DE86395C - - Google Patents

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DE86395C
DE86395C DENDAT86395D DE86395DA DE86395C DE 86395 C DE86395 C DE 86395C DE NDAT86395 D DENDAT86395 D DE NDAT86395D DE 86395D A DE86395D A DE 86395DA DE 86395 C DE86395 C DE 86395C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages
    • C12H1/12Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages without precipitation
    • C12H1/14Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages without precipitation with non-precipitating compounds, e.g. sulfiting; Sequestration, e.g. with chelate-producing compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Ein neues Verfahren, Getränke, speciell Bier, zu carbonisiren ^ um sie für den Markt zu präpariren, besteht darin, dafs man aus einem Behälter, der mit dem vortheilhaft direct aus dem Lagerfafs kommenden Getränk gefüllt worden ist, eine entsprechend kleine Quantität des Inhalts entnimmt .und diese Quantität durch eine gleiche oder annähernd gleiche Quantität einer Flüssigkeit ersetzt, die stark mit Gas gesättigt ist, wobei man zweckmäfsig die gewünschte Quantität aus dem Behälter entnimmt, dieselbe stark mit Gas sättigt und sie dann wieder in den Behälter zurückbringt. Bei diesem Verfahren erreicht man, nachdem man einen Behälter mit dem zu carbonisirenden Bier gefüllt hat — das Füllen eines Fasses oder Tönnchens ist ebenso leicht wie das Füllen einer Flasche —, indem man eine gewisse Quantität des Bieres abzieht, um Raum für die mit Gas gesättigte Flüssigkeit zu machen, und sie durch eine gleiche oder annäherd gleiche Quantität übersättigter, carbonisirter Flüssigkeit ersetzt, die gewünschte Anfüllung des Behälters.
Eine Vorrichtung zum Abfüllen von Bier, bei welcher das beschriebene Carbonisirverfahren praktische Anwendung rindet, ist in beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe in Vorderansicht.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie 2 der Fig. 3, in der Pfeilrichtung gesehen.
Fig. 3,4, 5 und 6 sind Schnitte nach Linien 3-4-5 und 6 der Fig. 2, in der Pfeilrichtung gesehen.
Fig. 7 ist ein Schnitt nach Linie 7 der Fig. 1 und zeigt eine Draufsicht des einstellbaren Trägers, welcher das Fafs aufnimmt, während dasselbe gefüllt wird.
Fig. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8 der Fig. 7.
Fig. 9 ist ein Grundrifs des Bodenrahmens des Fafsträgers.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach Linie 10 der
Fig- 7· Fig. 11 ist ein abgebrochener Schnitt nach Linie 11 der Fig. 5 und zeigt ein Fafs in seiner Lage.in abgebrochenem Schnitt.
Fig. 12, 13 und 14 sind Schnitte nach Linien 12-13 und 14 der Fig. 11.
Fig. ι 5 ist eine abgebrochene perspectivische Ansicht, theilweise im Schnitt, und zeigt einen Ventilmechanismus zum Controliren des Bierausflusses aus dem Fafs.
Fig. 16 ist ein Schnitt nach -Linie 16 der Fig. 2 in vergrößertem Mafsstabe.
Fig. 17 ist ein Schnitt nach Linie 17 der Fig. 16 und zeigt die Construction eines Ventildetails.
Fig. 18 ist eine Draufsicht der Antriebsvorrichtungen der Maschine.
Fig. 19 und 20 sind abgebrochene Schnitte nach Linien 19 und 20 der.Fig. 18 und
Fig. 21 zeigt im Schnitt die unter Federdruck stehende Stange, durch welche das Ventil bethätigt wird, um den Zuflufs der carbonisirenden Flüssigkeit aus ihrem Behälter zu dem Fafs zu controliren.
Auf einem einstellbaren Träger ruht ein Fafs, dessen Spundloch sich direct unter und in einer Linie mit einem vertical einstellbaren Füllrohr befindet. In letzteres mündet ein Bierzuführungsrohr, welches vortheilhaft mit einem Lagerfafs in Verbindung steht, und
aufserdem ein Rohr von einem Behälter, welcher stark mit Kohlensäure gesättigtes Bier enthält. Beide Rohre sind mit Ventilen versehen , um den Durchflufs controliren zu können, und der die carbonisirte Flüssigkeit enthaltende Behälter steht aufserdem mit dem Füllrohr durch ein mit einem Ventil versehenes Rohr in Verbindung, in welches eine Pumpe eingeschaltet ist.
