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Verfahren zur Aufnahme und Wiedergabe von Zeichnungen, Plänen od.
dgl. auf photographischem Wege und Einrichtungen dazu Bei der Herstellung von Plänen,
Karten od. dgl. auf photographischem Wege liegt mitunter das Bedürfnis vor, bei
diesen Darstellungen, für .die ein bestimmtes, durch die gegenseitige Lage von Objekt,
Optik und Bild bedingtes Abbildungsverhältnis gewählt. wird, für die Wiedergabe
gewisser Einzelheiten, 'beispielsweise von Schilaffen, Begrenzungslinien, Feldrainen
od.,dgl., ein .davon abweichendes Abbildungsverhältnis zu verwenden, um etwa derartige
Details besser und als we-sentl:ich gegenüber anderen Dingen auf den Karten usw.
hervortreten zu lassen. Ein solcher Fall ist praktisch z. B. gegeben bei der Anfertigung
von Übersichtskarten für die Zwecke von Flurumlegungen oder für Katasterzwecke,
wo die zunächst aufgenommenen Teilblätter .dier einzelnen Flurstücke aneinandergereiht
zu einer Gesamtdarstellung in entsprechend verkleinertem Maßstab vereinigt werden.
Bei dieser verkleinerten Wiedergabe fallen die Begrenzungslinien für die einzelnen
Fluren, Gemarkungen usw. so dünn aus, daß sie unter Umständen nicht oder nur undeutlich
sichtbar bleiben. Diese Fehler ließen sich nun zwar durch nachträgliches Um-, Einzeichnen
oder Verstärken dieser Linien von Hand beheben. Jedoch war ein derartiges Ausbesserungsverfahren
so umständlich und zeitraubend"daß es bei einer Eilherstellung von Karten dieser
Art nicht anwendbar war; ganz abgesehen davon, daß diese nachträgliche Ergänzung
unter Umständen bei nicht ganz sorgfältiger Überarbeitung .der betreffenden Kartenstellen
Anlaß zu Fehlern geben konnte.
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Die Erfindung zeigt einen Weg für ein rascher und sicherer arbeitendes
Verfahren zur Lösung
dieses Prübliems auf. Gemäß,dem Haupterfindungsgedankenwird
nämlich für einbestimmtes optisches Abbildungsverhältnis von Objekt und, Bild eine
Veränderung dies Abbildungsverhältnisses von Einzelheiten, wie Zeichen, Schraffen,
Begrenzungen od. @dgl., durch opbi!sche oder mechanische, auf Gegenstand, Optik
und/oder Bild wirkende, auf dem Prinzip der Verlagerung der B.iMpunkte für die Einzelheiten
beruhende Mittel unter Wahrung der Zeichnungsschärfe der Bildpunkte vorgenommen.
Auf diese Weise ergibt sich außer einer bedeutenden Verkürzung der Gesamtarbeitszeit
zur Herstellung solcher Pläne noch eine viel größere Genauigkeit -der Wiedergabe
:als zuvor, da von .dem Urbild des Planes ausgegangen wird, also irgendwelche Zeichnungsungenauigkeiten
durch Nacharbeiten nicht entstehen können. Ferner läßt sich so @&r Abbdldungsrnaß.stak
für die in Betracht kommenden Einzelheiten stufenlos von Null bis zu jedem beliebigen
Maßstab ändern; unter Umständen können für verschiedene Einzelheiten jeweils iandere
Abbildungsverhältnisse angewendet werden.
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In Fortentwicklung dieses Grundgedankens wird aufgezeigt, wie er sich
verfahrensmäßig nach verschiedenen Richtlungen abwandeln läßt und wie die dazu benutzten
Einrichtungen zweckmäßigerweise ausgebildet sind. So kann man bei einer mechanischen
Bildpunkt'verlagerung dem Objekt; der Optik und@oder dem Bild eine Bewegung quer
zur optischen Achse aufzwingen, die entweder als Kreisbahn oder bei vorwiegender
Erstreckung der Linienzüge in edier Hauptrichtung als elliptische oder -geradlinige
hin und her gehende Bahn ajusgestaltet sein kann. Die dafür verwendeten Einrichtungen
sind, so ausgebildet, daß das oder die betreffenden Blauteile in Halterungen sitzen,
die entweder ein schwingungsfähigest System bilden oder die in Führungen laufen,
welche der Art (der Bahnen angepaßt sind. Bei einer Bildpun'ktwerlagerung auf optischem
Wege wird den vom Objekt ausgehenden Einzelstrahlen eine Brechung oder Ablenkung
unter gleichzeitiger Drehung der dazu verwendeten optischen Mittel um ihre Achse
erteilt. Die :optischen Mittel lassen sich dabei als Gliaskalotten von zur Krümmung
rder Optik äquidistanber Form oder als im Bereich eines Strahlenganges mit parallel
gerichtetem Licht sitzende planparallele Glasplatten ausbilden, die um eine quer
zur optischen Achse verlaufende Kippachse !, neigbar sind. Ferner ist ein Dreh-
oder Schwenkkeilsystem verwendbar, dessen Einzelkeile gegeneinander verschwenkt
werden können rund das in seiner Gesamtheit ebenfalls um die optische Achse sich
drehen läßt. Diese optischen Mittel lassen sich an beliebiger Stelle im Strahlengang
vom Objekt zum Bild, insbesondere, auch zwischen den Einzelgliedern der Optik, anordnen.
