DE446485C - Verfahren zum Drucken mit basischen Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Drucken mit basischen Farbstoffen

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DE446485C
DE446485C DES70916D DES0070916D DE446485C DE 446485 C DE446485 C DE 446485C DE S70916 D DES70916 D DE S70916D DE S0070916 D DES0070916 D DE S0070916D DE 446485 C DE446485 C DE 446485C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/41General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using basic dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Drucken mit basischen Farbstoffen. Bei dem üblichen Druckverfahren mit basischen Farbstoffen verwendet man die Farbstoffe in Form ihrer verschiedenen Salze. Der salzartige Zustand des Farbstoffes in der Druckfarbe schließt die Möglichkeit aus, eine Reihe von Stoffen anzuwenden, welche sonst als Beize für basische Farbstoffe dienen können. Die in Betracht kommenden Beizen sind bekannte Reaktionsprodukte von Phenolen oder aromatischen Aminen oder beiden und ihren Derivaten in alkalischer . Schwefelschmelze, z. B. die unter dem Namen Katanol, Pheneresin o. ä. im Handel käuflichen Produkte, ferner Diamin- und Schwefelfarbstoffe u. dgl. Alle diese Stoffe, als Beize für basische Farbstoffe angewendet, sind dadurch charakterisiert, daß sie mit Lösungen von Salzen der basischen Farbstoffe unlösliche Lacke bilden. Die Geschwindigkeit der Lackbildung ist dabei so groß, und die Löslichkeit der entstandenen Lacke in den üblichen Lösungsmitteln ist so gering, daß es mit keinem bekannten Mittel gelungen ist, die Lackbildung vor dem Druck zu verhindern.
  • Die oben besprochene Neigung zur vorzeitigen Lackbildung ist den erwähnten Stoffen eigentümlich und erfordert beim Gebrauch dieser Stoffe als Beizen die Anwendung von zwei Bädern. Entweder muß die Ware vorgebeizt werden, oder sie muß nach dem Druck nachbehandelt werden. Abgesehen von der Kostspieligkeit beider Methoden schließen sie übrigens die Anwendungsmöglichkeit der meisten Beizen im Druck aus, weil der weiße Untergrund der Ware angefärbt wird, ein Übel, von welchem gerade die zweckmäßigsten und die besten der genannten Stoffe nicht frei sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei Anwendung der genannten alkalischen Beizmittel keine vorzeitige Lackbildung eintritt, wenn man die basischen Farbstoffe vorerst in die Form ihrer freien Basen überführt, wobei es gleichgültig ist, ob die freie Base selbst genügende Löslichkeit besitzt oder ihre Löslichkeit durch Zusatz von Verdickungsmitteln gefördert und die Fällung dadurch verhindert wird. Die Überführung der freien Base in ihre Leukoverbindungen übt in vielen Fällen günstigen Einfluß auf den Lösungszustand der Farbstoffe aus.
  • Das Arbeitsverfahren, welches auf dem hier geschilderten Prinzip der Anwendung des Farbstoffes in Form der freien Base beruht, wird folgendermaßen ausgeführt.
  • Anwendungsbeispiel I. Für Druck auf weißer oder naphtholierter Ware.
  • Der Farbstoff wird in Wasser gelöst und die Lösung in eine neutrale Verdickung eingerührt. Dann wird so viel Lauge hinzugegeben, daß der ganze Farbstoff in die freie Base übergeführt wird; ein geringer IJberschuß der Lauge ist günstig zur Verminderung der Dissoziation der Farbstoffbase und dient evtl. als Schutz gegen die Kohlensäure der Luft. Ein Zusatz einer kleinen Menge Hydrosulfit ist oft nützlich zur Überführung der Farbstoffbase in ihre Leukoverbindung. Der folgende Zusatz der Beize verursacht noch keine Lackbildung, macht aber die Farbe zum Drucken oder Pflatschen fertig; ein kleiner Zusatz von Seife ist manchmal für die Tiefe und Schönheit der Nuance erforderlich. Nach einigegn Stehen wird gedruckt, die Ware getrocknet und 12 bis 24 Stunden liegengelassen. Die Fixierung erfolgt teils beim Liegen, teils im darauffolgenden Dämpfen. Die endgültige Entwicklung der Farbe wird dann bei nachfolgender Säurebehandlung; z. B. Essigsäure-Bichromat-Passa.ge, Waschen und Seifen, erzielt.
