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Schreibmaschine mit auswechselbarem Typenhebelkorb. Die Erfindung
-bezieht sich auf solche Schreibmaschinen mit auswechselbarem Typenhebelkorb, bei
welchen gleichzeitig mit Betätigung einer Sperrvorrichtung für den Typenhebelkorb
an den Typenhebeln angreifende Verbindungsstangen des Tastenhebelwerkes von den
Typenhebeln durch Abschwenkung entkuppelt oder mit diesen gekuppelt werden können
und der Typenhebelkorb lediglich mit den von ihm getragenen Typenhebeln auswechselbar
ist.
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Mit der Erfindung ist bezweckt, diese und noch andere bekannte Schreibmaschinen
ähnlicher Art hinsichtlich ihres Baues zu vereinfachen und zu verbilligen sowie
durch sichere Wirkung zu verbessern und ferner ihre Bedienung und ihren Gebrauch
zu vereinfachen, letzteren auch zu verbilligen.
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Es sind Schreibmaschinen bekannt, bei denen der Typenhebelkorb lediglich
mit den von ihm getragenen Typenhebeln auswechselbar ist und die Typenhebel in der
Verbindung mit ihrem Lagerdraht sowohl bei eingesetztem wie auch bei herausgenommenem
Typenhebelkorb zwar gesichert sind, aber zwecks Auswechselung nur schwierig und
mit Aufwand von verhältnismäßig viel Zeit aus der Verbindung mit ihrem Lagerdraht
gelöst ,werden können. Bei einer Art von solchen Schreibmaschinen liegt dieses darin
begrün.. det, daß die Typenhebel zwecks Lagerung auf ihrem Lagerdraht mit einem
Loch oder einer Ausnehinung versehen sind und der Lagerdraht durch diese Löcher
der Typenhebel von der Seite her, noch dazu mittels eines die Auswechselung verteuernden
Spezialwerkzeuges, hindurchgeschoben werden muß, wobei das Hinein- und Herausziehen
des Lagerdrahtes große Geschicklichkeit erfordert und derselbe schon bei ganz geringer
Verbiegung unbrauchbar ist. Bei einer anderen Art solcher Schreibmaschinen beruht
jene Schwierigkeit der Auswechselung der Typenhebel darauf, daß die Typenhebel in
der Verbindung mit ihrem Lagerdraht durch eine am Typenhebelkorb befestigte Sperrschiene
gesichert sind, die zwecks Auswechselung der Typenhebel erst entfernt werden muß.
Bei diesen beiden Arten von Schreibmäschinen besteht außerdem der Nachteil, daß,
wenn man den Typenhebelkorb zwecks Auswechselung von Typenhebeln aus der Maschine
herausgenommen und abgelegt hat und in dem einen Fall den Lagerdraht° entfernt,
in dem andern Fall die Sperrschiene abgenommen hat, die Typenhebel beim Aufliegen
ihres. Korbes auf der Unterlage gar leicht aus ihrer Lagerung im Korb gedrückt werden
und aus diesem herausfallen. Dabei kommen sie leicht durcheinander, und ihre richtige,
entsprechend der Tastenanordnung .an der Maschine vorzunehmende Wiedereinsetzung
in den Typenhebelkorb
erfordert viel Mühe, Zeit und Geschicklichkeit.
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Es sind weiterhin Schreibmaschinen mit auswechselbarem Typenhebelkorb
bekannt, bei denen die Typenhebel in der Verbindung mit ihrem Lagerdraht zwar ständig
durch eine an sich bekannte Universalschiene oder -bügel gesichert sind. Diese Schreibmaschinen
jedoch besitzen folgende Nachteile: Der Typenhebelkorb kann nur mit dem gesamten
Tastenhebelwerk und dessen Gestell ausgewechselt werden, was den Gebrauch derartiger
Schreibmaschinen deshalb außerordentlich verteuert, weil man zu jedem neuen Typenhebellcorb
noch ein neues vollständiges Tastenhebelwerk und ein Gestell für dasselbe benötigt.