Weiterhin ist daran gedacht, eine vereinigte Bdldpunktverlagerung auf optischem
und mechanischem Wege anzuwenden.
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Es sei hier eingeschaltet, d'aß an sich Anordnungen, vor allem für
Fliegenkameras,, bekannt sind, bei denen -dem Schichtträger während der Belichtungszeit
eine der Flugzeugbewegung verhältnisgleiche Zusatzbewegung erteilt wird, um einen
Ausgleich der andernfalls auftretenden Bewegungsunschärfe zu schaffen. An-eine Bildpunktve-rlagerung
zum Zwecke einer Änderung der Abbildungsmaßstäbe für bestimmte B.ildp-unkte ist
hierbei nicht gedacht. Ebensowenig liegt dieses Problem vor bei einer ferner noch
bekannten Anordnung zur Herstellung von Mustern auf Wertpapieren, bei .der ,die
Urbilder an einer verschie'blichen öder verdrehbaren Halterung sitzen und auf eine
Platte nacheinander Bilder dieser Objekte in verschiedenen Lagen gemacht werden.
Auf diese Weise ergeben sich die bei Wertpapieren üblichen, als Untergrund für die
Aufdrucke dienenden Muster in Flecht-oder Schlingenform. Eine Änderung einzelner
Linienzüge in ihrer Stänke wurde auch drabei nicht beabsichtigt oder erreicht.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstland beispielsweise näher
erläutert.
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Abb. i zeigt eine solche aus Teilblättern zusammengesetzte Übersichtskarte;
Abb. z ist eine vergrößerte Teilansicht von der eingekreisten ,Stelle darin, während
Abb. 3 eine in noch größerem Maßstab gehaltene Teilansicht eines Linienzuges im
Bereich: der besonders gekennzeichneten Stelle bringt; Abb. 4 gibt- eine schiauhildlich
gehaltene Ansicht einer zur Ausführung des neuen Verfahrens benutzbaren Einrichtung
wieder; Abb. 5 stellt ebenfalls in einem Schaubild eine andere Bauform für eine
Einrichtung für das neue Verfahren dar, zu der Abb. 6 eine Änderungsmöglichkeit
bringt; Abb. 7 ist gleichfalls ein Schaubild einer dritten und Abb. 8 ein solches
einer vierten Ausbildungsmöglichkeit für eine Einrichtung zium Arbeiten nach dem
erfindungsgemäßen Verftahren.
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Gemäß Abb. i ist die Übersichtskarte i, idie den Flurenbereich 3 einer
Ortschaft 4 umfassen soll, eine verkleinerte Wiedergabe einer Anzahl von Teilblättern
2, die zunächst je für sich aufgenommen wurden und idie aneinandergesetzt photographiert
sind. Wenn auch, die zeichnerische Darstealung in bezug auf die batsächlieh bei
einer solchen verkleinerten Wiedergabe sich ergebenden Strichstärken für die einzelnen
Begrenzungen der Straßen, der Häusergruppen, der Feldraine u. a. m. nicht maßstabgerecht
ist, so läßt sie doch erkennen, daß d:ie Grenzen 5 dker einzelnen. Flurstücke unverhältnismäßig
dünn ,gegenüber den anderen Linienzügen 6 für die Straßen :7 beispielsweise herauskommen,
obgleich gerade für die Grenzlinnen 5 für die obengernannten Zwecke eine hinreichende
Stärke und. deutliche Strichführung nötig ist. Um diesem offensichtlichen Mißstand
abzuhelfen, ist nun, was den. Grundzug des neuen Vorschlages ausmacht, unter Beibehaltung
des Abbildungsverhältnisses der Gesamtkarte der Abbildungsmaßstab für die Linienzüge
5 sio gewählt worden, daß diese demgegenüber stärker rausfallen (00g1. Abb.2).
