DE44796C - Oelpatrone, deren Oel zum Glätten bewegter See dient - Google Patents

Oelpatrone, deren Oel zum Glätten bewegter See dient

Info

Publication number
DE44796C
DE44796C DENDAT44796D DE44796DA DE44796C DE 44796 C DE44796 C DE 44796C DE NDAT44796 D DENDAT44796 D DE NDAT44796D DE 44796D A DE44796D A DE 44796DA DE 44796 C DE44796 C DE 44796C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
cartridge
projectile
smooth out
opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44796D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. H. WALKER in Hartford, Connect., V. St. A
Publication of DE44796C publication Critical patent/DE44796C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B39/00Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude
    • B63B39/10Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by damping the waves, e.g. by pouring oil on water

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese'Patrone enthält ein mit OeI angefülltes Geschofs, welches an einem Ende mit einer Oeffnung versehen ist, die jedoch, so lange sich das Geschofs noch in der Patrone befindet, von- einer durch die Patronenwandung festgehaltenen Scheibe verschlossen wird. Die Patrone hat das in ihrem Innern liegende Geschofs hinaus und in die See zu werfen, wobei die vordere Oeffnung des Geschosses frei wird, während das Geschofs nach dem Eintauchen in das Wasser mit seinem offenen Ende nach oben etwas unter der Oberfläche schwimmen und das OeI durch die. Oeffnung nach der Oberfläche des Wassers bezw. der Wellen ausfliefsen lassen soll, so dafs eine Kammbildung und somit ein Ueberschlagen der Wellenkämme durch die glättende, beruhigende Wirkung des OeIs verhindert wird.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt eine solche Patrone. Fig. 2 und 3 sind die beiden Endansichten der in Fig. 1 dargestellten Patrone. Fig. 4 ist ein centraler Längsschnitt derselben.
Fig. 5 veranschaulicht ein in die See getauchtes Geschofs, aus dem OeI nach der Oberfläche des Wassers ausfliest.
A bezeichnet die das Geschofs einschliefsende Hülse der Patrone, deren Boden in bekannter Weise ausgebildet und mit Knallquecksilber etc. angefüllt ist, welches, durch eine Zündnadel entzündet, das Feuer dem Pulver in der Pulverkammer B mittheilt. C ist die Hülse des Geschosses, welche das OeI einschliefst. Der äufsere Durchmesser der Hülse entspricht dem inneren Durchmesser der äufseren Hülse A. Am Boden der Hülse C ist der cylindrische Block D angeordnet, während die Mündung mit einem spulenförmigen Körper E versehen ist. Die beiden ringförmigen Flantschen an den Enden passen in das Rohr des Geschosses, und durch Umbördeln der vorderen Kante der Hülse C wird der Körper E vor dem Herausgleiten gesichert. Durch die Form der in die Mundöffnung eingeführten Spule wird die kreisförmige Luftkammer F und die cylindrische Oeffnung G gebildet. Die innere Hülse C wird in der äufseren A mittelst einer genau eingepafsten Scheibe H, welche durch Umbördeln in ihrer Lage gesichert wird, gehalten und die Oeffnung G hierdurch verschlossen. Die Oelkammer J hat weiter keinen Auslafs als die Oeffnung G, welche zwar so lange geschlossen gehalten wird, als das Geschofs durch die Kraft des Pulvers hinausgeworfen wird.
Die Benutzung der Patrone geschieht in der folgenden Weise:
Nachdem die Patrone in eine Hinterladefeuerwaffe eingeführt worden ist, wird dieselbe eingerichtet und abgeschossen. Die Explosion des Pulvers in der Pulverkammer B treibt das innere Geschofs durch die vordere Oeffnung des Rohres A und des Gewehres bis auf eine Entfernung über das Wasser, welche von der Quantität des Pulvers, der Länge und der Neigung des Gewehres sowie dem Gewicht des Geschosses und seinem Inhalte abhängt. Während des Fluges durch die Luft wird das offene Ende durch die Vorwärtsdrehung des Geschosses um die eigene Achse und das OeI
durch die Luftpressung gegen die Oeffnung G in der Oelkammer gehalten. Sobald das Geschofs das Ende seiner Flugbahn erreicht hat, sinkt es mit der Basis nach unten, etwas unter die Oberfläche des Wassers hinab, worauf das aus der Oeffnung G ausfliefsende OeI sich an der Oberfläche des Wassers ausbreitet und dasselbe wie mit einer Haut überzieht (Fig. 5). Ein Geschofs von der in der Zeichnung veranschaulichten Gröfse enthält ungefähr 15 g OeI, welche Quantität erfahrungsgemäfs genügt, um die Kammbildung der Wellen auf einer Fläche von ca. 20 a zu verhindern. Es folgt hieraus, dafs ein mit einer Geschwindigkeit von 15 Seemeilen fahrender und mit einem genügenden Vorrath von den vorher beschriebenen Patronen ausgerüsteter Dampfer sich durch eine bewegte See eine beruhigte Fahrstrafse in der Breite von ca. 200 m und in einer Länge von ca. 1600 m vor dem Schiffe herstellen kann, wenn in der Minute 40 dieser Geschosse auf eine sich in dieser Entfernung vor dem Schiffe befindende Querlinie von 200 m abgegeben werden. Um das Geschofs auf diese Entfernung abschiefsen zu können, mufs die Patrone mit ungefähr 5 g Pulver gefüllt und der Lauf des Gewehres unter etwa 27 ° geneigt sein. Sollen bei bewegter See Boote ausgesetzt werden, so genügen 20 von diesen Geschossen, um die See ungefähr 50 m seitlich und 100 m nach vorn und hinten zu beruhigen.
Die Luftkammer F und der Block D oder eines von beiden kann weggelassen werden; werden dieselben jedoch angewendet, so sind sie einander sowie dem Gesammtgewicht, der Gröfse des Geschosses und dem Inhalte desselben so anzupassen, dafs das Geschofs mit seiner Oeffnung nach oben etwas unter der Oberfläche des Wassers schwimmen kann.
Zur Füllung des Geschosses kann verwendet werden Fischthran, Leinöl, Olivenöl, Rohpetroleum oder andere passende OeIe; Fischthran ist jedoch das beste und zweckmäfsigste unter den genannten Oelen. Nur bei kaltem Wetter mufs de'r Fischthran mit Mineralöl vermischt werden, um die nöthige Leichtflüssigkeit zu erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Patrone, um OeI auf bewegter Meeresfläche auszubreiten, bestehend aus der die Pulverladung B enthaltenden Hülse A, in der die Hülse C, welche das OeI enthält, vollständig geborgen ist, und deren vordere, durch die lose Platte H bedeckte Oeffnung erst nach dem Abfeuern der Patrone freigelegt wird, so dafs das OeI aus der vertical schwimmenden Patrone nach oben an die Meeresfläche austreten kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT44796D Oelpatrone, deren Oel zum Glätten bewegter See dient Expired - Lifetime DE44796C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE44796C true DE44796C (de)