Würde man bei diesen Schreibmaschinen nur den Typenhebelkorb reit den Typenhebeln
allein auswechseln, so ist in nachteiliger Weise diese Arbeit eine nur durch einen
Fachmann vornehmbare und müssten die Verbindungsstangen des Tastenhebelwerkes einzeln
von Hand von den Typenhebeln entkuppelt werden. Außerdem benötigen derartige Schreibmaschinen
einen besonderen Typenkorbträger und besondere Teile, an denen die Universalschiene
mit ihrem Hebel-werk angebracht ist. Dadurch werden diese Maschinen aus einem weiteren
Grunde verteuert.
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Letztere Art von Schreibmaschinen und die ersterwähnte Art mit dur
chlocbten Typenhebeln wie auch noch andere Schreibmaschinen besitzen weiterhin den
erheblichen Nachteil, daß die gelenkige Verbindung der Typenhebel mit den Verbindungsstangen
des Tastenhebelwerkes der Maschine nicht genügend gesichert ist, so daß der Betrieb
solcher Maschinen kein genügend sicherer ist.
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Alle diese Nachteile der bekannten Schreibmaschinen sind bei derjenigen
nach der Erfindung vermieden. Dieselbe besteht in der Vereinigung von bei Schreibmaschinen
teils an sich bekannten Merkmalen und Vorteilen in einer einzigen Maschine.
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Dadurch, daß bei der Schreibmaschine nach der Erfindung, wie an sich
bekannt, gleichzeitig mit Betätigung einer Sperrvorrichtung für den Typenhebelkorb
die an den Typenhebeln angreifenden Verbindungsstangen des Tastenhebelwerkes von
den Typenhebeln entkuppelt (oder mit diesen gekuppelt) werden können, sind bei ihr
wiederum die an sich bekannten Vorteile vorhanden, daß durch eine denkbar einfache
Bedienungsmaßnahme der Typenhebelkorb aus der Maschine herausgenommen und in dieselbe
wieder eingesetzt werden kann und derselbe lediglich mit den von ihm getragenen
Typenhebeln auswechselbar ist. Aus letzterem Vorzug ergibt sich der weitere an sich
bekannte Vorteil, daß das Auswechseln der Typenhebelkörbe, mithin auch der Gebrauch
der Schreibmaschine billig ist, weil keine an der Schreibmaschine wieder gebrauchten
Teile mit ausgewechselt werden.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die zum Antriebsgestänge
für die Papierwagenschaltung gehörende Universalschiene unmittelbar von dem lediglich
mit seinen Typenhebeln auswechselbaren Typenhebelkorb getragen wird und dabei die
bei eingesetztem Typenhebelkorb in ihrer Verbindung mit den Verbindungsstangen des
Tastenhebelwerkes gesicherten Typenhebel in an sich bekannter Weise sowohl bei eingesetztem
wie bei herausgenommenem Typenhebelkorb in der Verbindung mit ihrem Lagerdraht sichert.
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Dadurch, daß die Universalschiene unmittelbar von dem lediglich mit
seinen Typenhebeln auswechselbaren Typenhebelkorb getragen wird, ist bei der Maschine
nach der Erfindung außer den von ihr schon genannten, an sich bekannten Vorteilen
eines lediglich mit seinen Typenhebeln auswechselbaren Typenhebelkorbes auch noch
erstens der Vorzug vorhanden, daß besondere Teile zum Tragen der Universalschiene
und ihres Hebelwerkes erspart sind. Außerdem besitzt die Schreibmaschine nach der
Erfindung keinen besonderen sogenannten Typenhebelkorbträger. Infolgedessen ist
sie baulich vereinfacht und verbilligt. Weiterhin ist an jedem Ersatztypenhebelkorb
der Antrieb ,für das Gestänge der Papierwagenschaltung vorhanden. Man kann also
wiederum, wie an sich bekannt, dieses Antriebsgestänge für die Papierwagenschaltung
auf die zu der Universalschiene gehörigen Typenhebel des zugehörigen Typenhebelkorbes
genau einjustieren und braucht diese Arbeit nur einmal vorzunehmen, ohne daß man
an der Schreibmaschine als solcher Regulierarbeit vornehmen müsste. Dadurch ist
eine übermäßig große Präzision der Schreibmaschine erspart, trotzdem aber eine gute,
sichere Wirkung derselben erreicht und ihr Herstellungspreis aus, einem weiteren
Grunde ein billiger. Wäre das Antriebsgestänge für die Papierwagenachaltun.g nicht
an dem Typenhebelkorb, sondern in der Schreibmaschine als solcher angebracht, dann
wäre zu einer guten Auslösung des Papierwagens eine derartige Präzision der Schreibmaschine
erforderlich, daß der Herstellungspreis derselben beträchtlich vergrößert würde;
dann würde ferner jeder Ersatztypenhebelkorb nicht genau zu der betreffenden Schreibmaschine
passen, sondern müßte eigens zu dieser einjustiert werden, was ebenfalls umständlich
und teuer wäre.
