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Vorrichtung zum Verdunsten von Flüssigkeiten. Es sind bereits Vorrichtungen
für die Luftreinigung und Desinfektion bekannt geworden, die dazu dienen, mit Hilfe
auf elektrischem Wege entwickelter Wärme Flüssigkeiten zur Verdunstung zu bringen.
Dabei hat man sich bisher vornehmlich normaler elektrischer Glühbirnen bedient und
deren Heizwirkung zur Beschleunigung der Verdunstung durch Verdunsterlampen u.ä.
herangezogen. Andere elektrische Luftreiniger und Desinfektionsapparate, denen andere
Prinzipien zugrunde liegen, sind meist zu teuer und, abgesehen davon, so kompliziert,
daß sie selten den Weg bis zum praktischen Verbraucher gefunden haben.
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Uni den bestehenden Mängeln Rechnung zu tragen, wird der Erfindung
gemäß ein neuer Apparat geschaffen, der Gegenstand nachstehender Erläuterungen sein
soll. Er besteht aus einem Glühbirnensockel, auf den ein zur Aufnahme der Flüssigkeit
dienender Körper aufgesetzt ist, der in seinemInnern einen elektrischen Widerstand
als Heizkörper besitzt, während andererseits der elektrische Strom in dem Apparat
nur durch die zu verdampfende Flüssigkeit geschlossen wird, so daß nach erfolgter
Leerung eine selbsttätige Unterbrechung des Stromkreises stattfindet. Außerdem ist
eine Vorrichtung getroffen, die gegebenenfalls die verdampfte Flüssigkeitsmenge
verteilt und fortlaufend oder in beliebig bestimmbaren Zeitabständen abgibt. Die
Zeichnung veranschaulicht verschiedene beispielsweise Ausführungsformen des Apparates,
es zeigt: Abb. i eine Seitenansicht des Apparates ohne Zeitregulierung und Verteiler,
Abb.:2 einen Schnitt durch denselben, Abb. 3 eine gleiche Ansicht wie Abb.
i mit Zeitregulierung und Verteiler, Abb. 4 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsart
und Abb. 5 eine Draufsicht auf den Verteiler. Gemäß Abb. i und 2 ist auf
einem bekannten Lampensockel a der hier beispielsweise in Birnenform gehaltene Hohlkörper
b aus Porzellan o. dgl. befestigt, welcher in seinem Innern durch den Mantel
c in zwei Kammern d und e unterteilt wird. Die äußere Kammer d besitzt
eine bekannte Füllschraube f, während in der Kammer e auf dem Lampensockel
a der Heizkörper g angeordnet ist. In Nähe des Lampensockels a sind die Heizdrähte
unterbrochen und als Kontakte h gegenüberstehend ausgebildet. Diese selbsttätige
Stromunterbrechung kann auch auf jede andere bekannte Art, z. B. durch Schwimmer
o. dgl., erreicht werden. Beide Kammern d und e stehen durch die im Mantel
c angeordneten Durchtrittslöcher i in Verbindung. Wird nun nach Entfernen der Füllschraube
in den Apparat die zu verdampfende Flüssigkeit eingefüllt, so verteilt sich diese
durch die Mantellöcher i in beide
Kammern. Durch Einschrauben des
Apparates in eine bekannte stehende Lampenfassung und Einschalten des Stromes tritt
der Heizkörper in Tätigkeit, da die Kontakteh durch die Flüssigkeit stromschließend
geworden sind, so daß die Flüssigkeit in der Kammere unter stetem Nachfluß aus der
Kammerd verdampft wird. Die Dämpfe entweichen durch die oberhalb vom Heizkörper
g im Hohlkörper b #befindliche Düse k
nach außen, wo
sie sich im Raum verteilen und auswirken können.
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Abb. 4 zeigt einen Apparat für hängende Lampenfassungen, bei welchem
der Hohlkörper 1 durch den Mantel in gleichfalls in zwei Kammern it und o
unterteilt und mit einem Heizkörper w versehen ist. Im Gegensatz zur Ausführung
nach Abb. i befindet sich die Füllschraube p in Nähe des Lampensockels
q, während die Löcher r im Mantel m einen Übertritt der Flüssigkeit in die
Kamrner o ermöglichen. Im unteren Ende des Hohlkörpers 1 ist ein von beiden
Kammern n und o getrennt liegendes Rückschlagventil s angeordnet, welches durch
die Leitung t mit dem oberen Teil der Kammer o in Verbindung steht. An das Ventil
s schließt sich der auf dem Hohlkörper 1 drehbar angeordnete Verteiler u
an, welcher in Abb. 5 in Draufsic ' ht dargestellt ißt. Sobald nun
die Dämpfe in der Kammer o und Leitung t einen bestimmten Druck erreicht haben,
wird das Ventils s gelüftet, und die Dämpfe gelangen in den Verteiler, wobei sie
beim Ausströmen aus demselben diesen in bekannter Weise rotieren, so daß die Dämpfe
weit in den Raum geschleudert und gut verteilt werden. Läßt der Druck nach, so schließt
sich das Ventil s
wieder bis zur nächsten Druckbildung. Das Ventil s bzw.
dessen Feder kann derart eingestellt werden, daß das Öffnen des Ventils durch den
Druck in bestimmten Zeitabständen erfolgt. Sobald nun die Flüssigkeit fast ganz
verdampft ist, tritt bei den Kontakten v infolge fehlender Verbindung Strornunterbrechung
ein.
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Die Abb. 3 veranschaulicht eine Kombination nach den Ausführungen
der Abb. 2 und 4. Es bleibt freigestellt, diese Ausführungen nach Belieben zu wählen,
z. D. mit freiem Ausstrahl, mit Zeitregulierung oder auch beide Arten noch mit Verteiler
sowohl für stehende wie auch hängende Apparate.
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Diese Apparate eignen sich für Wohnungen, Bureaus, Krankenzimmer speziell
als Luftverbesserer und -erneuerer, z. B. auch für Asthmaleidende, die durch verdampfte
Medikamente die erforderliche Luftmenge und Mischung nötig haben. Ebenso lassen
sich mit diesen Apparaten alle Desinfektionsarbeiten ohne Beaufsichtigung und Gefahr
durchführen.