Das Füllrohr wird durch das Spundloch tief in das Fafs hineingesenkt, wenn der Träger gehoben wird, um das Fafs fest gegen das Kopfstück zu pressen, durch welches das Füllrohr hindurchgeht, und an dem Spundloch eine dichte Verbindung zwischen Fafs und Kopfstück herzustellen.
Das Füllen des Fasses wird bewirkt, indem man mit der Hand das Ventil in dem Bierzuführungsrohr öffnet. Dieses Rohr mufs offen bleiben, bis das Fafs vollkommen gefüllt ist, was durch ein mit einem Schwimmerventil versehenes Wasserstandsglas controlirt werden kann, in dessen Zuführungsrohr ein Absperrventil angeordnet ist. Das letztere wird mit dem Ventil, welches in dem zur Pumpe führenden Rohr liegt, gekuppelt, so dafs beide Ventile gleichzeitig und in derselben Weise bethätigt werden können.
Ist das Fafs gefüllt, so wird die Zufuhr abgesperrt, und es wird eine Klauenkupplung gehandhabt, welche die Maschinerie derart bethätigt, dafs der Reihe nach folgende Functionen ausgeführt werden.
Zunächst wird aus dem Fafs eine bestimmte, verhältnifsmäfsig geringe Quantität seines Inhaltes ausgepumpt und in den die carbonisirte Flüssigkeit enthaltenden Behälter hineingeprefst, in welchem sie gründlich mit dem stark mit Kohlensäure gesättigten Bier vermischt und mit Gas gesättigt wird.
Dann wird die Pumpe und das Wasserstandsglas von dem Füllrohr abgesperrt, so dafs beim Oeffnen des Ventiles, welches in dem von dem Behälter herkommenden Rohre angeordnet ist, stark mit Kohlensäure gesättigtes Bier in einer Quantität, die der dem Fasse entnommenen Menge gleichkommt oder annähernd gleichkommt, durch das Füllrohr in das Fafs eintreten kann, worauf die Zufuhr abgesperrt wird.
Hierauf wird das Füllrohr aus dem Fafs herausgehoben.
Schliefslich wird der Antriebsmechanismus ausgerückt, worauf sich, nachdem der Fafsträger und das mit für den Markt fertigem Bier gefüllte Fafs gesenkt worden sind, die Vorrichtung wieder in der ursprünglichen Lage befindet, so dafs die Operation von neuem beginnen kann.
Es mag an dieser Stelle erwähnt werden, dafs weniger als ι Minute erforderlich ist, um das Fafs einzustellen und mit carbonisirtem Bier zu füllen.
Das Maschinengestell besteht in der Hauptsache aus vier auf einer Bettplatte aufsitzenden Eckpfosten r und Lagern für die verschiedenen Theile des Antriebsmechanismus.
In der · Mitte der Vorderseite der Maschine ist eine in verticaler Lage im Maschinengestell fest gelagerte Führungsmuffe A angeordnet, in deren an ihrem unteren Ende befindlichen Kopfstück eine Weichgummipackung q (Fig. 11) befestigt ist. Von der Vorderseite der Muffe A, und zwar nahe ihrem unteren Ende, ragt ein kurzes Rohrstück t vor (Fig. 2), welches zu einem Sicherheitsventil B (Fig. 16) und durch einen ein Absperrventil enthaltenden Kanal ν zu einem Wasserstandsmesser J32 führt, der nahe einer Austrittsöffnung v1 ein Schwimmerventil v2 besitzt.
Die Construction des Ventils B1 ist in Fig. 17 dargestellt.
Es besteht aus einem Gehäuse s, in welchem auf einem Bolzen s2 eine Klappe s1 drehbar gelagert ist, die in entgegengesetzten Richtungen, gedreht werden kann, um den Kanal ν abzusperren oder zu öffnen.
E (Fig. 1) ist ein Handhebel, der an einem Ende drehbar in einem Lager n> ruht, welches von einer Seite des Maschinengestelles vorsteht. Der Hebel erstreckt sich weiter durch eine feststehende, geschlitzte Segmentführung E1 hindurch, die nahe ihrem oberen Ende eine Kerbe besitzt, in welche ein gewöhnlicher federnder Bolzen u eintreten kann, der von dem Ende des Hebels aus bethätigt wird.