Family

ID=320006

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT44796D Expired - Lifetime DE44796C (de) Oelpatrone, deren Oel zum Glätten bewegter See dient

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE44796C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091895B (de) * 1957-01-05 1960-10-27 Hermann Langkraer Als Rakete ausgebildeter Flugkoerper zum Verteilen von OEl auf der Meeresoberflaeche

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091895B (de) * 1957-01-05 1960-10-27 Hermann Langkraer Als Rakete ausgebildeter Flugkoerper zum Verteilen von OEl auf der Meeresoberflaeche

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE586569C (de) Vorrichtung zum Unterdruecken des Muendungsfeuers von Schusswaffen
DE3430998C2 (de)
DE2125417A1 (de) Nichttodhches Geschoß
DE721289C (de) Patrone
DE2755241C1 (de) Dueppelgeschoss
DE44796C (de) Oelpatrone, deren Oel zum Glätten bewegter See dient
DE1578122A1 (de) UEbungspatrone
DE4134505A1 (de) Patrone zur schusssimulation mit laserstrahl
DE565874C (de) Raketenpistole zum Werfen von Leinen
DE52369C (de) Rakete mit Oelbehälter zur Wellenberuhigung
DE60825C (de) Geschofs mit mehreren in demselben angeordneten Treibladungen
DE184551C (de)
DE57493C (de) Geschofs, dessen Flugbahn ganz unter Wasser oder auch zum Theil in der Luft liegt
DE270923C (de)
DE190051C (de)
DE192002C (de)
DE79127C (de) Oelgeschofs zum Beruhigen der Meereswellen
DE303356C (de)
AT58521B (de) Geschütz für Flugzeuge, Ballons und dgl.
DE1703963C3 (de) Artilleriegeschoß
DE61802C (de) Geschofs mit brisanter Sprengladung
DE45233C (de) Gas-Geschütz
DE1428683C3 (de) Granate für einen Vorderladermörser
DE44816C (de) Geschofs zur Vertheilung von Oel auf dem Wasser
DE256009C (de)