DE46019C - Verfahren zur Entzuckerung von Melassen oder anderen Zuckerlösungen mittelst Calciumoxychlorids oder basischen Chlorcalciums - Google Patents

Verfahren zur Entzuckerung von Melassen oder anderen Zuckerlösungen mittelst Calciumoxychlorids oder basischen Chlorcalciums

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DE46019C
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calcium chloride
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c. BÖGEL in Brieg, Wagnerstr. 6, Reg.-Bez. Breslau
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B35/00Extraction of sucrose from molasses
    • C13B35/02Extraction of sucrose from molasses by chemical means
    • C13B35/04Extraction of sucrose from molasses by chemical means by precipitation as alkaline earth metal saccharates

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)

Description

iCAISERLICHES
PATENTAMT
Dieses Verfahren der Zuckergewinnung aus Melasse oder anderen wässerigen oder alkoholischen Zuckerlösungen beruht auf der Thatsache, dafs, wenn man in eine mit Kalk gesättigte Zuckerlösung Calciumoxychlorid oder basisches Chlorcalcium einführt, die auf solche Weise zugeführte Kalkmenge ausreicht, allen in der Auflösung enthaltenen Zucker als'in Wasser unlöslichen Zuckerkalk niederzuschlagen. Um auf billige Weise Aetzkalk im status nascendi zu erhalten, wird ein basisches Chlorcalcium, welches, wasserärmer ist als das durch Kochen von Chlorcalcium mit Wasser und Kalk erhaltene in folgender Weise dargestellt: Man nimmt Chlorcalcium in Pulverform, mischt es mit gepulvertem gebrannten Kalk und bespritzt das Gemenge mit Wasser. Die Operation geschieht am besten auf einem Kollergang, um eine recht innige Vermischung hervorzubringen.
Auf der Eigenschaft, sich in kaltem Wasser in Chlorcalcium und Calciumoxydhydrat zu zersetzen, beruht nun die Anwendung des basischen Chlorcalciums zur Gewinnung des Zuckers aus Melasse oder Syrupen und Pflanzensäften. Giebt man nämlich in eine kalte, mit Kalk gesättigte wässerige Zuckerlösung, deren Concentration nicht zu hoch ist (also etwa 5 bis 12 kg Zucker in 1 hl) auf einmal oder allmälig dieses Pulver von basischem Chlorcalcium unter stetem Umrühren hinzu, und zwar wegen der bedeutenden Wärmeentwickelung in einem Gefäfs mit Kühlvorrichtung, so fällt fast sämmtlicher Zucker der Lösung als unlöslicher Zuckerkalk nieder; die Flüssigkeit trenqt. ma.q, vorn.
Niederschlag mittelst irgend einer mechanischen Filtervorrichtung und reinigt den gesammelten Niederschlag des unlöslichen Zuckerkalkes mittelst Auswaschens mit heifsem Wasser und verarbeitet dann den so gereinigten Zuckerkalk in bekannter Weise auf Zucker. Die Laugen werden calcinirt und das so erhaltene Chlor-. calcium wieder zur Darstellung von basischem Chlorcalcium verwendet, bis durch die wiederholte Benutzung ein Umkrystallisiren des Chlorcalciums nothwendig wird.
Es ist aber nicht nothwendig, den ganzen Zucker der Lösung durch Zusatz und Zersetzung von basischem Chlorcalcium auszuscheiden, sondern man kann auch wie folgt verfahren: Man setzt nur so viel basisches Chlorcalcium zu der mit Kalk gesättigten Zuckerlösung, dafs ungefähr 50 pCt. des Zuckers der Lösung ausgefällt werden; hierauf trennt man mittelst Filterpressen die Flüssigkeit vom Zuckerkalk; die Mutterlauge erhitzt man zum Sieden und giebt kurz vor dem Beginn des Kochens Natron oder Kali hinzu. Dadurch wird Chlornatrium bezw.' Chlorkalium gebildet, welches in Lösung bleibt, während der andererseits gebildete Zuckerkalk unlöslich sich ausscheidet; der so erhaltene Zuckerkalk wird ebenfalls mittelst Filterpressen von der Flüssigkeit getrennt, gereinigt und auf bekannte Art auf Zucker verarbeitet. Die Mutterlauge, falls man Melasse oder Syrupe verarbeitet hat, enthält regelmäfsig etwas Chlorcalcium und Spuren von Zucker, aus welchem Grunde man dieselbe zur Verdünnung der:-Melasse oder Syrupe statt Wasser

Claims (1)

  1. anwendet. Die Wiederbenutzung geht so lange, bis die Flüssigkeit zu salzhaltig ist.
    Paτεnt-AnsprOche:
    ι. Verfahren zurEntzuckerung von Melasse oder anderen Zuckerlösungen mittelst Calciumoxychlorids oder basischen Chlorcalciums, darin bestehend, dafs man wässerige oder alkoholische Zuckerlösungen oder Zuckerkalklösungen zur Fällung von Zuckerkalk mit basischem Chlorcalcium versetzt.
    2. Herstellung des zu dem unter i. angegebenen Verfahren erforderlichen basischen Chlorcalciums durch Vermischen von gebranntem Kalk und Chlorcalcium in Pulverform und Bespritzen des Gemisches mit Wasser.
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