DE447621C - Elektrisches Relais - Google Patents
Elektrisches RelaisInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/02—Non-polarised relays
- H01H51/04—Non-polarised relays with single armature; with single set of ganged armatures
- H01H51/12—Armature is movable between two limit positions of rest and is moved in both directions due to the energisation of one or the other of two electromagnets without the storage of energy to effect the return movement
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Description
W 68279
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Relais mit einem hin und her gehenden oder
schwingenden Anker, der in der einen Richtung unter der Anziehungswirkung eines Elektromagneten bewegt wird, dessen Wicklung
kurzgeschlossen wird, wenn der Anker in dieser Weise seine Stellung ändert. Die Erfindung bezweckt, die Zeitperiode für
die Wirkung des Relais dadurch zu vergrößern, daß ein magnetischer Nebenschluß
für den magnetischen Kreis des Relais vorgesehen ist. Dies geschieht nach der Erfindung
dadurch, daß der durch den Anker des Elektromagneten gehende magnetische Kreis durch einen Stab oder eine gleichwirkende
Anordnung magnetisch nebengeschlossen ist.
Die Erfindung ist beispielsweise in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, in welchen
Abb. ι eine Vorderansicht einer Ausführungsform des Relais nach der Erfindung
zeigt.
Abb. 2 ist eine Seitenansicht desselben,
Abb. 3 ein Grundriß der Magnete des in Abb. ι und 2 abgebildeten Relais,
Abb. 4 die schematische Ansicht einer Schaltungsanordnung, die dabei benutzt werden
kann, und
Abb. 5 zeigt eine Anordnung von Signalen, die von dem Relais gesteuert werden.
Das in Abb. 1 bis 3 dargestellte Relais besitzt einen Anker C, der von zwei Elektromagneten
A und B beeinflußt wird. Jeder dieser Magnete A und B besitzt wie gewöhnlich
zwei Wicklungen 1 und 2, ein Jochband 3 und zwei Polstücke 4 und 5. Der Anker C
ist eine rechtwinklige Platte aus magnetisierbarem Material, welche mit zwei mittleren
Zapfenstiften 7 versehen ist, welche von Tragschrauben 8 getragen werden. Die Teile
sind so bemessen und angeordnet, daß die Drehachse des Ankers zwischen und über den
Magneten A und B liegt, wie aus Abb. 1 ersichtlich ist. Offenbar wird daher, wenn der
Magnet A erregt ist, der Anker C im Uhrzeigersinne von Abb. 1 geschaukelt, und wenn
Magnet B erregt wird, schwingt der Anker C im entgegengesetzten Sinne.
An der oberen Seite des Ankers C ist ein Tragglied G aus Isoliermaterial befestigt,
welches zwei Kontaktblöcke 9 und ga und
einen Kontaktarm 12 trägt. Wie in Abb. 1 dargestellt, wirkt der Kontaktarm 12 mit
zwei festen Kontaktfingern 13 und 14 zusammen,
so daß, wenn der Arm nach links geschwenkt wird, die Kontakte 12-14 geschlossen
werden, und wenn sich der Arm 12 in einer Mittelstellung befindet, die Kontakte
12-13 und. 12-14 beide offen sind. Block ga wirkt
.mit zwei biegsamen festen Kontaktfingern io"
" und ΐΐα zusammen, so daß, wenn der Anker
sich in einer Mittelstellung befindet, die Kontakte 9α-ΐοα und 9a-na beide geschlossen
sind. Wird Block ga nach links geschwenkt, so öffnet sich der Kontakt ga-1 oa, und wird
Block ga nach rechts geschwenkt, so ist Kontakt 9°-11« offen. Block 9 wirkt mit zwei Kontaktfingern
10 und 11 in gleicher Weise zusammen,
(s. Abb. 4),
Ein kleines Gewicht 20 aus nichtmagnetischem Material, welches auf der rechten
Seite des Ankers C befestigt, ist, strebt den Anker in eine Stellung zu bewegen, in welcher
die Kontakte 12-13 geschlossen sind.
Indes ist diese Wirkung nicht hinreichend, um die Kontakte g"-iia und 9-11 zu öffnen.
Um den Zeitraum zwischen den aufeinanderfolgenden Ankerb ewegungen zu· vergrößern,
ist jeder Magnet mit einem magnetischen Nebenweg von niedrigem Widerstand zwischen den Polstücken des Magneten
versehen, indem ein Nebenschlußstab 6 aus magnetisierbarem Stoff quer zu den Polstücken
4 und 5 jedes Magneten, aber von diesen Polstücken durch einen kleinen Luftspalt
getrennt, angeordnet ist.