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Dadurch, daß die Universalschiene, welche unmittelbar von dem lediglich
mit seinen
Typenhebeln auswechselbaren Typenhebelkorb getragen wird,
die bei eingesetztem Typenhebelkorb in ihrer Verbindung mit den Verbindungsstangen
des Tastenhebelwerkes gesicherten Typenhebel in an sich bekannter Weise sowohl bei
eingesetztem wie bei herausgenommenem TV. penhebelkorb in der Verbindung
mit ihrem Lagerdraht sichert, kominen zu den schon genannten, an sich bekannten
Vorteilen noch folgende ebenfalls an sich bekannten Vorteile hinzu: Die Typenhebel
können weder während des Betriebes der Maschine. noch bei ihrer Auswechselung, also
bei aus der Maschine herausgenommenem Typerihebelkorb, aus letzterem herausfallen,
wodurch der Gebrauch und Betrieb der Schreibmaschine ein sicherer ist. Überhaupt
ist dadurch, daß, wie an sich bekannt, die Universalschiene die Sicherung der Typenliebel
auf ihrem Lagerdraht bewirkt, wiederum der an sich bekannte Vorteil vorhanden, daß
die Auswechselung von -Typenhebeln eine einfache und von jedem Laien ohne besondere
Werkzeuge schnell verrichtbare Tätigkeit ist, weil man die Universalschiene vorübergehend
nur aus ihrer Eingriffsnut herauszuziehen braucht und dann die Typenhebel aushängen
bzw. umgekehrt sie wieder einsetzen kann.
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Die Verbindung der Typenhebel mit den an ihnen angreifenden Verbindungsstangen
des Tastenhebelwerkes ist gegen unbeabsichtigtes Lösen erfindungsgemäß im wesentlichen
dadurch gesichert, daß diese Verbindungsstangen in besonderer Weise ausgebildet
sind und unter dem Einfluß von Federn stehen, welche sie stets in ihre Kupplungslage
mit den Typenhebeln zu bringen bzw. in dieser zu halten suchen. Dabei sind die Verbindungsstangen
noch in an sich bekannten Schlitzführungen dauernd geführt, die ebenfalls zur Sicherung
der Kupplung von Verbindungsstangen und Typenhebeln beitragen. Ferner werden diese
Verbindungsstangen in die Entkupplungslage mit den Typenhebeln sowie zurück in die
Kupplungslage erfindungsgemäß durch ein mittels Handhebels bewegtes Band gebracht
und werden durch dieses während dieser Bewegungen gleichmäßig geführt. Durch diese
gleichmäßige Führung der Verbindungsstangen ist gegenüber den bekannten Einrichtungen
an Schreibmaschinen, bei welchen die Verbindungsstangen während der Entkupplung
und Kupplung mit den Typenhebeln gar nicht bewegt «-erden, der Vorteil erreicht,
daß unvorhergesehene Lagenveränderungen der Verbindungsstangen und Beschädigungen
der Hebelverbindungen der Schreibmaschine beim Entkuppeln und Kuppeln nicht vorkommen
können.
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Auf der Zeichnung ist die Schreibmaschine nach der Erfindung in einem
Ausführungsbeispiel dargestellt, Abb. i zeigt sie in einem senkrechten Mittelschnitt
von der Seite bei eingesetztem Typenhebelkorb und Kupplung der Verbindungsstangen
mit den Typenhebeln, wobei Tastenhebel und Typenhebel sich in der Ruhestellung befinden,
Abb. z zeigt die Schreibmaschine in ebensolchem Schnitt, jedoch mit niedergedrücktem
Tastenhebel und hoch:geschlagenein Typenhebel.
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Abb.3 stellt einen Senkrechtschnitt nach A-B in Abb. i, in Richtung
der Pfeile gesehen, dar, wobei der Typenhebelkorb eingesetzt und durch die Sperrvorrichtung
festgehalten ist.