Diese
Verbreiterung der Striche 5 wird, dadurch erreicht, daß dieseleben durch Verlagerung
Punkt für Punkt nach allen Richtungen hin vergrößert werden, was beispielsweise
durch eine kreisende Bewegung des Halters mit dem Gegenstand, also dem Urbild i,
geschehen kann @(vgl. Abb. 3 mit dem breiteren Linienzug 5'). Diese Züge 5' zeichnen
sich dadurch aus, daß sie erstens vollkommen randscharf sind, da jedfer Punkt derselben
um den gleichen Betrag nach allen Richtungen hin, unter Wahrung der einmal vorgenommenen
Schärfeneinstellung des Bildes vergrößert wird',, und daß zweitens gerade die Randzonen
der Striche 5' besonders stark belichtet werden"dadort entsprechende Überschneidungen
der einzelnen Punktbahnen stattfinden. Wie ohne weiteres zu ersehen, läßt sieh das
Abbildiungsverhältnis derLinienzüge 5 irrweitesten Grenzen ändern, @da man das Maß
der Verlagerung der Einzelpunkte dafür frei wählen kann. Die Veränderung der Strichstärke
der Linienzüge kann auch negativ sein, so daß beispielsweise -hei der Herstellung
von Übersichtskarten kleine Details ,(Grenzen, Parzellen od. @digl.) vollkommen
ausgelöscht werden. Ebenso ist ersichtlich, daß beispielsweise für die Linienzüge
5 ein anderer Abbildungsmaßstab als für die Grenzlinien 6 für die Straßen 7 auf
der Karte i verwendet werden kann (vgl. Abb. i). Es ist in einem solchen Fall lediglich
etwa erforderlich, daß man entsprechend verkleinert nacheinander zwei Urbilder photographiert,
von denen das eine nur die Straßenzüge 7, das andere nur d!ie Feldraine 5 enthält.
Für eine genaue Ausrichtung der beiden Urbilder zueinander in ihrer Grundeinstellung,
was etwa mittels Strichmarken geschehen 'kann, ist natürlich Sorge getragen.
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Die Verstärkung oder Abschwächung der ursprünglichen Linienstärke
der Striche 5 oder 6 kann auf verschiedenem Wege geschehen.
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Bei der Anordnung nach Abb. 4 erfolgt sie unter Zuhilfenahme mec'hanisc'her
Mittel, indem entweder die den Sch:ichtträ@ger 8 für das Bild enthaltende Kassette
9 gegenüber der Repro-duk'tionsoptik io und dem Urbild i i, also dem Gegenstand,
oder .die Optik io gegenüber dem Bild 8 und -dem Gegenstand i i oder auch letzterer
gegenüber den Elementen 8 und: io quer zur optischen Achse 16 während der Aufnahme
bewegt wird. Diese Bewegung, die in,der Darstellung @d'urch: Pfeille-2i, 22, 23
veranschaulicht sein soll, kann etwa ,dadurch herbeigeführt werden, daß dasbetreffende
Buutei19 mit Schichtträger 8, io oder ii als gegenüber den anderen Elementen schwingungsfähiges
System, z. B. nach Art eines Rüttelsiebes, ausgebildet ist oder in entsprechenden
Bahnen beweglich, geführt wird. Die Art der bei einer solchen Bewegung vollführten
Bahn ist beliebig, vorzugsweise wird man sie zwecks gleichmäßiger Verbreiterung
-der Linienzüge nach jeder Richtung hin kreisförmig wählen; doch kann man, vor allem
dann., wenn es sich. bei nur in einer Hauptrichtung erstreckenden Linienzügen um
eine bevorzugte Verstärkung derselben nur in einer bestimmten Richtung handelt,
auch auf eine elliptisohe, geradlinig hin und her gehende od.,dgl. Bahnbewegung
zukommen, wobei die Längserstreckung der Bahn quer zum betreffenden Lin,ienzüg gelegen
ist. Unter Umstänidlen ist es weiter möglich, zweien von den Elementen 8, io, I
I gleichzeitig Bahnbewegungen, zweckmäßigerweise entgegengesetzt gerichtete, zu
erteilen.
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Die Anordnungen nach Abb. 5 bis 8 nehmen für die Erzielung ,der erfindungsgemäßen
Wirkung optische Mittel zu Hilfe.