  • Anwendungsbeispiel II. Für Reservedruck auf Anilinschwarz.
  • Für Reservedruck auf Anilinschwarz und anderen Oxydationsfarben soll die Druckfarbe mit der nötigen Menge Lauge, Sulfit oder Zinkoxyd versetzt. werden. Die Fixierung und Entwicklung des Lackes erfolgt durch Matterplattieren, Essigsäure-Bichromat-Passage, Waschen und Seifen.
  • Anwendungsbeispiel III. Für Rongalitätzartikel.
  • Für Rongalitätzartikel muß die Farbe mit der nötigen Menge von Rongalit oder Hydrosulfit versetzt werden und wird, wie sonst üblich, fertig gefärbt. Rezeptbeispiele.
    a. Für weiße oder naphtholierte Ware.
    2 3 4
    Rhodamin B (Schultz, Farbstofftabellen, 5. Aufl., Nr. 573) . . io - - ---
    Setoglaucin (Schultz, Farbstofftabellen, 5. Aufl., Nr. q.96) ... x io - -
    Thioninblau GO (Schultz, Farbstofftabellen, 5. Aufl., Nr. 661) - - I0 -
    Fuchsin GR (Schultz, Farbstofftabellen, 5. Aufl., Nr. 511) . . - -- °- --T ` 10
    Heißes Wasser. ..................................... 2o0. _ 250 250 2,50
    Tragant 8 Prozent, neutral....................... .... 685 52o 550 565
    Natronlauge 38° B6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . _ . . . . . . . . - - 30 - --- 75- 50 - 50
    Katanol 1/2 mit Wasser. . . . . . . . . .. .. . ...... . . . . ........ 50 -T20 75 =0o
    Alizarinöl 50 Prozent.. ............................:. - 25 - _ 25 : 25 25
    Hydrosulfit NF i: i . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - _ - _ = 40 --
    # I 0o0 i o00 - 1000 1000
    b. Für Anilinschwarzreserve.
    I 2 3 4 5
    Safranin krist. (Schultz a. a. 0., Nr. 679) ...... . -. . io - - - -
    Rhodamin B.................................. - i0 - -
    Thioninblau GO.... . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . - - iö - -
    Setoglaucin................................... - -- - i5 -
    Auramin ..................................... - - - -- io
    Heißes Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 2.00 200 140 200
    Tragant 8 Prozent, neutral...................... 355 240 270 355 390
    Natronlauge 47° B6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16o --- - 190 125
    Natronlauge 38' B6 . . . . . . . . . . . . . . . , . . . . . . . . . . . . -- 75 50 - -
    Zinkoxyd =: = mit Glycerin ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 250 250 - -
    Kaliumsulfit 4o°Be............................ ioo zoo ioo 100 100
    Alizarinöl 50 Prozent . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 25 25 25 25
    Hydrosulfit NF i: i: . ......................... - 20 - -
    Katanol i:2 mit Wasser ....................... i5o ioo 75 °I65 . 150
    i 000- @1000 . 1000 'i ooo @1000
    c. Für Rongalitätzartikel.
    I 2
    Rhodamin B ................................. _ _ 1o
    Auramin O (S c h u 1 t z a. a. O., Nr. 40 j) . . . . . . . . . . . . . . I o
    Heißes Wasser .................................. 2oo Zoo
    Tragant 8 Prozent, neutral........................ 415 165
    Natronlauge 38° B6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 50
    Hydrosulfit NF 1: 1 . . . . . . . . . . . . . . . . .-. . . . . . . . . . . . . Zoo 400
    Alizarinöl 50 Prozent............................. 25 25
    Katanol 1:2 mit Wasser.......................... 75 75
    1000 I ooo
    Katanol ist in den Beispielen durch Pheneresin, Schwefel- und Diaminfarbstoffe ersetzbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Drucken mit basischen Farbstoffen auf weißen Stoffen oder als Reserve unter Anilinschwarz und anderen Oxydationsfarben oder als Hydrosulfitätze, dadurch gekennzeichnet, daß die basischen Farbstoffsalze in die freien Farbbasen oder ihre Leukoverbindung übergeführt und diese mit den alkalischen Beizmitteln versetzt werden. z. Besondere Ausführungsform des Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensationsprodukte von Phenolen und Aminen oder deren Derivaten in der Schwefelschmelze als Beizmittel anwendet.
DES70916D 1925-07-26 1925-07-26 Verfahren zum Drucken mit basischen Farbstoffen Expired DE446485C (de)

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