DE447248C - Einrichtung und Verfahren zum Kopieren von Stereomessbildern eines koerperlichen Gebildes - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zum Kopieren von Stereomessbildern eines koerperlichen Gebildes

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DE447248C
DE447248C DES58509D DES0058509D DE447248C DE 447248 C DE447248 C DE 447248C DE S58509 D DES58509 D DE S58509D DE S0058509 D DES0058509 D DE S0058509D DE 447248 C DE447248 C DE 447248C
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ROENTGEN STEREO WERK C BEYERLE
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ROENTGEN STEREO WERK C BEYERLE
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C9/00Stereo-photographic or similar processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 21. JULI 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 447 KLASSE 57 b GRUPPE
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 30. Juni
Röntgen-Stereo-Werk C. Beyerlen A.-G. in München.
Einrichtung und Verfahren zum Kopieren von Stereonießbildern eines körperlichen Gebildes.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1922 ab.
Es sind bereits mehrere Vorrichtungen und Verfahren bekannt geworden, die dazu dienen, Stereoskopbilder oder deren Elemente auf einen geeigneten Materialkörper, z. B. einen Tonblock oder ebene Flächen, zu übertragen. Diese bekannten Methoden haben den Nachteil, daß man beim Arbeiten mit dem Apparat entweder nur die Meßmarke nebst Stereobild oder nur das Werkzeug nebst Material erblickt, auf welches die Elemente der Stereobilder übertragen werden sollen. Alle bekannten Verfahren arbeiten also teilweise blind, und bei keinem fällt das Stereobild mit dem Materialkörper räumlich zusammen. Würde man z. B. beim Devilleschen Verfahren das stereoskopische Raumbild mit dem Materialkörper räumlich zusammenfallen lassen, so würde ein sinnverwirrender Wett-
streit der Bilder entstehen, für dessen Beseitigung die Anwendung der Blinkmethode vollkommen ungeeignet wäre.
Die folgende Vorrichtung bietet den Vorteil, daß der Beobachter gleichzeitig Stereobild, Meßmarken, Werkzeug und Materialkörper erblickt, ohne daß das Stereobild und die Wahrnehmung des Materialkörpers sich gegenseitig beeinflussen. Dieses Ziel wird durch Anwendung eines Systems von schwarz - weißen Zonenrastern erreicht, welche an geeigneter Stelle .in den Strahlengang eingeschaltet sind und zum Unterschiede von den bekannten Linienrastern dazu dienen, X5 das stereoskopische Raumbild und die Wahrnehmung des Materialkörpers stellenweise wechselseitig auszulöschen.
Abb. ι zeigt beispielweise ein derartiges System von drei Zonenrastern A, B, C, dessen ao einzelne Zonen von beliebiger Breite horizontal verlaufen und gegeneinander versetzt sind, ähnlich dem Balken eines Blockhauses. Abb. 2 zeigt beispielsweise ein System mit vertikalen Zonen.
Abb. 3 zeigt beispielsweise ein System, das nur aus zwei Zonen besteht.
Abb. 4 zeigt beispielsweise die Einschaltung der horizontalen Zonenraster A, B, C in die Bildfeldebenen der Okulare D und Dx eines stereoskopischen Beobachtungsapparates, mit dem die Stereobilder E und E betrachtet werden und dessen spiegelnde Prismenflächen nicht versilbert sind.
Abb. 5 zeigt beispielsweise .die beiden horizontalen Zonenraster A und C in unmittelbarer Verbindung mit den Stereobildern E und E1 vor- und hintergeschaltet, während der dritte Zonenraster B dem Beobachter vor dem Materialkörper F im Objektraum erscheint.
Abb. 6 zeigt beispielsweise die Einschaltung der drei Zonenraster außerhalb der Bildfeldebene der Okulare und der Ebenen der Stereobilder. . 45 In allen diesen Fällen ist das Rastersystem durch beliebige Vorrichtungen mit Hand oder mechanischem Antrieb rechtwinklig zur Richtung der Zonenstreifen in seinen Ebenen verschiebbar angeordnet..