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Bei Tier Ausgestaltung nach Abb. 5 sind das Urbild iio, diie Optik
roo und das Bild 8o fest angeordnet. Zwischen der Optik ioo und dem Gegenstand i
i o Ist eine Glaskalotte 12 von zur Krümmung der Optik ioo äqui-distanter Form in
das Strahlenbüschel 13 eingeschaltet. Diese Kalotte 12 ist kippbar in Pfeilrichtung
15 um eine quer .zur opti.s(chcn Achse 16 gelegene Kippachse 14 gelagert und mitsamt
dieser Kipplagerung 14 cum die optische Achse in Pfeilrichtung 17 drehbar am geordnet.
Die beabsichtigte Veränderung der Breite der Linienzüge kommt hierbei dadurch zustande,
daß durch die Kippung der Kalotte 1.2 in Pfeilrichtung 15 um den beliebig großen
Winkel a die Einzelstrahlen des vom Gegenstand iio zum Bild 8o gehenden Strahlenbüschels
eine Brechung erfahren. Gleichzeitig veranl.aßt dde Drehung der Kalotte 12 um .die
Achse 16 eine kreisförmige Auswanderung ,der entsprechend. gebrochenen Einzelstrahlen,
so daß das. Endergebnis für jeden solchen Einzelstrahl statt dessen, einfacher Form
ein zylinderförmiger Lichtstrahlenschlauch 18 von der Kalütte- 12 ab Ibis zum Bild
8o ist; dies bedeutet nichts anderes, 'als daß an die Stelle einer punktförmigen
Abbildung jedes Strahles eine Kreisfläche auf dem Bild 8o tritt.
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Die Anordnung kann, wie Abib. 6 erkennen läßt, auch so getroffen sein,
daß die Glaskalotte 112 mit zur Krümmung der Optik ioo äquid'istanter Form zwischen
Optik und B:il@d 8o in den Strahlengang 13 eingeschaltet ist. Durch Kippmöglichkeit
der Kalotte i 12 um die Achse i 14 in Pfeilrichtung i 15 und durch Drehung .des
Systems 112, 114 um die optische Achse 16 in Pfeilrichtung 17 lassen sich wiedier
die Strahlenschläuche 18 für die Einzelstrahlen des Lichtbüschels mit dem gleichen
Effekt wie zuvor erzeugen.
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Die Bauform gemäß Abb. 7 zeichnet sich -dadurch aus, daß die zwischen
Gegenstand i io uhd Bild 8o eingeschaltete Optik zweiteilig derart ausgebildet ist,
daß zwischen den optischen Einzelgliedern 2oo', Zoo" das. vom Urbild) iio ausgehende
Lichtbüschel, 13 .als parallel gerichteter Strahlengang 213 verläuft. In den. Strahlenbereich
213 ist eine planparallele Gliaspllatte 212 um eine Achse, 214 in Pfeilrichtung
2i5 um einen beliebigen Winkel a kippbar ,gelagert, und ferner :ist das System 212,
214 wiederum um die optische Achse, 16 in Pfeilrichtung 17 drehbar angeordnet, so
daß auf diese Weise ebenfalls eine Brechung der Einzelstrahlen des Lichtbüschels,
2i3 durchs die Platte 2i2 und eine Umwanidlung der Einzelstrahlen in Strahlenschläuche
18 wie zuvor eintritt,
Die Anordnung nach Abb: 8 - schließlich unterscheidet
sich vor ;allem dadurch von der Bauform nach Abb. 5, idaß bei' fest :angeordnetem
Gegenstand i i o, Optiik ioo und,Bild 8o zwischen -die Elemente ifo und. ioo in
:das Strahlenbüschel 13 ein Drehkeilpiaar i9 eingeschaltet ist, dessen Einzelkeile
i9' und i9" gegeneinander - in 'Pfeilrichtung 314 verdrehbar- gelagert @sirid. Hierdurch
läßt sieh ,der Abl,enkungsgriad der Einzelstrahlen des Büschels 13 ,beliebig verändern.