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Abb..l läßt die Schreibmaschine in ebensolchem Schnitt wie in Abb.
3 erkennen, jedoch mit gelöster- Sperrvorrichtung und von den Typenhebeln entkuppelten
Verbindungsstangen.
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Abb. 5 zeigt die Schreibmaschine in senkrechtem Mittelschnitt von
der Seite in gleichem Zustand wie in Abb.4, jedoch so, daß der Typenhebelkorb ein
wenig aus, der Maschine herausgezogen ist.
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Abb.6 läßt einen Senkrechtschnitt nach C-D@ in Abb. i von vorn gesehen
erkennen. Die Abb. 7 und 8 lassen bauliche Einzelheiten der Sperrvorrichtung für
den Typenhebelkorb in Sperrlage bzw. gelöster Stellung, entsprechend den Abb. 3
bzw. d., erkennen.
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Abb. 9 stellt eine Oberansicht zu Abb. ,5 dar. In an sich bekannter
Weise trägt der Typenhebelkorb i die Typenhebel 2, indem diese mit ihrem hinteren
Haken 3 an dein durchgehenden, gebogenen und in der hinteren Wand 6 des Typenhebelkorbes
i gelagerten Lagerdraht :I eingehängt sind. Am hinteren Ende jedes der Typenhebel
2 ist ein Niet oder Stift 5 o. dgl. befestigt, welcher zum gelenkigen Angriff des
Tastenhebelwerkes an dem Typenhebel dient.
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Das Antriebsgestänge für die Papierwagenschaltung mit der Universalschiene
9 ist erfindungsgemäß unmittelbar an der Rückwand 6 des lediglich mit seinen Typenhebeln
auswechselbaren Typenhebelkorbes i angebracht. Diese Antriebseinrichtung besteht
aus dem Bügel 7, welcher mittels seiner beiden seitlichen Arme 8 schwenkbar aufgehängt
ist und mittels je einer entsprechenden gefederten Par allelozrammliebelverbinduriz
8, 8a, 8v
| in einem Kreisbogen schwingend geführt ist. |
| Unter dem Einfluß dieser gefederten Par- |
| allelogrammhebelverbindungen 8, 8a, 8v steht |
| die halbkreisförmig gebogene Universal- |
| schiene 9 so, daß sie geradlinig geführt ist. |
| Bei eingesetztem Typenhebelkorb wird bei |
| Betätigung eines Tastenhebels 13 durch das |
Rückenende 211 des Typenhebels 2 die an den Hebeln 8b angebrachte
Universalschiene 9 aus der halbkreisförmigen Nut 611 der Rückwand 6 des Typenhebelkorbes
i herausgedrückt, wodurch der Bügel ? nach außen bzw. rückwärts geschwenkt wird
und dadurch den Papierwagen auslöst.
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Durch die Anordnung der Universalschiene 9 unmittelbar an dem auswechselbaren
Typenhebelkorb i sind die Typenhebel 2 sowohl bei eingesetztem wie insbesondere
auch bei herausgenommenem Typenhebelkorb i in der Verbindung mit ihrem Lagerdraht
q., also gegen Herausfallen aus ziem Typenhebelkorb, deshalb gesichert, weil das
Rückenende 211 der Typenhebel während deren Ruhelage stets gegen die Universalschiene
9 stößt, welche infolge der Wirkung der gefederten Hebel 8, 811, 8b bei Ruhelage
der Typenhebel z stets in die Bogennut 611 der Rückwand 6 des Typenhebelkorbes gedrückt
wird.
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Dadurch, daß das Antriebsgestänge für die Papierwagenschaltung mit
der Universalschiene 9 unmittelbar an dem auswechselbaren Typenhebelkorb i angeordnet
ist, so daß also an der Rückwand 6 jedes Ersatztypenhebelkorbes ein solches Antriebsgestänge
mit Universalschiene 9 vorhanden ist, ist der an sich bekannte Vorteil wiederum
vorhanden, daß man diese Antriebseinrichtung auf die Typenhebel des Typenhebelkorbes
einjustieren kann und diese Arbeit nur einmal vorzunehmen braucht, ohne die noch
unbekannten Verhältnisse an der Schreibmaschine, in welcher er einmal verwendet
werden, soll, berücksichtigen zu müssen. Jeder solcher Ersatztypenhebelkorb paßt
also zu der Schreibmaschine, bei derer später einmal verwendet wird, und gewährleistet
deshalb eine einwandfreie Auslösung der Papierwagenschaltung, weil die Universalschiene
9 auf die Typenhebel 2 schon einjustiert ist und die Auslösung der Papierwagenschaltung
durch .den Bügel 7 geschieht.