E'2 ist ein Daumenhebel, der bei x2 drehbar in dem Maschinengestell gelagert und durch ein an seine Mitte angreifendes Glied y mit der Mitte des Hebels E verbunden ist.
F ist das Füllrohr, welches durch das Führungsrohr A hindurchgeht und in letzterem durch das anstofsende Ende des Daumenhebels E2 festgehalten wird. Der Hebel £2 erstreckt sich zwischen einem Paar Ringe % hindurch, die mittelst Stellschrauben einstellbar auf dem Füllrohr befestigt sind und Arme ^1 besitzen, die ein Rohr F1 lose umfassen, um ein Drehen des Füllrohres zu verhindern, wenn dasselbe durch Einwirkung des Hebels E2 gehoben oder gesenkt wird.
Das Rohr F ist mit drei Düsen oder Oeffnungen 0 ol und o2 versehen (Fig. 12), die in verschiedener Höhe und in verschiedenen Längstheilen der Rohroberfläche angebracht sind und zum Füllen von ganzen, halben und achtel Fässern dienen, wie dies später noch erläutert werden wird.
Zum Schliefsen der beiden beim Füllen nicht in Gebrauch befindlichen Oeffnungen dient ein Hülfsrohr F2 (Fig. 11), welches ebenfalls drei Düsen oder Oeffnungen οΆ o* und o5
besitzt, die in verschiedener Höhe, jedoch in einer Linie zu einander angebracht sind. Dieses Rohr F2 befindet sich innerhalb des Rohres F und ruht mit seinem unteren Ende auf einem Absatz ο6 des Rohres F auf.
Es mag hier erwähnt werden, dafs das Rohr F in jedem Falle, wenn es vertical eingestellt wird, um eine der drei Oeffnungen der Mündung des Bierzuführungsrohres oder der Eintrittsöffnung in dem Kopfstück auf dem unteren Ende der Muffe A darzubieten, nach Lösen der Ringe \ achsial gedreht werden mufs, um die betreffende Oeffnung mit der entsprechenden in dem zweiten Rohr F2 in gleiche Lage zu bringen.
Innerhalb des Rohres F'2 ist der Spundträger angeordnet, der aus einer Kolbenstange G (Fig. i) besteht, die an einem Ende eines Hebels E3 sitzt, der nahe seiner Mitte xa drehbar in dem Maschinengestell gelagert ist und einen hinteren Daumenansatz b1 besitzt. v
Das Rohr F1 ist in verticaler Lage direct neben dem Rohr F fest in dem Maschinengestell angebracht und enthält eine unter Federdruck stehende Ventilstange η (Fig. ι und 21). Diese letztere ist an ihrem oberen Ende drehbar an einem Ende eines Hebels i?4 befestigt, der nahe seiner Mitte bei x4 drehbar in dem Maschinengestell gelagert, und dessen unteres Ende mit der Stange des Absperrventils B3 (Fig. ι und 5), welches an dem Zuführungsrohr für die mit Gas gesättigte Flüssigkeil sitzt, verbunden ist.
An der Rückseite der Maschine ist in horizontaler Lage der zur Zuführung der Flüssigkeit dienende Behälter H (Fig. 2 und 6) angeordnet, welcher eine rotirende Welle m enthält. Diese Welle ist mit Kopfstücken in1, an denen die spiralförmig angeordneten Rührblätter tn2 sitzen, versehen. An einem Ende trägt die Welle in ein konisches Zahnrad m 3, welches in ein ähnliches Zahnrad ml auf einer kurzen, rotirbar gelagerten Welle m 5 eingreift. Letztere trägt an dem entgegengesetzten Ende ein Kettenrad Ot6, welches mit dem Treibmechanismus der Maschine in Verbindung steht. Hierdurch wird der Inhalt des Behälters H beständig geschüttelt, so dafs das in demselben befindliche Bier während der Arbeitsdauer der Maschine mit Gas gesättigt wird. . Das Gas kann dem Behälter durch ein Rohr h 2 zugeführt werden; an dem Behälter kann ein Druckmanometer angebracht werden.