Ferner ist ,das gesamte Drehkeilsystem i9 um die optische Achse 1b in Pfeilrichtung
17 drehbar. -Dadurch. beschreibt jeder Einzelstrahl eine ,auf einem Kegelmantel
;gelegene Bahn, so diaß jetzt an Stelle der Einzelstrahlen ,l@e"geliförmige Lichtbüschel
2,o vom Dre'hkeil-system i 9 an für ;die einzeln :abzubildenden Urbildpunkte in
Erscheinung treten, d'. h. auch. dadurch ergibt sich eine entsprechende Veränderung
der Breite der Abbildlungsp.unkte. Es sei bemerkt, daß die Stelle des Drehkeil-
auch ;ein; .Schwenlkkeilsys.tem einnehmen kann. Ebenso ist eis möglich, ein solches
Dreh- oder SChwenkkeilsystem hinter der Optik anzuordnen.
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Die beim .Ausführungsbeispiel nach Abb. 7 @gew-ählte Einschaltung
der die Verlagerung der Bildpunkte auf optischem Wege bewirkenden Mittel 212 zwischen
:die Einzielelemente des optischen Ge-,samtsystems kann auch (bei dien Anordnungen
nach Abb. 5, 6 und 8 angewendet werden.. Ferner ist es denkbar, die Paraldelrich:tung
;des Lichtbüschels 13 bei der Ausgestaltung nach Abb. 7 schon vor dem Eintritt in
die Optik 20o oider erst dahinter vorzunehmen. Die Drehbewegung der Elemente 12,
112, 212, i9- um die optische Achse 16, die eine lcred-sförmiige Verlagerung der
einzelnen Bildpunkte ergibt, kann unter Umständen auch durch eine anders ,geartete
Bewegung, z. B. ;durch eine elliptische Bohn, ersetzt werden.
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Wie aus a11 .diesen. Betrachtungen herviorgeht, ist das neue Verfahren
sowohl für leine Verstärkung als fauch für eine Schwächung bis zu einer vollständigen
Auslläschung einzelner Lindienzüge geeignet. Das Verfahren zur Verstärkung der Linienzüge
setzt Tals Uribild ein Negativ der -w'iederzugebenden Karte od:. dgl. voraus, bei
dem die zu verstärkenden Linien weiß auf schwarzem Grund erscheinen. Beim Ahbildungsprozeß
wird durch die leuchtendweißen Linien die Schicht des Bildnegat%vs aktinisch b@eeinflußt,
so diaß !bei einer Bildpunktverlagerung, durch die obenerwähnten Mittel herbeigeführt,
eine Verbreiterung dies Striches auf denn Neigativ entsteht. Bei (der Schwächung
bzw. 4uslöschung von Linienzügen muß von einem Positiv des Urbildes mit schwarzen
Linien auf weißem Grundausgegangen werden. Der Abbildungsprozeß spielt -sich, ebenso
ab wie vorbeschrieben; .dabei werden d'ie Linienzüge lauf dem Bildneigativ durch
den lichtdurchlassenden Untergrund ;des Uribildes entsprechend geschwächt oder ausgelöscht.
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;Die das Hauptkennzeichen :des neuen Vorschlages, ausmachende Verlagerung
der Bildpunkte kann ;auch noch auf andere Weise als itn Iden Dar-Stellungsbeispielen
vorgenommen werden, etwa dadurch, daß das Urbild nacheinander in gegeneinarnder
entsprechend verschobenen Stellungen photographiert wird oder daß mehrere Urbilder
gleichzeitig in zueinander entsprechenden Stellungen aufgenommen oder projiziert
werden. Die bauliche Ausbilidu,ng seiner solchen Einrichtung kann so sein, daß .die
Urbildhalter .oder auch der Bildträger entsprechend allseitig ;bewegbar gelagert
sind. Gegebenenfalls läßt sich ;auch eine- Komhination der mechanisch oder optisch
wirkenden Mittel für die Bildpunktverlagerun.gmiteinander verwenden, indem beispielsweise
der Optik io ein.-. irgendwie geartete Bahnbewegiurng erteilt und davor oder dahinter
ein optiisches Mittel in Fö-rm eines der Elemente 12, 112, 212 oder i9 geschaltet
wird. Eine geradlinige Verlagerung der Bildpunkte kann außer dem oben beschriebenen
Verfahren durch mechanische Bewegung der Elemente 9, io unid/oder ii nach
Abb. 4 euch durch die optischen Mittel der Anordnungen nach Abb. 5 bis 8 in der
Weise herbeigeführt werden; ,daß z. B. die Eleimente 12, 112, 212 oder i9 nur um
die senkrecht zur .optischen ;Achse stehenide Achse 14, 114, 214 . . . pendelnd.
;bewegt, also dauernd, hin und her verschwemkt werden unter Verzicht auf eine Drehung
'dieser optischen Elemente um die Achsre 16.