DE286980C - - Google Patents

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DE286980C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J9/00Forging presses
    • B21J9/10Drives for forging presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Schmiedepressen mit hydraulischem Zwischenglied sind bekannt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine mechanisch-hydraulische Schmiedepresse, welche drei untereinander verbundene hydraulische Zylinder enthält, deren einer den den Amboß tragenden Kolben, deren anderer einen von einer Feder beeinflußten Ausgleichkolben und deren dritter einen von einer Kurvenscheibe,
ίο die mit der Kurbel des Schmiedestempels auf der gleichen Welle sitzt, zwangläufig gesteuerten Kolben enthält, mit der Wirkung, daß während der Winkeldrehung der Kurbelwelle der Wasserdruck unter Zusammendrücken der Feder auf die gewünschte Höhe steigt, während der Drehung um den das Unrundstück der Kurvenscheibe umfassenden Winkel dagegen konstant bleibt.
Die Arbeitsweise der bisherigen Schmiedepressen mit hydraulischem Zwischenglied ist folgende:
Der Stößel c (Fig. 5) der wie eine Exzenterpresse arbeitenden Maschine ist als Zylinder ausgebildet, in welchem sich der Plunger D befindet. Die Druckstelze B ist mit dem Plunger gelenkig verbunden. Der Zylinder hat ein Druckventil F und ein Saugventil N. Das Druckventil F wird durch eine Feder H, deren Stärke der Leistung der Maschine entspricht, auf seinen Sitz gepreßt. Zylinder wie Kolben bewegen sich auf und ab. Soll ein Stück gepreßt werden, so setzt der Zylinder, der das Werkzeug trägt, sich auf das Arbeitsstück / auf, und nun treibt das Exzenter A bzw. die Druckstelze B den Plunger in den Zylinder weiter hinein, die Flüssigkeit dabei durch das Druckventil F (entgegen dem Druck der Feder H) heraustreibend. Der hierdurch im Zylinder erzeugte elastische Druck wirkt natürlich direkt auf das Arbeitsstück. Die aus dem Druckventil F gedrückte Flüssigkeit sammelt sich im Behälter E und wird beim Hochgehen des Stößels wieder durch das Saugventil N angesaugt.
Die vom Erfinder ausgebildete Schmiedepresse unterscheidet sich wesentlich von der vorher beschriebenen.
Die Maschine enthält drei Zylinder bzw. Plunger. Der Haupt- und Arbeitszylinder f (Fig. 1) ist zugleich der Sattel der Maschine. Der Plunger e trägt den Unterwerkzeughalter mit Werkzeug d. Der Zylinder f steht durch Rohrleitung t mit einem Ausgleichzylinder g in Verbindung, dessen Plunger h durch eine Feder i belastet ist. Zylinder g steht durch Rohrleitung s mit einem Zylinder I in Verbindung. Dessen Plunger m trägt eine Rolle o, die sich gegen eine Kurvenscheibe ft legt. Die Symmetrielinie der unrunden Stelle der sonst kreisförmigen Scheibe f liegt in einer Ebene mit dem Exzenter α. In den schematischen Fig. 3 und 4 sind Exzenter und Kurvenscheibe nebeneinander gezeichnet, während sie in Wirklichkeit in bzw. auf einer Welle q sitzen. Winkel Z1 (Fig. 3), der die unrunde Stelle der Kurvenscheibe begrenzt, ist etwas kleiner als Winkel Z, der den Weg des Exzenters von Beginn des Aufsitzens der Werk-
zeuge an bis zu der zu dieser Stellung symmetrischen Stellung darstellt.