Zwischen dem Behälter H und dem Rohr A befindet sich in aufrechter Lage die Pumpe H1 (Fig. 3). Dieselbe besteht aus einem Cylinder, der einen Kolben / einschliefst, dessen Stange I1 sich mit einer kürzeren Führungsstange P durch den oberen Cylinderkopf hindurch erstreckt. Die Stange I1 ist drehbar mit einem Bolzen/3 einer Stellschraube /5 verbunden, die in einem geschlitzten Kopfstück /4 geführt ist; dieses Kopfstück /4 ist mit seinem oberen Ende an der Rückseite eines Zahnrades k befestigt, und zwar nahe der in dem Maschinengestell gelagerten centralen Welle k1.
Der Pumpencylinder steht von seiner Basis aus durch ein Rohr i mit dem Behälter H in Verbindung. In dem Rohre i ist ein Rückschlagabsperrventil i1 (Fig. 2 und 5) angebracht, wodurch erzielt wird, dafs, wenn der Pumpenkolben gehoben ist, um aus dem Fafs die gewünschte Quantität seines Inhaltes herauszusaugen — die Menge richtet sich nach dem Kolbenhube, der durch Einstellen der Stange /5 in dem Kopfstück /4 bestimmt wird —, der Niedergang des Pumpenkolbens die Flüssigkeit durch das Absperrventil z'1 hindurch in den Behälter H hineinprefst.
Aus dem Behälter H führt an dem Ende, welches dem, an welchem das Rohr i eintritt, entgegengesetzt ist, ein Rohr h in eine Seite einer Nase h1 (Fig. 5), welche an einer Seite des hohlen Kopfstückes des Führungsrohres A angebracht ist, und nahe dem Vereinigungspunkte besitzt das Rohr h ein Ventil B3, welches dem Ventil B1 ähnlich ist, und dessen Arbeitsstange an das untere Ende der in dem Rohr F angeordneten federnden Stange η angelenkt ist, deren oberes Ende drehbar mit einem Ende des Hebels Ei verbunden ist.
Ein Bierrohr g, welches an einem Ende mit dem in der Zeichnung nicht dargestellten Lagerfafs in Verbindung steht, mündet mit seinem anderen Ende in das Rohr i, und zwar zwischen seinem Verbindungspunkte mit der Nase h1 (Fig. 5) und seinem Verbindungspunkte mit der Pumpe. In dem Rohr i nahe der Nase h1 und in dem Rohr g nahe seiner Verbindung mit dem Rohr i sind Absperrventile £>4 bezw. Bh angeordnet, die in ihrer Construction dem Ventil B1 ähnlich sind.
Die Arbeitsstange des Ventils B1 (Fig. 15 und 1) ist an das untere Ende einer Kurbel/ angelenkt, die in dem Maschinengestell bei x5 drehbar gelagert und deren oberes Ende durch ein Glied/1 einstellbar mit dem kurzen Arm eines Hebels /2 verbunden ist. Letzterer ist bei x6 drehbar in dem Maschinengestell gelagert und an seinem kurzen Arm mit einer Stange/4, welche mit einer Feder/3 versehen ist, verbunden. Die Stange /4 geht an einem Ende lose durch ein auf dem Maschinengestell befestigtes Lager /5 hindurch.
Der Hebel /2 ist an dem Ende seines langen Armes durch ein Glied /e mit einem Ende eines Hebels/7 (Fig. 1) verbunden, der an seinem anderen Ende belastet und zwischen seinen Enden bei x7 drehbar in dem Maschinengestell gelagert ist. Der Hebel/2 erstreckt sich zu dem Gliede /° hin durch einen Längsschlitz in einer Stange /8, die so gelagert ist,
dafs sie vertical hin- und hergehen kann und an ihrem unteren Ende mit dem Arbeitsgriff des Ventils B4 verbunden ist (Fig. 5).
Das Ventil B 5 besitzt einen Handgriff /9 (Fig. 5), der mit der Arbeitsstange verbunden ist, so dafs das Ventil von Hand geöffnet oder geschlossen werden kann, um den Durchflufs des Bieres durch das Rohr g zu gestatten oder abzusperren.
Das Getriebe, mittelst dessen die einzelnen Theile des im Vorhergehenden beschriebenen Mechanismus bethätigt werden, ist im oberen Theile des Maschinengestelles angebracht.
Auf der im Gestell gelagerten Triebwelle / (Fig. i, 18 und 19) sitzt die Riemscheibe I1, ein Kettenrad e, welches durch eine über Losscheiben e2e3 laufende Kette e1 mit dem auf der Welle m5 sitzenden Kettenrade m6-verbunden ist, und das Zahnrad I'2, welches mit den auf rotirenden Wellen K1 bezw. I4 sitzenden Zahnrädern K und 73 in Eingriff steht.