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Infolge der Anordnung der Universalschiene 9 unmittelbar an dem Typenhebelkorb
i sind ferner besondere Glieder zum Tragen derselben und ihres Hebelwerkes sowie
ein sogenannter Typenkorbträger wie bei manchen bekannten Schreibmaschinen erspart,
und ist die Schreibmaschine nach der Erfindung baulich vereinfacht und in der Herstellung
verbilligt.
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Zur Betätigung der Typenhebel 2 dienen je eine Verbindungsstange io,
je ein Winkelhebel i i, je ein Zwischenglied 12 und der entsprechende Tastenhebel
13 mit Tastenknopf 1311. Die Verbindungsstangen io sind mit ihrem hinteren Ende
an dem :zugehörigen Winkelhebel i i angelenkt. Zur Sicherung des Angriffes an den
Typenhebeln 2 ist das vordere Ende der Verbindungsstangen io zu einem offenen Schlitz
1q. mit vor diesem befindlicher hakenförmiger Nase 15 ausgebildet. Nach unten ist
das vordere Ende der Verbindungsstangen io bzw. die rückwärtige Kante des Schlitzes
1q. je zu einem Lappen 16 fortgeführt.
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Die Verbindungsstangen i o reichen durch die Schlitze 17 eines am
Gestell der Maschine befestigten Schlitzbogens 18 und sind in dessen Schlitzen 17
dauernd so geführt, .daß sie außer in ihrer Entkupplungslage insbesondere während
ihrer Einwirkung auf die Typenhebel 2 stets in der erforderlichen Richtung zu den
Typenhebeln 2 sich befinden, und daß hierbei ihre selbsttätige Entkupplung von den
Typenhebeln 2 verhindert ist. Die Verbindungsstangen io sind daher so angeordnet
und werden derartig bewegt, daß sie in mit den Typenhebeln gekuppeltem Zustand während
ihrer Ruhelage sich in einem engeren Teil der Schlitze 17 befinden, bei Betätigung
der Tastenhebel 13 aber in einen verbreiterten Teil der Schlitze 1 7 eintreten und
daselbst eine freie Bewegung haben, ohne von den Typenhebeln .2 abspringen zu können.
Bei Loslassen der Tasten 13a treten die in ihre Ruhelage zurückgehenden Verbindungsstangen
io wieder in den engeren Teil .der Schlitze 17 zurück. Dadurch ist erreicht, daß
die Verbindungsstangen io beim Beginn ihrer Einwirkung auf die Typenhebel 2 die
erforderliche Richtung zu diesen haben, also in ganz bestimmter Richtung ihre Kraft
auf die Ty-
penhebel 2 zu übertragen beginnen, daß sie aber während ihrer
Einwirkung auf die Typenhebel 2 eine durch die Schlitzwandungen urigehinderte freie
Führung haben, ohne daß sie Schleuderbewegungen ausführen und dadurch von den Typenhebeln
abspringen könnten, und ohne daß sie unliebsames Klappern verursachten. Der Schlitzbogen
i8 dient außer zur Führung der Verbindungsstangen io während ihrer Einwirkung auf
die Typenhebel2 auch dazu, den Verbindungsstangen i o, wenn sie von den Typenhebeln
2 entkuppelt sind, die für die Kupplung mit den Tvpenhebeln erforderliche Richtung
zu geben.
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Mit der Ausbildung der Verbindungsstangen io zu der hakenförmigen
Nase 15 ist der Vorteil erreicht, daß ein stets sicherer Angriff der Verbindungsstangen
io an den Nieten 5 o. dgl. der Typenhebel 2 gewährleistet ist. Die Lappen 16 an
den vorderen Enden der Verbindungsstangen io geben diesen im Zustand der Kupplung
mit den Typenhebeln vor der Einwirkung auf sie sowie im Zustand der Entkupplung
von den Typenhebeln, wobei dann die Verbindungsstangen
io festgelegt
sind, in den Schlitzen 17 des Schlitzbogens 18 einen guten Halt und die erforderliche
genaue Richtung zu den Typenhebeln.