Beim Einblick in den Apparat sieht der Beobachter gleichzeitig wagerechte Streifen des stereoskopischen Raumbildes und wagerechte Streifen des Materialkörpers miteinander abwechseln, so daß beide Erscheinungen sich gegenseitig räumlich zu durchdringen scheinen und in direktester Weise miteinander verglichen werden können.
Um eine deutliche Vorstellung von dem
optischen Eindruck zu haben, vergegenwärtige man sich z. B. eine Gipsbüste, die in horizontale Scheiben gleicher Dicke zerschnitten worden ist. Wenn man von diesen Scheiben nur die geraden Nummern übereinanderschichtet und an Stelle der ungeraden Nummern Tonscheiben von entsprechender Dicke, aber formlosen Umfanges zwischenschaltet, so scheint ein amorpher Tonblock das Gipsmodell zu durchdringen. Denkt man sich an Stelle des letzteren die Zonenstreifen des stereoskopischen Raumbildes, so hat man angenähert die Vorstellung des Bildeindrucks, den man beim Einblick in den beschriebenen Apparat haben würde. Bei dieser gegenseitigen Durchdringung fällt aber auch das jeweils benutzte Werkzeug räumlich mit der Meßmarke zusammen, so daß letztere als ein besonderer Bestandteil der Apparate in Fortfall kommt, während das Werkzeug selbst die Funktionen der Meßmarke gleichzeitig übernimmt. Hierdurch wird nicht nur der Apparatebau wesentlich vereinfacht, sondern in erster Linie kann auch das frei in der Hand gehaltene Werkzeug viel ungehinderter und schneller bewegt werden, als wenn es einerseits mit einer oder zwei Meßmarken zwangläufig verbunden ist und andererseits durch Gelenke mit dem Apparat in Verbindung steht.
Die Kanten der Zonen bilden die Übergangslinien zwischen Stereobild und Materialkörper. Wenn man während der Arbeit das ganze Rastersystem A, B, C gemeinsam rechtwinklig zur Richtung der Zonenstreifen bewegt, z.B. hebt und senkt, kann man jede beliebige Bildstelle an diese Kanten bzw. Übergangslinien bringen und auf die Oberfläche des Materials übertragen.
Hat man das Rastersystem nach Abb. 6 in den Strahlengang des Beobachtungsinstrumentes außerhalb der Bildfeldebenen G der Okulare oder außerhalb der Akkommodationsebene der Augen oder außerhalb der Ebenen der Stereobilder eingeschaltet, so erscheinen beim Einblick in das Beobachtungsinstrument die Ränder der Zonenraster unscharf und besitzen eine Parallaxe in rechtwinkliger Richtung zum Verlauf der Zonenstreifen. In diesem Falle läßt sich durch geringes Hinundherbewegen der Augen eine ähnliche Wirkung erzielen wie durch Hinundher!- bewegen der in den Bildfeldebenen oder in den Ebenen der Stereobilder angeordneten Zonenraster.
