DE45677C - Apparat zur Gewinnung metallhaltigen Staubes aus den Gasen von Schmelz- und anderen Oefen durch Condensation - Google Patents
Apparat zur Gewinnung metallhaltigen Staubes aus den Gasen von Schmelz- und anderen Oefen durch CondensationInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B7/00—Working up raw materials other than ores, e.g. scrap, to produce non-ferrous metals and compounds thereof; Methods of a general interest or applied to the winning of more than two metals
- C22B7/02—Working-up flue dust
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 4O: Hüttenwesen.
durch Condensation.
Die trockene Condensation heifser metallhaltiger Dämpfe an Oberflächen wird nach
physikalischen Versuchen durch Kühlung dieser Flächen befördert, weil Staub an kalten Flächen
in gröfseren Mengen sich niederschlägt als an warmen.
Die gekühlten Oberflächen müssen aber auch derart angeordnet werden, dafs der Kühlapparat
den Abzug der heifsen Gase aus den Oefen nicht nur möglichst wenig behindert, sondern
befördert. Dies wird dadurch erreicht, dafs die gekühlten Flächen in einem oder in mehreren
hinter einander stehenden, hinreichend weiten Thürmen nur bei absteigender Richtung
der Gase gekühlt werden, während aufsteigende, nicht gekühlte Essen dazu dienen,
die Gase dem oberen Theil jener Kühlthürme zuzuführen, so dafs, wie bei der Theercondensation
üblich ist, senkrecht auf- und absteigende Ströme (Säulen) mit einander wechseln.
Da die gekühlten absteigenden Gassäulen dichter und daher schwerer sind als die aufsteigenden
, so werden durch solche Anordnung die Gase in ihrer Bewegungsrichtung wie durch eine Esse angesaugt.
Bei schachtförmigen Oefen bildet die heifse Gassäule des Ofens, falls nur ein neben dem
Ofen oder mehreren solchen stehender Kühlthurm angewendet wird, die aufsteigende Säule.
Bei Flammöfen oder Treiböfen empfiehlt es sich^ die Gase eines oder mehrerer Oefen in
einer oder mehreren gemauerten Essen hinreichend hoch aufsteigen zu lassen, um sie
dem Kühlthurm oben zuzuführen und dann hinreichend oft wiederholt in gemauerten Essen
wieder hochzuführen und in dem zweiten, dritten etc. Kühlthurm niedersteigen zu lassen
und schliefslich der Haupt - Abzugsesse zuzuführen.
Bei der hier beschriebenen Erfindung erfolgt die Kühlung durch Wasserröhren, welche von
oben in den Thurm eingehängt sind und in denen das Kühlwasser ab - und aufsteigend
circulirt.
Es kann dies durch Field-Röhren geschehen.
Doch sind hier als leichter und daher billiger Röhrenbündel angewendet, bei welchen
ein weiteres Centralrohr für den absteigenden Wasserstrom von einer bejiebigen
Anzahl engerer Röhren für den aufsteigenden Strom umgeben ist.
In der beiliegenden Zeichnung eines Röhrenbündels bedeuten die Buchstaben α das Zu-,leitungsrohr
des Kühlwassers, b ein Stück des Deckels des Kühlthurm es, c das Centralrohr,
dd die dasselbe umgebenden Röhren, e eine eiserne, in eine entsprechende Oeffnung des
Thurmdeckels passende, wasserdicht schliefsende ' Scheibe, in welcher die oberen Enden des
Kühlröhrenbündels befestigt sind, f eine eiserne, unten mit Reinigungsstöpsel versehene Büchse,
in deren Höhlung die unteren Enden des Röhrenbündels münden.
Die Kühlröhren sind etwa so lang zu nehmen, wie die Höhe des Thurmes,. und die
einzelnen Bündel derselben sind in der Thurmsection annähernd gleichmäfsig zu vertheilen.
Der Thurm A steht auf Säulen über einer etwas weiteren Staubsammelkammer .B, welche
zwischen den Säulen mit Blechscheidewänden versehen ist, um die Gase in der Kammer vor
dem Austritt in den Abzugskanal C noch circuliren zu lassen.
Die mit einer Klappe versehene Oeffnung D dient zum Herausholen des in der Kammer
sich sammelnden metallhaltigen Staubes.
Ein ringförmiger Wasserbehälter E kann auf dem Kühlthurm angebracht werden, um
das Kühlwasser aufzunehmen und mittelst horizontaler Röhren g g in die Trichter der
Röhrenbündel zu vertheilen. Das Rohr h dient zur Ableitung des über dem Thurmdeckel aus
den Röhrenbündeln austretenden erwärmten Kühlwassers.
Durch das Rohr F münden die Ofengase in den Kühlthurm.
Ein centrales drehbares Wind- oder Dampfrohr G, an welchem eine Anzahl Querstutzen
angebracht ist und welches etwa so weit wie die Kühlröhren in den Thurm hinabreicht,
dient dazu, von Zeit zu Zeit Wind- oder Dampfstrahlen gegen die Röhrenbündel zu leiten, um diese von Staubansätzen zu reinigen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Apparat zur Gewinnung metallhaltigen Staubes aus den Gasen von Schmelz- und anderen Oefen durch Condensation, bestehend in der Anbringung in thurmartige Räume eingehängter Röhrenbündel, welche, durch von oben eintretendes und oben wieder austretendes Wasser gekühlt, durch die in absteigender Richtung von oben nach unten geführten Gase umspült und mittels eines drehbaren, mit entsprechenden Ausströmungsöffnungen versehenen Rohres durch Wind- oder Dampfstrahlen vom Staube gereinigt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45677C true DE45677C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=320831
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45677D Expired DE45677C (de) | Apparat zur Gewinnung metallhaltigen Staubes aus den Gasen von Schmelz- und anderen Oefen durch Condensation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45677C (de) |
-
0
- DE DENDAT45677D patent/DE45677C/de not_active Expired
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