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jeweils zwischen Verbindungsstange io und Winkelhebel ii ist eine
Zugfeder i9 angebracht, welche einerseits in der Verbindungsstange io, andererseits
in dem nächstgelegenen Arm i ia des Winkelhebels i i nahe dessen Drehpunkt eingehängt
ist. Diese Federn i9, welche in bekannter Weise eine beschleunigte Rückfallbewegung
der Typenhebel2 und damit eine beschleunigte Aufwärtsbewegung der Tastenhebel 13
in ihre Ruhelage bewirken, greifen erfindungsgemäß so an den Verbindungsstangen
io und den Winkelhebeln i i an, daß sie die Verbindungsstangen io stets in ihre
Kupplungslage mit den Typenhebeln 2 zu bringen bzw. in dieser zu halten suchen,
indem sie das Vorderteil der Verbindungsstangen io nach unten ziehen, also deren
Kopf mit Schlitz 1.4 auf den Niet 5 des zugehörigen Typenhebels 2 drücken und somit
den Angriff der Verbindungsstangen io an den Typenhebeln 2 sichern. Die Federn icg
greifen an den Verbindungsstangen io und den Winkelhebeln i i ferner so an, daß
sie bei hochgeschlagenen Typenhebeln und demnach nach vorn verschobenen Verbindungsstangen
i o gespannt sind, daß sie also als Zugfeder auf die Verbindungsstangen io derart
wirken, daß sie die Verbindungsstangen io bei hochgeschlagenen Typenhebeln zurückziehen
und dadurch die Typenhebel in ihre Ruhelage auf das Bogenkissen ia bringen (Abb.
2). Die Federn i9 dienen also außer zur Sicherung des Angriffes der Verbindungsstangen
io an den Typenhebeln :2 auch als Glieder zur Zurückbewegung der Typenhebel und
des Tastenhebelwerkes in ihre Ruhelage.
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Um weiterhin eine Gewähr dafür zu haben, daß beim Gebrauch der Schreibmaschine
die Verbindungsstangen io in stets sicherem Angriff an den Nieten 5 der Typenhebel
2 bleiben, ist der Buckellob der Verbindungsstangen io je zu einer Spitze iol# fortgeführt
und ist die untere Fläche 6b -der Rückwand 6 des Typenhebelkorbes i gleichgerichtet
dem Weg der Spitzen i oc der Verbindungsstangen i o ausgebildet. Weil infolgedessen
die Spitzen ioc der Verbindungsstangen io sehr nahe und parallel zur unteren Fläche
6b der Rückwand 6 des Typenhebelkorbes i bewegt werden, ist somit erreicht, daß
beim Gebrauch der Schreibmaschine die Verbindungsstangen io nicht in ungewollter
Weise von den Nieten 5 der Typenhebel 2 abspringen können. Die Ausbildung der Verbindungsstangen
10 je zu einer Spitze ioc bietet auch noch den Vorteil, daß die Verbindungsstangen
i o weder bei Kupplung noch bei Entkupplung mit den Typenhebeln 2 infolge irgendwelcher
Einwirkungen durch die Schlitze 17 des Schlitzbogens 18 hinter diesen zurückschnellen
können, was beim Gebrauch der Schreibmaschine äußerst mißlich wäre, da die Wiedereinsetzung
der vorderen Enden der Verbindungsstangen io in die Schlitze 17 des Schlitzbogens
18 viel blühe, Zeit und Geschicklichkeit erfordert.
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Zur Auswechselung des Typenhebelkorbes i werden die Verbindungsstangen
io außer Eingriff an den Typenhebeln 2 gebracht und wird gleichzeitig eine Sperrvorrichtung
für den Typenhebelkorb gelöst.