Die Welle I4 trägt ein Zahnrad L1 (Fig. 18), welches mit einem Zahnrade L in Eingriff steht, das lose auf einer rotirbaren Welle L'2 sitzt und mit einer automatischen, durch Feder lösbaren Kuppelvorrichtung M beliebiger Construction versehen ist.
Der Griff M1 (Fig. 19) der Kupplung M erstreckt sich in eine geeignet zugängliche Lage mit Bezug auf den Griff d des Ventils B 5.
Die Welle L2 trägt ebenfalls ein Zahnrad L3, welches an einer Seite mit einem Anschlag c (Fig. 19) versehen ist und in das die Pumpe betätigende Zahnrad k eingreift. Letzteres trägt auf seiner Nabe einen Daumen N, in dessen Bahn sich der Arbeitshebel d1 einer gewöhnlichen selbstlösenden Federkupplungsvorrichtung Af2 für das Zahnrad K, welches normal lose auf der Welle K1 sitzt, erstreckt.
Auf dem Ende der Welle K1 ist der Kurbelarm O befestigt, der an einer Seite nahe seinem äufseren Ende eine Antifrictionsrolle b trägt, in deren Bahn der Daumenvorsprung b1 des Hebels Es vorragt (Fig. 18 und 20). An seinem Nabentheile trägt der Arm O einen Daumen b'2, der auf seiner Bahn das Ende des Hebels E4 angreift.
Der einstellbare Träger, der dazu dient, das Fafs P während des Füllens an der Basis der Maschine festzuhalten, ist im Detail in Fig. 7 bis 10 veranschaulicht.
Auf einer oscillirenden Welle R, die- so gelagert ist, dafs sie sich quer über die Vorderseite der Basis des Maschinengestelles erstreckt, sind nahe den Enden die transversal sich erstreckenden Kopfstücke R1 befestigt, von welchen an entgegengesetzten Enden in verschiedenen Richtungen keilförmige Arme R- und Ra vorstehen, und zwar zwischen geflantschten Rollen R4 und R\ Einer dieser Arme ist nahe jeder Ecke eines rechteckigen Rahmens 5 gelagert und trägt auf seiner oberen Seite, nahe einer jeden Ecke, eine Rolle S1, die sich parallel zu den Seiten des Rahmens drehen kann. Die Rollen Rs sind, um mit den Rollen R * übereinzustimmen, auf der Basis des Maschinengestelles drehbar angebracht.
An einem Ende der Welle R ist ein Arbeitshebel T befestigt, der eine federnde Klinke' T' (Fig. 10) trägt, welche in eine daneben gelagerte Segmentzahnstange T'2 eingreift, von welcher die Klinke in gewöhnlicher Weise durch Anziehen des Hebelgriffes gelöst werden kann, wobei das Umdrehen des Hebels in einer Richtung die Arme R2R3 zwischen die Rollen R4R5 bringt. Hierdurch wird der Rahmen 5 gehoben und nunmehr in seiner gehobenen Lage durch Eingriff der Klinke mit der Zahnstange festgehalten.
Durch Umwerfen des Hebels in entgegengesetzter Richtung werden die Arme zwischen den geflanschten Rollen weggezogen, worauf sich der Rahmen infolge seiner Schwere senkt.
Auf dem Rahmen S (Fig. 8) ist ein rechtwinkliger Wagen V angebracht, der auf den Rollen S1 sitzt und somit bequem in der Längsrichtung rückwärts und vorwärts bewegt werden kann, und in seinen vier Ecktheilen sind die einwärts abgeschrägten Rollen F1 gelagert, die den Theilen eines Fasses entsprechen, welches in der Längsrichtung des Wagens auf sie gelegt ist. Für den Wagen wird vortheilhaft eine verschiedene Länge für jede verschiedene Gröfse des Fasses, z. B. ein halbes, ein viertel und ein achtel, vorgesehen.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende:
Nachdem ein Fafs P auf den Wagen V gelegt worden ist, wird der Rahmen S durch Drehen des Hebels T gehoben, bis der Spündring q1 in dem Spundloch α fest gegen die Gummipackung q (Fig. 11) geprefst wird. Der Hebel E wird dann auswärts in die in Fig. 1 veranschaulichte Lage gezogen, wobei er das Rohr F durch das Spundloch hindurch bis nahe zu dem Boden des Fasses senkt. Dies Senken wird durch einen von dem Daumenhebel E mittelst des Gliedes y (Fig. 1) gegen den unteren Ring \ ausgeübten Druck bewirkt.
