DE450682C - Verfahren zur Herstellung von Schnellhaertungssalze und Farbstoffe enthaltender Abdruckmasse fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schnellhaertungssalze und Farbstoffe enthaltender Abdruckmasse fuer zahnaerztliche Zwecke

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DE450682C
DE450682C DEB126144D DEB0126144D DE450682C DE 450682 C DE450682 C DE 450682C DE B126144 D DEB126144 D DE B126144D DE B0126144 D DEB0126144 D DE B0126144D DE 450682 C DE450682 C DE 450682C
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dental purposes
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/90Compositions for taking dental impressions

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schnellhärtungssalze und Farbstoffe enthaltender Abdruckmasse für zahnärztliche Zwecke. Die bekannten Abdruckmassen für zahnärztliche Zwecke bestehen aus Zusammensetzungen verschiedener Harz- und Wachssorten, Stearin, Zeresin, Kopal, Talk, Perubalsam usw. Diese Abdruckmassen, in Platten geformt, werden in warmem Wasser erweicht, in passende Mundlöffel geknetet und hiermit wird ein Abdruck des Gebisses im Munde genommen. Die so gewonnenen Abdrücke sind ungenau, weil sie sich beim Herausnehmen aus dem Munde, besonders bei unter sich gehenden Stellen, verziehen. Das beste Abdruckmaterial ist der Gips, welcher durch Wasserzusatz plastisch wird und nach dem Erhärten im Munde den genauesten Abdruck ergibt. Da der Gipsabdruck beim Herausnehmen aus dem Munde leicht zerbricht, besonders bei unter sich gehenden Stellen, müssen die einzelnen Stücke im Mundlöffel wieder zusammengesetzt werden. Die auf vorstehend beschriebene Weise hergestellten Abdrücke werden mit Gips ausgegossen, und die so erhaltenen Modelle dienen zur Herstellung und Anpassung zahntechnischer Arbeiten, wie Prothesen, Kronen, Brücken, Regulierungsapparate usw.
  • Reiner Gips hat den Nachteil, daß er langsam erhärtet und im Munde des Patienten einen unangenehmen kalkigen Geschmack und auch häufig Brechreiz verursacht sowie beim Erhärten (Binden) im Munde sich stark erwärmt, um beim Trocknen wieder zu kontrahieren. Nachteilig ist auch, daß sowohl Abdruck- wie Modellgipskomposition die gleiche weiße Farbe und Härte besitzen, so daß die Berührungsflächen zwischen Abdruck und Modell schlecht sind. Auch ist ein Loslösen beider Teile voneinander schwierig und oft nicht ohne Beschädigung des Modells zu ermöglichen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Abdruckmasse, die diese Nachteile nicht aufweist.
  • Die Vorzüge der Erfindung bestehen darin, daß eine schnellere Erhärtung der Masse und eine Verringerung des Härtegrades erreicht wird. Dadurch braucht der Abdruck nur kürzere Zeit im Munde des Patienten zu verbleiben, bis er hart ist. Er läßt sich dann leicht in mehrere große Teile auseinanderbrechen und bequem herausnehmen und infolge des scharfen Bruches auch leicht wieder zusammensetzen; außerdem findet durch die erprobte Mischung ein möglichster Ausgleich zwischen Expansion und Kontraktion beim Erhärten statt.
  • Ein weiterer Vorzug besteht darin; daß der unangenehme erdige Geschmack und Geruch beseitigt und damit die .große Abneigung des Patienten gegen die unangenehme Behandlung beim Abdrucknehmen stark gemildert wird sowie daß die Masse sich ferner beim Abdrucknehmen oder Erhärten im Munde kaum merklich erwärmt.
  • Die Erfindung besteht darin, daß das zur Erzielung leichter Brüchigkeit und schnelleren Erhärtung an sich bekannte Kaolin zunächst mit den schnellhärtungs-undbrechreizverhindernden Salzen und Farbstoffen innig vermischt, dann im trockenen Zustand mit den geschmack- und geruchverbessernden Mitteln, wie z. B. ätherischen Ölen, Süßstoff, innig vermischt und völlig getrocknet wird, worauf dieser Masse trockener, pulverisierter Gips zweckmäßig durch maschinelle Verreibung zugesetzt wird.
  • Das Verfahren läßt sich in verschiedener Weise ausführen. Ein Ausführungsbeispiel ist folgendes: Etwa 2o Prozent pulverisiertes Kaolin werden mit etwa 2 Prozent Farbstoff, z. B. roter Bolus-Formerde, sowie etwa 0,5 Prozent geschmack-und geruchverbessernden Mitteln, z. B. Pfefferminzöl, Zitronöl, Fenchelöl usw., oder auch mit Menthol sowie Süßstoff innig vermischt. Dabei ist es zweckmäßig, gleich noch etwa 2 Prozent schnellhärtungs- und brechreizverhindernde Salze zuzufügen. Die so innig vermischte Masse wird zunächst völlig getrocknet, so daß die ätherischen Öle sich vollständig mit dem Kaolin und dem Farbstoffe vermischt-haben. Erst nach der völligen Trocknung wird eine Vermischung mit etwa 75 Prozent pulverisiertem Gips vorgenommen, worauf in einer Mischtrommel eine gründliche Verarbeitung erfolgt. Die Masse wird dann in verschließbaren Blechdosen zum Versand gebracht.
  • Durch das geschlemmte Kaolin wird der Ausgleich zwischen Expansion und Kontraktion beim Erhärten herbeigeführt und die Abdruckmasse brüchiger, so daß der Abdruck leichter aus dem Munde zu entfernen ist. Die Hauptvorteile der so hergestellten Masse bestehen in der leichteren Brüchigkeit, schnelleren Erhärtung, der Brechreizverhinderung .und in der Geschmack- und Geruchverbesserung, die besonders beim Mundspülen einen angenehmen Nachgeschmack hinterläßt, sowie in kaum merklicher Erwärmung beim Härten (Binden) der Masse im Munde.
  • Die Geschmack- und Geruchverbesserungen treten hauptsächlich nach der Auflösung in Verbindung mit Wasser, also beim Anrühren der Abdruckmasse zum sofortigen Gebrauch, ein.
  • Die Vorzüge der Farbe und geringeren Härte der Masse treten beim Ausgießen des Abdrucks mittels weißen Gipses zur Herstellung des Modells in Erscheinung. Durch die verschiedene Färbung der Abdruckmasse von der Gipsmodellkomposition hebt sich die Trennfläche zwischen den beiden Teilen hervor, wodurch Beschädigungen von Modellteilen leicht erkennbar sind. Der geringe Härtegrad des Abdrucks gegenüber dem härteren Modellgips ermöglicht außerdem ein leichteres Ablösen des letzteren in einzelne Teile, so daß bei Anwendung der neuen Abdruckmasse unversehrte und zuverlässige Modelle erzielt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schnellhärtungssalze und Farbstoffe enthaltender Abdruckmasse für zahnärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Erzielung zuverlässiger Modelle -und leichter Brüchigkeit und schnellerer Erhärtung an sich bekannte Kaolin zunächst mit den schnellhärtungs- und brechreizverhindernden Salzen und Farbstoffen innig vermischt, dann im trockenen Zustand mit den geruch-und geschmackverbessernden Mitteln, wie z. B. ätherischen Ölen, Süßstoff, innig vermischt und völlig getrocknet wird, worauf dieser Masse trockener, pulverisierter Gips zweckmäßig durch maschinelle Verreibung zugesetzt wird. _
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