Wie aus Abb. 4 ersichtlich, sind die Wicklungen ι und 2 beider Magnete .A und B
hintereinandergeschaltet und erhalten sie Strom aus den Klemmen D und E einer nicht
gezeichneten geeigneten Energiequelle. Wie aus der Schaltung ersichtlich, sind, wenn die
Kontakte 12-14 geschlossen sind, die Wicklungen
ι und 2 des Magneten B kurzgeschlossen, und wenn die Kontakte 12-13 geschlossen
sind, die Wicklungen 1 und 2 des· Magneten A kurzgeschlossen. Die Stromzuführung zu dem
Relais kann in beliebiger Weise, z. B. durch einen. Schalter 20', gesteuert werden.
Wenn Schalter 20' offen ist, nehmen die Teile die in der Zeichnung dargestellte Lage
ein, wobei Anker C ein wenig aus der Mittellage gebracht ist, so daß die Kontakte 12-13
geschlossen sind. Wenn nun Schalter 20' geschlossen wird, so fließt Strom durch die
Wicklungen des Magneten B, indes sind, da die Kontakte 12-13 geschlossen sind, die
Wicklungen des Magneten A kurzgeschlossen, und dieser letztere Magnet wird nicht
erregt. Die Erregung des Magneten B veranlaßt eine Schwenkung des Ankers C um
seine Drehzapfen, so daß sein linker Arm gegen die Kernstifte 19 des Magneten B anschlägt.
Hierbei werden die Kontakte 12-13 geöffnet und die Kontakte 12-14 geschlossen.
Die Kontakte 12-14 schließen die Wicklungen des Magneten B kurz und das Feld dieses
Magneten beginnt abzunehmen. In dem Augenblick der Kurzschließung der Wicklungen
i, 2 des Magneten B wird sein magnetischer Kreis über die Polstücke 4, 5 noch
von dem vollen magnetischen Kraftfluß infolge des die Wicklungen r, 2 durchlaufenden
Stromes durchflossen. Da der Luftspalt zwischen den Polstücken 4, 5 und dem Anker C
verhältnismäßig klein ist, besteht der Weg dieses Kraftflusses fast ganz aus Eisen. Die
magnetische Erregung des linken Elektromagneten wird außerdem durch die Wirkung des Nebenschlußstabes 6 vergrößert. Der
Abfall des magnetischen Kraftflusses wird also infolge der in den kurzgeschlossenen
Wicklungen 1 und 2 induzierten Stöme, die der Abnahme des Kraftflusses entgegenwirken,
verzögert, und vermöge dieser Kurz-Schlußwirkung und des wegen des kleinen Luftspaltes und der Anordnung des Nebenschlußstabes
6 niedrigen magnetischen Widerstandes vergeht daher ein verhältnismäßig
langer Zeitraum, bevor der Kraftfluß auf einen vorher bestimmten Wert sinkt, und der
Anker C bleibt demgemäß in seiner von dem linken Elektromagneten angezogenen Stellung
länger als ohne die Wirkung des magnetischen Nebenschlusses 6.
Betrachten wir nun die Wirkung des rechten Elektromagneten, dessen Stromkreis
durch den Schluß der Kontakte 12, 14 erregt worden ist. Die Reluktanz des magnetischen
Kreises A über die Luftspalte zwischen dem Anker C und den Polen 4, 5 ist verhältnißmäßig
hoch. Ferner wird durch den Nebenschlußstab des Elektromagneten .A Kraftfluß.
von dem Anker C abgelenkt und die Zugwirkung dieses Magneten auf den Anker entsprechend
verringert. Der Aufbau des Feldes in den Polstücken 4, S - und in dem
Anker C des rechten Magneten A wird demzufolge
vergrößert, und die Anziehung des Ankers C durch den Elektromagneten A tritt
erst nach einem Zeitraum ein, in welchem der Kraftfluß in dem Elektromagneten B so weit
abnimmt, daß seine Anziehungskraft auf den Anker C geringer ist als die von dem Elektromagneten A ausgeübte. Nach Ablauf dieses
Zeitraumes überwiegt die von dem Elektromagneten A ausgeübte Anziehungskraft und
der Anker C schwingt im Uhrzeigersinne, bis er durch die Kernspitzen 19 in den Polstücken
4 und 5 des Magneten A angehalten no wird. Diese Bewegung öffnet zuerst die Kontakte
12-14 und schließt dann die Kontakte 12-13, worauf dieselbe Wirkung, wie vorher
beschrieben, .mit .Bezug auf den Elektromagneten
A eintritt und der Anker C nach Ablauf eines. verhältnismäßig langen Zeitraumes
unter der Anziehungswirkung des Elektromagneten 'B in seine Ursprungslkge
zurückkehrt. Es- ist daher klar, daß der Anker C zwangläufig hin und her schaukelt,
solange Schalter 20' geschlossen ist und zwischen den Ankerbewegungen ein beträcht-
licher Zeitraum vergeht, daß sich aber diese Bewegungen selbst schnell vollziehen, so daß
eine gute Kontaktwirkung ohne Bildung von Lichtbogen oder Funken gesichert ist. Wenn
Schalter 20' geöffnet wird, kehren die Teile in die in der Zeichnung dargestellte Lage
unter Einfluß des Gewichtes 20 zurück.