Dann wird der Griff d des in dem Rohr g angeordneten Ventils £5 gehandhabt, um das Bierzuführungsrohr zu öffnen und das Fafs sich mit dem flauen, d. h. künstlich noch nicht imprägnirten Bier aus dem Lagerfafs füllen zu lassen. Die Ventile B1 und B4 sind hierbei ebenfalls offen. Während das Fafs sich füllt, entweicht die in demselben enthaltene Luft durch ein in der Seite des Rohres A, und zwar an der Stelle, wo das Rohr von dem Spundloch umgeben ist, angebrachtes Loch a1 (Fig. 11 und 14). Dieses Loch führt über der Oberfläche des Fasses durch den Kanal ν (Fig. 16) und das
in demselben angeordnete Schwimmerventil ν2 hindurch zu der Auslafsöffhung v1.
Ist das Fafs vollständig gefüllt, so veranlafst der Druck der in dem Kanal ν befindlichen Flüssigkeit gegen das Ventil v'2 ein Schliefsen des letzteren. Dann wird der Griff d gedreht, um den Durchfiufs des Bieres durch das Rohr g abzusperren.
Mittlerweile wird die Welle / beständig angetrieben, wodurch die losen Räder PLK und L1 in Bewegung gehalten werden und aufserdem das Kettenrad e behufs Antriebs der Rührwelle m in dem Rührwerk oder Behälter H in Umdrehung versetzt wird. Indem man nunmehr den Kupplungsgriff Ai1 (Fig. ι und iq) bewegt, um das Zahnrad L mit der Welle Z,2 zu kuppeln, treibt die rohrende Welle / mittelst des Zahnrades L1 ;die Welle J4 an, wobei das auf der Welle I sitzende Zahnrad I'2 das Zahnrad K lose auf seiner Welle K1 und das Zahnrad L3 auf der Welle Z.2 in Umdrehung versetzt, um das Zahnrad k anzutreiben.
Eine vollständige Umdrehung des Zahnrades k hebt den Kolben der Pumpe H\ so dafs in dieselbe durch das Rohr i ein bestimmtes Quantum Bier aus dem Fafs P eintreten kann, und senkt dann den Kolben, um den Inhalt der Pumpe in den Behälter H hineinzupressen. Bevor jedoch der Niedergang des Pumpenkolbens beginnt, schlägt der Ansatz c (Fig. 19) des Zahnrades Z,3 gegen den Gewichtshebel f1 und hebt ihn zuerst langsam, um aufwärts auf die Stange fe zu stofsen, bis die verlorene Bewegung des Hebels/2 in dem Schlitz f3 und beim Geraderichten in Beziehung auf die federnde Stange fi ausgeführt worden ist.
Während dieser Zeit wird der Niedergang des Pumpenkolbens beginnen, den Inhalt der Pumpe in den Behälter H zu pressen, bis dann der Hebel f2 durch Angreifen der Stange fs an dem oberen Ende des in derselben befindlichen Schlitzes plötzlich das Ventil Bi schliefst, und die federnde Stange, nachdem sie die Ebene des Hebels passirt hat, durch die nachgiebige Einwirkung ihrer Feder f3 sich an ihrem Vereinigungspunkte mit dem Hebel abwärts biegt, wobei sie durch Bethätigung der mit dem Griff des Ventils in Verbindung stehenden Theile f1 und f ein Schliefsen des Ventils B1 bewirkt.
