DE4535C - Verbesserungen an einer aräometrischen Wollwaage - Google Patents

Verbesserungen an einer aräometrischen Wollwaage

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DE4535C
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F. BOCKHACKER in Hückeswagen (Rheinprovinz)
Publication of DE4535C publication Critical patent/DE4535C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G17/00Apparatus for or methods of weighing material of special form or property
    • G01G17/02Apparatus for or methods of weighing material of special form or property for weighing material of filamentary or sheet form

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

1878.
Klasse 42.
FRIEDR. BOCKHACKER in HÜCKESWAGEN (Rheinprovinz). Verbesserungen an einer aräometrischen Wollwaage.
Zusatz-Patent zu No. 3623 vom 10. Mai 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1878 ab. Längste Dauer: 4. Juni 1890.
Das Eindrücken der Wolle in den Schwimmer der unter No. 3623 patentirten aräometrischen Wollwaage mit der Hand brachte nicht unbedeutende Unregelmäfsigkeiten mit sich; auch das Ausleeren des Schwimmers hielt die Arbeit des Taxirens sehr auf. Diesen Uebelständen sollen die nachstehend beschriebenen Verbesserungen abhelfen.
Für gewöhnliche Zwecke wird der Druck von Hand durch Hebeldruck ersetzt, Fig. 1. Der Schwimmer erhält eine gröfsere Tragfähigkeit, wodurch es ermöglicht wird, dafs die Wolle in einem gesonderten Behälter a direct vom Ballen eingefüllt und dann auf den Schwimmer der aräometrischen Waage gesetzt werden kann. Eine weitere Verbesserung liegt darin, dafs durch Zusammenstellung zweier Wollwaagen mit der Hebelpresse auf einer auf einem Rädergestell ruhenden Platte ein leicht transportabler Apparat hergerichtet ist.
Für gröfsere Wollmagazine dienen zwei Pressen, eine Schraubenpresse mit Hebelwaage und eine solche mit hydraulischem Druck.
Der Grundsatz des Verfahrens ist: Gleiche Cubiktheile Wolle haben bei vorausgesetzt gleicher Qualität und gleichem Gewichte gleiches Rendement.
Fig. ι stellt die combinirte aräometrische Wollwaage und Hebelpresse dar.
Auf der Tischplatte, Welche wie ein Schiebekarren, auf zwei Rädern durch die am anderen Ende derselben angebrachten Handhaben fortbewegt werden kann, ist aufser zwei aräometrischen Waagen noch eine mit Gewicht belastete einfache Hebelpresse angebracht. Um die Wolle zusammen zu pressen, wird der abnehmbare Behälter a, wenn er mit Wolle angefüllt ist, auf den mit Schraube in seiner Höhe regulirbaren Boden A gesetzt, der an dem einarmigen Hebel hängende Prefsdeckel darauf niedergelassen, so dafs sich, je nachdem das Gewicht am äufseren Ende mehr oder weniger vom Hebeldrehpunkt entfernt ist, die Wolle mehr oder weniger zusammendrückt. Der Behälter α selbst ist mit einer Scala versehen, wodurch sich der Rauminhalt der geprefsten Wolle bestimmen läfst. -
Ist die Wolle gehörig zusammengeprefst und deren Rauminhalt bestimmt, so wird dieselbe auf die Wollwaage gebracht.
Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Presse besteht aus dem zur Aufnahme des Wollbehälters a nothwendigen Teller A, welcher durch die Führungsarme c und die Prefssäulen C in horizontaler und senkrechter Richtung geführt wird. Dieser Boden sitzt auf einem Boden B, welcher in der Traverse t geführt ist und auf dem doppelten Waagebalkengestänge D ruht, welches an dem Ende des unteren Hebels ein Gewicht E trägt. An diesem Ende des Hebels ist ein Zeiger F angebracht, welcher durch die Tischplatte des Waagegehäuses hindurch geht und an dem festen Punkte G durch sein Einspielen angiebt, dafs ein bestimmter Druck auf die im Behälter α befindliche Wolle ausgeübt ist.