Die Arbeitsweise ist die folgende:
Angenommen, der Stößel c komme in dem Anfangspunkt des Winkels Z2 zum Aufsetzen auf das Arbeitsstück y (Fig. 3). 'Beim Aufsetzen des Stößels tritt die Flüssigkeit durch den im Zylinder f erzeugten Druck durch das Rohr t aus und drückt den Plunger h im Zylinder g hoch. Denn der Plunger m kann nicht nachgeben, weil seine Rolle zunächst noch an der kreisförmigen Stelle der Kurvenscheibe anliegt. Der Plunger h steigt jedoch nur so lange hoch, bis Winkel ,Z2 = 0 geworden, d. h. bis das Ende des kreisförmigen Umfanges der Scheibe p über die Rolle 0 hinweggegangen ist (es genügen 1 bis 3 mm Hub des Plungers e). Von jetzt an bleibt der Plunger h unter konstantem Druck der Feder stehen, weil sich der Plunger m nach oben bewegen kann, entsprechend der den Winkel Z1 umfassenden unrunden Stelle der Kurvenscheibe p. Alle jetzt aus dem Zylinder f durch den Arbeitsdruck gedrückte Flüssigkeit muß der Zylinder I aufnehmen. Nachdem α in seiner Tiefstellung angekommen ist, drückt die Kurvenscheibe ihrerseits den Plunger m wieder nach unten und dieser, entsprechend dem zurückgehenden Kolben, wieder die Flüssigkeit in den Zylinder f hinein. Die Form der Kurvenscheibe ist durch die Höhe des elastischen Arbeitsweges bedingt, die wiederum von dem Verhältnis der Kolben m und e abhängt.
Während dieses ganzen Vorganges, der sich auf dem Exzenterweg im Winkel Z abspielt, steht die Flüssigkeit unter einem konstanten elastischen Druck, hervorgerufen durch die Feder i. Verläßt der Stößel das Arbeitsstück, so tritt auch der Plunger h mit Feder i wieder in seine Anfangslage zurück.
Statt eines Zylinders g können auch mehrere verwandt werden. Die am Zylinder f in Fig. ι noch angegebene Öffnung u dient zum Anschließen einer Handpumpe, zum Nachfüllen und Einstellen des Werkzeuges.
Will man z. B. auf der Maschine mit einem elastischen Druck von 200 000 kg arbeiten, so braucht man bei einem Querschnitt des Kolbens e von 4000 qcm und einem Querschnitt des Kolbens h von 100 qcm eine Feder i von einer Spannung von 5000 kg und geringem Hub, der durch den Winkel Z2 bedingt ist, während bei Beibehaltung der Kolbenabmessungen ohne Anwendung der Kurvenscheibe und ohne Zylinder I bei einem Zusammendrücken des Arbeitsstückes um 2 cm die Feder i 80 cm zusammengedrückt werden. müßte, was praktisch wohl nicht gut möglich ist.
Die Vorzüge der vom Erfinder ausgebildeten Maschine gegenüber den bisher ausgeführten sind folgende:
Die Maschine enthält keine Ventile, die den sicheren Gang der Maschine beeinflussen, außerdem ist die Leistung der Maschine gegenüber den früheren eine doppelte, weil bei den bisherigen Ausführungen der elastische Druck nur bis zum Totpunkt der Maschine wirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mechanisch-hydraulische Schmiedepresse, gekennzeichnet durch drei untereinander verbundene hydraulische Zylinder (f, g, I), deren einer (f): den den Amboß (d) tragenden Kolben (β), deren anderer (g) einen von einer Feder (i) beeinflußten Ausgleichkolben (A) und deren dritter (/) einen von einer Kurvenscheibe (p), die mit der Kurbel (a) des Schmiedestempels (δ) auf der gleichen Welle (q) sitzt, zwangläufig gesteuerten Kolben (m) enthält, mit der Wirkung, daß während der Winkeldrehung (Z2) der Kurbelwelle der Wasserdruck unter Zusammendrücken der Feder (i) auf die gewünschte Höhe steigt, während der Drehung um den das Unrundstück der Kurvenscheibe (ρ) umfassenden Winkel (Z1) dagegen konstant bleibt.
    λ Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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