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Einstellvorrichtung für Teilscheiben.
| Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung |
| zum Einstellen des Indexstiftes auf Teil- |
| scheiben aller Art, insbesondere aber auf den- |
| jenigen von Teilköpfen. |
| Auf der das Werkstück, z. B. ein Zahnrad, |
| tragenden Teilspindel der Teilköpfe bekannter |
| Art sitzt ein Schneckenrad, das in der Regel |
| vierzig Zähne aufweist und mit einer ein- |
| gängigen Schnecke in Eingriff steht. Auf der |
| Welle der letzteren sitzt die Teilkurbel mit |
| dein Indexstift. Wird die Schnecke mit Hilfe |
| vier Teilkurbel einmal gedreht, so macht das |
| Schneckenrad mit der Teilspindel eine vier- |
| zigstel Umdrehung. Soll z. B. ein Zahnrad |
| mit zehn Zähnen gefräst werden, so ist je- |
| weils eine Schaltung von vier Schneckenrad- |
| z " hnen , erforderlich, wozu die Schnecke
und |
| somit die Teilkurbel vier volle Umdrehungen |
| ausführen muß. Hierbei ist es gleichgültig. |
| welcher Lö cherkreis auf der feststehenden |
| Teilscheibe benutzt wird. Der Indexstift |
| wird nach vier Umdrehungen der Teilkurl;el |
| wieder in das Ausgangsloch der Teilscheibe |
| gesteckt. Ist jedoch z. B. ein Rad mit vier- |
| zehn Zähnen zu fräsen, so sind jedesmal |
| 40 : 1 4 - 2'=(,-1 - 2"`; Umdrehungen finit der |
| Teilkurbel auszuführen. Dies ist nun auf |
| folgende `-eise möglich: Die Teilkurbel wird |
| zweimal herumgedreht, worauf eine Teil- |
| drehung folgt, die dem Bruch % entspricht. |
| Zu diesem Zweck wird der Indexstift auf |
| einen Löcherkreis eingestellt, dessen Löcher- |
| zahl ein Vielfaches von fi, also z. B. 28, ist. |
| Nach den beiden vollen Umdrehungen werden |
| vom Ausgangsloch ab noch 8j7 X b |
| 4 X 6 =:2.4 Teile abgezählt und der Index- |
| stift sodann im 25. Loch festgestellt. Zur |
| Vermeidung des umständlichen Zählens der |
| Teillöcher beim Schalten einer Teildrehung |
| sind bekanntlich zwei auf der Schnecken- |
| spindel konzentrisch gelagerte Teilscheiben- |
| zeiger angeordnet, deren Winkelabstand ent- |
| sprechend der jeweils gewünschten Teil- |
| drehung eingestellt werden kann. Die "Zeiger |
| sind mit radial verlaufenden Kanten versehen, |
| welche die Schenkel des die Teildrehung dar- |
| stellenden Winkels bilden. Im vorliegenden |
| Beispiel ist der Winkelabstand dieser Kanten |
| auf =@(@ einer vollen Umdrehung einzustellen. |
| Tangiert alsdann eine Kante als Ausgangs- |
| kante das Ausgangsloch. so tangiert die zweite |
| als Anschlagkante für den Indexstift das um |
| 24 Teile von diesem entfernte Loch des |
| Irreises mit 28 Löchern. Zur Schaltung einer |
| Teilung wird der Indexstift von der Aus- |
| gangskante zur Anschlagkante geführt, als- |
| dann noch zweimal voll herumgedreht und an |
| der letzteren in das von ihr tangierte Loch |
| eingelassen. Der Fräsvorgang kann nun |
| beginnen. Während desselben wird die |
| "Zeigerschaltung auf der Teilscheibe vorge- |
| nommen, und zwar im Drehsinn der Teil- |
| kurbel, bis die Ausgangskante von neuem am |
| festgelegten Indexstift anliegt und somit das |
| Ansgangsloch für die nächste Teilkurbel- |
| Z, tangiert. |
Die bekannten Teilscheibenzeiger sind an \abenringen befestigt,
die auf der Schnecken-Spindel gelagert sind und die mittels einer federnden Platte
aufeinander und gegen die Teilscheibe gedrückt werden. Hierdurch sollen die Zeiger
an einer unerwünschten, gegenseitigen Verstellung wie auch an der ungewollten Verschiebung
auf der Teilscheibe verhindert werden. Da aber die Zeiger nach jeder Teilkurbelschaltung
ebenfalls auf der Teilscheibe geschaltet werden müssen, kann das Festlegen derselben
aufeinander und auf der Teilscheibe durch Reibung nicht indem Maße erfolgen, wie
es zur Vermeidung unerwünschter Verstellungen der Zeiger erforderlich wäre. Zieht
der die Teilkurbel schaltende Arbeiter den Indexstift während des Schaltens nicht
genügend aus dem Bereich der Teilscheibenzeiger, so kann er insbesondere gegen die
Kante des Anschlagzeigers stoßen, was unerwünschte Verstellungen der Zeiger unter
sich wie auch auf der Teilscheibe zur Folge hat. Hat er solche wahrgenommen, so
kann er Teilfehler durch zeitraubendes Neueinstellen vermeiden. Gelingt die Korrektur
jedoch nicht oder ist ihm die unerwünschte Zeigerverstellung entgangen, so wird
das Arbeitsstück unbrauchbar, wodurch oftmals sehr großer Schaden entsteht.