Sobald der Zeiger F mit dem Festpunkte G einspielt, hört man auf durch Weiterschrauben Druck auf die Wolle auszuüben. Die Presse ist so construirt, dafs alsdann die Wolle mit einem Druck von 2 5 ο kg zusammengedrückt ist. Durch diesen starken Druck ist die Wolle in eine dicht geschlossene Masse geprefst, welche keine Lücken zuläfst.
Hiernach wird der Behälter α abgenommen und nachdem an der an demselben befindlichen Scala der Rauminhalt der Wolle bestimmt ist, auf dem Schwimmer der aräometrischen Waage oder auch durch eine Taschenhebelwaage gewogen und so das specifische Gewicht ermittelt. Die Hebelwaage kann jedoch nur dazu dienen, oberflächliche Resultate zu erzielen, während um genaueste Ermittelungen anzustellen, stets die aräometrische Waage anzuwenden ist.
Die hydraulische Presse, Fig. 2, dient zu dem gleichen Zweck und besteht im wesentlichen aus dem oberen Wasserreservoir K von einem bestimmten Inhalte und dem unteren Reservoir J, welches den Cylinder der hydraulischen Presse vertritt, beide sind durch Säulen C mit einander fest verbunden. Das obere Wasserreservoir Xund der untere Prefscylinder sind durch das Rohr r
in Communication, welche durch den Hahn χ abschliefsbar ist. In dem Cylinder _/\ bewegt sich der Kolben E, mit Ledermanschette verdichtet, welcher auf der in der Traverse t geführten Kolbenstange B den Teller A trägt, auf welchen der Wollbehälter α bei der Manipulation, mit Wolle gefüllt, aufgesetzt wird.
Am oberen Theil der Presse unter dem Reservoir K befindet sich die Schraubvorrichtung mit dem Deckel H. In ruhendem Zustande befindet sich blos Wasser im oberen Reservoir K. Sobald nun der Wollbehälter α gefüllt ist, wird er auf den Teller A gestellt und der Hahn χ geöffnet. Alsdann tritt das Wasser aus dem Reservoir K unter den Kolben JS, treibt diesen mit dem Teller A aufwärts gegen den durch die Schraube festgehaltenen Stempel IT.
Die im Behälter α befindliche Wolle wird nun durch den Wasserdruck zusammengeprefst, bis die Wolle nicht mehr nachgiebt. Man merkt sich dann auf der Scala des Gefäfses α den Rauminhalt, welchen die Wolle eingenommen hat, und dreht nun mittelst des Handrades der Schraube des Stempels H Schraube und Stempel abwärts. Die Folge davon ist, dafs das Wasser in das Bassin K zurücksteigt. Sobald das Wasser gänzlich aus J verdrängt ist, wird der Hahn χ geschlossen und die Stempelschraube >S wird auf den früheren Punkt zurückgedreht. Es ist ersichtlich, dafs auf diese Weise sämmtliche Wollen gleichen Druck erfahren und ihre Werthvergleichung durch Cubikinhalt und specifisches Gewicht aufgestellt werden kann.
Nachdem oben beschriebene Manipulation beendigt, wird Behälter α abgenommen und noch durch die aräometrische Waage das specifische Gewicht ermittelt.
Es ist durch diese Einrichtungen ermöglicht, bei Wollwerthproben mit der gröfsten Genauigkeit zu arbeiten und den Verlust auf ein Minimum genau festzustellen, ohne dafs es nothwendig wäre, eine Waschprobe vorzunehmen.
Auf diese Weise gelang es bei Buenös-Ayres-Wollen den Verlust auf 3/100 pCt. genau, bei Sidney sogar ganz genau festzustellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die oben beschriebenen Hebel-Schrauben- und hydraulischen Prefsvorrichtungen und die Combination der aräometrischen Waage mit einer Presse zur Füllung des Probewollbehälters auf einem gemeinschaftlichen fahrbaren Tische.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    .·■'.■/■
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