DE460211C - Schaltung von elektrischen Weichenstellvorrichtungen - Google Patents

Schaltung von elektrischen Weichenstellvorrichtungen

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Publication number
DE460211C
DE460211C DEA51605D DEA0051605D DE460211C DE 460211 C DE460211 C DE 460211C DE A51605 D DEA51605 D DE A51605D DE A0051605 D DEA0051605 D DE A0051605D DE 460211 C DE460211 C DE 460211C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil
current
switch
circuit
polarized relay
Prior art date
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Expired
Application number
DEA51605D
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Welsch
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE460211C publication Critical patent/DE460211C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

Bei den meisten Systemen elektrischer Weichenstellvorrichtungen wird die Verstellung der Weiche durch eine Schaltbewegung am Fahrschalter eingeleitet, derart, daß bei unter einer isolierten Kontaktschiene stehendem Stromabnehmer ein Strom von dem Fahrdraht durch eine Hauptstromspule nach der isolierten Kontaktschiene bzw. den Fahrzeugmotoren fließt. Dieser Strom in der Hauptstromspule durchfließt entweder die Stellspule der Weichenstellvorrichtung direkt oder aber eine Spule in einem Relais, das dann den Stromschluß der Verstellspule, gegebenenfalls unter Vermittlung des Stromabnehmers und einer zweiten isolierten Schiene, herstellt. Auch sind Systeme bekannt, bei denen durch Xebenschlußspulen die Weiche in eine Grundstellung gebracht wird, jedoch bewirkt auch bei diesen Systemen eine zwischen einer
ao isolierten Kontaktschiene und dem Fahrdraht liegende Hauptstromspule die eigentliche Auslösung des Verstellvorganges. Bei diesen Weichenstellvorrichtungen soll bei Fahrstrom die Betätigung erfolgen, bei stromlosem Zustände der Spule, wie er bei der Ausschaltstellung des Fahrschalters und auch bei Kurzschlußbremsung vorhanden ist, soll eine Betätigung nicht stattfinden. Sowohl der Verstellmagnet (Einfach-^ oder Doppelmagnet) selbst als auch ein gegebenenfalls zwischengeschaltetes Relais muß also bei einem Strom beliebiger Richtung ansprechen und wird auch dementsprechend üblicherweise in einfachster Form als Solenoidmagnet ausgeführt.
Bei einer Anlage mit Stromrückgewinnungsfahrzeugen arbeiten solche Weichenstellvorrichtungen noch so lange einwandfrei, als bei einer Stellung des Stromabnehmers unter der isolierten Schiene eine Bremsung mit Stromrückgewinnung nicht stattfindet. Da jedoch die Weichen langsam durchfahren werden sollen, so kann doch leicht der Fall eintreten, daß unter der isolierten Kontaktschiene mit Rückstrom gebremst wird, wobei also der Fahrzeugstrom von der isolierten Kontaktschiene durch die Hauptstromspule in den Fahrdraht tritt, d. h. in umgekehrter Richtung als bei motorischem Strom die Hauptstrombetätigungsspule durchfließt, so daß die Weiche unbeabsichtigterweise verstellt werden würde.
Zur Vermeidung dieses Übelstandes wird erfindungsgemäß ein polarisiertes Relais angewandt, welches verhindert, daß bei Bremsrückstrom eine Verstellung der Weiche erfolgt.
Die neue Schaltung sei an Hand von Abb. 1 und 2 beispielsweise erläutert.
Es bedeuten: s den Stromabnehmer des Fahrzeuges, der sich unter der isolierten Kontaktschiene I befindet; / ist der Fahrdraht, ν die Verstellspule oder eine der Verstell-
*) Von dem Patentsticher ist als der Erfinder angegeben worden:
Wilhelm Welsch in Berlin-Niederschönhausen,
spulen der Weichenstellvorrichtung; r ist das polarisierte Relais mit der Hauptstromspule oder -doppelspule h und der Nebenschlußspule η zur Erregung des polarisierten Ankersö; k ist der Kontakt zur Betätigung der Verstellspule. Bei der Anordnung gemäß der Abb. ι geht der Hauptstrom zwischen der isolierten Schiene und dem Fahrdraht über die Spule h und dann bei motorischem Strom
ίο durch die Verstellspule v, dagegen bei Bremsrückstrom direkt durch die Kontakte k, so daß eine Umstellung der Weiche nicht erfolgt. Hierbei können in stromlosem Zustand der Hauptspulen h die Kontakte k geschlossen oder auch offen sein, denn das Relais bewegt sich wesentlich schneller als die Weiche. Bei der Anordnung gemäß Abb. 2 durchfließt der Hauptstrom nur die Spule h und hält diesmal bei motorischem Strom die Kontakte k geschlössen, bei stromlosem Zustand der Hauptspule·, und bei Bremsrückstrom die Kontakte offen, so daß eine Verstellung der Weiche wiederum nur bei motorischem Strom erfolgen kann.
Während im Falle nach der Abb. 1 das polarisierte Relais zusätzlich erforderlich ist, ersetzt es im Falle der Abb. 2 ein gewöhnliches, nichtpolarisiertes Relais.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schaltung von elektrischen Weichenstellvorrichtungen für einen Betrieb mit Stromrückgewinnungsfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß ein polarisiertes Relais mit einer zwischen der isolierten Kontaktschiene und dem Fahrdraht liegenden Hauptstromspule vorgesehen ist, welches verhindert, daß bei Bremsrückstrom ein Verstellen der Weiche erfolgt.
2. Schaltung von elektrischen Weichen-Stellvorrichtungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das polarisierte Relais bei Bremsrückstrom die Hauptstromverstellspule der Weichenstellvorrichtung überbrückt.
3. Schaltung von elektrischen Weichenstellvorrichtungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das polarisierte Relais bei stromlosem Zustand der Hauptstromspule und bei Bremsrückstrom den Stromkreis für die Verstellspule öffnet.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEA51605D 1927-07-31 1927-07-31 Schaltung von elektrischen Weichenstellvorrichtungen Expired DE460211C (de)

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