Verwendet man Beobachtungsinstrumente, bei denen die Stereobilder in gleicher Ebene übereinander anstatt nebeneinander angeordnet sind, so schaltet man die Rastersysteme zweckmäßig so ein, daß die Zonen vertikal verlaufen. Doch kann man auch um- ;ekehrt bei übereinander angeordneten Stereobildern horizontale Zonen und bei nebeneinander angeordneten Stereobildern verti-
kale Zonen verwenden, allerdings liegen dann diese nicht außerhalb des stereoskopischen Effektes, sondern bilden selbst ein Raumbild, welches man durch VeV-tikal- bzw. Horizontalbewegung eines oder beider Zonenraster gegeneinander in gleiche scheinbare Entfernung mit der Oberfläche des stereoskopischen Raumbildes bringen kann. In ähnlicher Weise kann man durch eine in
ίο ihren Ebenen erfolgende Drehung der Zonenraster gegeneinander die Ebene, in welcher das stereoskopische Raumbild des Rasters gesehen wird, zur optischen Achse beliebig geneigt erscheinen lassen und jeweils annähernd in Übereinstimmung mit den anvisierten Flächen des zu kopierenden stereoskopischen Raumbildes bringen. Durch die genannten Vorrichtungen kann das stereoskopische Raumbild direkt mit der Oberfläche des Materials verglichen werden; man sieht unmittelbar, an welchen Stellen zuviel oder zuwenig Material vorhanden ist, und kann, mit geeigneten Werkzeugen quer über die Streifen des stereoskopischen Raumbildes fahrend, die Flächen des Stereobildes in Materialflächen umwandeln. Es ist ein besonderer Vorzug bei der Verwendung von Rastern, daß alle Arbeitsmethoden anwendbar sind, die in Betracht kommen, also entweder das freihändige Arbeiten mit den üblichen Modellierwerkzeugen oder die freihändige Anwendung von Fräsinstrumenten oder das zwangläufige Fräsen von Linien entlang den einzelnen Zonen nach Abb. 3, welches nur aus einer einzigen Kante besteht, die nach jedesmaligem Fräsen schrittweise über die ganze Höhe des stereoskopischen Raumbildes bewegt wird. Diese Art zum Kopieren von Stereobildern eignet sich besonders in den Fällen, in welchen der Materialkörper, auf den die punktuellen oder linearen Elemente der Stereobilder übertragen werden, aus einer ebenen Fläche besteht.
Anstatt die Stereobilder mittels Mikroskopvergrößerung zu betrachten, kann man sie auch mittels Projektionsvorrichtung auf das gewünschte Format vergrößern und alsdann durch Betrachten dieser Vergrößerungen die Übertragung in gleicher Größe auf den Materialkörper mittels einer der beschriebenen Zonenrastermethoden ausführen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zum Kopieren von Stereobildern eines körperlichen Gebildes oder von linearen bzw. punktuellen Elementen derselben im Raum oder auf einer ebenen Fläche, gekennzeichnet dadurch, daß in den Strahlengang eines stereoskopischen Beobachtungsinstrumentes beliebiger Konstruktion an geeigneter Stelle ein System von Zonenrastern eingeschaltet wird, dessen Zonenrichtung beliebig verläuft und das dazu dient, die Wahrnehmung der Stereobilder und des Kopieträgers stellenweise wechselseitig auszulöschen und eine vergleichende Betrachtung der sichtbar bleibenden Stellen des Stereobildes, des Kopieträgers sowie der als Meßmarke dienenden Werkzeuge gleichzeitig zu ermöglichen.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zonenraster in ihren Ebenen rechtwinklig zur Richtung der Zonenstreifen bewegbar angeordnet werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zonenraster in ihren Ebenen drehbar angeordnet werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mittels eines in den Strahlengang eines stereoskopischen Beobachtungsinstrumentes eingeschalteten Systems von Zonenrastern die sichtbar bleibenden Stellen des Kopieträgers, der Stereobilder und die als Meßmarke dienenden Kopierwerkzeuge gleichzeitig betrachtet und letztere in gleicher scheinbarer Entfernung mit dem stereoskopischen Raumbilde derart bewegt, daß die anvisierten Flächen oder Zeichnungselemente des stereoskopischen Raumbildes mit der anvisierten Oberfläche des Kopieträgers räumlich zusammenfallen.. wodurch das Raumbild auf den Kopieträger übertragen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man beim Einblick in das stereoskopische Beobachtungsinstru- ioo ment die Zonenraster in ihren Ebenen rechtwinklig zur Richtung der Zonenstreifen derart bewegt, daß alle Punkte des zu kopierenden stereoskopischen Raumbildes mit den Kanten der Zonen zusammenfallen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man beim Einblick in das stereoskopische Beobachtungsinstrument die Zonenraster in ihren Ebenen derart dreht, daß ihre Raumbilder angenähert zusammenfallen mit den jeweils anvisierten Flächen des zu kopierenden stereoskopischen Raumbildes.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES58509D 1922-01-03 1922-01-03 Einrichtung und Verfahren zum Kopieren von Stereomessbildern eines koerperlichen Gebildes Expired DE447248C (de)

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