DE44834C - Flaschen-Füll- und Verkorkmaschine - Google Patents

Flaschen-Füll- und Verkorkmaschine

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Publication number
DE44834C
DE44834C DENDAT44834D DE44834DA DE44834C DE 44834 C DE44834 C DE 44834C DE NDAT44834 D DENDAT44834 D DE NDAT44834D DE 44834D A DE44834D A DE 44834DA DE 44834 C DE44834 C DE 44834C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cork
bottle
plug
air
channel
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44834D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. W. KLÖPPER in Dortmund, I. Kamp-Str. 59
Publication of DE44834C publication Critical patent/DE44834C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67CCLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
    • B67C7/00Concurrent cleaning, filling, and closing of bottles; Processes or devices for at least two of these operations
    • B67C7/0093Lever action devices operated by hand or foot

Landscapes

  • Devices For Opening Bottles Or Cans (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Maschine soll dem Zweck dienen, Flüssigkeiten , welche gespannte Gase enthalten, wie Champagner, Selterswasser, Bier u. s. w., aus gröfseren Gefäfsen unter beständigem ebenso hohen Druck auf Flaschen abzufüllen, so dafs die gespannten Gase nicht verloren gehen.
Fig. ι und 2 zeigen die complete Maschine in der Anfangsstellung, Fig. 3 sind Details der Stellung des Hahnkükens und des Korkstempels im Anfang der Arbeitsvorrichtung, Fig. 4 zeigt die Hahnkükenstellung, wenn der Luftkanal, geöffnet und die obere Oeffnung des Kanals d bereits durch den Kork b' geschlossen ist. Fig. 5 zeigt die Stellung des Hahnkükens und des Korkstempels kurz vor dem Ende der Verkorkung, Fig. 6 einen Horizontalschnitt durch den Doppelhahn und das Luftablafshähnchen, Fig. 7 einen Grundrifs der Korkpresse in der Anfangsstellung und Fig. 8 einen Grundrifs der Korkpresse in der Endstellung.
Sämmtliche Arbeitsvorgänge der Maschine werden durch eine Kurbelumdrehun'g erzeugt und finden in folgender Reihenfolge statt:
Heben der leeren Flasche α bis zum abdichtenden Kautschukring c und gleichzeitiges Zusammendrücken des Korkes b auf die Dimension von b\ Verstopfen der oberen Oeffnung des Kanals d durch theilweises Herabdrücken des Korkes b\ Oeffnen und Schliefsen des Luftkanales c c' c", Oeffnen und Schliefsen des Bierkanales //'/", Fertigkorken und Absetzen der gefüllten und verkorkten Flasche. Die Maschine ist in schräger Stellung, ungefähr bei einer Neigung von 60° zur Horizontalen, gebaut, damit einestheils die Flüssigkeit immer an den Wänden der Flasche herunterlaufe und nicht durch Plätschern ein Schäumen gefördert werde, anderentheils das aus den gewässerten Korken, durch die Korkpresse herausgeprefste Wasser nicht durch den Kanal d in die darunterstehende Flasche gelange, sondern durch eine Rinne nach hinten ablaufen kann.
Auf einer im Körper A gelagerten Welle sind zwei genau mit einander correspondirende Curvenscheiben g aufgekeilt, welche mittelst der Kurbel h in der Richtung des Pfeiles gedreht werden. Die Kurbel h ist nicht direct auf der Welle c' der Curvenscheibe g aufgekeilt, sondern ist vierkantig auf den auch vierkantig in . die Curvenscheibe eingepafsten Zapfen i aufgesetzt, weil diese Zapfen i auch noch als Kurbelzapfen für die Zugstangen k benutzt werden müssen. Die gleichfalls im Körper A bei / gelagerten doppelarmigen Hebel m tragen je eine am Umfang der Curvenscheiben g schleifende Rolle η und erhalten somit durch die Curvenscheiben einen constanten Ausschlag.
Am Ende 0 des einen Armes hängt in zwei Zugstangen ρ der federnde Teller q zum Aufsetzen der Flasche a; die gehobene Flasche a wird an das Gummimundstück c luftdicht angedrückt, wobei die Schraubenfedern s bei verschieden hohen Flaschen eine Correctur der eonstanten Hubhöhe zulassen. Grofse Unter-
schiede in der Höhe der Flaschen werden durch Verstellung der Bolzen r in Schlitzen der Zugstangen ρ ausgeglichen.
Der andere Arm t des Hebels m steht durch die Zugstangen u mit dem Winkelhebel ν w in Verbindung. Der Arm w des Winkelhebels bewirkt eine waagrechte Verschiebung des Gleitstückes χ, Fig. 3, 7 und 8. Der zwischen die um die Bolzen y drehbaren Zangen \ (Fig. 7 und 8) eingelegte Kork b wird durch die letzteren mittelst des schiebenden Gleitstückes χ auf die Dimension b' gebracht.
Das Zusammenpressen des Korkes geschieht durch die ansteigende Curve g' gleichzeitig mit dem Heben der Flasche a, und ' beide Arbeitsvorrichtungen sind beendet; wenn die Rollen η anfangen, auf dem concentrischen Rande der Curvenscheiben g zu schleifen.