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Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß die
beiden Teilscheibenanzeiger verstell- und feststellbar auf einem gemeinsamen, konzentrisch
zur Teilscheibe und in bezug auf letztere drehbar gelagerten offenen, federnden
Ring angeordnet sind, der an dem in Richtung der Uhrzeigerdrehung hinter der Öffnung
liegenden Ende nur im Sinne der Uhrzeigerdrehung und am anderen Ende nur im entgegengesetzten
Sinne gedreht werden kann.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar
zeigt: -Abb. i und 2 die Ansicht und den Mittelschnitt des Erfindungsgegenstandes
mit auf der Vorderseite der Teilscheibe liegendem Ausgangs- und Anschlagzeiger,
Abb. 3 und 4. die Ansicht und den Mittelschnitt der Führungsvorrichtung für den
Indexstift, Abb. 5, 6 und 7 die Ansicht und den Mittelschnitt des Erfindungsgegenstandes
mit auf der Vorderseite der Teilscheibe liegendem Anschlag- und auf der Rückseite
befindlichem Ausgangszeiger.
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Auf dem hohlen Zapfen i des feststehenden Teilkopfkörpers 2 (Abb.
2) ist die Teilscheibe 3 aufgekeilt. Der Umfang der letzteren ist stark ballig gestaltet,
so daß der die Scheibe 3 federnd umklammernde und mit entsprechend geformten Rinnenstücken
q. versehene Ring 5 vor seitlichem Abgleiten bewahrt ist. In den äußeren Umfang
des Ringes 5 ist eine Führungs- und Halte-, beispielsweise eine Schwalbenschwanznut6
eingedreht, in der sich die Köpfe der Schraubenbolzen 7 .befinden. Vermittels der
letzteren und der Mlttterschrauben 8 werden die Teilscheiben-"zeiger 9, io am Ring
5 befestigt. Im hohlen Zapfen i ist die Schneckenwelle i i gelagert, die in bekannter
Weise vermittels der den Indexstift 12, tragenden Teilkurbel 13 gedreht werden kann.
Um den Indexstift z2 auf die verschiedenen Radien der Teillöcherkreise einstellen
zu können, ist die Teilkurbel 13 mit einem Schlitz 14 versehen, in den das abgesetzte
Ende 15 der Schneckenwelle i i hineinragt. Durch Anziehen der Mutter 16 wird die
mit dem Handgriff 17 ausgerüstete Teilkurbel 13 festgelegt. Der Indexstift
i2 kann entgegen der Wirkung der Feder 18 aus dem Bereich der Teilscheibe 3 und
der Teilscheibenzeiger 9, io durch Zug am Knopf i9 entfernt werden. Meist wird sodann
zwecks Einstellens der Teilung die Teilkurbel 13 am Knopf i9 als Handgriff gedreht.