Die Zeit zwischen den aufeinanderfolgenden Bewegungen des Ankers des Relais kann
in angemessenen Grenzen auf einen beliebigen Wert durch die Einstellung und Abmessung
der verschiedenen Teile geändert werden.
Ein Vorteil der Erfindung ist, daß sie ein Relais zu bauen ermöglicht, bei welchem die
Schaltzeit im wesentlichen unabhängig von Schwankungen der Klemmenspannung an den
Energiezuleitungen ist. Diese Eigenschaft ergibt sich, obwohl der Anker von zwei entgegengesetzten
Kräften angetrieben wird, welche beide von der Zuleitungsspannung abhängig sind. Das von dem erregten Magneten
ausgeübte Drehmoment muß größer sein als das von dem kurzgeschlossenen Magneten
ausgeübte entgegenwirkende Drehmoment, bevor das Relais umkehrt. Jedes dieser Drehmomente wächst mit einer Steigerung
der Zuleitungsspannung, und die Zeitperiode des Relais hat deshalb das Bestreben, konstant
zu bleiben.
Das Relais kann gebraucht werden, um Hilfsapparate in jeder geeigneten Weise zu
steuern. Bei der in Abb. 4 dargestellten Anordnung besitzt dieser Apparat in Leitungen
E1 und B2 liegende Lampen 15, 16, 17
und 18. Wenn die Kontakte 9 und 10 und 9«-ioa geschlossen sind, d.h. wenn AnkerC
im Uhrzeigersinne schwingt oder sich in einer Zwischenlage befindet, leuchten Lampen 16
und 17, wenn dagegen der Anker in entgegengesetzter Richtung schwingt, oder sich in der
Zwischenlage befindet, sind die Kontakte 9-11 und 9a-na geschlossen und leuchten die Lampen
15 und 16.
Diese Lampen können für jeden beliebigen Zweck benutzt werden, so z. B. zum Schutz
einer Landstraße, an einer Niveaukreuzung, eines Weges oder einer Eisenbahn. So ist
z. B. in Abb. 5 mit F eine Straße bezeichnet,
die zwei Schienengleise H und / kreuzt. Neben der Straße an einer Seite der Kreuzung
befindet sich ein Signal K1, das zwei Lampen 15 und 16 besitzt. Auf der andern Seite der
Kreuzung steht ein ähnliches Signal K2, welches die übrigen zwei Lampen 17 und 18 enthält.
Wenn das Relais in Ruhe ist, leuchten alle vier Lampen. Wird das Relais gestellt,
so werden zuerst die Lampen 16 und 17 gelöscht
und 15 und 18 bleiben leuchtend; alsdann
werden 'die Lampen 15 und 18 gelöscht,
und Lampen 16 und 17 werden leuchtend usw. Die von jedem Signal gebotene Anzeige
besteht daher aus zwei Lampen, die abwechselnd erhellt werden. Wenn das Überwachungsrelais
energielos wird, werden alle Lampen leuchtend.
Claims (3)
1. Elektrisches Relais mit einem hin und her gehenden oder schwingenden Anker,
der in der einen Richtung unter der Anziehungswirkung eines Elektromagneten
bewegt wird, dessen Wicklung kurzgeschlossen wird, wenn der Anker in dieser Weise seine Stellung ändert, dadurch
gekennzeichnet, daß der durch den Anker des Elektromagneten gehende magnetische Kreis dauernd durch einen
Stab (6) oder eine gleichwirkende Anordnung magnetisch nebengeschlossen ist zu dem Zweck, die Zeitperiode des Relais zu
vergrößern.
2. Ausführungsform des Relais nach Anspruch 1, bei welcher der Anker (C)
des Relais abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen unter der Anziehungswirkung
von zwei Elektromagneten (A, B) bewegt wird, deren Wicklungen (1, 2) abwechselnd kurzgeschlossen werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pole (4, 5) jedes der Magnete (A, B) durch
einen Stab (6) magnetisch nebengeschlossen werden.
3. Ausführungsform des Relais nach Anspruch 1 und 2, bei welcher der Anker
(C) des Relais Kontakte steuert, die in die Stromkreise von Signallampen (15,
16, 17, 18) geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß, wenn das Relais energielos wird, die Stromkreise dieser Signallampen
geschlossen werden und der Stromkreis eines Lampenpaares (16, 17)
geöffnet wird, wenn der Anker in eine seiner Endstellungen geschwenkt wird, und der Stromkreis der anderen Lampen
(15, 18) geöffnet wird, wenn der Anker in die entgegengesetzte Endstellung geschwenkt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US447621XA | 1924-05-12 | 1924-05-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE447621C true DE447621C (de) | 1927-07-30 |
Family
ID=21934201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW68279D Expired DE447621C (de) | 1924-05-12 | 1925-01-28 | Elektrisches Relais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE447621C (de) |
-
1925
- 1925-01-28 DE DEW68279D patent/DE447621C/de not_active Expired
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