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Zur Entkupplung und Kupplung der Verbindungsstangen io mit den Typenhebeln
2 ist erfindungsgemäß auf der Rückseite des Schlitzbogens 18 ein bogenförmiges,
biegsames Band 2o verschiebbar angeordnet, welches in radialer Richtung auf sämtliche
Verbindungsstangen io gleichzeitig und gleichmäßig wirkt. Die Betätigung des Bandes
2o geschieht durch Schwenkung des Handhebels 21 (Abb. d.) nach abwärts, welcher
auf dem Ende der Welle 22 sitzt. Diese Schwenkbewegung wird mittels der Zwischenstangen
23 auf die Schwenkhebel 24 übertragen, welche mit ihrem gegabelten Vorderende jeweils
auf den Zapfen 2511 der weiterhin angeordneten Schwenkhebel 25 einwirken. An dem
vorderen Ende der Schwenkhebel 21 ist j e ein Schuh 26 angelenkt, an denen das Band
2o befestigt ist. Bei Schwenkung des Handhebels 21 nach abwärts werden die Schwenkhebe125
nach oben geschwenkt, somit beiderseitig die Schuhe 26 gehoben, wodurch das biegsame
Band 2o angehoben wird. Infolge der radialen Wirkung des Bandes 2o werden bei dieser
seiner Anhebung die Verbindungsstangen io an ihrem vorderen Teil angehoben, so daß
sie mit ihrem Schlitz 14 außer Eingriff mit den Typenhebeln 2 kommen. Durch umgekehrte
Betätigung des Handhebels 21 (Schwenkung nach aufwärts) wird das Band 20 gesenkt
und werden die Verbindungsstangen i o mit den Typenhebeln 2 gleichmäßig und gleichzeitig
gekuppelt.
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Außer dieser Entkupplungs- und Kupplungstätigkeit des Bandes 2o bietet
dasselbe den Vorteil, daß die Verbindungsstangen i o während ihrer Bewegung in die
Entkupplungslage in dieser selber sowie zurück in die Kupplungslage durch das Band
2o gleichmäßig geführt und gehalten sind Zwecks Führung und Festhaltung durch das
Band 2o sind die Verbindungsstangen io erfindungsgemäß zu einem Einschnitt ioa und
einem an der Rückseite ihres unteren Lappens 16 befindlicben Haken 1611 ausgebildet.
Gleichzeitig
mit der beschriebenen, durch die Schwenkung des Handhebels 2i nach abwärts hervorgerufenen
Entkupplung der Verbindungsstangen io von den Typenhebeln 2 wird die Sperrvorrichtung
für den Typenhebelkorb gelöst. Die Schwenkhebe125 berührt je ein unter dem Druck
der Federn 40 stehender Arm der Hebel 27, welche um die an der Deckplatte
28 befestigten Zapfen 29 schwenkbar sind. Die Hebel 27 besitzen an ihrem
vorderen Ende je eine breite Zunge 3o, welche in Einwirkung mit dem Zapfen 31 jedes
der beiden mittels der Federn 32 gefederten Klinkhebel 33 (Abb. 7 und 8) stehen.
Die Klinkhebel 33, welche an dem feststehenden Teil der Auslösevorrichtung für den
Wagen der Schreibmaschine drehbar befestigt sind, sind je zu einem Zahn 34. ausgebildet,
die mit den in der Deckplatte 28 der Maschine befestigten Zapfen 35 in gegenseitiger
Einwirkung stehen.
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Bei Schwenkung des Handhebels 2i und damit Entkupplung der Verbindungsstangen
io von den Typenhebeln :2 werden unter Einwirkung der Schwenkhebel 25 .die
Hebel 27
geschwenkt, so daß die vorderen breiten Zungen 3o die Zapfen 31 sowie
die Klinkhebel33 nach abwärts drücken und dadurch deren Zähne 34 unterhalb des zugehörigen
Zapfens 35 zu liegen kommen, so daß der Typenhebelkorb aus der Maschine herausgezogen
werden kann.
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Damit das Herausziehen des Typenhebelkorbes leicht und handlich ist,
ist auf ihm seitlich je eine wagerechte Platte 36 befestigt, welche zu je einer
Führung 37 und je einem Greifloch 38 (Abb. 5, 6) ausgebildet ist.
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Zum Schutz des Tastenhebelwerkes der Schreibmaschine gegen Verunreinigung,
wie Staub, Radierreste u. dgl, ist unterhalb des Typenhebelkorbes ein dessen halbrunder
Form angepaßtes Schutzblech 3o angeordnet, welches an dem Gestell der Maschine abnehmbar
befestigt ist.