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Das Teilen mittels der den Erfindungsgegenstand darstellenden Teilscheibenz_eiger
geht nun in folgender Weise vor sich: Angenommen, eine Teilung verlange ein Schalten
der Teilkurbel 13 von 317l22 Umdrehungen und der Indexstift i2 stecke während
eines Fräsganges im Loch a; die Ausgangskante 9 liege ferner am Indexstift 12 an
und bilde mit .der Anschlagkante io einen Winkel, der 1'/22 einer vollen Umdrehung
beträgt, d. h. die Kanten 9 und io sind bei Beginn des Fräsens .auf dem Ring 5 so
eingestellt und befestigt worden, daß ihre Entfernung auf dem Löcherkreis von 22
Teilen, gemessen im Drehsinn des Uhrzeigers, 17 Teile beträgt (Abb. i). Ist
nun der angenommene Fräsgang beendet und wird eine Schaltung von 317122 Umdrehungen
erforderlich, so wird der Indexstift 12 dem Loch a entnommen, bis zur Anschlagkante
io, also 17'`2 einer vollen und alsdann noch drei ganze Umdrehungen herumgeschwenkt
Lind 'hierauf an der Anschlagkante io hinab ins Loch b eingelassen (Abb. 5). Während
des nun folgenden Fräsvorganges wird die Schaltung der Teilscheibenzeiger 9, io
vorgenommen. Hierzu ist erforderlich, daß der Ring 5 auf der Teilscheibe 3 im Uhrzeigersinn
gedreht wird, ohne daß hierbei der Winkelabstand der beiden Kanten 9 und io eine
Änderung erfährt. Das Drehen des Ringes 5, das nur in der Richtung des Pfeiles A
erfolgen kann, kann nun nicht durch Verschieben der Mutterschraube 8 des Teilscheibenzeigers
io erfolgen, weil hierdurch der federnde Ring 5 nur noch fester auf den T eilscheibenumfang
aufgepreßt wird, sondern durch Verschieben
der Mutterschraube 8
des Teilscheibenzeigers 9 in Richtung des Pfeiles A (Abb. 5), und zwar bis zum Auftreffen
der Kante 9 auf den im Loch h steckenden Indexstift 12, also um 17/." einer vollen
Umdrehung (Abb. 6). f st der Fräsgang beendet, so folgt wieder die Schaltung der
Teilkurbel 13, indem der Indexstift 12 hochgezogen, bis zur Anschlagkante io und
alsdann noch weiter drei volle Umdrehungen geschwenkt und nun an der letzteren hinab
in das Loch c eingelassen wird tisf.
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Ein unerwünschtes Verstellen der Teil-#,cheibenzeiger 9, io gegeneinander,
so daß der eingeschlossene Winkel ein anderer als 1rJ=einer vollen Umdrehung wird,
ist beim Erfindungsgegenstand völlig ausgeschlossen, nachdem die Zeiger 9, io vermittels
der Mutter 8 auf dein Ring 5 festgelegt sind.
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Auch ein ungewolltes Verschieben des Ringes 5 zusammen mit den Zeigern
9, io auf der Teilscheibe 3 durch Anstoßen des Indexstiftes 12 an der Kante io während
des Schaltens der Teilung ist nicht mehr möglich, cla jeder Stoß gegen den Zeiger
io den Ring 5 nur noch fester auf seine Gleitbahn preßt.
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Um nun ein Zusammenstoßen von Indexstift 12 und Zeiger 9, durch welches
ein ungewolltes Verschieben des Ringes 5 auf seiner Gleitbahn immerhin möglich wäre,
ganz zu @-ermeiden, wird erfindungsgemäß, wie das zweite Ausführungsbeispiel zeigt
(Abb. 5 bis ;), der Zeiger 9 auf der Rückseite der Teilscheibe 3 angebracht, und
der Indexstift 12 so weit in die letztere eingelassen, daß er heim Schalten der
Teilscheibenzeiger 9 und io auch auf der Rückseite zum Anliegen kommt (Abb.
7). Auf diese Weise ist auch jede Verwechselung der Zeiger 9 und i o beseitigt.
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ach dem Schalten der Teilung kann der Stift 12 nur noch tangeiltial
an der Anschlagkante des Zeigers io in die Teilscheibe 3 eingelassen werden.
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Beim Auswechseln der Teilscheibe 3 sowie beim Einstellen des Winkels,
den die Teilscheibenzeiger 9, io einschließen, weist der Erfindungsgegenstand ebenfalls
wesentliche Vorteile gegenüber dem Bekannten auf. -Das Abnehmen des Ringes 5 von
der Teilscheibe geschieht durch kurzen Zug an einer der Mutterschrauben B. Das Einstellen
des Winkels zwischen den Teilscheibenzeiger n bekannter Art muß bei abgenommener
Teilkurbel, also ohne den Indexstift, erfolgen, wobei jeder Zeiger in umständlicher
Weise auf der Teilscheibe festgehalten werden muß. Beim Gegenstand der Erfindung
ist das Abnehmen der Teilkurbel zwecks Einstellens des Zeigerwinkels nicht erforderlich,
so daß der Indexstift als Anschlag für den einen Zeiger benutzt werden kann.
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Anstatt den Ring 5 mit den Zeigern 9, To auf dem Umfang der Teilscheibe
3 gleitbar zu lagern, kann die Lagerung auch auf einer besonderen, parallel zur
Teilscheibe 3 und hinter derselben angebrachten Scheibe o. dgl. vorgenommen und
die Zeiger 9, io alsdann derart ausgebildet und auf dem Ring 5 befestigt werden,
daß sie sich nach wie vor auf der Vorder- bzw. Rückseite der Teilscheibe befinden.