entsprechenden Integrationskreis angelegt wird und daß jeder Integrationskreis eine abgestufte Welle aus den angelegten positiven und negativen Impulsen aufbaut, die in einer Glättungsanordnung geglättet wird, um die Originalsignalwelle wiederzugeben.
- 16. Einrichtung nach Anspruch 15 für 2" Kanäle, dadurch gekennzeichnet, daß der Code aus η + 2 Impulsen besteht, deren erster immer ein Startimpuls ist, daß im Empfänger Mittel für die Auswahl des Startimpulses und für die Ableitung von η + ι Torimpulsen vom Startimpuls für die getrennte Auswahl der übrigen Codeimpulse und auch für die Ableitung eines zusätzlichen Betätigungsimpulses vom Startimpuls vorgesehen sind und daß eine Anzahl in Form einer Pyramide verbundener Elektronenschalter vorgesehen sind, die durch die ausgewählten Codeimpulse gesteuert werden, um den Betätigungsimpuls an den Integrationskreis des der empfangenen Codegruppe entsprechenden Kanals anzulegen, und daß dem Betätigungsimpuls auch ein positives oder negatives Vorzeichen entsprechend der Codegruppe, die eine Vergrößerung oder Abnahme des Momentanwertes anzeigt, gegeben wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen© 409 732/9 11.64
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2745248A GB653043A (en) | 1948-10-22 | 1948-10-22 | Improvements in or relating to electric pulse code modulation systems of communication |
| US122385A US2678350A (en) | 1948-10-22 | 1949-10-20 | Electric pulse code modulation system of communication |
| US254362A US2640965A (en) | 1948-10-22 | 1951-10-31 | Electric pulse code modulation system of communication |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE976994C true DE976994C (de) | 1964-11-19 |
Family
ID=32303021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST2559A Expired DE976994C (de) | 1948-10-22 | 1950-10-01 | Einrichtung zur stoerungsfreien UEbertragung elektrischer Wellen mittels Codeimpulsgruppen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2640965A (de) |
| DE (1) | DE976994C (de) |
| FR (1) | FR998120A (de) |
| NL (1) | NL79814C (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2734134A (en) * | 1956-02-07 | beard | ||
| US2784256A (en) * | 1951-01-25 | 1957-03-05 | Rca Corp | Bandwidth reduction system |
| US2802101A (en) * | 1951-06-23 | 1957-08-06 | Raytheon Mfg Co | Pulse stretchers |
| US2729791A (en) * | 1952-12-27 | 1956-01-03 | Itt | Multichannel communication |
| US2944217A (en) * | 1955-11-30 | 1960-07-05 | Ibm | Signal translating apparatus |
| US2918669A (en) * | 1956-08-24 | 1959-12-22 | North American Aviation Inc | Arbitrary function generator |
| US3265870A (en) * | 1956-11-16 | 1966-08-09 | Bose Amar Gopal | Signal translation |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2596149A (en) * | 1946-04-10 | 1952-05-13 | Ethel M Hilferty | Electrical waveform generator |
-
0
- NL NL79814D patent/NL79814C/xx active
- FR FR998120D patent/FR998120A/fr not_active Expired
-
1950
- 1950-10-01 DE DEST2559A patent/DE976994C/de not_active Expired
-
1951
- 1951-10-31 US US254362A patent/US2640965A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL79814C (de) | |
| FR998120A (de) | 1952-01-16 |
| US2640965A (en) | 1953-06-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE914624C (de) | Selbsttaetige Schaltvorrichtung | |
| DE917915C (de) | Fernmeldeanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, unter Verwendung ausschliesslich elektronischer Schaltmittel | |
| DE920913C (de) | Schaltungsanordnung fuer Leitungssucher in elektronischen Fernvermittlungssystemen | |
| DE838906C (de) | Schaltung zur UEbertragung einer Wechselspannung ueber einen UEbertragungskreis unter Steuerung einer Regelgleichspannung | |
| DE976994C (de) | Einrichtung zur stoerungsfreien UEbertragung elektrischer Wellen mittels Codeimpulsgruppen | |
| DE1007808B (de) | Nachrichtenuebertragungsverfahren mit Impulscodemodulation | |
| DE1208335B (de) | UEbertragungseinrichtung fuer ein Analogsignal, insbesondere fuer ein Fernseh- oder Faksimile-Bilduebertragungssystem | |
| DE1084757B (de) | Schaltungsanordnung zur Umwandlung von Impulsen | |
| DE1614899C3 (de) | Verfahren zum Betrieb einer Speicherröhre | |
| DE830810C (de) | Nachrichtenuebermittlungssystem fuer die Sendung und den Empfang von Impulsschluesselkombinationen | |
| DE960470C (de) | Elektrische Nachrichtenuebertragungsanlage mit Quantelung und mehrdeutigen Signalkennzeichen | |
| CH660271A5 (de) | Einrichtung zur empfangsseitigen rahmensynchronisation und zur empfangsseitigen phasensynchronisation des abtasttaktes auf die phasenlage des zeichentaktes eines empfangenen zeichenstroms. | |
| DE2624173A1 (de) | Signal-erkennungsschaltung | |
| DE863506C (de) | Schaltanordnung zur Nachrichtenuebermittlung mittels verschluesselter Impulse | |
| DE916299C (de) | System zur UEbertragung von Signalen, insbesondere Fernsprech-Vermittlungssystem | |
| DE976995C (de) | Einrichtung zur UEbertragung von elektrischen Wellen | |
| DE935549C (de) | Fernsehsendeeinrichtung mit Bildsenderoehre | |
| DE1762775C3 (de) | System zur Übertragung analoger Signale mittels Pulscodemodulation | |
| DE943473C (de) | Demodulationsschaltung fuer Pulsmodulationssysteme | |
| DE1060437B (de) | System zur Umwandlung der Augenblicksamplituden einer Signalschwingung in eine Impuls-Kodegruppe | |
| DE1016752B (de) | Verfahren zur Verringerung der UEbertragungsbandbreite von Signalen, vorzugsweise bei der UEbertragung von Fernsehbildern | |
| DE946354C (de) | Empfangsanordnung fuer eine Mehrkanalimpulsnachrichtenanlage | |
| DE932560C (de) | Nachrichten-UEbertragungssystem mit Permutations-Kodegruppen | |
| DE907660C (de) | Verfahren zur stoerfreien elektrischen Fernuebertragung von Nachrichten mittels Impulsgruppen | |
| DE2539769B2 (de) | Digitale Pulsmodulation mit Dynamikbegrenzung |