Am Ende der Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens kommt der auf der Welle k1 des Zahnrades k sitzende Daumenring JV in Berührung mit dem Hebel d1 (Fig. 19) der Federkupplung M'2 und veranlafst ein Ineingrifftreten des Zahnrades K mit seiner Welle K1, so dafs letztere während einer ganzen Umdrehung bewegt wird, wobei der Arm O eine vollkommene Umdrehung macht und der Reihe nach folgende Functionen ausübt:
Zunächst schlägt der Daumen b2 gegen den Hebel E^ und drückt die Stange η nieder, so dafs das Ventil B3 geöffnet wird und eine Quantität der mit Kohlensäure gesättigten Flüssigkeit aus dem Behälter H durch das Rohr h in das Fafs P eintreten kann, wobei der Daumen so gestaltet ist, dafs er das Ventil nur so lange offen hält, bis eine Quantität Flüssigkeit, die der dem Fasse P zuerst durch die Pumpe entnommenen Quantität Bier entspricht, passirt. Hierauf verläfst der Daumen den Hebel E 4, der nunmehr durch die Stange w, welche sich unter dem Einflufs ihrer Feder hebt, wieder in seine normale Lage zurückgebracht wird und das Ventil schliefst. Dann tritt die auf dem Ende des Kurbelarmes O sitzende Welle b in Eingriff mit dem Daumenhebel J?2, der hierbei um seinen Drehpunkt x2 gedreht wird und die Rohre FF2 aus dem Fasse P herauszieht.
Gleichzeitig wird der Hebel E in seine Anfangsstellung gebracht, in welcher er durch Eingriff der Klinke u mit einer Kerbe im oberen Ende der Führung E1 festgehalten wird.
Am Ende einer einzigen Umdrehung der Räder K und L werden ihre Kupplungen von den zugehörigen Federn bethätigt, so dafs sie von ihren Wellen losgekuppelt werden, worauf der Antriebsmechanismus still stehen bleibt und nur die Welle J, die Riemscheibe I1 und die Räder P Is L1 L und K und . die Welle /4 lose weiter lauf en.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . -Apparat zum Carbonisiren von Flüssigkeiten, insbesondere von Bier, bei welchem zunächst durch Bethä'tigen eines in dem Flüssigkeitszuführungsrohr (g) angeordneten Ventils (B5J Flüssigkeit durch ein vertical einstellbares Füllrohr (F) in den zu füllenden Behälter (P) eingeführt wird und dann nach Abschlufs des Ventils (B5) mittelst einer Pumpe (H1) eine Quantität der Flüssigkeit durch das Füllrohr (F) aus dem Behälter (P) entnommen und in einen mit Gas gesättigte Flüssigkeit enthaltenden Behälter (H) geprefst und hierauf eine entsprechende Quantität mit Gas gesättigter Flüssigkeit aus dem Behälter (H) wieder in den erstgenannten Behälter (P) eingeführt wird, worauf letzterer verschlossen wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Apparates, bei welcher durch die Rotation eines Zahnrades (k) der Pumpenkolben auf- und abbewegt wird, der hierbei durch das Füllrohr (F) eine gewisse Quantität nicht carbonisirter Flüssigkeit aus dem Behälter (P) aufsaugt und in den Behälter (H) hineinprefst, und am Ende der Abwärtsbewegung des Kolbens durch Bethätigung eines Hebels (dl)
    durch einen auf der Welle (k 1J des Zahnrades (k) sitzenden Daumenring (N) ein Zahnrad (K) mit seiner Welle (K) gekuppelt wird, bei deren Umdrehung ein Daumen (b2, Fig. 18) das Oeffnen eines Ventils (B3) bewirkt, durch welches eine Quantität der mit Kohlensäure gesättigten Flüssigkeit aus dem Behälter (H) in den Behälter (P) eintreten kann, wobei der Daumen (b2) so gestaltet ist, dafs er das Ventil (B3) nur so lange offen hält, bis eine Quantität Flüssigkeit, welche der dem Behälter (P) zuerst durch die Pumpe (H1) entnommenen Quantität nicht carbonisirter Flüssigkeit entspricht, passirt ist.
    Ein bei dem Apparat nach Anspruch ι zur Verwendung kommendes Füllrohr, bestehend aus einem Rohr (F), welches auf- und abbewegt, in verticaler Richtung eingestellt und auf seinem Support gedreht werden kann, an Punkten von verschiedener Höhe und in verschiedenen Längstheilen mit Oeffnungen (o o1 o'2) versehen ist und ein zweites Rohr (F2) einschliefst, welches in dem Rohr (F) verschiebbar angeordnet ist und eine gleiche Anzahl von Oeffnungen (ο3 ο * o&) besitzt, die ebenfalls in verschiedener Höhe, jedoch in einer Linie zu einander angebracht sind, so dafs bei achsialer Drehung des Rohres (F) stets nur die beiden der Höhe des zu füllenden Behälters entsprechenden Oeffnungen der Rohre (F und F'2) mit einander in Uebereinstimmung gebrachtwerden (Fig. 11 und 12).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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