Sowie der Kork b auf die Dimension b' zusammengeprefst ist und beim Pressen nothgedrungen mittelst der quetschenden Zangen \ durch das Gleitstück χ über den Kanal d geschoben ist, so fängt der Korkstempel a' an, den Kork b' durch die ihn geprefst haltenden Zangen \ und die feststehende Backe \' hindurch in den Kanal d zu drücken. Die Bewegung für diese Arbeit erhält der Korkstempel a' indirect durch die in die Curvenscheiben g excentrisch eingesetzten Zapfen i, welche als Kurbelzapfen für die Zugstangen k dienen.·
Der Korkstempel a' wird durch zwei feststehende Säulen d' gerade geführt, den Stützpunkt h' des Traversenhebels i' bildet deshalb eine schwingende Säule k'.
Nachdem jetzt der Kork b' in den Kanal d eingetreten ist, ist das Küken /' durch die Uebertragungsräder m' n' 0' so weit gedreht worden, dafs der Luftkanal e e' e" geöffnet ist, Fig. 4. Die Flasche α ist nun durch ihre Verbindung mit dem Windkessel unter gleichen Druck mit dem Fafs gesetzt. Die Herstellung des Gleichgewichts der Spannungen in Flasche und Fafs bedarf nur einiger Secunden. Man dreht die Kurbel h weiter, bis der Bierkanal ff'f" geöffnet ist, welche Stellung ebenso wie die Stellung der Luftkanalöffnung e e'e" durch eine deutliche Marke leicht erkennbar gemacht ist, weil man in beiden Fällen mit dem Weiterdrehen der Kurbel h innehalten mufs, einestheils bis das Spannungsgleichgewicht in Flasche und Fafs hergestellt ist, wie schon gesagt, anderentheils bis die Flasche gefüllt ist.
Mit dem Niedergehen des Kurbelzapfens i findet immer ein Niedergehen des Korkstempels a' bezw. des Korkes b' statt; dieses Niedergehen des Korkes b' mufs aber so geregelt sein, dafs derselbe nicht etwa zur Zeit des Luft- oder Bierzuflusses deren Einmündungen e" oder f" in den Kanal d schliefst. Ein Weiterdrehen der Kurbel h bewirkt das. Eindrücken des Korkes in den Flaschenhals, Fig. 5, und schliefslich das langsame Absetzen der Flasche, wenn der Theil g" der Curvenscheibe g die Rolle η passirt.
Bei einer ganzen Curven- bezw. Kurbeldrehung werden alle beweglichen Theile der Maschine in die Anfangsstellung zurückgeführt, theils durch das Gewicht der gefüllten Flasche, theils durch das an dem Drehbolzen ρ' des Winkelhebels ν w wirkende Hebelgewicht q' und theils durch die auf die Prefszangen \ wirkenden Zugfedern r'.
Befindet man sich in der Lage, das abzufüllende Fafs höher legen zu können, als die Maschine steht, so kann die Luftspannung in Fafs und Flasche absolut gleich sein und man kann die durch das einlaufende Bier aus der Flasche verdrängte comprimirte Luft nach dem Fafs bezw. Windkessel zurückleiten. Ist man nicht Willens, das Fafs höher zu legen, so mufs die Luftspannung in der Flasche immer etwas geringer sein als im Fafs, wenn aus dem Fafs Bier in die Flasche gedrückt werden soll. Die geringere Spannung wird erreicht durch mehr oder weniger Oeffnen des Luftablafshähnchens s'; in diesem Falle mufs jedoch die Luftzuleitung aus dem Windkessel abgesperrt sein, wenn die Bierzuleitung geöffnet ist, denn sonst könnte ein Ueberdruck im Fasse nicht eintreten.
Um den Kanal d, durch welchen der Kork b' hindurchgedrückt wird, nicht länger, als absolut nothwendig, machen zu müssen, ist hier statt der erforderlichen zwei Hähne (Luft- und Bierhahn über einander) nur e i η Hahnküken mit doppelter Bohrung angewendet. Die Bohrungen des Kükens sind einseitig, d. h. nicht durch die Achse gehend, um bei einer ganzen Umdrehung des Kükens die Kanäle wegen des Nachtropfens nicht zweimal offen zu erhalten und auch um für beide, für die Luft- und auch für die Bierzuleitung, je einen besonderen Kanal zu haben. Um aber bei einer doppelten Durchbohrung des Kükens nicht auf unverhältnifsmäfsig grofse Dimensionen zu kommen, sind die Kanäle e e" und ff" windschief gebohrt. Die Kanäle sind so sorgfältig angeordnet, dafs weder der Luftkanal e' des Kükens je mit dem Bierzuleitungskanal f, noch der Bierkanal f des Kükens je mit dem Luftzuleitungskanal e in Verbindung treten kann, ebenso dafs nie gleichzeitig beide Zuleitungen geöffnet sein können, also bei Ueberdruck im Fafs niemals Bier durch den Luftkanal in den Windkessel gelangen kann.
Die Kanäle sind ganz gerade und erfüllen die Hauptbedingung einer solchen Maschine, dafs sie jederzeit leicht zugänglich sind wegen
der absolut erforderlichen peinlichen Reinhaltung.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    An Flaschen-Füll- und Verkork-Maschinen:
    ■i. die geneigte Lage der Korkpresse, damit das aus dem gewässerten Kork ausgepreiste Schmutzwasser nach hinten ablaufe und nicht in die Flasche gelange;
  2. 2. das Hahngehäuse und Küken mit der doppelten, nicht durch die Achse des Kükens gehenden windschiefen Bohrung (ee'e'j und (ff>/")■
  3. 3. das Profil des Gleitstückes (x) der Korkpresse, welches den Kork bei (x'J, wo ihn die Prefszangen (\) umgreifen, etwas einkneift, damit letztere sich nicht im Korke (V) festhaken können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT44834D Flaschen-Füll- und Verkorkmaschine Expired - Lifetime DE44834C (de)

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